psychoknacks durch achtsamkeit?

Wie und wo praktiziere ich Buddhismus.

Moderator: Ji'un Ken

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Grund am 20.01.2012, 19:54

darkwave hat geschrieben:was für eine gesellschaft entsteht wohl wenn jeder sich ständig überlegt ob er das jetzt darf oder nicht?

Ach das verstehst du unter Achtsamkeit? 8)
Hmh ... Guten Tag 8)
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Mabuttar am 20.01.2012, 21:05

Eine sehr respektvolle Gesellschaft ;)

Ne man muss es ja nicht übertreiben einfach nur entspannt und in Ruhe sehen, was zu was führt und was von was abgelöst wird. ;) Die Daoisten z. B. meditieren oder kontemplieren nicht ganz so streng, sie lieben es halt die Natur oder sich zu beobachten.
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 20.01.2012, 21:07

darkwave hat geschrieben:vermutlich sind die auswirkungen dieser dauerselbstbetrachtung noch nie wissenschaftlich analysiert worden, es ist aber offensichtlich das diese dauerkontrolle seltsame blüten treibt:

-verklemmtheit
-biederkeit
-übertriebene sensibiltät
-moralismus
-depressive verstimmungen
-latente aggression

Klar, ein richtig anstrengendes, neurotisches Stadium.
Durch all die tollen Denk- und Handlungsweisen und sich daraus entwickelten Depression und Selbsthass :lol: verläuft aber der Prozess der Selbsttötung viel schneller. Würde man einen lieben Menschen mit all seinen tollen Erfahrungen, liebenswerten Assoziationen und perfekten Reaktionsweisen aus einem unmittelbaren, direkten Prozess ausschliessen wollen? Eben nicht. An so einem hält man fest.

8)

Gruß Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon crazy-dragon am 20.01.2012, 21:09

darkwave hat geschrieben:was für eine gesellschaft entsteht wohl wenn jeder sich ständig überlegt ob er das jetzt darf oder nicht?


Keine Sorge, da ist die Natur vor... :razz: Du überlegst zuviel und sitzst eventuell zu wenig... :D

_()_ c.d.
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Mirco am 20.01.2012, 21:13

Mabuttar hat geschrieben:Ne man muss es ja nicht übertreiben einfach nur entspannt und in Ruhe sehen, was zu was führt und was von was abgelöst wird. ;) Die Daoisten z. B. meditieren oder kontemplieren nicht ganz so streng, sie lieben es halt die Natur oder sich zu beobachten.

Ist die Frage, ob dies zur Einsicht in die Funktionsweise des Geistes führt.

Gruß :-)
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 20.01.2012, 21:16

Mirco hat geschrieben:
Mabuttar hat geschrieben: Die Daoisten z. B. meditieren oder kontemplieren nicht ganz so streng, sie lieben es halt die Natur oder sich zu beobachten.

Ist die Frage, ob dies zur Einsicht in die Funktionsweise des Geistes führt.

Gruß :-)

Wer sind Daoisten? Welcher Film?

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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Erdmaus am 20.01.2012, 21:17

vermutlich sind die auswirkungen dieser dauerselbstbetrachtung noch nie wissenschaftlich analysiert worden, es ist aber offensichtlich das diese dauerkontrolle seltsame blüten treibt:


Es ist schon wichtig, dass man locker an die Sache rangeht. Achtsamkeit sollte zwanglos praktiziert werden. Sonst bekommt man sicherlich einen knacks ^^
Achtsamkeit ist auch keine Kontrolle. Ich glaube da verwechselst du Achtsamkeit mit Wachsamkeit.

Ich halte es so, dass ich mir ab und zu mal Zeiten gönne wo ich einfach "abhänge" und einfach das mache worauf ich grade Bock habe. Ich glaube nicht, dass es gesund ist wie so ein Kontrollfreak abzugehen und es zu übertreiben. Natürlichkeit ist wichtig. Man sollte sich keinen Stress machen. ;)

Grüße
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Mirco am 20.01.2012, 21:21

Erdmaus hat geschrieben:Ich halte es so, dass ich mir ab und zu mal Zeiten gönne wo ich einfach "abhänge" und einfach das mache worauf ich grade Bock habe. Ich glaube nicht, dass es gesund ist wie so ein Kontrollfreak abzugehen und es zu übertreiben. Natürlichkeit ist wichtig. Man sollte sich keinen Stress machen. ;)

:guter Beitrag:
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 20.01.2012, 21:24

Die meisten wollen es schön haben. Schön und bequem. Und ein langes Leben haben. Und viele tolle Sachen erleben.
Man kann sich dann wirklich nur noch fragen, warum es Leute gibt, die behaupten, dass die Zeit zwischen Geburt und Tod leidvoll wäre.

LG Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon darkwave am 20.01.2012, 22:06

Erdmaus hat geschrieben: Natürlichkeit ist wichtig. Man sollte sich keinen Stress machen. ;)

Grüße
maus


man kann es drehen und wenden wie man will, mausi ist und bleibt klassenbester.

gruss zenbo
darkwave
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon darkwave am 20.01.2012, 22:22

TMingyur hat geschrieben:Welche Natur willst du denn schützen?

Hauptsache nen guten Charakter, was? 8)


ganz anderst hier, ein fast hoffnungsloser fall, dogmatischer charakter, anfällig für populistische vereinfachungen, man beachte den immer gleichen smilie am ende eines jeden posts.

gruss zenbo
darkwave
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 20.01.2012, 22:56

darkwave hat geschrieben:mausi ist und bleibt klassenbester

darkwave hat geschrieben:ganz anderst hier, ein fast hoffnungsloser fall, dogmatischer charakter

darkwave hat geschrieben:und was heisst wertungsfrei, das ist doch ein witz, hast du schon mal irgend jemanden einen ganzen tag wertungsfrei beobachtet, selbstbetrug!

Genau, lassen wir es doch richtig krachen!

:lol:

LG Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Onyx9 am 21.01.2012, 00:45

darkwave hat geschrieben:
Onyx9 hat geschrieben:Ich hatte einen Psychoknacks wegen falscher Achtsamkeit, falsch verstandener Praxis. :wink:


du hast es wenigstens gemerkt.

gruss zenbo


Klar, volle Breitseite . Hab ich aber dadurch später alles besser verstanden.
Onyx9
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon darkwave am 21.01.2012, 00:49

Onyx9 hat geschrieben:
Klar, volle Breitseite . Hab ich aber dadurch später alles besser verstanden.


man kann sich psychisch verrennen, vor allem am anfang (?), ist mir auch zur genüge passiert.es ist ja auch nicht so, das es einfach ist sich schnell und gut zu informieren.

gruss zenbo
darkwave
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 21.01.2012, 01:09

Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann, aber aus so einer Einbildung können sich jede Menge interessanter Verkündungen und sogar eine Vollzeitbeschäftigung ergeben, dann warum nicht.

Liebe Grüße Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon darkwave am 21.01.2012, 01:28

Roni hat geschrieben:Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann, aber aus so einer Einbildung können sich jede Menge interessanter Verkündungen und sogar eine Vollzeitbeschäftigung ergeben, dann warum nicht.

Liebe Grüße Roni


muss man in der leerheit nicht mathe büffeln? man soll versuchen etwas über das leben zu lernen.

gruss zenbo
darkwave
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 21.01.2012, 10:06

... was ist "leben"? und was "mathe"? Beides ein Spielfilm. Profan und materiell hergestellt - made in brain

Gruß Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Erdmaus am 21.01.2012, 11:34

Roni hat geschrieben:Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann


Und was machst du grade? Wenn du das Gefühl hast etwas nicht besser zu verstehen als andere, dann würde es auch keinen Sinn machen mit anderen zu diskutieren. ^^

... was ist "leben"? und was "mathe"? Beides ein Spielfilm. Profan und materiell hergestellt - made in brain


Alles was wir hier im Forum posten ist "made in brain". Wenn diese Gedanken so sinnfrei sind, warum äußerst du sie dann? Da gibt es doch sicherlich einen Grund. ^^

Grüße
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon nibbuti am 21.01.2012, 11:35

darkwave hat geschrieben:leute

ich weiss was Achtsamkeit ist, ich beobachte meine gefühle seit vielen jahren. die behauptung ist, das DAUERNDE achtsamkeit zu massiven veränderungen des charakters fürhren muss, es ist ein ganz wesentlicher eingriff in die natur.

@charlie: das beobachten ist nur ein erster schritt, danach wird sich eine ganze kette von ereignissen vollziehen.

dauernde achtsamkeit auf den fluss der gedanken und gefühle ist ein ganz massiver eingriff in die psyche, vergleichbar mit einer operation, man ist sich ja ständig bewusst was man tut. wer so praktiziert, muss sich selber eingestehen das er sich ganz massiv unterscheidet von nichtreligiösen menschen.

gruss zenbo

Hi Dark Wave

Echte Achtsamkeit ist kein Eingriff in die Natur.

Aber Neigungen wie Gier, Hass und Unwissenheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.

Achtsamkeit richtig angewandt verursacht das Beenden schädlicher Neigungen. Das hat keinen Psychoknacks zur Folge, sondern ein Loslassen und dankbare Ausgeglichenheit. Dazu braucht es aber Einsicht in die Natur des Geistes, die im obigen Text nicht vorhanden ist.

Glaubst du wirklich zu wissen was Achtsamkeit ist?

:?:
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon GaliDa68 am 21.01.2012, 11:43

Aber Neigungen wie Gier, Hass und Dummheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.


Das würde bedeuten, es gibt EINE feststehende Natur der Dinge. Und wer definiert diese?
Man könnte daraus auch folgern, störende Eingriffe lägen außerhalb der Natur.
Frage: Kann irgendwas außerhalb der Natur liegen? Auch die Atomexplosion ist Erscheinung der Natur.
Deshalb denke ich, gibt es die Unterscheidung in "heilsam" und "unheilsam" und das Mitgefühl als Richtschnur.

Liebe Grüße
Knochensack
GaliDa68
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon nibbuti am 21.01.2012, 12:13

GaliDa68 hat geschrieben:Das würde bedeuten, es gibt EINE feststehende Natur der Dinge.

Ich habe nicht gesagt, dass es nur eine feststehende Natur der Dinge gibt.

GaliDa68 hat geschrieben:Und wer definiert diese?

Es war vorher keine Rede von 'jemand definiert'.

GaliDa68 hat geschrieben:Frage: Kann irgendwas außerhalb der Natur liegen? Auch die Atomexplosion ist Erscheinung der Natur. Deshalb denke ich, gibt es die Unterscheidung in "heilsam" und "unheilsam" und das Mitgefühl als Richtschnur.

Die Unterscheidung in 'heilsam' und 'unheilsam' und Mitgefühl ist eine vorübergehende Richtschnur.

:)
nibbuti
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 21.01.2012, 12:51

Erdmaus hat geschrieben:
Roni hat geschrieben:Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann

Und was machst du grade? Wenn du das Gefühl hast etwas nicht besser zu verstehen als andere, dann würde es auch keinen Sinn machen mit anderen zu diskutieren. ^^

Ist für dich die Illusion eines "Besser-Verstehens" das einzige Motiv dafür, eine Diskussion zu führen? Bist du ein Lehrer, wenn ich fragen darf?

Erdmaus hat geschrieben:
... was ist "leben"? und was "mathe"? Beides ein Spielfilm. Profan und materiell hergestellt - made in brain

Alles was wir hier im Forum posten ist "made in brain". Wenn diese Gedanken so sinnfrei sind, warum äußerst du sie dann? Da gibt es doch sicherlich einen Grund. ^^

Ist für dich "sinnfrei" negativ konnotiert, dass du denkst man solle es dann bleiben lassen? Welchen Sinn meinst du denn? Nützlichkeit? Profan heißt Nicht-Geheiligt, würdest du solche Gedanken als negativ beurteilen?

Jedes Staubkorn hat seinen Daseinsberechtigungsgrund.
Alles, was einen Grund hat, ist vergänglich.

Das Unerschaffene Element (asankhata-dhātu = Nirwahn [ist] in den Geistobjekten eingeschlossen

Vis. 15.2
Das ist der Nicht-Grund.

Gruß Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon darkwave am 21.01.2012, 13:36

nibbuti hat geschrieben:Hi Dark Wave

Echte Achtsamkeit ist kein Eingriff in die Natur.

Aber Neigungen wie Gier, Hass und Unwissenheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.

Achtsamkeit richtig angewandt verursacht das Beenden schädlicher Neigungen. Das hat keinen Psychoknacks zur Folge, sondern ein Loslassen und dankbare Ausgeglichenheit. Dazu braucht es aber Einsicht in die Natur des Geistes, die im obigen Text nicht vorhanden ist.

Glaubst du wirklich zu wissen was Achtsamkeit ist?

:?:


ja ich denke schon, ich bin übrigens nicht pauschal gegen achtsamkeit, aber auch wenn du im ersten moment nichts tust, die wertung des beobachteten folgt auf der hand, oder?

gruss zenbo
darkwave
 

Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon peema am 21.01.2012, 15:39

darkwave hat geschrieben:
nibbuti hat geschrieben:Hi Dark Wave

Echte Achtsamkeit ist kein Eingriff in die Natur.

Aber Neigungen wie Gier, Hass und Unwissenheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.

Achtsamkeit richtig angewandt verursacht das Beenden schädlicher Neigungen. Das hat keinen Psychoknacks zur Folge, sondern ein Loslassen und dankbare Ausgeglichenheit. Dazu braucht es aber Einsicht in die Natur des Geistes, die im obigen Text nicht vorhanden ist.

Glaubst du wirklich zu wissen was Achtsamkeit ist?

:?:


ja ich denke schon, ich bin übrigens nicht pauschal gegen achtsamkeit, aber auch wenn du im ersten moment nichts tust, die wertung des beobachteten folgt auf der hand, oder?

gruss zenbo



Wir werten aber auch ständig, ohne dass uns dies bewußt ist, wenn wir nicht-achtsam durch den Alltag gehen. Achtsamkeit hat bei mir die Folge, dass ich diese -ansonsten unbewußten Wertungen und Vorurteile- überhaupt registriere.

LG peema
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Laleni am 21.01.2012, 18:11

darkwave hat geschrieben:
zuviel achtsamkeit wird doch irgendwann selber zu einem psychoknacks, wieso sollte man das den ganzen tag üben? am anfang meditiert man bewusst, dann unbewusst.

vermutlich sind die auswirkungen dieser dauerselbstbetrachtung noch nie wissenschaftlich analysiert worden, es ist aber offensichtlich das diese dauerkontrolle seltsame blüten treibt:

-verklemmtheit
-biederkeit
-übertriebene sensibiltät
-moralismus
-depressive verstimmungen
-latente aggression

man spielt nicht einfach mit der psyche, und schon gar nicht mit seinem umfeld.


Hallo Darkwave,

ich kenne mich noch nicht gut aus mit Buddhismus. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass "Achtsamkeit" irgendwie schädlich sein sollte. Alles was du oben erwähnst, erlebe ich hier fast täglich und die Leute sind keine Buddhisten und vollkommen "unachtsam" :? . Ich halte die Punkte daher für den "ganz normalen Wahnsinn" des Alltags. Wieso sollte der vor buddhistischen Gruppen Halt machen?

Ich schätze man kann das sehen wie beim Sport. Wenn man es damit übertreibt oder falsch übt, dann schadet man sich. Menschen mit Vorerkrankung sind sogar schon gestorben beim Sport. Kann man jetzt sagen, dass Sport schädlich ist? Sollen wir alle doch besser auf dem Sofa hocken bleiben und warten bis auch das letzte bisschen Kondition den Bach runter ist? Oder verbessert Sport (richtig ausgeführt und im individuell richtigen Maß) nicht doch die Lebensqualität?

Liebe Grüße!
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon mukti am 21.01.2012, 18:22

peema hat geschrieben:
Wir werten aber auch ständig, ohne dass uns dies bewußt ist, wenn wir nicht-achtsam durch den Alltag gehen. Achtsamkeit hat bei mir die Folge, dass ich diese -ansonsten unbewußten Wertungen und Vorurteile- überhaupt registriere.


Ja genau. Und durch das Bewusstwerden dieser Wertungen ändern sie sich oder fallen allmählich weg.

Zitat darkwave:

"ich habe mir diese sache sehr lange überlegt, zb. die reaktion auf die umwelt ist eigentlich unmittelbar, man reflektiert eigentlich nicht ständig sondern reagiert sofort.
was für eine gesellschaft entsteht wohl wenn jeder sich ständig überlegt ob er das jetzt darf oder nicht?"


Es ist eben wie peema beschreibt, man wird sich seiner unbewussten Wertungen bewusst, die sind dann gegenwärtig. Es ist kein langes Überlegen nötig ob sie heilsam oder unheilsam sind, das erfasst man in einem Augenblick, man lebt zunehmend bewusster, achtsamer.

Wenn jeder achtsam wäre dann würde also eine bessere Gesellschaft entstehen. Psychoknacks entsteht wegen Unachtsamkeit - durch unbewusste Wertung, die auf Assoziationen, Traumata, Begierden usw. beruht. Achtsamkeit heilt den Knacks.
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 21.01.2012, 18:36

Darkwave meinte aber eher die buddhistische Neurose, die intellektuelle Sackgasse, die Achtsamkeit als gesteigertes Verlangen sich selbst und sein Umfeld zu kontrollieren versteht.

Und trotzdem behaupte ich mal, dass dieses Stadium notwendig ist, erst muss man sich gründlich intellektuell verrennen um besser zu erkennen, was genau aufzugeben ist.

Gruß Roni
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon Roni am 21.01.2012, 18:41

mukti hat geschrieben:Wenn jeder achtsam wäre dann würde also eine bessere Gesellschaft entstehen. Psychoknacks entsteht wegen Unachtsamkeit - durch unbewusste Wertung, die auf Assoziationen, Traumata, Begierden usw. beruht. Achtsamkeit heilt den Knacks.

Wie durch einen Zufall bin ich gerade heute auf diese Datei gestossen-

http://www.arbor-verlag.de/files/9783924195540.pdf
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon sumedhâ am 21.01.2012, 19:01

Roni hat geschrieben:Wie durch einen Zufall bin ich gerade heute auf diese Datei gestossen-

http://www.arbor-verlag.de/files/9783924195540.pdf


sumedhâ dankt dem zufall :D
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Re: psychoknacks durch achtsamkeit?

Beitragvon mukti am 21.01.2012, 19:06

Roni hat geschrieben:Darkwave meinte aber eher die buddhistische Neurose, die intellektuelle Sackgasse, die Achtsamkeit als gesteigertes Verlangen sich selbst und sein Umfeld zu kontrollieren versteht.

Und trotzdem behaupte ich mal, dass dieses Stadium notwendig ist, erst muss man sich gründlich intellektuell verrennen um besser zu erkennen, was genau aufzugeben ist.

Gruß Roni


Naja man kann das buddhistische Neurose nennen, für mich ist das einfach nicht Achtsamkeit, weil die das Verlangen nach Kontrolle mit einschließt. Als Kontrollfreak hab ich keine rechte Achtsamkeit.

Wie gründlich das Verrennen da notwendig ist hängt von der individuellen Veranlagung ab, denk ich mal.
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