Für ein Kind bedeutet geliebt zu werden, in einem Zustand zu sein, wo man ganz angenommen wird und ganz annehmen kann. Also ist "Liebe" zunächst eine ganz enge,gelungen Verbindung mit der Welt. Wo man nicht braucht und nichts begehrt. Aber insofern sich an diesen Zustand Bedingungen heften, ist Liebe schon bald mit Begehren nach bestimmten Zuständen und Personen(Milchflasche, Mama) verknüpft. An Begehren und Abneigung.
Wenn "Liebe" das Begehren bedeutet, also das Gefühl ohne etwas nicht glücklich sein zu können, dann ist Liebe etwas, was in all den Situationen, wo Wunsch und Wirklichkeit nicht übereinstimmen, traurig und unglücklich macht. Bedeutet Liebe alle möglichen Situationen annehmen und in ihnen glücklich sein zu können, dann ist es nichts zu Überwindendes.
Askan hat geschrieben:IIch versuche manchmal den Weg der Gefühlslosigkeit zu gehen.
Ich muss aber sagen, dass es so gar keine Früchte trägt.
Gefühlslosigkeit oder Wahrnehmung ohne Liebe (Unterdrückung der Gefühle) muss ich mit Stillstand gleichsetzen.
Ich meine hierbei dass rationale Negieren jeglich aufkommender Emotionen und Gedanken.
Achtsamkeit bedeutet angesichts dem was auftaucht, heiter und freundlich zu sein. Angesichts von allem was auftaucht kalt, mitleidlos und unbewegt zu sein, ist nur dann eine hervorragende Praxis wenn man anstrebt zu einem Darth Vader zu werden. Wenn man plant, zu einem möglichst maschinenartig reagiernden Wesen, das alles Menschliche in sich unterdrückt, hat, sind Stillstand und Erstarrung genau die Früchte die zu ernten man erwarten kann. Das Annehmen von Gefühlen verhält sich zum Unterdrücken von Gefühlen in einem ähnlichen Aussmass wie die Art in der eine Blumenwiese von Schmetterling bzw. Planierraupe angegangen wird.


. Also eine gewisse Distanz zu den eigenen Gefühlen zu entwickeln anstatt sich völlig von ihnen auffressen zu lassen oder sie auch einmal sachlich mit etwas Abstand betrachten und erkennen, dass man überreagiert hat. Was allerdings voraussetzt, dass man sich der eigenen Gefühle und der eigenen Verantwortung für diese Gefühle bewusst ist.
. Aber Liebe wird vielleicht auch oft verwechselt. Liebe ich wirklich den anderen oder brauche ich ihn, damit er meine Bedürfnisse befriedigt?
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. Wobei es eigentlich ein Ent-Lernen ist, genauso wie ein Ent-Wöhnen. Es ist ein langer Weg, doch jeder Schritt lohnt.
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