Das ganze ist etwas indifferent.
Es gibt Lehrreden, wo der Buddha sagt, dass man hinschauen soll
wer der Gaben würdig ist, also die Person anschauen und auf der anderen Seite gibt es Lehrreden wo gesagt wird, dass man ohne Anhaftung einfach geben soll, da es dem ganzen Sangha zugute kommt.
Allgemein gilt deshalb, dass man der Sangha (der Robe) gibt und nicht dem einzelnen Ordinierten, da dieser sowieso keinen Besitz haben darf. Gibt man die 4 Erfordernissse einem Ordinierten, hilft man der ganzen Sangha.
Üblich ist es, dass der Ordinierte, wenn er auf Pindapāta (Almosengang) geht den Blick gesenkt hält und keinen direkten (Augen-) Kontakt mit dem "Geber" aufnimmt. Das ab-Geben an sich ist verdienstvoll. Lehrt es doch los lassen und Freigibigkeit, unabhängig von der Person der gegeben wird. Ohne Forderungen an die Person zu stellen. Es ist eine Übung die eigene Gier zu überwinden. Und darum spricht man davon, dass man der Robe (dem Sangha) spendet, aber nicht der Person die drin steckt.
Dann gibt es noch eine Lehrrede, wo der Buddha sagt, je weiter fortgeschritten der Ordinierte ist, desto verdienstvoller für den Geber.
Dies hat im Laufe der Zeit aber dazu geführt, dass zum Beispiel in Thailand möglichst jedes Kloster einen Arahant haben muss, damit die Versorgung gesichert ist.
Für Deutschland gilt aus meiner Sicht:
Hinschauen wem man gibt, möchte man nicht jede "Sekte" füttern, die nur auf Gewinn aus ist.
Dazu bedarf es aber eigenes Wissen, über das was der Buddha lehrte. Nicht in jeder Robe steckt ein (buddhistischer) Mönch drin.
Meist sind es die Leisen, die mehr für die Allgemeinheit und dem Dhamma tun als die Lauten.
Aber diesen wird selten gegeben.
Warum wird jemand Mönch oder Nonne.
Derjenige hat das Ziel Nibbana. Um das verwirklichen zu können, muss mit dem Weltlichen abgeschlossen werden.
Abgeschiedenheit und Ruhe für Meditation und Studien sind da vonnöten. Sozialarbeit oder sonstiges würden den Geist nur unruhig werden lassen.
Was ich nicht verstehe. Auf der einen Seite werden Lehrer gesucht, die möglichst verwirklicht sind und auf der anderen Seite ist man aber nicht bereit dies zu fördern, bzw. es anderen zu gönnen, dass sie diesen Weg gehen können, indem man dies durch Dana ermöglicht.
Von nichts kommt nichts.
Auch wurde hier das Thema "Bücher" angesprochen. Habt ihr ne Ahnung wie lange man an einer Übersetzung sitzt? Teilweise Jahre.
Dazu gehört Recherche, Fachwissen, eigene Erkenntnisse und so weiter.
Das macht man nicht eben mal so am Feierabend oder am Wochenende.
Damit wir Dhamma Bücher in unsere Sprache zugänglich haben, müssen diese Leute unterstützt werden.
Wer denkt aber darüber nach, wenn er mal wieder einen Text aus dem Netzt saugt?
Derjenige der es rein gesetzt hat, hat es ja als Dana gegeben.
Die ganze Sache funktioniert aber nur bei Wechselseitigkeit.
Dem einen wird gegeben um selber zu studieren und "an sich zu arbeiten". Dadurch wird er in der Lage sein, die Lehre zu erhalten und zu unser aller Nutzen weiter zu geben.
Und was gibt es besseres, egal wo man steht im Leben, als vom Dhamma zu hören oder zu lesen, damit man selber zur eigenen Leidbefreiung streben kann und damit auch wieder für die Anderen hilfreich werden kann.
Zum Thema Vinaya:
Eben, dass nicht mehr für wichtig erachten des Vinayas, führt zu den Auswüchsen die wir auf der ganzen Welt beobachten können. Eine Reform des Vinaya ist mit Sicherheit vonnöten. Aber wie soll die aussehen? Was sind die weniger wichtigen Regeln, die sein gelassen werden können? Leider hat schon Ananda versäumt dies zu erfragen.
Je näher dran am Vinaya der Ordinierte ist, desto sauberer ist die ganze Sache für den Dhanageber und -"nehmer".
Meine Meinung. Dann braucht man sich auch kaum Gedanken machen, dass da sich nur jemand bereichern möchte
oder sich im Sangha nur "wohlfühlen" möchte, seinen eigenen Dünkel füttern möchte, einfach nur ein Schmarotzer ist.