Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Allgemeine Diskussion über die buddhistische Lehre

Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Ripa am 14.01.2012, 14:50

Hallo Miteinander,

was kann man tun wenn man von Tag zu Tag mehr merkt, das man den Beruf den man seit fast 20 Jahren ausübt
kaum mehr sinnvoll ausüben kann ohne jegliche Form der Buddhistischen Praxis zu verleugnen.
Wer steht bzw. stand an einem ähnlichen Punkt ?


LG
Ripa
Ripa
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 14.01.2012, 15:58

Ripa hat geschrieben:Hallo Miteinander,

was kann man tun wenn man von Tag zu Tag mehr merkt, das man den Beruf den man seit fast 20 Jahren ausübt
kaum mehr sinnvoll ausüben kann ohne jegliche Form der Buddhistischen Praxis zu verleugnen.
Wer steht bzw. stand an einem ähnlichen Punkt ?


LG
Ripa



Hallo und herzlich Willkommen, Ripa.
Das kommt ganz darauf an, warum Du meinst, Du könntest Deinen Beruf nicht mehr ausüben. Zu Anfang meiner Praxis hatte ich den Eindruck, ich könne überhaupt und mit niemandem mehr einen Kontakt habe, ohne meine Ideale zu verleugnen. Das hat sich jedoch im Laufe der Zeit gegeben.
Vielleicht magst Du uns mitteilen, was Du als hinderlich empfindest?
_()_ Monika
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Ripa am 14.01.2012, 18:10

Hallo Monika,

ich arbeite für ein Versicherungsunternehmen.
Mir ist meine EllbogenMentalität abhanden kommen. Das aktive "kämpfen" um Kunden interessiert mich nicht mehr.
Ich kann mich nicht mehr, wie KollegInnen daran erfreuen wenn die Konkurrenz pleite geht oder Verluste macht.
Das stößt zunehmend auf Probleme im betrieblichen Umfeld.
Ich praktiziere seit 3 Jahren ganz alleine. Mir ist bisher nicht viel aufgefallen dass in meinem Leben eine unendliche Ruhe
und Gelassenheit eingekehrt ist. Aber das fand ich äußerst angenehm. Scheint langsam für die heutige Wirtschaftswelt etwas viel Gelassenheit zu sein.
Wem geht es ähnlich. Wie geht man mit solchen Erfahrungen um ?
Gruss Ripa
Ripa
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon crazy-dragon am 14.01.2012, 19:23

_()_Ripa-san:

Man kann durchaus- ich sehe, Du übst Zazen- die Lehre und den Beruf vereinen- Taisen Deshimaru Roshi z.B. war lange Geschäftsmann auf Wunsch bzw. Druck seines Vaters und wurde erst sehr spät ordiniert und Dharmanachfolger. Und ich habe auch den Spagat oder sage mal besser, die Einheit geschafft. Du übst ja keinen unheilsamen Beruf im Sinne der Tugendempfehlungen aus. Wie man das macht, mußt Du selber herausfinden und entscheiden.
Eventuell kannst Du Dich in den Innenbetrieb oder ein backoffice versetzen lassen.
Das ist Dein Weg und den musst Du auch selber gehen.

_()_ c.d.
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon darkwave am 14.01.2012, 19:40

Ripa hat geschrieben:Hallo Miteinander,

was kann man tun wenn man von Tag zu Tag mehr merkt, das man den Beruf den man seit fast 20 Jahren ausübt
kaum mehr sinnvoll ausüben kann ohne jegliche Form der Buddhistischen Praxis zu verleugnen.
Wer steht bzw. stand an einem ähnlichen Punkt ?


LG
Ripa


klingt nach zeit für einen wechsel, immer wieder mal was neues!

gruss zenbo
darkwave
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 14.01.2012, 19:51

Ripa hat geschrieben:ich arbeite für ein Versicherungsunternehmen.


Ja, das hatte ich auch. Ich habe es geschafft, bis zu meinem Ruhestand vor 6 Jahren, trotz jahrzehntelangem mal pro, mal kontra durchzuhalten. Darüber bin ich heute froh. Denn heute denke ich ganz anders über meine damaligen Befindlichkeiten. Das Ego sucht immer wieder Möglichkeiten zur Flucht und findet auch entsprechende Gründe bzw. Entschuldigungen dafür, z. B. fand ich auch Deine Begründung:

Mir ist meine EllbogenMentalität abhanden kommen. Das aktive "kämpfen" um Kunden interessiert mich nicht mehr.
Ich kann mich nicht mehr, wie KollegInnen daran erfreuen wenn die Konkurrenz pleite geht oder Verluste macht.


Das verstehe ich, das musst Du ja auch nicht mitmachen, oder?

Das stößt zunehmend auf Probleme im betrieblichen Umfeld.


Inwiefern?

Ich praktiziere seit 3 Jahren ganz alleine. Mir ist bisher nicht viel aufgefallen dass in meinem Leben eine unendliche Ruhe
und Gelassenheit eingekehrt ist. Aber das fand ich äußerst angenehm.


Sind die Worte nicht viel in diesem Zusammenhang richtig? So verstehe ich nämlich den Sinn des nächsten Satzes nicht.

Scheint langsam für die heutige Wirtschaftswelt etwas viel Gelassenheit zu sein.


Nö, es sei denn, Du musst ständig Kunden werben, um weiter beschäftigt zu werden. Wie Crazy-Dragon schon schrieb. Kannst Du nicht vielleicht in den Innendienst wechseln? Gerne auch mit Abstrichen beim Gehalt oder im "Ansehen" z. B. durch einfachere Arbeiten wie Registratur, würdest Du das auf Dich nehmen wollen?

_()_ Monika
monikamarie
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Ripa am 15.01.2012, 13:16

Der Artikel "Meditation schafft mir eher Probleme" im Bereich: Buddhistische Praxis von Samsara trifft es für mich sehr gut. Allerdings habe ich keine Problem im privaten Bereich. Es ist wie es ist.
Im beruflich erscheint mir das nicht so einfach. Meine Meinung, meine Stellungnahme meine aktive !!! Teilnahme wird vom Unternehmen von den KollegInnen von den Vorgesetzten eingefordert. Ist ja auch klar ich beziehe ja schließlich ein Gehalt. Da kann ich mich nicht zurücklehnen wie im privaten und sagen: Alles ist gut. Während ich früher gekämpft habe wie ein Löwe dass Entscheidungen meine "Handschrift" tragen, ist mir das nicht mehr wichtig. Nein mehr noch. Vieles erscheint verlogen nur auf den kurzfristige Eigennutz ausgerichtet. Bsp.: vor geraumer Zeit wurde diskutiert ob Freitags ab 13:00 Uhr noch 3 oder 2 Kollegen im Büro anwesend sein müssen. Mit bedeutungsvollen Mienen waren hochbezahlte Menschen dagesessen und haben endlos darüber diskutiert. Ich hätte lachen und weinen können. was man mir offensichtlich angesehen hat, denn mir wurde am Schluss vorgeworfen dass mir wohl der nötige ernst fehlt.
Soviel zum Thema Probleme im betrieblichen Umfeld. Es ist wie das Spiel von kleinen Kindern, während die Kinder alles sehr ernst nehmen, weiß der Erwachsene dass ihre Spiele keine große Tragweite haben.
Früher ist mir das nie aufgefallen....
Gruss
Ripa
Ripa
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 15.01.2012, 14:45

Ripa hat geschrieben:
...
Soviel zum Thema Probleme im betrieblichen Umfeld. Es ist wie das Spiel von kleinen Kindern, während die Kinder alles sehr ernst nehmen, weiß der Erwachsene dass ihre Spiele keine große Tragweite haben.
Früher ist mir das nie aufgefallen....


Hi Ripa,
heute fällt es den "Anderen" nicht auf - genauso wie Dir früher nicht. Es ist egal, ob ich mich im Büro oder zu Besuch bei befreundeten - eher unbewussten - Ehepaaren befinde, die von Gier, Hass und Verblendung noch nichts gehört haben, es ist immer wieder so wie in obigem Beispiel.

Das ist etwas, womit ich mich arrangiert habe, denn sonst hätte ich alleine bleiben sollen und mich völlig von allem distanzieren. Ich habe aber den Weg mitten durchs Leben gewählt, einerseits weil ich viel zu sicherheitsbedürftig und bequem war und andererseits, weil ich feststellen durfte, dass der Pfad auch als Haushälter begehbar ist und so viele Herausforderungen hat, die mir immer wieder zeigen, wo ich stehe.
In dem Moment, in dem ich mich anderen gegenüber so überlegen fühle wie Du oben beschreibst, muss ich mich fragen, was denn an mir wirklich überlegen ist. Bin ich denn auch wirklich eine Bessere oder mache ich mir etwas aufgrund von veränderter Sichtweise vor? So geht es manchen Grünen mit manchen Konservativen oder vielen Jungen mit vielen Alten oder vielen Alten mit vielen Jungen :lol: , manchem Katholiken mit Protestanten. Die Liste ist beliebig lang.

Ich kann Dir nur empfehlen, nur auf Dich zu schauen und beruflich Dein Bestes zu geben, denn da besteht ein Vertrag, den Du ja auch lösen könntest.
Ich kann da auch nur aus meiner Perspektive schreiben, s. o. Auf jeden Fall habe ich lange Zeit darüber meditiert, um so klar und aufrichtig wie möglich meinen Weg zu gehen.

_()_ Monika
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Grund am 15.01.2012, 16:10

Ripa hat geschrieben:Mir ist meine EllbogenMentalität abhanden kommen. Das aktive "kämpfen" um Kunden interessiert mich nicht mehr.

Ob man dazu notwendigerweise Ellbogenmentalität benötigt?

Ripa hat geschrieben:Ich kann mich nicht mehr, wie KollegInnen daran erfreuen wenn die Konkurrenz pleite geht oder Verluste macht.

Das wird kaum zu deinen beruflichen Pflichten gehören, oder?

Ripa hat geschrieben:Meine Meinung, meine Stellungnahme meine aktive !!! Teilnahme wird vom Unternehmen von den KollegInnen von den Vorgesetzten eingefordert. Ist ja auch klar ich beziehe ja schließlich ein Gehalt.

Das ist nun mal berufliche Tätigkeit: aktiv teilnehmen. Gehalt gibts nie geschenkt. Es ist ein Geben und Nehmen.

Ripa hat geschrieben:Während ich früher gekämpft habe wie ein Löwe dass Entscheidungen meine "Handschrift" tragen, ist mir das nicht mehr wichtig.

Gratuliere!

Ripa hat geschrieben:Nein mehr noch. Vieles erscheint verlogen nur auf den kurzfristige Eigennutz ausgerichtet.

Na ja, wenn du Gehalt beziehst für Essen, Wohnen etc., ist das dann nicht kurzfristiger Eigennutz?


Ripa hat geschrieben: Bsp.: vor geraumer Zeit wurde diskutiert ob Freitags ab 13:00 Uhr noch 3 oder 2 Kollegen im Büro anwesend sein müssen. Mit bedeutungsvollen Mienen waren hochbezahlte Menschen dagesessen und haben endlos darüber diskutiert. Ich hätte lachen und weinen können. was man mir offensichtlich angesehen hat, denn mir wurde am Schluss vorgeworfen dass mir wohl der nötige ernst fehlt.

Analysiere die Fragestellung. Irgend einen vernüftigen Grund für die Debatte wird sich schon finden lassen, und wenn nicht, dann kannst du das ebenso vernünftig, sachlich und gelassen distanziert vortragen. Wer weiß vielleicht sind dir dann die anderen dankbar, dass du ihnen die Augen öffnest.

Es könnte sein, dass du dich zu sehr von "mögen und nicht-mögen" leiten lässt. Das genau sollte aber durch Praxis abgelegt werden.
Hmh ... Guten Tag 8)
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon crazy-dragon am 15.01.2012, 20:44

_()_Ripa-san:

Irgendwie kokettierst Du mit Deinem " Verständnis " und siehst Dich getrennt von den anderen- da haste noch einen harten und weiten Weg vor Dir: Zen bringt uns dahin, das alles anzunehmen, wie es ist- alles und nicht säuberlich durchgefilzt und das rausgesucht, was Du gerade glaubst zu können... :D
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Onyx9 am 16.01.2012, 00:36

Ich versteh dich. Du arbeitest in einer Branche in der es um Abschlüsse geht und damit um Rendite.
Aus der Rendite ziehen sie ihr Einkommen und ihren Status. Ihr Einkommen könnten sie eventuell auch erlangen ohne sich zu verbiegen,
Status aber haben sie nötig, um in der Firma verbleiben zu können und um das Verlangen der Leitung nach Profitmaximierung-ergo Erfolg
zu befriedigen; dazu müssen sie ihre moralischen Impulse leugnen und ihr Tun abstarahieren; sie müssen ihre Lohntätigkeit strikt von ihrer privaten Einstellung trennen, sofern sie da eine ungünstige Parallele sehen. Du kannst diese Trennlinie nicht mehr ziehen.
Onyx9
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 16.01.2012, 08:36

Onyx9 hat geschrieben:Ich versteh dich. Du arbeitest in einer Branche in der es um Abschlüsse geht und damit um Rendite.
Aus der Rendite ziehen sie ihr Einkommen und ihren Status. Ihr Einkommen könnten sie eventuell auch erlangen ohne sich zu verbiegen,
Status aber haben sie nötig, um in der Firma verbleiben zu können und um das Verlangen der Leitung nach Profitmaximierung-ergo Erfolg
zu befriedigen; dazu müssen sie ihre moralischen Impulse leugnen und ihr Tun abstarahieren; sie müssen ihre Lohntätigkeit strikt von ihrer privaten Einstellung trennen, sofern sie da eine ungünstige Parallele sehen. Du kannst diese Trennlinie nicht mehr ziehen.


Keine bösen Prophezeiungen bitte, liebe Onyx, :D wir können immer Alles, wir müssen uns "nur" der Konsequenzen klarwerden. Es ist oft leichter als wir denken.

Hab Mut, Ripa, grenz Dich ab und bleib dennoch offen. Wie das geht, wird kontinuierliche ernsthafte Praxis zeigen.
_()_ Monika
monikamarie
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Onyx9 am 16.01.2012, 09:10

monikamarie hat geschrieben:
Onyx9 hat geschrieben:Ich versteh dich. Du arbeitest in einer Branche in der es um Abschlüsse geht und damit um Rendite.
Aus der Rendite ziehen sie ihr Einkommen und ihren Status. Ihr Einkommen könnten sie eventuell auch erlangen ohne sich zu verbiegen,
Status aber haben sie nötig, um in der Firma verbleiben zu können und um das Verlangen der Leitung nach Profitmaximierung-ergo Erfolg
zu befriedigen; dazu müssen sie ihre moralischen Impulse leugnen und ihr Tun abstarahieren; sie müssen ihre Lohntätigkeit strikt von ihrer privaten Einstellung trennen, sofern sie da eine ungünstige Parallele sehen. Du kannst diese Trennlinie nicht mehr ziehen.


Keine bösen Prophezeiungen bitte, liebe Onyx, :D wir können immer Alles, wir müssen uns "nur" der Konsequenzen klarwerden. Es ist oft leichter als wir denken.

Hab Mut, Ripa, grenz Dich ab und bleib dennoch offen. Wie das geht, wird kontinuierliche ernsthafte Praxis zeigen.
_()_ Monika


Hi.
ich gebe keine Prophezeiungen ab, schon garkeine bösen ( sich selbst erfüllenden ).
ich hab versucht seine Aussagen, die er/sie oben getätigt hat zusammenzufassen, so wie ich sie verstanden habe.
Wie es ausschaut formuliert er/sie, dass er/sie spirituelle Erkenntnisse, Wahrnehmung und Verhaltensweisen nicht mehr
recht in Einklang mit den "Softskill"-Anforderungen seiner Firma bringen kann ( Ellenbogenmentalität, Konkurrenzstreben, Absatzmaximierung ).
Er/sie kann also nicht mehr mit zwei verschiedenen Schuhen gehen. Was ist daran verwunderlich ?

Ich halte nichts von esoterischen Bemühungen den Geist dazu zu bringen mit allen Umständen konform zu gehen.
Dann könnte man auch Fleischer, Kriegsminister und Abschiebevollzugsbeamter sein.

LG !
Onyx9
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 16.01.2012, 09:16

Onyx9 hat geschrieben:
...
Ich halte nichts von esoterischen Bemühungen den Geist dazu zu bringen mit allen Umständen konform zu gehen.
Dann könnte man auch Fleischer, Kriegsminister und Abschiebevollzugsbeamter sein.



Schlechtes Beispiel. Hättest Du meine Beiträge richtig gelesen, dann bräuchtest Du solche Beispiele nicht zu bringen.
Ich kenne genug Menschen, die meinen, aus Gewissensgründen lieber die finanzielle Hilfe des Staates - also von uns - anzunehmen, als sich dem "schrecklichen Arbeitsleben auszusetzen". Das verstehe ich nicht unter "Rechtem Lebenserwerb".
Wenn jemand die Möglichkeit hat, seinen Beruf zu wechseln, ist es ja gut. Ein Versicherungsangestellter ist jedoch kein Kriegsminister.
_()_ Monika
monikamarie
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Onyx9 am 16.01.2012, 13:54

monikamarie hat geschrieben:
Onyx9 hat geschrieben:
...
Ich halte nichts von esoterischen Bemühungen den Geist dazu zu bringen mit allen Umständen konform zu gehen.
Dann könnte man auch Fleischer, Kriegsminister und Abschiebevollzugsbeamter sein.



Schlechtes Beispiel. Hättest Du meine Beiträge richtig gelesen, dann bräuchtest Du solche Beispiele nicht zu bringen.
Ich kenne genug Menschen, die meinen, aus Gewissensgründen lieber die finanzielle Hilfe des Staates - also von uns - anzunehmen, als sich dem "schrecklichen Arbeitsleben auszusetzen". Das verstehe ich nicht unter "Rechtem Lebenserwerb".
Wenn jemand die Möglichkeit hat, seinen Beruf zu wechseln, ist es ja gut. Ein Versicherungsangestellter ist jedoch kein Kriegsminister.
_()_ Monika


"esoterisch" war auch nicht auf dich gemünzt.

beispiele kannst du beispiele sein lassen. du weißt doch, dass ich gerne ein bischen dramatisiere :wink:

ich habe rigpa nicht dazu geraten sich in die sogenannte soziale hängematte zu legen, zumal das garnicht so einfach ist.
aber vielleicht kennst du luxus-klasse-harz4-empänger....

versicherungsangestellter ist nicht verwaltungsangestellter. verwechselst du da nicht ws ?

best regards ! :)
Onyx9
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 16.01.2012, 14:03

Onyx9 hat geschrieben:"esoterisch" war auch nicht auf dich gemünzt.


okay

beispiele kannst du beispiele sein lassen. du weißt doch, dass ich gerne ein bischen dramatisiere :wink:


okay

versicherungsangestellter ist nicht verwaltungsangestellter. verwechselst du da nicht ws ?


posting.php?mode=quote&f=1&p=148353#pr148003

Ripa schrieb ja von einem Versicherungsunternehmen. Ich weiß jetzt nicht, ob Du Dich auf ihn beziehst oder was Du möglicherweise verwechselst.

_()_ Monika
monikamarie
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Onyx9 am 16.01.2012, 21:32

Naja, mal sehn ob s Rigpa was nützt.

*schmunzel*
Onyx9
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon monikamarie am 16.01.2012, 21:51

Du meinst sicher Ripa oder ist Rigpa derselbe?
monikamarie
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Ripa am 17.01.2012, 18:20

Danke erstmal,
ja ist gar nicht so schwierig denkt man, ist aber auch gar nicht so einfach weiß man.

die doch unterschiedlichen Auffassungen lassen mich fragend zurück.

crazy-dragon hat geschrieben:Irgendwie kokettierst Du mit Deinem " Verständnis " und siehst Dich getrennt von den anderen- da haste noch einen harten und weiten Weg vor Dir: Zen bringt uns dahin, das alles anzunehmen, wie es ist- alles und nicht säuberlich durchgefilzt und das rausgesucht, was Du gerade glaubst zu können...


TMingyur hat geschrieben:Es könnte sein, dass du dich zu sehr von "mögen und nicht-mögen" leiten lässt. Das genau sollte aber durch Praxis abgelegt werden.


So ist es.
Die ursprüngliche Frage war nicht die des Mögens oder Nicht-Mögens im Sinne von privaten Meinungen oder Ansichten. Ob es gut oder schlecht ist
wenn jemand dies oder jenes tut oder nicht tut.
Die ursprüngliche Frage zielte ja auf die berufliche Tätigkeit ab. Was ist denn im 21. Jahrhundert unter rechtem Lebenserwerb und in diesem Zusammenhang
dann auch rechten Handeln und auch rechter Rede zu verstehen ist. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden, mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden eine Versicherung anzudrehen die er nicht braucht ? Ist es rechter Lebenserwerb Produkte und Dienstleistungen zu konstruieren, herzustellen, und zu verkaufen die Menschen schaden ?
Und um es auf die Spitze zu treiben. Ist es rechter Lebenserwerb zwar nicht z.B. Schlachter in einer Geflügelmastanlage zu sein aber sagen wir mal Buchhalter für die Lohnabrechnung der entsprechenden Mitarbeiter ?


Gruss
Ripa
Ripa
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Grund am 17.01.2012, 18:59

Ripa hat geschrieben:
TMingyur hat geschrieben:Es könnte sein, dass du dich zu sehr von "mögen und nicht-mögen" leiten lässt. Das genau sollte aber durch Praxis abgelegt werden.


So ist es.
Die ursprüngliche Frage war nicht die des Mögens oder Nicht-Mögens im Sinne von privaten Meinungen oder Ansichten. Ob es gut oder schlecht ist
wenn jemand dies oder jenes tut oder nicht tut.
Die ursprüngliche Frage zielte ja auf die berufliche Tätigkeit ab.

Was magst denn nicht dran? 8)

Ripa hat geschrieben:Was ist denn im 21. Jahrhundert unter rechtem Lebenserwerb und in diesem Zusammenhang
dann auch rechten Handeln und auch rechter Rede zu verstehen ist. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden, mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann.

Machs halt nicht.

Ripa hat geschrieben:Ist es rechter Lebenserwerb jemanden eine Versicherung anzudrehen die er nicht braucht ?

Wer weiß welche Versicherung ein anderer braucht? Ich weiß das nicht.

Ripa hat geschrieben:Ist es rechter Lebenserwerb Produkte und Dienstleistungen zu konstruieren, herzustellen, und zu verkaufen die Menschen schaden ?

Was schadet denn? Und wie schadet es?


Ripa hat geschrieben:Und um es auf die Spitze zu treiben. Ist es rechter Lebenserwerb zwar nicht z.B. Schlachter in einer Geflügelmastanlage zu sein aber sagen wir mal Buchhalter für die Lohnabrechnung der entsprechenden Mitarbeiter ?

Was interessiert dich das? Ich dachte du verkaufst Versicherungen
Hmh ... Guten Tag 8)
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Erdmaus am 17.01.2012, 20:00

mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann


Ich glaube diese Frage hat mit Buddhismus erstmal gar nicht so viel zu tun. Man kann auch einfach ein Mensch sein, der andere Menschen ungerne über den Tisch zieht. Also ich persönlich würde einem Menschen ungern etwas aufschwatzen was ihm nicht gut tut. Da brauche ich keinen religiösen Unterbau zu. Da reicht einfach mein Gewissen schon aus. Ich würde mich nicht wohl dabei fühlen.

In letzter Konsequenz könntest du auch den Job wechseln, wenn es dich belastet.

lg
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Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Onyx9 am 17.01.2012, 23:18

Ripa hat geschrieben:
So ist es.
Die ursprüngliche Frage war nicht die des Mögens oder Nicht-Mögens im Sinne von privaten Meinungen oder Ansichten. Ob es gut oder schlecht ist
wenn jemand dies oder jenes tut oder nicht tut.
Die ursprüngliche Frage zielte ja auf die berufliche Tätigkeit ab. Was ist denn im 21. Jahrhundert unter rechtem Lebenserwerb und in diesem Zusammenhang
dann auch rechten Handeln und auch rechter Rede zu verstehen ist. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden, mit allerlei rhetorischen Tricks und Kniffen etwas zu verkaufen dass er oder sie sich nicht leisten kann. Ist es rechter Lebenserwerb jemanden eine Versicherung anzudrehen die er nicht braucht ? Ist es rechter Lebenserwerb Produkte und Dienstleistungen zu konstruieren, herzustellen, und zu verkaufen die Menschen schaden ?
Und um es auf die Spitze zu treiben. Ist es rechter Lebenserwerb zwar nicht z.B. Schlachter in einer Geflügelmastanlage zu sein aber sagen wir mal Buchhalter für die Lohnabrechnung der entsprechenden Mitarbeiter ?


Gruss
Ripa


Seh ich nicht so. Es gibt ja ne Firmenphilosphie und da hängen alle dran.
Denk nur mal an die Buchhalter und Tipsen, die die Listen geschrieben haben für die Transporte nach Auschwitz; entschieden haben die nicht wer auf die Liste kommt.
Ick weiß, dat is jetzt ein radikales Beispiel.
Onyx9
 

Re: Arbeitsalltag - Buddhistische Praxis

Beitragvon Onyx9 am 17.01.2012, 23:20

Gibts nicht schon "grüne, soziale, koschere" Versicherungen, so wie Banken ?
Mal umhören.
Onyx9
 


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