Transhumanismus

Moderator: malsehen

Transhumanismus

Beitragvon MR.RED am 10.04.2012, 15:42

Hallo Leute^^

Ich würde gern mal eure Meinung hören. Ich bin vor einiger Zeit auf eine neue wissenschaftliche/philosophische "Religion" gestossen. Villeicht schaut ihr euch das mal an.

http://de.wikipedia.org/wiki/Transhumanismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Technologi ... rit%C3%A4t

Nehmen wir mal an es kommt dazu. Ewiges Leben ist natürlich quatsch.
Aber wäre es nicht sinnvoll sein Leben zu verlängern und sich weiter zu entwickeln???

Dies muss nicht unbedingt aus egoistischen Motiven geschehen.
Aber man kann einfach nicht wissen wo man nach dem Tod landet.
Ist doch ein Unterschied ob man nur ein paar Jahrzehnte oder wer weiß wie lange Zeit hat um Bodhi zu erreichen :)

Im Grunde nutzen auch Buddhisten die medizinische Wissenschaft wen sie krank sind und nehmen es nicht einfach hin.
Also könnte man das ja als eine neue Möglichkeit zur Erweiterung der buddhistischen Lehre sehen und auch neue Methodike entwickeln, oder??

lg MR.RED

PS.:
Ich habe auch noch eine Film gefunden, damit man sich ein besseres Bild machen kann^^
http://www.youtube.com/watch?v=mV_XG_K2vko
http://www.youtube.com/watch?v=IzlzFfkM ... ure=relmfu
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Re: Transhumanismus

Beitragvon Axel Benz am 10.04.2012, 15:47

Ich kann dir jetzt schon sagen, in welche Richtung die Antworten gehen werden: etliche Variationen zum Thema 'So kann Leid nicht besiegt werden!'... :twisted:
"You can't convince a believer of anything; for their belief is not based on evidence, it's based on a deep seated need to believe." (Jodie Foster als Dr. Arroway in 'Contact')
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Re: Transhumanismus

Beitragvon MR.RED am 10.04.2012, 15:56

haha
Ja kann schon sein, aber man hätte mehr Zeit und Möglichkeiten es zu überwinden :)
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Re: Transhumanismus

Beitragvon Doris Rasevic-Benz am 10.04.2012, 16:37

Hallo Mr. Red,

ich halte gar nichts davon. Fällt für mich in die Kategorie: mehr, mehr, mehr …

Es ist in meinen Augen belanglos, ob man sehr viel Zeit hat oder wenig. Das Üben, die Praxis findet im Jetzt statt.Wie weit wir kommen ist dann irrelevant, wenn wir einfach praktizieren. Wer auf dem Weg ist, der weiß ohnehin, wie kostbar die Zeit ist. Wer noch mehr Zeit haben will, will vielleicht nur "nicht gerade jetzt" oder "etwas später" seine Praxis intensivieren. Mehr ist nicht unbedingt mehr. Mir erscheint das auch absurd. Es hört sich so an wie: "erst muss ich mal meinen Führerschein machen, dann die Ausbildung, dann heiraten und die Welt gesehen haben … und dann habe ich so richtig viel Zeit für die Erleuchtung". Oder noch absurder: "erst muss ich mal so richtig dick werden, dann kann ich eine gescheite Diät machen".

Liebe Grüße
Doris – Knochensack
Wenn man nicht gerade eine Weißwurst ist, dann leidet man halt.
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Re: Transhumanismus

Beitragvon void am 10.04.2012, 17:29

Als die ersten mehrzelligen Organismen enstanden war es so, dass die einzelnen Zellen zwar eine hochkomplexe Struktur hatten, die aus ihnen gebildeten Organismen jedoch äußert primitiv waren. Das was auf der einen Seite Fortschritt war, war auf einer anderen Ebene also ein enormer Rückschritt.

Der Mensch ist insofern etwas besonderes, als er es in manchen Situationen schafft, seine eigenen Triebe zu hinterfragen und eben nicht "programmiert" zu handeln. Sondern frei.

Allerdings ist es es so, dass der Mensch sich ganz viel technische und organsatorische Strukturen als Werkzeug geschaffen hat. Und diese Strukturen sind in ihren Handeln weniger dem menschlichen Verstand vergleichbar sondern der programmierten Blindheit von Insekten. In prozesse, wo früher noch ein Mensch dazwischen geschaltet wat, rattern heute blinde Automatismen.

Gerade die Tendenz einfach bestimmte Kennzahlen zu optimieren, die manchnen Konzernen innewohnt, macht sie so blöd wie Quallen. In emsiger Tätigkeit sägt man immer noch effizienter am eigenen Ast und verzehrt in trashumane Trotteligkeit das Mittagessen von morgen schon heute.

Deswegen kommt es nicht darauf an, durch neue Features jenseits des Menschen zu gelangen. Anstatt neue Möglchkeiten der Macht zu erschiessen, brauchen wir mehr Mitte, mehr Gleichgewicht und mehr Sammlung.

"Der Markt" , vor dem ja alle Arbeiter und Staaten zittern ist akkumulierte, zügellose Begierde. Durchaus etwas "Transhumanes". Wie entwicklt man Zügel, die gross genug sind? Das ist eine sehr erste Frage, die das Überleben der Ökosphäre entscheidet.
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Re: Transhumanismus

Beitragvon Jinen am 10.04.2012, 19:29

void hat geschrieben:Der Mensch ist insofern etwas besonderes, als er es in manchen Situationen schafft, seine eigenen Triebe zu hinterfragen und eben nicht "programmiert" zu handeln. Sondern frei.


Ist das nicht auch nur Teil eines Programms, das "Freiheit" vorspiegelt?
In der Absicht, Blinde anzuziehen, ließ Buddha seinem goldenen Munde spielerische Worte entspringen;
seitdem sind Himmel und Erde überwuchert mit dichtem Dornengebüsch.
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Re: Transhumanismus

Beitragvon Maybe Buddha am 11.04.2012, 08:52

Axel Benz hat geschrieben:Ich kann dir jetzt schon sagen, in welche Richtung die Antworten gehen werden: etliche Variationen zum Thema 'So kann Leid nicht besiegt werden!'... :twisted:
Na dann brauch ich ja nichts mehr zu schreien dazu 8) :lol:
"Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
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Re: Transhumanismus

Beitragvon Hanzze. am 11.04.2012, 09:24

Axel Benz hat geschrieben:Ich kann dir jetzt schon sagen, in welche Richtung die Antworten gehen werden: etliche Variationen zum Thema 'So kann Leid nicht besiegt werden!'... :twisted:

Glaub ich gar nicht, ich denk da kommen mehr so aussagen wie: "Mach einfach weiter wie du meinst. Du kannst ja wiederkommen wenn's weh tut und du noch nicht zu schwach bist." *schmunzel*
Hanzze.
 

Re: Transhumanismus

Beitragvon Hanzze. am 11.04.2012, 09:32

MR.RED hat geschrieben:haha
Ja kann schon sein, aber man hätte mehr Zeit und Möglichkeiten es zu überwinden :)

Wäre ja ein Ansatz der Sinn machen würde wären da nicht die Nebenwirkungen aus dem Streben:

3. "Meister Gotama, was ist die Ursache und Bedingung dafür, daß man unter den menschlichen Wesen schlechtergestellte und bessergestellte sieht? Denn man sieht kurzlebige und langlebige Menschen, kränkliche und gesunde, häßliche und schöne, Menschen ohne Einfluß und einflußreiche, arme und reiche, von niedriger und hoher Geburt, dumme und weise. Was ist die Ursache und Bedingung dafür, Meister Gotama, daß man unter den menschlichen Wesen schlechtergestellte und bessergestellte sieht?"

5. "Student, da tötet irgendein Mann oder eine Frau lebende Wesen und ist mordlustig, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen. Weil er solch eine Handlung begeht und auf sich nimmt, erscheint er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wieder, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle. Wenn er aber bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode nicht in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererscheint [1], an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, in der Hölle, sondern stattdessen in das menschliche Dasein zurückkehrt, dann ist er kurzlebig, wo immer er auch wiedergeboren wird. Dies ist der Weg, Student, der zu einem kurzen Leben führt, nämlich wenn man lebende Wesen tötet und mordlustig ist, mit Blut an den Händen, zum Kämpfen und zur Gewalt geneigt, gnadenlos gegenüber lebenden Wesen."

6. "Aber, Student, da enthält sich irgendein Mann oder eine Frau davon, Lebewesen zu töten, indem er es aufgegeben hat, Lebewesen zu töten; Stock und Waffen beiseite gelegt, sanft und freundlich, lebt er voll Mitgefühl für alle Lebewesen. Weil er solch eine Handlung begeht und auf sich nimmt, erscheint er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode an einem glücklichen Bestimmungsort wieder, ja sogar in der himmlischen Welt. Wenn er aber bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode nicht an einem glücklichen Bestimmungsort wiedererscheint, in der himmlischen Welt [2], sondern stattdessen in das menschliche Dasein zurückkehrt, dann ist er langlebig, wo immer er auch wiedergeboren wird. Dies ist der Weg, Student, der zu einem langen Leben führt, nämlich wenn man sich davon enthält, Lebewesen zu töten, indem man es aufgegeben hat, Lebewesen zu töten; Stock und Waffen beiseite gelegt, sanft und freundlich, lebt man voll Mitgefühl für alle Lebewesen."

aus Die kürzere Darlegung zu den Handlungen


Also immer aufpassen, dass das Lebensverlängern nicht auf kosten von Lebensverkürzungen geht, sonst bleibt das nämlich eine einmalige Sache und wieder nur eine gewisse Ausgewogenheit/Gesetzmäßigkeit. *schmunzel*
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Re: Transhumanismus

Beitragvon MR.RED am 11.04.2012, 18:21

Hi Void :)

interessant was du schreibst, du sprichst von "transhumaner Trotteligkeit", dass sehe ich nicht so.

Mit dem Anderen gebe ich dir recht, die Gesselschaft wird durch die Technologie, Wissenschaft und Okonomie immer komplexer und wohl niemand hat da Überblick.

Ist das nicht das eigentliche Problem, die Umwel wird immer komplexer aber der menschliche Verstand bleibt immer gleich groß oder auch klein^^

Früher gab es ja die Vorstellung des allseits gebildeten Renaissance-Menschen, was ja heute gar nicht möglich ist, im Grunde kann man heute auch als Wissenschaftler nur ein "Fachidiot" sein.

Ich glaube das könntte eher eine Möglichkeit sein wieder mehr Kontrolle und Sammlung zu haben.

Wäre halt meine Meinung :)

lg MR.RED
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Re: Transhumanismus

Beitragvon MR.RED am 11.04.2012, 18:22

Hi Hanzze,
du hast recht aber ist nicht allein das befolgen des Dharma schon ein Streben?
Im Grunde muss man ja gar nicht nach etwas Streben aber ich kann neue Entwicklungen auch einfach hinnehmen.
Hab da neulich einen Begriff gelesen, habe ich mir jetzt Leider nicht gemerkt, bin ja noch Anfänger^^ Der Begriff meinte "im Gewohnten verharren".
Aber besser ich fange jetzt gar nicht erst an damit, sonst ufert das Thema wieder aus :)

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Re: Transhumanismus

Beitragvon Bakram am 11.04.2012, 21:50

Hallo RED

Du sprichts von nichts Besonderem. Transhumanismus ? Den leben wir doch schon seit Jahrhunderten :D

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Zuletzt geändert von Bakram am 11.04.2012, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
"Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl. Hasse nicht, liebe nicht, und es ist klar und eindeutig"
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Re: Transhumanismus

Beitragvon Bakram am 11.04.2012, 21:50

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Re: Transhumanismus

Beitragvon Bakram am 11.04.2012, 21:51

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Re: Transhumanismus

Beitragvon Bakram am 11.04.2012, 21:54

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Re: Transhumanismus

Beitragvon Hanzze. am 12.04.2012, 04:32

MR.RED hat geschrieben:Hi Hanzze,
du hast recht aber ist nicht allein das befolgen des Dharma schon ein Streben?

Sicherlich, wenn's aus Vertrauen (aus Verständnis) passiert, dann ist es ein Streben, dass zu etwas Nachhaltigen und Vorteilhaften für alle führt. *schmunzel*
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