Moderator: malsehen

Erdmaus hat geschrieben:hi Onda,
über was genau willst du denn jetzt sprechen? Das Thema ist interessant, aber was genau ist jetzt die Frage oder die Diskussionsgrundlage?
lg
maus

Onda hat geschrieben:
Nirvana als Verlöschen des Seins zu interpretieren, heisst Nirvana missverstehen. Nirvana bedeutet in der Tat "Verlöschen". Was da aber verlischt sind Gier, Hass und Verblendung (=die Illusion eines getrennten, dauerhaften Ich). Was nicht verlischt, ist das Sein[*]. Das ist für Anhänger eines nihilistischen Buddhismus natürlich nicht akzeptabel.
Aber der Buddha sagte ganz klar:
„Was ich nicht lehre, dessen bezichtigen mich meine Gegner. Die Vernichtung des lebenden Wesens lehre ich nicht.“ ( M 22)
Onda
) nicht gerecht.
"Zeigen will ich euch, ihr Mönche:
das Trieblose, (anāsava)
die Wahrheit, (sacca)
das Transzendente, (pāra)
das Feine, (nipuṇa)
das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)
das Unverwelkliche, (ajajjara)
das Bleibende, (dhuva)
das Unauflösliche, (apalokita)
das Unsichtbare, (anidassana)
das nicht Abgesonderte, (nippapañca)
das Stille, (santa)
das Todlose, (amata)
das Erlesene, (paṇīta)
das Glück, (siva)
den Frieden, (khema)
die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)
das Erstaunliche, (acchariya)
das Außerordentliche, (abbhuta)
das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)
das notlose Ding, (anītikadhamma)
die Wunschlosigkeit, (nibbāna)
das Unbedrängte, (abyāpajjha)
die Entreizung, (virāga)
das Lautere, (suddhi)
die Erlösung, (mutti)
das Haftlose, (anālaya)
das Eiland (dīpa)
die Geborgenheit, (leṇa)
den Schutz, (tāṇa)
die Zuflucht, (saraṇa)
das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)
und den dorthin führenden Pfad."
(Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)



Onda hat geschrieben:
Hi Maus,
an anderer Stelle hatte ich folgendes geschrieben:
"Ein "Nichts" existiert nur in unserer Vorstellung. Es ist der Komplementärbegriff zu "Etwas". EIn Nichts lässt sich nur mithilfe eines Etwas definieren, nämlich als die völlige Abwesenheit des letzteren. Insofern hat Nichts Etwas zur Bedingung. Ganz einfach." [So wie das Leersein das Vollsein zur Bedingung hat]
Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass auch ein Nichts bedingt ist, da es ein Etwas braucht, um ein Nichts zu sein. Und im Augenblick, wo es ein Nichts ist, ist es auch kein Nichts mehr, da es ja ist. Womit eigentlich auch klar sein dürfte, dass "Nirvana" kein Nichts ist. *
Nichts ist ein Begriff aus der relativen Wirklichkeit mit ihren dualistischen Konzepten, und er kann ohne seinen Widerpart - Etwas - nicht sein. Daher ist er auf die letztendliche Wirklichkeit (Nirvana) nicht anwendbar.
Onda

Elliot hat geschrieben:"Zeigen will ich euch, ihr Mönche:
das Trieblose, (anāsava)
die Wahrheit, (sacca)
das Transzendente, (pāra)
das Feine, (nipuṇa)
das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)
das Unverwelkliche, (ajajjara)
das Bleibende, (dhuva)
das Unauflösliche, (apalokita)
das Unsichtbare, (anidassana)
das nicht Abgesonderte, (nippapañca)
das Stille, (santa)
das Todlose, (amata)
das Erlesene, (paṇīta)
das Glück, (siva)
den Frieden, (khema)
die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)
das Erstaunliche, (acchariya)
das Außerordentliche, (abbhuta)
das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)
das notlose Ding, (anītikadhamma)
die Wunschlosigkeit, (nibbāna)
das Unbedrängte, (abyāpajjha)
die Entreizung, (virāga)
das Lautere, (suddhi)
die Erlösung, (mutti)
das Haftlose, (anālaya)
das Eiland (dīpa)
die Geborgenheit, (leṇa)
den Schutz, (tāṇa)
die Zuflucht, (saraṇa)
das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)
und den dorthin führenden Pfad."
(Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)
Viele Grüße
Elliot
Onyx9 hat geschrieben:warum man dieses obskure nichts immer mit dem nirvana in einen topf schmeißt ist mir eh schleierhaft.
schließlich ist das nicht-sein nur ein philosophischer ansatz.

Elliot hat geschrieben:"Zeigen will ich euch, ihr Mönche:
das Trieblose, (anāsava)
die Wahrheit, (sacca)
das Transzendente, (pāra)
das Feine, (nipuṇa)
das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)
das Unverwelkliche, (ajajjara)
das Bleibende, (dhuva)
das Unauflösliche, (apalokita)
das Unsichtbare, (anidassana)
das nicht Abgesonderte, (nippapañca)
das Stille, (santa)
das Todlose, (amata)
das Erlesene, (paṇīta)
das Glück, (siva)
den Frieden, (khema)
die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)
das Erstaunliche, (acchariya)
das Außerordentliche, (abbhuta)
das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)
das notlose Ding, (anītikadhamma)
die Wunschlosigkeit, (nibbāna)
das Unbedrängte, (abyāpajjha)
die Entreizung, (virāga)
das Lautere, (suddhi)
die Erlösung, (mutti)
das Haftlose, (anālaya)
das Eiland (dīpa)
die Geborgenheit, (leṇa)
den Schutz, (tāṇa)
die Zuflucht, (saraṇa)
das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)
und den dorthin führenden Pfad."
(Anāsavādi Sutta, Samyutta Nikaya 43)
Viele Grüße
Elliot









Milou hat geschrieben:Die Kontemplation über das NICHTS kann einem das Hirn zu Brei umwandeln.
Ich versuche mir manchmal das leere Universum als NICHTS vorzustellen. Da es aber dreidimensional ist, ist da schon wieder ETWAS, nämlich eine Struktur. Wenn außerhalb des Universums nichts wäre so wären wir doch darin und somit wäre es kein (absolutes) NICHTS. Da wir existieren kann es DAS absolute NICHTS wohl gar nicht geben, sondern nur die (lokale) Abwesenheit von etwas. Vielleicht ist es mit dem NICHTS wie mit dem Universum selbst: Es lässt sich durch unseren begrenzten Intellekt nicht erfassen (nicht mal annähernd).
LG
Milou (mit dampfendem Hirn)




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