Ripa hat geschrieben:Hallo Miteinander,
was kann man tun wenn man von Tag zu Tag mehr merkt, das man den Beruf den man seit fast 20 Jahren ausübt
kaum mehr sinnvoll ausüben kann ohne jegliche Form der Buddhistischen Praxis zu verleugnen.
Wer steht bzw. stand an einem ähnlichen Punkt ?
LG
Ripa

Ripa hat geschrieben:Hallo Miteinander,
was kann man tun wenn man von Tag zu Tag mehr merkt, das man den Beruf den man seit fast 20 Jahren ausübt
kaum mehr sinnvoll ausüben kann ohne jegliche Form der Buddhistischen Praxis zu verleugnen.
Wer steht bzw. stand an einem ähnlichen Punkt ?
LG
Ripa
Ripa hat geschrieben:ich arbeite für ein Versicherungsunternehmen.
Mir ist meine EllbogenMentalität abhanden kommen. Das aktive "kämpfen" um Kunden interessiert mich nicht mehr.
Ich kann mich nicht mehr, wie KollegInnen daran erfreuen wenn die Konkurrenz pleite geht oder Verluste macht.
Das stößt zunehmend auf Probleme im betrieblichen Umfeld.
Ich praktiziere seit 3 Jahren ganz alleine. Mir ist bisher nicht viel aufgefallen dass in meinem Leben eine unendliche Ruhe
und Gelassenheit eingekehrt ist. Aber das fand ich äußerst angenehm.
Scheint langsam für die heutige Wirtschaftswelt etwas viel Gelassenheit zu sein.
Ripa hat geschrieben:
...
Soviel zum Thema Probleme im betrieblichen Umfeld. Es ist wie das Spiel von kleinen Kindern, während die Kinder alles sehr ernst nehmen, weiß der Erwachsene dass ihre Spiele keine große Tragweite haben.
Früher ist mir das nie aufgefallen....
, manchem Katholiken mit Protestanten. Die Liste ist beliebig lang.Ripa hat geschrieben:Mir ist meine EllbogenMentalität abhanden kommen. Das aktive "kämpfen" um Kunden interessiert mich nicht mehr.
Ripa hat geschrieben:Ich kann mich nicht mehr, wie KollegInnen daran erfreuen wenn die Konkurrenz pleite geht oder Verluste macht.
Ripa hat geschrieben:Meine Meinung, meine Stellungnahme meine aktive !!! Teilnahme wird vom Unternehmen von den KollegInnen von den Vorgesetzten eingefordert. Ist ja auch klar ich beziehe ja schließlich ein Gehalt.
Ripa hat geschrieben:Während ich früher gekämpft habe wie ein Löwe dass Entscheidungen meine "Handschrift" tragen, ist mir das nicht mehr wichtig.
Ripa hat geschrieben:Nein mehr noch. Vieles erscheint verlogen nur auf den kurzfristige Eigennutz ausgerichtet.
Ripa hat geschrieben: Bsp.: vor geraumer Zeit wurde diskutiert ob Freitags ab 13:00 Uhr noch 3 oder 2 Kollegen im Büro anwesend sein müssen. Mit bedeutungsvollen Mienen waren hochbezahlte Menschen dagesessen und haben endlos darüber diskutiert. Ich hätte lachen und weinen können. was man mir offensichtlich angesehen hat, denn mir wurde am Schluss vorgeworfen dass mir wohl der nötige ernst fehlt.



Onyx9 hat geschrieben:Ich versteh dich. Du arbeitest in einer Branche in der es um Abschlüsse geht und damit um Rendite.
Aus der Rendite ziehen sie ihr Einkommen und ihren Status. Ihr Einkommen könnten sie eventuell auch erlangen ohne sich zu verbiegen,
Status aber haben sie nötig, um in der Firma verbleiben zu können und um das Verlangen der Leitung nach Profitmaximierung-ergo Erfolg
zu befriedigen; dazu müssen sie ihre moralischen Impulse leugnen und ihr Tun abstarahieren; sie müssen ihre Lohntätigkeit strikt von ihrer privaten Einstellung trennen, sofern sie da eine ungünstige Parallele sehen. Du kannst diese Trennlinie nicht mehr ziehen.
wir können immer Alles, wir müssen uns "nur" der Konsequenzen klarwerden. Es ist oft leichter als wir denken.monikamarie hat geschrieben:Onyx9 hat geschrieben:Ich versteh dich. Du arbeitest in einer Branche in der es um Abschlüsse geht und damit um Rendite.
Aus der Rendite ziehen sie ihr Einkommen und ihren Status. Ihr Einkommen könnten sie eventuell auch erlangen ohne sich zu verbiegen,
Status aber haben sie nötig, um in der Firma verbleiben zu können und um das Verlangen der Leitung nach Profitmaximierung-ergo Erfolg
zu befriedigen; dazu müssen sie ihre moralischen Impulse leugnen und ihr Tun abstarahieren; sie müssen ihre Lohntätigkeit strikt von ihrer privaten Einstellung trennen, sofern sie da eine ungünstige Parallele sehen. Du kannst diese Trennlinie nicht mehr ziehen.
Keine bösen Prophezeiungen bitte, liebe Onyx,wir können immer Alles, wir müssen uns "nur" der Konsequenzen klarwerden. Es ist oft leichter als wir denken.
Hab Mut, Ripa, grenz Dich ab und bleib dennoch offen. Wie das geht, wird kontinuierliche ernsthafte Praxis zeigen.
_()_ Monika
Onyx9 hat geschrieben:
...
Ich halte nichts von esoterischen Bemühungen den Geist dazu zu bringen mit allen Umständen konform zu gehen.
Dann könnte man auch Fleischer, Kriegsminister und Abschiebevollzugsbeamter sein.
monikamarie hat geschrieben:Onyx9 hat geschrieben:
...
Ich halte nichts von esoterischen Bemühungen den Geist dazu zu bringen mit allen Umständen konform zu gehen.
Dann könnte man auch Fleischer, Kriegsminister und Abschiebevollzugsbeamter sein.
Schlechtes Beispiel. Hättest Du meine Beiträge richtig gelesen, dann bräuchtest Du solche Beispiele nicht zu bringen.
Ich kenne genug Menschen, die meinen, aus Gewissensgründen lieber die finanzielle Hilfe des Staates - also von uns - anzunehmen, als sich dem "schrecklichen Arbeitsleben auszusetzen". Das verstehe ich nicht unter "Rechtem Lebenserwerb".
Wenn jemand die Möglichkeit hat, seinen Beruf zu wechseln, ist es ja gut. Ein Versicherungsangestellter ist jedoch kein Kriegsminister.
_()_ Monika

Onyx9 hat geschrieben:"esoterisch" war auch nicht auf dich gemünzt.
beispiele kannst du beispiele sein lassen. du weißt doch, dass ich gerne ein bischen dramatisiere![]()
versicherungsangestellter ist nicht verwaltungsangestellter. verwechselst du da nicht ws ?
crazy-dragon hat geschrieben:Irgendwie kokettierst Du mit Deinem " Verständnis " und siehst Dich getrennt von den anderen- da haste noch einen harten und weiten Weg vor Dir: Zen bringt uns dahin, das alles anzunehmen, wie es ist- alles und nicht säuberlich durchgefilzt und das rausgesucht, was Du gerade glaubst zu können...
TMingyur hat geschrieben:Es könnte sein, dass du dich zu sehr von "mögen und nicht-mögen" leiten lässt. Das genau sollte aber durch Praxis abgelegt werden.
Ripa hat geschrieben:TMingyur hat geschrieben:Es könnte sein, dass du dich zu sehr von "mögen und nicht-mögen" leiten lässt. Das genau sollte aber durch Praxis abgelegt werden.
So ist es.
Die ursprüngliche Frage war nicht die des Mögens oder Nicht-Mögens im Sinne von privaten Meinungen oder Ansichten. Ob es gut oder schlecht ist
wenn jemand dies oder jenes tut oder nicht tut.
Die ursprüngliche Frage zielte ja auf die berufliche Tätigkeit ab.
Ripa hat geschrieben:Was ist denn im 21. Jahrhundert unter rechtem Lebenserwerb und in diesem Zusammenhang
dann auch rechten Handeln und auch rechter Rede zu verstehen ist. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden, mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann.
Ripa hat geschrieben:Ist es rechter Lebenserwerb jemanden eine Versicherung anzudrehen die er nicht braucht ?
Ripa hat geschrieben:Ist es rechter Lebenserwerb Produkte und Dienstleistungen zu konstruieren, herzustellen, und zu verkaufen die Menschen schaden ?
Ripa hat geschrieben:Und um es auf die Spitze zu treiben. Ist es rechter Lebenserwerb zwar nicht z.B. Schlachter in einer Geflügelmastanlage zu sein aber sagen wir mal Buchhalter für die Lohnabrechnung der entsprechenden Mitarbeiter ?


mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann

Ripa hat geschrieben:
So ist es.
Die ursprüngliche Frage war nicht die des Mögens oder Nicht-Mögens im Sinne von privaten Meinungen oder Ansichten. Ob es gut oder schlecht ist
wenn jemand dies oder jenes tut oder nicht tut.
Die ursprüngliche Frage zielte ja auf die berufliche Tätigkeit ab. Was ist denn im 21. Jahrhundert unter rechtem Lebenserwerb und in diesem Zusammenhang
dann auch rechten Handeln und auch rechter Rede zu verstehen ist. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden, mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden eine Versicherung anzudrehen die er nicht braucht ? Ist es rechter Lebenserwerb Produkte und Dienstleistungen zu konstruieren, herzustellen, und zu verkaufen die Menschen schaden ?
Und um es auf die Spitze zu treiben. Ist es rechter Lebenserwerb zwar nicht z.B. Schlachter in einer Geflügelmastanlage zu sein aber sagen wir mal Buchhalter für die Lohnabrechnung der entsprechenden Mitarbeiter ?
Gruss
Ripa
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