TMingyur hat geschrieben:Raphy hat geschrieben:nach meiner Erfahrung hat dieses rechte Wissen und Nichtwissen, was der Buddha meinen könnte, nicht viel mit verbalem Denken oder verbalem Wissen zu tun.
Das rechte Wissen das der Buddha gemeint hat kann mittels Sprache ausgedrückt werden.
Ja, sehe ich auch so, deswegen schrieb ich: "...Es kann sich in verbalem Wissen, in Gedanken äußern, ist aber nicht die Quelle wo das Wissen her kommt..."
Es gibt eine Ursache-Wirkungs-Beziehung zwischen Erfahrung und sprachlichem Ausdruck. Sprachlicher Ausdruck kann sich an die bildliche Verständniskapazität richten (Metaphern, Gleichnisse) oder an die rationale Verständniskapazität, meist richtet er sich aber an beide Kapazitäten - keine der beiden Kapazitäten ist "besser" als die andere, sondern es gibt einfach unterschiedliche Ausprägungen dieser Kapazitäten bei Individuen.
Ja sehe ich auch so. Aber es geht mir nicht nur um die bildliche und die rationale Verstandeskapazität. Es geht mir darum, dass es mehr gibt als Verstandesaktivitäten. Da ist meiner Erfahrung nach noch mehr da. Stichwort Intuition um mal einen kleinen Anhaltspunkt zu geben.
Denen denen die Erfahrung fehlt, denen erscheint der sprachliche Ausdruck der Erfahrung häufig als bloßes "verbales Denken" oder "verbales Wissen". Warum? Weil die zugrundeliegende Erfahrung aus Worten nicht ableitbar ist. Das ist wie wenn man zwar eine Pflanze sehen kann, damit aber nicht die Struktur, die Feingliedrigkeit ihrer Wurzel kennen kann.
Genau. Das meine ich wenn ich sage: "...Es kann sich in verbalem Wissen, in Gedanken äußern, ist aber nicht die Quelle wo das Wissen her kommt..." Und es hört ja auch nicht mit der Struktur der Pflanze auf, da ist ja noch ihr Duft, Ihre Farben, die Wirkung die sie auf mich hat, die Stimmung die sie ausstrahlt, ... .
Auf der anderen Seite kann aber der sprachliche Ausdruck eines anderen eine entsprechende Erfahrung bei einem Hörer oder Leser bewirken. Wenn dies nicht möglich wäre, dann würde es keine Belehrung geben. Dies heißt aber nun nicht, dass jeder Versuch einer Belehrung auch zu einer entsprechenden Erfahrung führen muss.
Ja, sehe ich genauso, auch das meinte ich mit diesem Satz: "...Es kann sich in verbalem Wissen, in Gedanken äußern, ist aber nicht die Quelle wo das Wissen her kommt. ..." Die Worte als Finger die zum Mond zeigen, aber nicht der Mond selber sind. Wenn man den Mond selbst sieht, ist der Finger unwichtig.
Raphy hat geschrieben:Es kann sich in verbalem Wissen, in Gedanken äußern, ist aber nicht die Quelle wo das Wissen her kommt.
Eine Quelle für "rechtes Wissen" ist überhaupt nicht auffindbar.
Grüße
TM
Noch besser.
Liebe Grüße