Wege zum Nichiren-Buddhismus

Der Nichiren-Buddhismus sieht in dem Lotossutra die Lehre des Buddhas vervollständigt und lehrt, dass die Rezitation des Titels des Lotossutras zur Buddhaschaft führt. Die zentralen Inhalte des Lotossutras sind die Anerkennung der Buddhanatur aller Lebewesen und dass die Buddhaschaft in diesem Leben erreicht werden kann.

Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Commander am 19.05.2010, 20:29

LOL - Dann werde ich mal das Säckchen bei Seite legen und meine Gongyo-Tasche nutzen! Vielen Dank für die Information - hätte ja echt peinlich werden können ;) Aber dennoch nett, dass die ein Säckchen mitschicken ;)

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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon moka am 30.05.2010, 13:54

Hallo,
ich praktiziere diesen Buddhismus nun seit fast zwanzig Jahren, habe seit vier Jahren den Gohonzon. Mich erschrieckt es sehr zu hören, das er einfach aus dem Internet kopiert werden sollte, damit ich ihn einschreinen kann und dann zu ihm chanten sollte.Fällt damit nicht die Bedeutung Objekt der Verehrung weg? Hat der Gohonzon dann noch seine Bedeutung? Ich rezietiere doch auch Nam Myoho Renge Kyo und nicht irgend was anderes? Oder ?
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Tatsuo am 30.05.2010, 22:42

Wie ist die Begründung, dass das Gohonzon nicht ausgedruckt werden darf? Was genau ändert das an der Aussage? Namu Myoho Renge Kyo kann man ja auch rezitieren, ohne das man eine Einweihung dafür braucht. Und alles was auf dem Gohonzon steht ist kein Geheimnis. Ich kann diese Position der Soka Gakkai und Nichiren Shoshu nicht verstehen...
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Commander am 31.05.2010, 18:52

Moinsen,

Ich habe mich auch mit dieser Frage beschäftigt. Hier mal mein Gedankengang zu dem Thema:
  • Sind die Gohonzons der Schulen nicht auch gedruckt?
  • Wo ist der Unterschied zwischen dem Drucker meines Vertrauens und einem Drucker in Japan?
  • Warum sollte ich den Gohonzon, für den ich mich entschieden habe, nicht verehren?
  • Wenn ich mir den Gohonzon aussuche, dann kann ich auch zu einem chanten, der von Nichiren eingeschrieben wurde.

Als ich diese Fragen beantwortet habe, hatte ich keine Argumente mehr für mich, warum ich nicht zu einem Nichiren-Gohonzon chanten sollte, der für mich gedruckt wurde.

Mich interessieren aber GERNE Argumente, die dafür sprechen, dass man zu genau einem Gohonzon chanten sollte.

Einige Links zum Thema: Alles nicht Deutsch, aber in den meisten Fällen geht es um die Gohonzons, nicht um den Text :D

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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Benkei am 31.05.2010, 18:55

Namaste!
moka hat geschrieben:Mich erschrieckt es sehr zu hören, das er einfach aus dem Internet kopiert werden sollte, damit ich ihn einschreinen kann und dann zu ihm chanten sollte.Fällt damit nicht die Bedeutung Objekt der Verehrung weg? Hat der Gohonzon dann noch seine Bedeutung? Ich rezietiere doch auch Nam Myoho Renge Kyo und nicht irgend was anderes? Oder ?

Ich denke mal, "Objekte der Verehrung" haben die Bedeutung, die wir (die Verehrer) ihnen beimessen.

Für manch einen Nicht-Buddhisten ist eine Buddha-Statue "einfach nur" ein Kunstgegenstand (oder gar weniger - kommt auf die Qualität an); für einen "Nicht-Tibeter" kann ein Bild des Dalai Lama einfach "nur ein Foto" sein.

Ich denke deshalb nicht, dass ein Gohonzon nur seine Wirkung entfaltet, wenn er eingeschrieben wurde. Auch ein eingeschriebener Gohonzon kann ja wirkungslos sein - wenn er einfach nur irgendwo herumhängt um eine Wand o. ä. zu schmücken. Im Gegenzug hierzu kann ein ausgedruckter Gohonzon wesentlich mehr bewirken, wenn er von den Gläubigen als Objekt der Verehrung angesehen wird.

Hierzu mal ein paar Fragen:
Wer schreibt eigentlich die Gohonzons für die Soka Gakkai ein?
Bei der Nichiren Shoshu gehe ich mal davon aus, dass das der Hohepriester macht oder zumindest ein vollständig ausgebildeter Priester, oder irre ich mich da?
Wie sieht es im Gegenzug üblicherweise bei (den Branchen) der Nichiren Shu aus?

< gasshô >

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"Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu poliere;
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Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf.
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon catflap08 am 08.06.2010, 16:28

Benkei hat geschrieben:
Hierzu mal ein paar Fragen:
Wer schreibt eigentlich die Gohonzons für die Soka Gakkai ein?
Bei der Nichiren Shoshu gehe ich mal davon aus, dass das der Hohepriester macht oder zumindest ein vollständig ausgebildeter Priester, oder irre ich mich da?
Wie sieht es im Gegenzug üblicherweise bei (den Branchen) der Nichiren Shu aus?

< gasshô >

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Jeder Gohonzon ist „eingeschrieben“, d.h. es existiert eine Druckvorlage die entweder durch Drucker oder Kopierer gejagt wird. Im Fall der SGI ist es schlicht weg eine Farbkopie des modifizierten Nichikan-Gohonzons. Was hier mit „eingeschrieben“ gemeint ist, ist wohl die Zeremonie des „Öffnens der Augen“. In der SGI gibt es diese, üblicherweise durch einen Priester vollzogene Zeremonie, nicht mehr. In den traditionellen Schulen wie Nichiren Shoshu oder Nichiren Shu wird sie durch einen Priester vollzogen. Während beide Schulen behaupten nur ein Gohonzon der diese Zeremonie durchlaufen habe gelte als „wirksam“ sehen es progressivere Kräfte In der Nichiren Shu nicht unbedingt als magische Zeremonie an sondern schlicht weg als einen Ritus mit dem auch die eigenen Zugehörigkeit zu einer Schule/Tempel besiegelt werden soll. Es gibt in den traditionellen Schulen aber durchaus auch Gohonzon die persönlich von einem Priester angefertigt – sprich eingeschrieben werden und wenn diese nicht als Druckvorlage dienen somit ein Unikat bleiben.
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Benkei am 08.06.2010, 18:14

Namaste!

Danke für die Antwort!
catflap08 hat geschrieben:Was hier mit „eingeschrieben“ gemeint ist, ist wohl die Zeremonie des „Öffnens der Augen“. In der SGI gibt es diese, üblicherweise durch einen Priester vollzogene Zeremonie, nicht mehr. In den traditionellen Schulen wie Nichiren Shoshu oder Nichiren Shu wird sie durch einen Priester vollzogen. Während beide Schulen behaupten nur ein Gohonzon der diese Zeremonie durchlaufen habe gelte als „wirksam“ sehen es progressivere Kräfte In der Nichiren Shu nicht unbedingt als magische Zeremonie an sondern schlicht weg als einen Ritus mit dem auch die eigenen Zugehörigkeit zu einer Schule/Tempel besiegelt werden soll.

Hat jemand von Euch schon an dieser Zeremonie teilgenommen und könnte hier darüber berichten?
(Der Coffee-House Link zur Zeremonie ist mir schon bekannt)

Wenn die SGI diese Zeremonie (mangels Priester?) gar nicht mehr vollzieht und ihre Gohonzons einfach nach einer ursprünglich eingeschriebenen Vorlage druckt, dann sehe ich absolut keinen Unterschied zu einem vom Gläubigen eigenständig selbstgedruckten Gohonzon. Oder gibt es da vielleicht doch einen?

< gasshô >

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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Tatsuo am 08.06.2010, 22:10

Ich habe mal gehört, dass ein Gohonzon der SGI nicht verschickt wird, sondern von Kurieren begleitet wird. Wenn das stimmt, seh ich schon einen Unterschied, weil dem Gohonzon so eine viel größere Bedeutung beigemessen wird, als wenn man es wie jedes x-beliebige Foto einfach so ausdruckt. Und vor dem Hintergrund scheint auch die Praxis Sinn zu machen, dass das Gohonzon nur an Praktizierende vergeben wird, die ihre Aufrichtigkeit durch längere Praxis bewiesen haben. Würde man es jedem geben, der für ein paar mal zu Treffen gekommen ist, hätte es eher den Charakter eines Flugblatts als den eines Gohonzon.
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon catflap08 am 09.06.2010, 11:56

Kuriere? Na ja, sie werden in Japan abgeholt klar, per Post versenden habe ich aber auch schon gehört allerdings nicht in der SGI.

Dem Grunde nach bleibt es ein Stück Papier die Bedeutung erlangt es durch das was es darstellt eben die Zeremonie in der Luft. Es ist eben auch der spirituelle Aspekt. Ein Liebesbrief ist auch auf einem Stück Papier geschrieben und dennoch heben nicht viele diesen ersten großen Liebesbrief ihr Leben lang auf? Und selbst wenn man den Liebesbrief der Eltern oder Grosseltern mal in den Händen hält so ist eben auch dann nicht nur ein Stück Papier.

Die Gohonzonverleihung in der SGI ist in den letzen Jahren sehr profan geworden, dazu kann man stehen wie man will – ich finde es jedoch etwas schade.

Meine eigene Zeremonie liegt weit mehr als 20 Jahre zurück war aber noch durch einen Nichiren Shohsu Priester - nix dramatsiches Gengyo bene der kopf wurde mit der Schriftrolle brührt und man schwor allen anderen Lehren ab. In der SGi bekommt man eben die Schriftrolle ausgehändigt und man legt diese üblicherweise in das Gongyobuch.
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Benkei am 09.06.2010, 16:07

Namaste!
catflap08 hat geschrieben:Meine eigene Zeremonie liegt weit mehr als 20 Jahre zurück war aber noch durch einen Nichiren Shohsu Priester - nix dramatsiches Gengyo bene der kopf wurde mit der Schriftrolle brührt und man schwor allen anderen Lehren ab. In der SGi bekommt man eben die Schriftrolle ausgehändigt und man legt diese üblicherweise in das Gongyobuch.

Was ist "Gengyo bene"?

Wie ist in diesem Zusammenhang "man schwor allen anderen Lehren ab" aufzufassen?


Schon mal danke für die Antworten!
< gasshô >

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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon catflap08 am 09.06.2010, 21:33

Benkei hat geschrieben:Was ist "Gengyo bene"?

Wie ist in diesem Zusammenhang "man schwor allen anderen Lehren ab" aufzufassen?
i



sorry sollte "Gongyo eben" heissen :-)

abschwören bedeutet allen anderen religösen Auffassungen abzuschwören und sie abzulegen ... weiss nicht wie das heute läuft.
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon moka am 23.07.2010, 22:38

Puh, ich tue mich schwer mit dem Gedanken mir einfach ein ausgedrucktes Stück Papier in meinen Schrein zu hängen. Auch wenn die SGI auch "druckt" bzw eine Kopie des von Nitschiren eingeschriebenen Gohonzon mir überreicht. Und natürlich macht die Zermonie etwas aus. Vor ein paar Tagen erhielt eine Freundin von mir den Gohonzon. Sie hatte sich lange darauf vorbereitet. Sie ist auch lange mit sich"schwanger" gegangen, ob sie ihn überhaupt annemen möchte. Als sie sich denn dann entschied, kam unsere Bezierksleiterin und Gruppenleiterin vorbei und chantete mit ihr. Hierbei wurde natürlich auch gekuckt ob sie einen PLatz und Butsudan hat. Den hatte sie von Hand gemacht und nicht gekauft. Als dann der besagte Tag der Verleihung kam, chanteten wir gemeinsan und dann wurde der Gohonzon mit der Gruppenleiterin und Bezirksleiterin in den Butsudan eingeschreint. Glaubensabsagungen mussten nicht gemacht werden. Gemeinsam wurde Gonjo gemacht, und dann Geschenke überreicht.

Wenn ich mir nun denke, sie hätte sich ein Stück PApier aus dem Drucker geholt und wir hätten das eingeschreint....
ZUdem ist die Schrieftrolle wie gesagt eine Rolle, sie wird aufgerollt. Es ist ein besonderes Papier....

Der Gohonzon, bzw mein Gohonzon wird bei der SGI beantragt, er ist für mich ausgewählt. Ich glaube da steckt schon mehr dahinter als nur ein Stück Papier aus dem Drucker....
moka
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Benkei am 25.07.2010, 11:00

Namaste!
moka hat geschrieben:Puh, ich tue mich schwer mit dem Gedanken mir einfach ein ausgedrucktes Stück Papier in meinen Schrein zu hängen. Auch wenn die SGI auch "druckt" bzw eine Kopie des von Nitschiren eingeschriebenen Gohonzon mir überreicht. Und natürlich macht die Zermonie etwas aus. Vor ein paar Tagen erhielt eine Freundin von mir den Gohonzon. Sie hatte sich lange darauf vorbereitet. Sie ist auch lange mit sich"schwanger" gegangen, ob sie ihn überhaupt annemen möchte. Als sie sich denn dann entschied, kam unsere Bezierksleiterin und Gruppenleiterin vorbei und chantete mit ihr. Hierbei wurde natürlich auch gekuckt ob sie einen PLatz und Butsudan hat. Den hatte sie von Hand gemacht und nicht gekauft. Als dann der besagte Tag der Verleihung kam, chanteten wir gemeinsan und dann wurde der Gohonzon mit der Gruppenleiterin und Bezirksleiterin in den Butsudan eingeschreint. Glaubensabsagungen mussten nicht gemacht werden. Gemeinsam wurde Gonjo gemacht, und dann Geschenke überreicht.

Wenn ich mir nun denke, sie hätte sich ein Stück PApier aus dem Drucker geholt und wir hätten das eingeschreint....
ZUdem ist die Schrieftrolle wie gesagt eine Rolle, sie wird aufgerollt. Es ist ein besonderes Papier....

Der Gohonzon, bzw mein Gohonzon wird bei der SGI beantragt, er ist für mich ausgewählt. Ich glaube da steckt schon mehr dahinter als nur ein Stück Papier aus dem Drucker....

Ich denke, wenn ich Mitglied der SGI wäre (oder einer anderen Richtung, die das Einschreiben bzw. Einschreinen des Gohonzon formell praktiziert), dann würde ich es ebenso halten, wie es die Tradition vorsieht.

Ich kann, wie gesagt, aber auch nichts "unpassendes" an der "Ausdruck-Variante" erkennen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden - je nachdem in welcher Tradition er verwurzelt ist, bzw. ob er unabhängig praktiziert.

Mein Gohonzon wurde von einem Datei-Muster auf Leinwand gedruckt und dann auf einem Rahmen gezogen. Als Teil meines Hausaltars repräsentiert er die Versammlung auf dem Geiergipfel und das Lotos-Sutra selbst - also alle Aspekte der Drei Kostbarkeiten. Neben dem Gohonzon enthält mein Haussaltar noch andere Gegenstände - Statuen, Fotos, Malas, Sutren, etc. Der Gohonzon ist für mich nicht das Objekt der Verehrung.
All diese Dinge verkörpern die Drei Kostbarkeiten (Buddha, die erwachte Natur aller Phänomene; Dharma, die universelle Lehre; Sangha, die höchste spirituelle Gemeinschaft) - die eigentlichen Objekte der Verehrung.

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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Ryonin am 25.07.2010, 16:09

Benkei hat geschrieben:Ich denke, wenn ich Mitglied der SGI wäre (oder einer anderen Richtung, die das Einschreiben bzw. Einschreinen des Gohonzon formell praktiziert), dann würde ich es ebenso halten, wie es die Tradition vorsieht.



Meiner Meinung nach ist das die Frage, ob man dem Licht der Tradition oder seinem eigenem Licht vertraut.
Obwohl, wenn man richtig traditionell wär:
Ich hab ein wenig im Palikanon und in den Mahayanasutren gelesen, da ist mir nirgends die Idee eines Altars begegnet.
Ich bin immer da skeptisch, wo Menschen von anderen Menschen oder Organisationen abhängig gemacht werden. Wenn nur Lehrer Buddhastatuen füllen und segnen können, oder das Gohonzon oder das Nembutsu eine bestimmtes Ritual braucht.
Meines Wissens war Buddha gegen Rituale.
Wir wollen glaub ich immer etwas heiliges, aber wenn da nur offene Weite und nix heiliges ist, und kein ich, das etwas brauchen könnte, dann ist es doch völlig egal, ob etwas von dem Drucker oder Nichiren persönlich kommt.
Wolken scheinen sorgenfrei,
Ziehen unbekümmert fort.
Unbeschwerter Geist wird nicht gefunden;
Um zu finden, beende die Suche.

Wang Anshi
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Re: Wege zum Nichiren-Buddhismus

Beitragvon Tatsuo am 26.07.2010, 11:17

Im Lotossutra, das ja schließlich eines der wichtigsten Sutras des Mahayana ist, wird von dem Errichten von prächtigen Stupas, Buddhastatuen etc. geschrieben und gesagt, dass das Aufstellen der Stupas und Buddhastatuen ein Schritt zur Buddhaschaft ist.
Auch die Verehrung dieser Statuen und Stupas mit "mit Blumen, Duftwerk und Fahnen" ist eine legitime Praxis auf dem Weg zur Buddhaschaft - sogar Verbeugen vor den Statuen, die Handflächen aneinander legen, den Kopf neigen und mit verstreutem Geist "Verehrung sei dem Buddha" aussprechen führt letztlich dazu, dass man die Buddhaschaft erlangt, unzählige Lebewesen errettet und in das Nirvana ohne Rest eingeht (Lotossutra, Übers. von Deeg, S. 60 ff.).
Das kommt ziemlich nah an die Idee eines Altars heran, allerdings wird hier nichts von Lehrern gesagt, die als Mittler genommen werden. Rituale aber werden hier sehr positiv dargestellt. Abgesehen davon sind auch andere Formen der Riten, z.B. Meditation, ritualisierte Arbeit (Samu), Rezitation etc. fester Bestandteil des Buddhismus und lassen sich auf den Buddha zurückführen.
Wie meinst du das damit, dass das nenbutsu ein bestimmtes Ritual braucht?
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