darkwave hat geschrieben:was für eine gesellschaft entsteht wohl wenn jeder sich ständig überlegt ob er das jetzt darf oder nicht?
Ach das verstehst du unter Achtsamkeit?

Moderator: Ji'un Ken
darkwave hat geschrieben:was für eine gesellschaft entsteht wohl wenn jeder sich ständig überlegt ob er das jetzt darf oder nicht?




Die Daoisten z. B. meditieren oder kontemplieren nicht ganz so streng, sie lieben es halt die Natur oder sich zu beobachten.
darkwave hat geschrieben:vermutlich sind die auswirkungen dieser dauerselbstbetrachtung noch nie wissenschaftlich analysiert worden, es ist aber offensichtlich das diese dauerkontrolle seltsame blüten treibt:
-verklemmtheit
-biederkeit
-übertriebene sensibiltät
-moralismus
-depressive verstimmungen
-latente aggression
verläuft aber der Prozess der Selbsttötung viel schneller. Würde man einen lieben Menschen mit all seinen tollen Erfahrungen, liebenswerten Assoziationen und perfekten Reaktionsweisen aus einem unmittelbaren, direkten Prozess ausschliessen wollen? Eben nicht. An so einem hält man fest.

darkwave hat geschrieben:was für eine gesellschaft entsteht wohl wenn jeder sich ständig überlegt ob er das jetzt darf oder nicht?
Du überlegst zuviel und sitzst eventuell zu wenig...

Mabuttar hat geschrieben:Ne man muss es ja nicht übertreiben einfach nur entspannt und in Ruhe sehen, was zu was führt und was von was abgelöst wird. ;) Die Daoisten z. B. meditieren oder kontemplieren nicht ganz so streng, sie lieben es halt die Natur oder sich zu beobachten.

Mirco hat geschrieben:Mabuttar hat geschrieben: Die Daoisten z. B. meditieren oder kontemplieren nicht ganz so streng, sie lieben es halt die Natur oder sich zu beobachten.
Ist die Frage, ob dies zur Einsicht in die Funktionsweise des Geistes führt.
Gruß

vermutlich sind die auswirkungen dieser dauerselbstbetrachtung noch nie wissenschaftlich analysiert worden, es ist aber offensichtlich das diese dauerkontrolle seltsame blüten treibt:


Erdmaus hat geschrieben:Ich halte es so, dass ich mir ab und zu mal Zeiten gönne wo ich einfach "abhänge" und einfach das mache worauf ich grade Bock habe. Ich glaube nicht, dass es gesund ist wie so ein Kontrollfreak abzugehen und es zu übertreiben. Natürlichkeit ist wichtig. Man sollte sich keinen Stress machen. ;)


Erdmaus hat geschrieben: Natürlichkeit ist wichtig. Man sollte sich keinen Stress machen.
Grüße
maus
TMingyur hat geschrieben:Welche Natur willst du denn schützen?
Hauptsache nen guten Charakter, was?
darkwave hat geschrieben:mausi ist und bleibt klassenbester
darkwave hat geschrieben:ganz anderst hier, ein fast hoffnungsloser fall, dogmatischer charakter
darkwave hat geschrieben:und was heisst wertungsfrei, das ist doch ein witz, hast du schon mal irgend jemanden einen ganzen tag wertungsfrei beobachtet, selbstbetrug!

darkwave hat geschrieben:Onyx9 hat geschrieben:Ich hatte einen Psychoknacks wegen falscher Achtsamkeit, falsch verstandener Praxis.
du hast es wenigstens gemerkt.
gruss zenbo
Onyx9 hat geschrieben:
Klar, volle Breitseite . Hab ich aber dadurch später alles besser verstanden.

Roni hat geschrieben:Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann, aber aus so einer Einbildung können sich jede Menge interessanter Verkündungen und sogar eine Vollzeitbeschäftigung ergeben, dann warum nicht.
Liebe Grüße Roni

Roni hat geschrieben:Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann
... was ist "leben"? und was "mathe"? Beides ein Spielfilm. Profan und materiell hergestellt - made in brain

darkwave hat geschrieben:leute
ich weiss was Achtsamkeit ist, ich beobachte meine gefühle seit vielen jahren. die behauptung ist, das DAUERNDE achtsamkeit zu massiven veränderungen des charakters fürhren muss, es ist ein ganz wesentlicher eingriff in die natur.
@charlie: das beobachten ist nur ein erster schritt, danach wird sich eine ganze kette von ereignissen vollziehen.
dauernde achtsamkeit auf den fluss der gedanken und gefühle ist ein ganz massiver eingriff in die psyche, vergleichbar mit einer operation, man ist sich ja ständig bewusst was man tut. wer so praktiziert, muss sich selber eingestehen das er sich ganz massiv unterscheidet von nichtreligiösen menschen.
gruss zenbo


Aber Neigungen wie Gier, Hass und Dummheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.
GaliDa68 hat geschrieben:Das würde bedeuten, es gibt EINE feststehende Natur der Dinge.
GaliDa68 hat geschrieben:Und wer definiert diese?
GaliDa68 hat geschrieben:Frage: Kann irgendwas außerhalb der Natur liegen? Auch die Atomexplosion ist Erscheinung der Natur. Deshalb denke ich, gibt es die Unterscheidung in "heilsam" und "unheilsam" und das Mitgefühl als Richtschnur.


Erdmaus hat geschrieben:Roni hat geschrieben:Man kann sich auch einbilden etwas besser zu verstehen, selbst wenn alles leer und es daher kaum etwas zu verstehen geben kann
Und was machst du grade? Wenn du das Gefühl hast etwas nicht besser zu verstehen als andere, dann würde es auch keinen Sinn machen mit anderen zu diskutieren. ^^
Erdmaus hat geschrieben:... was ist "leben"? und was "mathe"? Beides ein Spielfilm. Profan und materiell hergestellt - made in brain
Alles was wir hier im Forum posten ist "made in brain". Wenn diese Gedanken so sinnfrei sind, warum äußerst du sie dann? Da gibt es doch sicherlich einen Grund. ^^
Das Unerschaffene Element (asankhata-dhātu = Nirwahn [ist] in den Geistobjekten eingeschlossen

nibbuti hat geschrieben:Hi Dark Wave
Echte Achtsamkeit ist kein Eingriff in die Natur.
Aber Neigungen wie Gier, Hass und Unwissenheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.
Achtsamkeit richtig angewandt verursacht das Beenden schädlicher Neigungen. Das hat keinen Psychoknacks zur Folge, sondern ein Loslassen und dankbare Ausgeglichenheit. Dazu braucht es aber Einsicht in die Natur des Geistes, die im obigen Text nicht vorhanden ist.
Glaubst du wirklich zu wissen was Achtsamkeit ist?
darkwave hat geschrieben:nibbuti hat geschrieben:Hi Dark Wave
Echte Achtsamkeit ist kein Eingriff in die Natur.
Aber Neigungen wie Gier, Hass und Unwissenheit sind störende Eingriffe in die Natur der Dinge.
Achtsamkeit richtig angewandt verursacht das Beenden schädlicher Neigungen. Das hat keinen Psychoknacks zur Folge, sondern ein Loslassen und dankbare Ausgeglichenheit. Dazu braucht es aber Einsicht in die Natur des Geistes, die im obigen Text nicht vorhanden ist.
Glaubst du wirklich zu wissen was Achtsamkeit ist?
ja ich denke schon, ich bin übrigens nicht pauschal gegen achtsamkeit, aber auch wenn du im ersten moment nichts tust, die wertung des beobachteten folgt auf der hand, oder?
gruss zenbo

darkwave hat geschrieben:
zuviel achtsamkeit wird doch irgendwann selber zu einem psychoknacks, wieso sollte man das den ganzen tag üben? am anfang meditiert man bewusst, dann unbewusst.
vermutlich sind die auswirkungen dieser dauerselbstbetrachtung noch nie wissenschaftlich analysiert worden, es ist aber offensichtlich das diese dauerkontrolle seltsame blüten treibt:
-verklemmtheit
-biederkeit
-übertriebene sensibiltät
-moralismus
-depressive verstimmungen
-latente aggression
man spielt nicht einfach mit der psyche, und schon gar nicht mit seinem umfeld.
. Ich halte die Punkte daher für den "ganz normalen Wahnsinn" des Alltags. Wieso sollte der vor buddhistischen Gruppen Halt machen? 
peema hat geschrieben:
Wir werten aber auch ständig, ohne dass uns dies bewußt ist, wenn wir nicht-achtsam durch den Alltag gehen. Achtsamkeit hat bei mir die Folge, dass ich diese -ansonsten unbewußten Wertungen und Vorurteile- überhaupt registriere.


mukti hat geschrieben:Wenn jeder achtsam wäre dann würde also eine bessere Gesellschaft entstehen. Psychoknacks entsteht wegen Unachtsamkeit - durch unbewusste Wertung, die auf Assoziationen, Traumata, Begierden usw. beruht. Achtsamkeit heilt den Knacks.

Roni hat geschrieben:Wie durch einen Zufall bin ich gerade heute auf diese Datei gestossen-
http://www.arbor-verlag.de/files/9783924195540.pdf

Roni hat geschrieben:Darkwave meinte aber eher die buddhistische Neurose, die intellektuelle Sackgasse, die Achtsamkeit als gesteigertes Verlangen sich selbst und sein Umfeld zu kontrollieren versteht.
Und trotzdem behaupte ich mal, dass dieses Stadium notwendig ist, erst muss man sich gründlich intellektuell verrennen um besser zu erkennen, was genau aufzugeben ist.
Gruß Roni

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