Grund hat geschrieben:Charlie hat geschrieben:Sie haben wichtige Funktionen.
Überleben und Arterhaltung.
Genau! Unter anderem.
C.
Moderator: malsehen
Grund hat geschrieben:Charlie hat geschrieben:Sie haben wichtige Funktionen.
Überleben und Arterhaltung.

Charlie hat geschrieben:Grund hat geschrieben:Charlie hat geschrieben:Sie haben wichtige Funktionen.
Überleben und Arterhaltung.
Genau! Unter anderem.
C.




Losang Lamo hat geschrieben: die Gefühle, die durch
- Klassische Musik,
- Abstrakte Malerei,
- Himmelsbetrachtungen ausgelöst werden...
- Alles, was mit Eitelkeit zu tun hat - oft ist da mehr die Usache das Ichdenken als der Arterhaltungstrieb.
- Neugier/Forschergeist
- Mitgefühl
- Liebende Güte
- Mitfreude
Ja, aber stimmt, man muss schon ordentlich nachdenken. Und mann wahrscheinlich noch ordentlicher.
Losang Lamo hat geschrieben: Doch, obwohl ich ja auch "Gegner" des Modells "Positive Emotionen als Antriebsfeder für mehr Menschlichkeit" bin,

Charlie hat geschrieben:...
Wenn es um Emotionen geht, dann schütten manche Buddhisten das Kind gerne mit dem Bade aus: "Emotionen sind oft problematisch - am besten schaffen wir sie gleich ganz ab." Derlei Radikalkuren sind zum Scheitern verurteilt und nicht im Einklang mit dem Buddha-Dharma.
LG
Charlie

Grund hat geschrieben:Charlie hat geschrieben:Sie haben wichtige Funktionen.
Überleben und Arterhaltung.

Dorje Sema hat geschrieben:von Losang Lamo: Es ist alles im Bereich der dualistischen Sichtweise, die zu nichts führt.
Ganz salopp, nö![]()
añjalī अञ्जलि
, der Dorje mal ganz salopp.

Losang Lamo hat geschrieben:Wenn man nämlich polemisiert, wie überaus menschlich es doch sei, die "positiven Emotionen" anzunehmen und keinesfalls auch nur in irgendeiner Weise "abzulehnen", schüttet man genauso das Kind mit dem Bade aus wie der vermeintliche Gegner.
Polemisieren heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren. Der Polemiker sucht nicht zwingend den Konsens, sondern versucht im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch zu verhelfen (vgl. auch Eristik). Als Gegensatz dazu wird auch die Apologie genannt, obgleich natürlich auch eine solche (Literatur betreffende) Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsrede durchaus polemisch sein kann. Das heute nur noch selten benutzte Wort Irenik ist als weiterer Kontrastbegriff zu Polemik anzusehen.
Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, teilweise auch persönliche Angriffe. Gelegentliches Ziel ist das Demaskieren eines Opponenten im Glaubens- und Meinungsstreit. Gegebenenfalls bedeutet dies auch die – mehr oder weniger – subtile Beschuldigung des Opponenten, keineswegs jedoch den Verzicht auf sachliche Argumente. In der klassischen Rhetorik spricht man in einem solchen Fall von der argumentatio ad hominem (das auf die Person gerichtete Argumentieren). Dies meint das Bloßstellen, das Überführen eines Gegners, wobei man zum Beispiel seine Glaubwürdigkeit, seine Reputation und ggf. auch seine Integrität insgesamt anzweifelt, indem man evtl. Widersprüchlichkeiten seiner Ausführungen bzw. seiner Handlungen oder Unterlassungen unmittelbar zu seinen öffentlich proklamierten Einstellungen und Absichten aufzeigt.[2]
Häufig wird mit den Mitteln der Übertreibung, der Ironie und des Sarkasmus gearbeitet oder vom Strohmann-Argument Gebrauch gemacht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Polemik


Losang Lamo hat geschrieben:Wenn man nämlich polemisiert, wie überaus menschlich es doch sei, die "positiven Emotionen" anzunehmen und keinesfalls auch nur in irgendeiner Weise "abzulehnen"...
Es ist alles im Bereich der dualistischen Sichtweise, die zu nichts führt.

Grund hat geschrieben:Losang Lamo hat geschrieben:Wenn man nämlich polemisiert, wie überaus menschlich es doch sei, die "positiven Emotionen" anzunehmen und keinesfalls auch nur in irgendeiner Weise "abzulehnen", schüttet man genauso das Kind mit dem Bade aus wie der vermeintliche Gegner.Polemisieren heißt, gegen eine (bestimmte andere) Ansicht zu argumentieren. Der Polemiker sucht nicht zwingend den Konsens, sondern versucht im rhetorischen Wettstreit seinen Argumenten zum Durchbruch zu verhelfen (vgl. auch Eristik). Als Gegensatz dazu wird auch die Apologie genannt, obgleich natürlich auch eine solche (Literatur betreffende) Rechtfertigungs- bzw. Verteidigungsrede durchaus polemisch sein kann. Das heute nur noch selten benutzte Wort Irenik ist als weiterer Kontrastbegriff zu Polemik anzusehen.
Kennzeichen von Polemik sind oft scharfe und direkte Äußerungen, teilweise auch persönliche Angriffe. Gelegentliches Ziel ist das Demaskieren eines Opponenten im Glaubens- und Meinungsstreit. Gegebenenfalls bedeutet dies auch die – mehr oder weniger – subtile Beschuldigung des Opponenten, keineswegs jedoch den Verzicht auf sachliche Argumente. In der klassischen Rhetorik spricht man in einem solchen Fall von der argumentatio ad hominem (das auf die Person gerichtete Argumentieren). Dies meint das Bloßstellen, das Überführen eines Gegners, wobei man zum Beispiel seine Glaubwürdigkeit, seine Reputation und ggf. auch seine Integrität insgesamt anzweifelt, indem man evtl. Widersprüchlichkeiten seiner Ausführungen bzw. seiner Handlungen oder Unterlassungen unmittelbar zu seinen öffentlich proklamierten Einstellungen und Absichten aufzeigt.[2]
Häufig wird mit den Mitteln der Übertreibung, der Ironie und des Sarkasmus gearbeitet oder vom Strohmann-Argument Gebrauch gemacht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Polemik


Losang Lamo hat geschrieben:
Ich kann nicht Gedankenlesen - das ist ein echtes Manko, wenn man in diesem Forum unterwegens ist.

Losang Lamo hat geschrieben:Dorje Sema hat geschrieben:von Losang Lamo: Es ist alles im Bereich der dualistischen Sichtweise, die zu nichts führt.
Ganz salopp, nö![]()
añjalī अञ्जलि
Aah,, der Dorje mal ganz salopp.
Leute, sprecht mit mir, erklärt Euch, oder lasst mich in Ruhe.

Charlie hat geschrieben:Losang Lamo hat geschrieben:
Ich kann nicht Gedankenlesen - das ist ein echtes Manko, wenn man in diesem Forum unterwegens ist.
Das ist nicht das Problem. Das Problem beginnt mit dem Textelesen.
Dem genauen, nüchternen (nicht affektgesteuerten) Lesen von Texten.
Damit wäre schon viel getan.
Charlie
S.36.15-16 Eigentum I-II - 5-6. Paṭhama-, Dutiya-ānanda Sutta
Einstmals begab sich der ehrwürdige Anando zum Erhabenen, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sagte er zum Erhabenen:
"Was sind, o Herr, die Gefühle?
Was ist das Entstehen der Gefühle?
Was ist die Auflösung der Gefühle?
Was ist das zur Auflösung der Gefühle führende Vorgehen?
Was ist der Gefühle Labsal, Elend und Entrinnung?"
1. "Diese drei Gefühle gibt es, Anando:
Wohlgefühle,
Wehgefühle,
Weder-weh-noch-wohl-Gefühle.
Diese nennt man die Gefühle.
2. Durch Entstehen der Berührung entsteht Gefühl.
3. Durch Auflösung der Berührung wird Gefühl aufgelöst. Dieser edle achtfältige Pfad nun ist das zur Auflösung der Gefühle führende Vorgehen, nämlich rechte Anschauung, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Wandel, rechtes Mühen, rechte Achtsamkeit, rechte Einigung.
4. Was da, bedingt durch Gefühl, an Wohl und Frohsinn aufsteigt, das ist Labsal der Gefühle. Daß Gefühle unbeständig, leidig, der Veränderung unterworfen sind, das ist Elend der Gefühle. Was da bei den Gefühlen Wegführung des Willensreizes, Überwindung des Willensreizes ist, das ist bei den Gefühlen die Entrinnung.
Da habe ich ferner nun, Anando, stufenweise die Auflösung, das zur Ruhekommen und die Stillung der Gestaltungen erklärt".
Charlie hat geschrieben:Losang Lamo hat geschrieben:Wenn man nämlich polemisiert, wie überaus menschlich es doch sei, die "positiven Emotionen" anzunehmen und keinesfalls auch nur in irgendeiner Weise "abzulehnen"...
Wer macht das? Wer polemisiert? Wer fordert, alle Emotionen anzunehmen?
Ich jedenfalls nicht.Es ist alles im Bereich der dualistischen Sichtweise, die zu nichts führt.
Was meinst du damit?
LG
Charlie
Charlie hat geschrieben:Emotionen gehören zum Menschsein. (1)Ausflösung der Emotion hieße Auflösung der Menschlichkeit.
Die Unterteilung von Ekman entspricht der groben Unterteilung von "vedana": angenehm, unangenehm und neutral. Damit ist keinerlei moralische Wertung ("gute Emotionen") verbunden und auch kein Urteil darüber, ob es sich hier um heilsame oder unheilsame mentale Vorgänge handelt. So ist "Schadenfreude" gewiss kein Gefühl, das Kultivierung verdiente. Gleichwohl wird es vom Schadensfrohen durchaus als angenehm empfunden.
Gefühle zählen zu unserer (2) humanen Grundausstattung. Sie haben sich im Laufe der Evolution als Überlebensmitgaranten herausgebildet.
Emotionen (wie etwa Angst/Schrecken) erlauben uns u.a., schnell auf Situationen zu reagieren, schneller als der Verstand es jemals könnte. Emotionen haben eine Funktion für unser Leben. (3) Du kannst sie nicht streichen, ohne den Menschen zutiefst zu beschädigen, ja zu entmenschlichen.
Die (4) Unfähigkeit, positive Emotionen zu erleben, gilt in der Wissenschaft als Krankheit:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anhedonie
(5) Gibt es Buddhisten, die in diesem Krankheitsbild ein positives Heilsziel erblicken?
Paul Ekman über Gefühle:
"Eine Emotion ist ein Prozess, eine spezielle Art von automatischer Bewertung der Lage, die von unserer evolutionären und persönlichen Vergangenheit beeinflusst ist. Durch sie nehmen wir wahr, wenn sich etwas für unser Wohlbefinden Bedeutsames ereignet. (...) wir können Gefühle nicht auf Wörter reduzieren. (18)
"Emotionen haben sich in der Evolution entwickelt, damit wir rasch auf entscheidende, lebenswichtige Ereignisse reagieren können. (...) Emotionen machen es möglich, dass wir uns mit wichtigen Ereignissen auseinandersetzen, ohne erst lange darüber nachdenken zu müssen."
Gefühl ist ein "automatischer Bewertungsmechanismus" (29)
Aus:
Ekman: "Gefühle lesen"
Wie kommst du drauf, dass ich Gefühle "vergöttere"? Ich betrachte sie als zur Grundausstattung des Menschen gehörend, mehr nicht. Sie haben wichtige Funktionen. Das muss man nüchtern betrachten. Mit vergöttern hat das nichts zu tun.
Wieder!
Na, vielleicht bin ich ja jetzt selber polemisch. Ich merke es nicht.
Dorje Sema hat geschrieben:Losang Lamo hat geschrieben:Es ist alles im Bereich der dualistischen Sichtweise, die zu nichts führt.
Was würde genau "hier und jetzt" geschehen/passieren würde es zu "nichts" führen![]()


Losang Lamo hat geschrieben:Die Versuche von Buddhisten, sich daraus zu befreien, sollten nicht als Unmenschlichkeit missverstanden werden, nur weil sie nunmal Spielverderber sind.


Losang Lamo hat geschrieben:Wenn alles so sachlich ist, wie kommen dann die Begriffe "Entmenschlichung" und "Krankheitsbild" in diese Diskussion?
Ich glaub es Dir ja, dass ich wohl falsch lese, aber ich verstehe es eben nicht.

So wie auch oft Gleichmut mit Gleichgültigkeit verwechselt wird.
Charlie hat geschrieben:* So wie auch oft Gleichmut mit Gleichgültigkeit verwechselt wird.





Jinen hat geschrieben:Kommt es nicht immer auf die Situation an? Ein Wutanfall z.B. kann sowohl lustvolle als auch reinigende Elemente haben. Ein "Friede Freude Eierkuchen" kann auch sehr destruktiv und zerstörerisch sein.
Liebevolle Güte sehr unpraktisch. Ein Entwicklungshelfer erzählte mir mal, das es sehr schwer ist in buddhistisch geprägten Ländern zu arbeiten, weil es nicht möglich ist, ein Feedback zu kriegen, weil jede kritische Äußerung ja verletzend sein könnte.
Ein richtiger Krach kann in ner Beziehung viel besser sein als ein liebevolles Übertünchen.
Außerdem sind wir auf bestimmte Weise geprägt. Nur eine bestimmte Art von Prägung zu glorifizieren (wie es bestimmte Lehrer tun) halte ich für unheilsam und einseitig.

Jinen hat geschrieben:Liebevolle Güte sehr unpraktisch.

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