Grund hat geschrieben:Zorița Câmpeanu hat geschrieben:ich finde das jedes Wort, ...
Ich denke damit können wir das abschließen. Jeder möge finden .... was auch immer ... aber es muss nicht unbedingt Haarespalterei sein
findest du....
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Grund hat geschrieben:Zorița Câmpeanu hat geschrieben:ich finde das jedes Wort, ...
Ich denke damit können wir das abschließen. Jeder möge finden .... was auch immer ... aber es muss nicht unbedingt Haarespalterei sein

Zorița Câmpeanu hat geschrieben:Grund hat geschrieben:Zorița Câmpeanu hat geschrieben:ich finde das jedes Wort, ...
Ich denke damit können wir das abschließen. Jeder möge finden .... was auch immer ... aber es muss nicht unbedingt Haarespalterei sein
findest du....![]()
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gbg hat geschrieben:Man ist weder einer seiner Gedanken noch eines seiner Gefühle usw.
Auf der Selbstsuche mittels der Sinne kann sich das Selbst nicht finden.
Buddhisten schlußfolgern: "Ein Selbst gibt es nicht"
(Die Upanishaden sagen was bleibt sei der Atman)
Christian Anders sagt wenn ich es richtig verstanden habe: Das Selbst gibt es es ist aber durch die Sinne nicht beobachtbar weil es Selbst der Beobachter ist.
(Er sagt auch: Das Auge kann sich selbst nicht sehen)
Beobachten ist ein Verb.
Das bedeutet das Selbst ist nicht durch sein Beobachten erklärt.
D.h. es beobachtet aber zugleich stellt sich die Frage was da beobachtet.
Was ist es das sich da indirekt durch sein Beobachten zeigt?!
Nun meine Frage:
Wie steht der Buddhist zu dieser Argumentation zu diesem Mysterium Selbst?
L.G. gbg


bibo hat geschrieben:Bin ich mein Gefühl? Ich sage: "Ich beobachte." Doch bin ich mein Beobachten? Ich sage: ich habe ein Gefühl, also sehe ich mich getrennt von diesem Gefühl. Ich beobachte hat ebenfalls die Trennung zwischen mir und meiner Beobachtung. Existiert meine Beobachtung, das Gefühl zu beobachten auch ohne mich? Gibt es mich auch ohne Wahrnehmungen? Einfach so, als so eine Art durchsichtige, eigenschaftslose Wolke? Nachts, wenn ich traumlos schlafe, wo ist dann meinn Ich-Gefühl, wo ist der Beobachter, wenn mir nichts erscheint? Was weiss ich in diesem Moment von mir? Morgens, wenn ich aufwache und mich erinnere, dass ich nicht geträumt habe, erinnere ich mich nicht an ein Ich im traumlosen Schlaf. Habe ich deshalb nicht existiert?

mukti hat geschrieben:Also wir haben Beobachten, das Beobachtete und ein Ich. Das Beobachtete kann ich nicht sein, ich beobachte es ja als etwas das verschieden ist von mir. Ebenso wie ich nicht ein Tisch bin, den ich sehe, bin ich nicht ein Gefühl, das ich wahrnehme, oder irgendetwas Anderes das ich beobachten kann. Wenn ich nun der Beobachter bin, wer oder was bin ich denn da? Wie sieht der Beobachter aus, wie ist er beschaffen? Das kann ich niemals erkennen, denn da müsste ich ihn ja sehen, beobachten können. Und alles was ich beobachten kann bin nicht ich...ich kann mich also nicht erkennen, es ist kein Ich erkennbar.

Simo hat geschrieben:Lieber Mukti,
was ist wenn du in der Meditation deine Gedanken und inneren Bilder beobachtest? Sind diese Gedanken verschieden von deinem Geist, oder sind sie ein und dasselbe? Wie ist es mit den Wellen des Meeres? Sind diese verschieden vom Meer oder ein und dasselbe?
Du betrachtest deine inneren Zustände. In dieser Art von innerer Untersuchung sind der Betrachter, das Objekt der Betrachtung und die Mittel der Betrachtung Aspekte desselben Sachverhalts, nämlich des Bewusstsein eines individuellen Meditierenden/Experimentierenden.

mukti hat geschrieben:Werter Simo,
Bewusstsein bedeutet dass da wieder zwei sind, Bewusstsein und Inhalt, ohne Inhalt gibt es kein Bewusstsein. Wer ist also der individuelle Meditierende? Bewusstsein oder dasjenige worüber es sich bewusst ist? Das worüber es sich bewusst ist kann er nicht sein, er ist sich ja nur darüber bewusst. Das was bewusst ist kann er auch nicht sein, denn dann wäre er Inhalt eines anderen Bewusstseins, das sich über das Bewusstsein bewusst ist.

Simo hat geschrieben:mukti hat geschrieben:Werter Simo,
Bewusstsein bedeutet dass da wieder zwei sind, Bewusstsein und Inhalt, ohne Inhalt gibt es kein Bewusstsein. Wer ist also der individuelle Meditierende? Bewusstsein oder dasjenige worüber es sich bewusst ist? Das worüber es sich bewusst ist kann er nicht sein, er ist sich ja nur darüber bewusst. Das was bewusst ist kann er auch nicht sein, denn dann wäre er Inhalt eines anderen Bewusstseins, das sich über das Bewusstsein bewusst ist.
Wie kann der Inhalt des Bewusstseins (nehmen wir Gedanken als Beispiel) den das Bewusstsein produziert, verschieden vom Bewusstsein sein? Deine Konklusion ist nicht richtig/logisch. Ohne Bewusstsein gibt es keinen Inhalt, sowie es ohne Gefäß keinen Inhalt gibt. Aber ohne Inhalt ist da immer noch ein Gefäß. Der individuelle Meditierende ist beides: Bewusstsein und das, worüber er sich bewusst ist. Bewusstsein, Bewusstseins-Objekt und das Werkzeug der Betrachtung sind Aspekte desselben Sachverhaltes. Wenn wir uns eines Gedanken bewusst sind, so sind wir uns unseres eigenen Bewusstseins bewusst. Das ist Selbst-Bewusstsein. Unser Bewusstsein kann auch Objekt eines anderen Bewusstseins sein, ob indirekt durch bildgebende Mittel, oder durch direkte Wahrnehmung, wobei letzteres bei "normalen" Menschen ohne nennenswerte Verwirklichung selten oder bisweilen nie auftritt.

mukti hat geschrieben:Das kann natürlich sein, dass ich falsch liege. Bis jetzt erscheint mir Bewusstsein als etwas unabhängig Bestehendes, das Gedanken erzeugt, nicht nachvollziehbar, sondern als Annahme, Vorstellung, Theorie oder Glaube.
Gehst du bei dem Beispiel mit dem Gefäß nicht von zwei verschiedenen Definitionen aus? Wenn man Gefäß als etwas Bleibendes definiert dann müsste man Inhalt auch als etwas Bleibendes definieren, denn der Inhalt bleibt auch bestehen, nur nicht in der Form die er im Gefäß annimmt. Ebenso besteht das Gefäß ohne Inhalt, aber nicht als etwas, das den Inhalt umschließt.
Gefäß ist also das, was den Inhalt umschließt, und wenn kein Inhalt ist, dann kann es nicht als solches existieren. Inhalt ist das was umschlossen wird, wenn er nicht umschlossen wird, dann kann er nicht als Inhalt existieren.
Dann ist mir nicht ganz klar, was du mit Sachverhalt meinst, der drei Aspekte hat - Bewusstsein, Bewusstseins-Objekt und Werkzeug der Betrachtung. Wie benennst du diesen Sachverhalt? Bewusste Gedankenherstellung? Das ist nur eine zusammenfassende Bezeichnung. Bei mir kommt bei diesem Sachverhalt auch kein individueller Meditierender heraus, sondern nur ein Körper, Gedanken, Bewusstsein, und der Vorgang des Beobachtens.
Und wer ist sich des eigenen Bewusstseins bewusst? Ist das der individuelle Meditierende? Wer ist das nun genau? Alles zusammen - dann ist Bewusstsein und Inhalt eins, und es gibt keinen Meditierenden mehr. Oder ist sich das Bewusstsein über sich selbst bewusst? Das ist aber nicht nachvollziehbar, ausser durch ein Postulat, das es ein unabhängig bestehendes Bewusstsein gäbe.
Ich kann dir also nicht ganz folgen, vielleicht kannst du es ja noch näher erklären.

Simo hat geschrieben:Lieber Mukti, zuerst einmal finde ich es toll, dass du die Möglichkeit in Betracht ziehst, dass du falsch liegen könntest. Das zeug von deiner großen geistigen Ehrlichkeit und Lernwillen.
Aber nur so kann man lernen, und daher bemühe ich mich, nicht ohne Erfolg, einen offenen Geist zu bewahren. Allgemein sehe ich Ehrlichkeit als eine sehr wichtige Eigenschaft an. Wenn die Diskussionspartner diese Einstellung haben, dann gehts voran, sonst ist es ein Ego-Krieg.Simo hat geschrieben:Mit Sachverhalt meine ich, dass Sowohl der Beobachter, das Beobachtete und die Mittel der Beobachtung das Bewusstsein sind. Bewusstsein existiert nicht unabhängig, es ist ein ebenso abhängiges Phänomen. Bewusstsein ist das, was klar ist und erkennen kann.
Simo hat geschrieben:Dieser Individuelle Meditierende ist natürlich eine Benennung der experimentierenden Person, die man als unabhängiges Phänomen auch nicht wird finden können. Sie existiert nur aufgrund der Benennung, die wir ihr aufgrund der fünf Aggregate geben. Man kann im normalen Sprachgebrauch aber trotzdem von einem Meditierenden sprechen, selbst wenn dieser für sich genommen nur als Benennung existiert.
Simo hat geschrieben:Die Frage ist, wer ist sich des eigenen Bewusstseins bewusst? Es ist das Bewusstsein, das sich seiner selbst bewusst ist. Dabei ist kein unabhängiger Beobachter von Nöten. Wieso ist das nicht nachvollziehbar? Das Bewusstsein betrachtet sich selbst. Es ist dabei aber leer von einem unabhängigen, ewig existierenden Selbst im Sinne eines Atman. Es ist dabei aber auch strahlend Bewusst. Und so ist das Bewusstsein, der Beobachter, die Vereinigung von Leerheit und Klarheit/Bewusstheit.

mukti hat geschrieben:Klar muss das Bewusstsein meiner Ansicht nach nicht immer sein, es kann getrübt sein durch irgendwelche Einflüsse, Müdigkeit, Alkohol, Überlastung, Zerstreuung, usw.
: Die Unwissenheit.Das gilt für das von der Unwissenheit verschleierte Bewusstsein. Die Unwissenheit lässt diese Trennung entstehen, zwischen Subjekt-Objekt. Ebenso gilt für das von der Unwissenheit verschleierte Bewusstsein, dass es sich immer nur etwas bewusst ist, aber nie sich selbst. Im Zustand der Meditation kann das Bewusstsein sich seiner selbst gewahr werden und sieht seine Natur, die es vorher nicht zu sehen im Stande war, weil es von der Unwissenheit getrübt war. Es wird sich seiner eigenen Natur inne.mukti hat geschrieben:Bewusstsein erfährt sich nicht durch sich selbst, sondern nur über das, worüber es sich bewusst ist.
mukti hat geschrieben:Wenn es nicht unabhängig ist, wovon hängt es dann ab? Vom Inhalt eben. Wenn es über sich selbst bewusst wäre, dann wäre es ja unabhängig. Es würde selbst dann bestehen, wenn nichts Anderes da ist als das Erkennende selber, denn es ist eben das, was erkennen kann. Es braucht aber etwas zum Erkennen, wenn es bestehen soll.

Simo hat geschrieben: Das Bewusstsein betrachtet hier also sich selbst bei der Arbeit. Erleber (das Bewusstsein) das Erlebte (die Gedanken) und der Prozess des Erlebens (das Erkennen) sind alle Bewusstsein. Wir schaffen nur diese Trennung von Erleber, Erlebtem und Erkennen, weil unser Geist von Unwissenheit verschleiert ist.

Samadhi hat geschrieben:Simo hat geschrieben: Das Bewusstsein betrachtet hier also sich selbst bei der Arbeit. Erleber (das Bewusstsein) das Erlebte (die Gedanken) und der Prozess des Erlebens (das Erkennen) sind alle Bewusstsein. Wir schaffen nur diese Trennung von Erleber, Erlebtem und Erkennen, weil unser Geist von Unwissenheit verschleiert ist.
Das kommt mir gerade recht.
Wenn also das Bewußtsein die Einträge ansieht, welche vorher geschaffen wurden, dann wäre es theoretisch auch möglich, das es diese Einträge bei "ungestörten, tiefen" einsehen wie eine Reale Geschichte nutzt und vielleicht wäre es in der Lage es nach Belieben zu einer neuen Geschichte zu verknüpfen.
Demnach wäre (Pseudo-reale)Reisen und Erlebnisse möglich im Universum , wenn man nur versteht seine Vertiefung gekonnt einzusetzen.
Das dann scheinbar neue Erinnerungen geschaffen(die jedoch nicht auf von der Außenwelt sondern von der Innenwelt geschaffen wurden) werden sollte klar sein.
Willkommen zu Total Recall

Simo hat geschrieben:Samadhi: """Das dann scheinbar neue Erinnerungen geschaffen(die jedoch nicht auf von der Außenwelt sondern von der Innenwelt geschaffen wurden) werden sollte klar sein.
Willkommen zu Total Recall"""
Simo:
Das nennt man auch Phantasie.

Simo hat geschrieben:Die Unwissenheit lässt diese Trennung entstehen, zwischen Subjekt-Objekt. Ebenso gilt für das von der Unwissenheit verschleierte Bewusstsein, dass es sich immer nur etwas bewusst ist, aber nie sich selbst. Im Zustand der Meditation kann das Bewusstsein sich seiner selbst gewahr werden und sieht seine Natur, die es vorher nicht zu sehen im Stande war, weil es von der Unwissenheit getrübt war. Es wird sich seiner eigenen Natur inne.
Simo hat geschrieben:Bewusstsein hängt nicht nur von seinem Inhalt ab, sondern auch von den zuvor stattgefundenen Momenten von Bewusstsein. Bewusstsein ist nichts statisches und sich in keinem Moment gleich.
Simo hat geschrieben:Trotzdem besteht eine Kontinuität des Bewusstseins (diese ist selbst im Schlaf vorhanden, sonst könnten wir uns nach dem Aufwachen an nicht Geschehenes mehr erinnern.) - wir nennen das Bewusstseins-Strom oder Bewusstseins-Kontinuum. Das ist etwas sehr dynamisches.
Simo hat geschrieben: In tiefen Meditationszuständen ist nichts mehr vorhanden außer erkennender Klarheit, die sich ihrer selbst bewusst ist. Damit geht ein Gefühl von größtem Frieden und Glück einher, an das aber nicht angehaftet wird, da jedes Haften an Objekten aufgehört hat.
Simo hat geschrieben:Bewusstsein braucht nicht immer ein Objekt, wenn es bestehen soll, denn es ist weniger von seinem Inhalt abhängig als von den vorherigen Bewusstseinsmomenten. Wird denken nur, dass das Bewusstsein von seinem Inhalt abhängt, weil wir unter dem Einfluss von Unwissenheit stehen und daraus Haften an Objekten und Inhalten erzeugt wird. Du sagtest, "Das Auge kann sich nicht sehen". Das ist richtig - es ist jedoch auch vorhanden, wenn es kein Objekt gibt, oder? Ebenso ist Bewusstsein auch vorhanden, wenn es kein Objekt hat. Aber Bewusstsein kann sich seiner inne werden, wenn es in der Meditation seine "Produkte" beobachtet. Zum Beispiel Gedanken. Gedanken sind aus dem gleichen "Stoff" (bitte nicht falsch verstehen) wie das Bewusstsein. Das Bewusstsein betrachtet hier also sich selbst bei der Arbeit. Erleber (das Bewusstsein) das Erlebte (die Gedanken) und der Prozess des Erlebens (das Erkennen) sind alle Bewusstsein. Wir schaffen nur diese Trennung von Erleber, Erlebtem und Erkennen, weil unser Geist von Unwissenheit verschleiert ist.
Da können wir endlos hin und her diskutieren. Z.B. das Auge ist auch vorhanden wenn es kein Objekt gibt, aber dann sieht es halt nichts. Die Funktion des Sehens ist dann weg, ebenso wie die Funktion des Erkennens weg ist, wenn es kein Objekt gibt. Wie nun führt die Lehre zum Durchschauen und Meistern alles Ergreifens?
Durch das Auge und bedingt durch die Formen,
durch das Ohr und bedingt durch die Töne,
durch die Nase und bedingt durch die Düfte,
durch die Zunge und bedingt durch die Säfte,
durch den Körper und bedingt durch die Gegenstände,
durch den Geist und bedingt durch die Dinge
steigen
Sehbewußtsein,
Hörbewußtsein,
Riechbewußtsein,
Schmeckbewußtsein,
Körperbewußtsein,
Geistbewußtsein
auf.
Der drei Zusammenfall ist Berührung. Durch Berührung bedingt ist Gefühl.
So sehend, ihr Mönche, findet der erfahrene edle Jünger
nichts an den Innengebieten,
nichts an den Außengebieten,
nichts am Bewußtsein,
nichts am Gefühl.
Nichts daran findend, wird er entreizt. Entreizt wird er erlöst.



Mabuttar hat geschrieben:Aber ist das Subjekt in einem gewissen Sinn nicht Ewig ?
Selbst in der Meditation, kann das Bewusstsein doch nur alles als Objekt auffassen. Was richtet denn voll Sati also Achtsamkeit sich auf die Skhandas ?
Die Skhandas Körper, Wahrnehmung,Gefühle, Denken und Bewusstsein werden zu Objekten und sind als Objekte vergänglich.
Aber ist die Subjektivität vergänglich ? Wie könnte sie je vergehen ? Wie könnte das Subjekt es je merken ?
Ich glaube da scheiden sich die Advaita (und Nondualitäts-Buddhisten) und Theravada-Buddhisten Geister.
Aus der subjektiven Sicht gibt es ein Absolutes Selbst, - Das Subjekt
Aus der objektiven Sicht, ist alles relativ, es gibt kein Selbst - Das Objekt ist vergänglich und "Außen"
Bleibt als Einziges eine Dialektische Antwort ? Ein Sowohl als auch ? Ein Absolutes Selbst, ein relatives Selbst und Kein Selbst als Antwort


mukti hat geschrieben:Wieso sollte man eine Frage stellen die sich nicht beantworten lässt? Wenn ich nichts von dem bin, was ich wahrnehmen kann, wie könnte ich wahrnehmen was ich bin? Wenn ich nicht das Denken bin, wie könnte ich erdenken was ich bin?

bibo hat geschrieben:mukti hat geschrieben:Wieso sollte man eine Frage stellen die sich nicht beantworten lässt? Wenn ich nichts von dem bin, was ich wahrnehmen kann, wie könnte ich wahrnehmen was ich bin? Wenn ich nicht das Denken bin, wie könnte ich erdenken was ich bin?
Ich denke, das Einsehen zu haben, daß sich diese Frage nicht beantworten lässt, erfordert erstmal eine Menge fragen und nochmal fragen bis endlich das Einsehen da ist, dass es vergebens ist/war. Allein die Einsicht, dass ich nicht das Denken bin erfordert eine Menge Fragen und eine totale Erschöpfung des Fragens. Von daher sei verziehen, dass es momentan nicht aufhören kann zu fragen.




Doris Rasevic-Benz hat geschrieben:Oh, das ist jetzt aber schön ausgedrückt, lieber mukti.
_()_

BangoSkank hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach kann das innere Auge sich nicht selbst ansehen. Es bräuchte einen Spiegel in dem es sich direkt betrachten kann.
Dafür gibt es einen indirekten Spiegel. In allem was man erkennen kann (egal ob innen oder außen) kann kein Selbst gefunden werden. Somit weiß man zumindest was man nicht sein kann.
Solange dieser biologische Körper in Takt ist werden Bewusstsein/Geist weiter funktionieren und das tun was sie schon immer getan haben.
Jedoch kann der Geist dazu geschult werden nicht mehr an äußerlichkeiten zu hängen. Er kann sich an dem erfreuen was nicht bedingt ist, die unerschöpfliche Quelle. Sie ist wie eine Sonne die den Geist wärmt.
Was auch immer dieser Beobachter sein sollte, er ist wie die Sonne. Das Problem besteht lediglich darin, dass wir darauf konditioniert wurden den Wolken zuviel Beachtung zu schenken.



BangoSkank hat geschrieben:@ mukti
Denk ich auch, es ist nicht einfach. Oder besser gesagt, nicht immer einfach. Ist aber auch verständlich wenn man darüber nachdenkt wieviele Jahre man damit zugebracht hat so und nicht anders die Welt zu betrachten. Sowas braucht seine Zeit. Irgendwer hat mal die folgende Metapher benutzt:
Zuerst hält uns die Erdanziehungskraft stark am Boden. Wir versuchen den Mond zu erreichen und fliegen von mal zu mal höher, während die Erdanziehungskraft schwächer wird. Wir wissen noch gar nichts vom Mond, aber irgendwann erreichen wir den Punkt an dem wir seine Gravitation zu spüren bekommen. Irgendwann erreichen wir ihn.
BangoSkank hat geschrieben:Die Sache ist ja, dass der Beobachter nicht erscheinen kann. Er ist immer gegenwärtig.


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