Osho

Moderator: malsehen

Osho

Beitragvon Rasmuss am 03.05.2012, 08:08

Das ist bestimmt der falsche Bereich hier, aber ich wusste nicht, wohin ich sonst posten sollte. Hatten wir hier "früher" nicht mal einen Bereich, der sich "andere Philosophien" nannte..?

Also, es geht um Osho..
Nachdem ich ein Buch von ihm durch Zufall gelesen habe- nämlich "der Gott den es nicht gibt", bin ich ein großer Fan geworden und lese grad sein Buch über das "Thomas Evangelium".
Was haltet ihr von Osho- Betrüger, Scharlatan oder Genie..?
Ich habe jetzt gelesen, dass er keinesfalls "enthaltsam" lebte, wie er immer behauptet hat, auch soll er sehr vermögend gewesen sein- Luxusautos, und bei seiner Verhaftung sollen große "Vorräte" an Morphium und Valium gefunden worden sein..

Kann man Osho überhaupt mit dem Buddhismus in Verbindung bringen, oder muss man ihn als eigenständige "Randerscheinung" betrachten..?
Das Ego ist ein Eisberg- lass ihn schmelzen. Lass ihn dahin schmelzen. In tiefer Liebe, so dass er sich auflöst und du eins wirst mit dem Ozean.
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Re: Osho

Beitragvon Dorje Sema am 03.05.2012, 08:18

Ich denke das dies in Deiner Dir gehörigen Selbst -Verantwortung liegt, aber zum Buddhismus gehört auch innerhalb
›rechter Rede‹ nicht etwas zu schelten oder in Abrede zur stellen was ›nicht zur Debatte‹ steht :idea: :?: OK :?:

Lebe lange und in Frieden

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Re: Osho

Beitragvon Bambus am 03.05.2012, 09:04

Rasmuss hat geschrieben:Das ist bestimmt der falsche Bereich hier, aber ich wusste nicht, wohin ich sonst posten sollte. Hatten wir hier "früher" nicht mal einen Bereich, der sich "andere Philosophien" nannte..?


Den gibt es immer noch: Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker

Dahin habe ich Deinen Thread verschoben.
Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.
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Re: Osho

Beitragvon Bishafu_2 am 03.05.2012, 11:36

Rasmuss hat geschrieben:Ich habe jetzt gelesen, dass er keinesfalls "enthaltsam" lebte, wie er immer behauptet hat, auch soll er sehr vermögend gewesen sein- Luxusautos, und bei seiner Verhaftung sollen große "Vorräte" an Morphium und Valium gefunden worden sein..

Kann man Osho überhaupt mit dem Buddhismus in Verbindung bringen, oder muss man ihn als eigenständige "Randerscheinung" betrachten..?

Hallo Rasmuss,
über Osho wird viel behauptet, was man von ihm hält ist jedem selbst überlassen. Mit dem organisierten Buddhismus hat er ganz sicher nichts zu tun (diese Annahme hätte ihn zu einem schallenden Gelächter gebracht). Was allerdings nicht bedeutet, daß er die Lehre Buddha nicht wesentlich tiefer verstanden hätte als die meisten buddhistisch Ordinierten :D . OSHO war eben OSHO nicht mehr und nicht weniger
Gruß
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Re: Osho

Beitragvon Onyx9 am 03.05.2012, 22:50

Ick mag Osho. Der hat korrekte Sachen aufgeschrieben. Voll das Leben, aber frei drin.
Und er war nicht so ausschweifend, zumindest verbal und schriftlich. Eine Art Derwisch.
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Re: Osho

Beitragvon Rasmuss am 04.05.2012, 14:48

Hier ist ja mein Thread, dachte schon man hat ihn gelöscht..;=))
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Re: Osho

Beitragvon Losang Lamo am 04.05.2012, 15:24

Alles noch dran. :) Keine Panik. :D

Ich dachte immer, Osho sei eher Hinduistisch und letztendlich eben selbstgebastelt?
Aber dass es alles Schaum ist, der sich auflösen wird, weiß ich.
Vielleicht vergesse ich es manchmal.
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Re: Osho

Beitragvon Rasmuss am 04.05.2012, 20:41

Ich dachte immer, Osho sei eher Hinduistisch und letztendlich eben selbstgebastelt?

Osho war kein Hindu, er gehörte gar keiner Religion an. Er war, na klar schon von seiner Herkunft eher "östlich" geprägt, stand aber den Religionen und ihren Institutionen sehr kritisch gegenüber.
Die Götter der Christen und Hindus nennt er in seinen Büchern "kindisch", er favorisert keine monotheistischen Götter, sondern spricht von göttlich als Ganzem.
Ich lese gerade das "Thomas Evangelium" von Osho, ich entdecke dort einen Jesus, den ich noch nicht kannte. Einen von der Kirche missbrauchten JC. Dem es darum ging, Gott in sich selbst zu finden, und nicht wie die Kirche es lehrt, durch Anbetung und Kirchenverehrung.
Also ein ganz neues Bild vom "Menschen" JC, der mit der Lehre der Kirche so gar nichts zu tun hat..!
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Re: Osho

Beitragvon Onyx9 am 05.05.2012, 00:33

Ein bischen was hat die Kirche schon übernommen,
aber da sich die Aussagen Jesu und "der Mensch Christus" erst über die christliche ( auch deutsche ) Mystik erschließt,
performt die christl. Allgemeinheit das neue Testament.
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Re: Osho

Beitragvon Ellviral am 05.05.2012, 09:21

Was hat mich von Osho zum Menschen "Ohsho" gebracht?
Ich habe mich, nach dem lesen einiger seiner Texte, mit seinen letzten Jahren und mit seinem Sterben beschäftigt. Das befreite mich schnell von Glauben an einen besonderten Menschen. Eigenartig das Sterben macht alle Heiligen zu Menschen.
Gott sprach: Es werde Licht. Da wurde er Licht und verlor seine Freiheit.
Ich dachte: Ich möchte geboren sein. Da war ich, sofort in den Bedingungen.
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Re: Osho

Beitragvon Rasmuss am 05.05.2012, 13:45

Ellviral hat geschrieben:Was hat mich von Osho zum Menschen "Ohsho" gebracht?
Ich habe mich, nach dem lesen einiger seiner Texte, mit seinen letzten Jahren und mit seinem Sterben beschäftigt. Das befreite mich schnell von Glauben an einen besonderten Menschen. Eigenartig das Sterben macht alle Heiligen zu Menschen.

Welche Texte wenn ich fragen darf, und was war an seinem Sterben besonders..?
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Re: Osho

Beitragvon karmahain am 05.05.2012, 20:39

Ich finde jeder Meister gibt seinen Schülern genau was sie brauchen. Die Schüler Leiden und sind auf der Suche nach Erlösung. Die einen Vetrauen eben eher einem starren System wie der Schulmedizin und lassen sich Psychopharmaka verschreiben machen Jahrelang Psychoanalyse und hoffen dann in einer Kranken Gesellschaft wieder zu funktionieren. Die anderen gehen einfach in die nächste Kneipe und trinken mit ein paar Leuten und lachen über ihre Probleme und gut ist. Der osho war halt eher der Kneipenbesitzer und hat damit sicher mehr Leuten die Augen geöffnet also so mancher buddhistischer Heiliger. aber so ist eben die Welt. Es bekommt jeder den Lehrer den er braucht, und wenn es einfach nur das Leben selbst ist...
karmahain
 

Re: Osho

Beitragvon Jinen am 06.05.2012, 12:04

Losang Lamo hat geschrieben:Alles noch dran. :) Keine Panik. :D

Ich dachte immer, Osho sei eher Hinduistisch und letztendlich eben selbstgebastelt?


Letztlich ist es etwas eigenes, und eigentlich auch das nicht als eine Lehre. Eher eine Widersprüchlichkeit als Methode. (Daher machen meiner Meinung nach auch die ganzen thematischen Zusammenstellungen, die es inzwischen zu Hauf zu kaufen gibt, von Osho-Texten keinen Sinn)

Aber sicher gibt es so Grundmuster.
Von Geburt aus war er Jain. Es waren auch viele Jain-Lehrer und -Heilige im Haus seiner Großeltern. Daran konnte er sich schon als Kind abarbeiten. ;-)
Eine der von ihm wohl meistverehrten Schriften ist eine Hinduistische (Wobei Hinduismus keine Lehre oder Religion ist, sondern eine Zusammenfassung von vielen religiösen Bewegungen aus dem Indus-Tal):
Das Vigyan Bhairav Tantra, einer Schrift, indem Shiva seiner Gefährtin über 100 Meditationsansätze benennt. Interessanter Weise benutzte Osho eine Übersetzung von Paul Reps, die in einem Buch über Zen erschien.
Mit dem Buddhismus verbindet ihn ein (meist) atheistischer Ansatz von Religion/Spiritualität/Mystik. Und er mochte glaub ich auch einige Ansätze und Meister des Zen sehr. (Sein letzter Name, Osho, ist ja auch mit Zen-geprägt)
Mit dem Taoismus (dem frühen philosophischen von Laotsi und Zhuangzi) die Ablehnung und Kritik von formeller normativer künstlichen Ethik und das Favorisieren einer spontanen natürlichen Ethik (Ziran). Überhaupt verbindet ihn mit dem Taoismus viel: Das Bild des Fliessens z.B., das geschehen lassen, das Tun des Nicht-Tuns.

Aus meiner Sicht hatte Osho durchaus überzeugende Ansätze, vorallem in der Vor-Bhagwan-Zeit (Die Early talks sind da zu erwähnen, vor allem seine Diskussion mit Schülern von Maharishi Yogi und diesem auch selbst 1969 in Pahalgam, dann seine Frühen briefe, als Die Saat der Weisheit herausgegeben und aus der Bhagwanzeit "Mein Weg, der Weg der weißen Wolken") aber aus meiner Sicht gibts dann auch viel unsinniges.

Ob er Sex hatte, weiß ich nicht, find ich aber auch nicht so interessant, weil er ja nie gegen Sex war.
Sein Sterben zeigte für mich wieder seine größe. Auf die frage, was mit seinen Überresten nach der Verbrennung geschehen soll, sagte er: "Stellt sie unters Bett".
Leider haben die oshies wohl den witz nicht kapiert, und daraus ein Heiligtum gemacht.


Meditation ist keine Methode. Durch Techniken, durch Methoden kannst du nicht jenseits des Geistes gelangen. Wenn du alle Methoden, alle Techniken fallen lässt, dann gehst du über den Geist hinaus. Also ist Meditation keine Methode. Wahrheit kann nicht durch Methoden erlangt werden.

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Early talks

1969 in Pahalgam, Kashmir, India
Diskussion mit Schülern von Maharishi Mahesh Yogi
und auch kurz mit Maharishi Mahesh Yogi selbst



Ansonsten gabs hier schon mal Diskussionen darüber z.B.http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?t=1390
Ich denke, daß viele Ansätze sehr auf den Zeitgeist zugeschnitten waren, den der 60er bis 80er vor allem, und jetzt sicher schon hoffnungslos überaltert und antiquiert wirken. Heutzutage wär seine "Lehre" bestimmt komplett anders.

Mit leerer Hand kommst du, mit leerer Hand gehst du. Und grad zwischen Nichts und Nichts bist du verrückt genug zu glauben, etwas zu besitzen.

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In der Absicht, Blinde anzuziehen, ließ Buddha seinem goldenen Munde spielerische Worte entspringen;
seitdem sind Himmel und Erde überwuchert mit dichtem Dornengebüsch.
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Re: Osho

Beitragvon Jinen am 12.05.2012, 17:34

Bild
In der Absicht, Blinde anzuziehen, ließ Buddha seinem goldenen Munde spielerische Worte entspringen;
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Re: Osho

Beitragvon Rasmuss am 13.05.2012, 10:03

Jinen hat geschrieben:Bild

Oh ja, das ist so wahr..:=))
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Re: Osho

Beitragvon Jinen am 17.05.2012, 08:10

Eine weiße Wolke existiert völlig ohne Wurzeln, sie ist ein wurzelloses Ding und hat keine Heimat – oder ist im Nichts beheimatet. Und doch existiert sie. So ist das ganze Weltall – wie eine weiße Wolke – ohne jede Ursache, letztlich ohne Ursache. Es existiert. Es existiert als ein Mysterium. (…)

Eine weiße Wolke zieht dahin, wo immer der Wind hinweht – sie widerstrebt nicht, sie kämpft nicht. Eine weiße Wolke ist kein Eroberer, und doch schwebt sie über allem. Man kann sie nicht erobern, nicht besiegen – sie hat keinen Verstand, der erobert oder besiegt werden könnte (…)

Eine Wolke will nirgendwo hin. Sie treibt – treibt so entlang. Ihr gehören alle Richtungen, alle Dimensionen. Sie lehnt nichts ab. Alles ist, existiert, und wird vollkommen akzeptiert. (…)

Weisse Wolken sind mysteriös, sie tauchen plötzlich auf und vergehen wieder. Habt Ihr jemals daran gedacht, dass Wolken keinen Namen und keine Form haben? Ihre Form bleibt keine Minute gleich. Sie verändern sich und sind ein strömendner Fluss. Man kann eine Form hineinsehen, wenn man will, aber das ist dann Deine Projektion.
Eine Wolke hat keine Form, sie ist formlos, eine Kontinuität im Werden, ein Dahinfliessen. Und so ist das ganze Leben - alle Formen sind Projektionen.


Osho: Mein Weg: Der Weg der weißen Wolke

(http://wahreeinfalt.blogspot.de/2011/10 ... olken.html)
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