Alexithymiker der Superbuddhist ?

Allgemeine Diskussion über die buddhistische Lehre

Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon Mirco am 09.03.2012, 00:43

Maybe Buddha hat geschrieben:
Mirco hat geschrieben:
Maybe Buddha hat geschrieben:Bei diesen beiden (upādāna, taṇha) ist es eigentlich völig egal was davon zuerst
kommt, denn dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen...

Das hat den Vorteil, das man es jederzeit wieder rausholen kann. In dem Moment damit aufhöhren, wenn man es bemerkt.
Gruß :-)
Ja, aber muss dann schon bei Kontakt oder Gefühl geschehen, sonst ist es zu spät...

Zu spät wofür? Zum Aufhören ist es nie zu spät. Loslassen ist in diesem Zusammenhang, immer gut, egal an welcher Stelle.
:-)
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon Maybe Buddha am 09.03.2012, 01:34

zu spät um das daraus entstehende dukkha zu verhindern...
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon Mirco am 09.03.2012, 12:31

Maybe Buddha hat geschrieben:zu spät um das daraus entstehende dukkha zu verhindern...

Ja, und auch aus dem kann man dann jederzeit aussteigen. Das ist doch das wunderbare.

:-)
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon Maybe Buddha am 09.03.2012, 13:11

Mirco hat geschrieben:
Maybe Buddha hat geschrieben:zu spät um das daraus entstehende dukkha zu verhindern...

Ja, und auch aus dem kann man dann jederzeit aussteigen. Das ist doch das wunderbare.

:-)
Aber wenn du erstmal Dukkha erleidest, erleidest du Dukkha. Dann kann man wieder versuchen nicht wieder mehr Dukkha zu erzeugen, da haste recht. Aber wenn die Lawine am rollen ist kannst du sie nicht mehr aufhalten. Du kannst dann nur durch Achtsamkeit verhindern weitere Lawinen auszulösen...
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon GaliDa68 am 09.03.2012, 14:22

Die Lawine rollt immer. Da ist niemand, der was aufhalten muss.
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon Maybe Buddha am 09.03.2012, 15:26

GaliDa68 hat geschrieben:Die Lawine rollt immer. Da ist niemand, der was aufhalten muss.

Dukkha ist also unaufhaltbar...?
Ich habe deine Einstellung zum "Leben" schon mitbekommen. Du glaubst nicht an Erleuchtung oder dergleichen, nur das man mit den Dingen die kommen bestmöglich umgehen muss indem man sie hinnimmt. Korrigier mich bitte wenn ich deine Ansicht falsch darstelle.

Falls es so ist bin ich nicht deiner Auffassung.

Das da niemand ist, ist klar. Aber die Illusion des "Selbst" verursacht ständig neue Lawinen. Verschwindet die Illusion, verschwindet auch die Lawine...
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon Mirco am 10.03.2012, 08:07

Maybe Buddha hat geschrieben:
Mirco hat geschrieben:
Maybe Buddha hat geschrieben:zu spät um das daraus entstehende dukkha zu verhindern...

Ja, und auch aus dem kann man dann jederzeit aussteigen. Das ist doch das wunderbare. :-)
Aber wenn du erstmal Dukkha erleidest, erleidest du Dukkha. Dann kann man wieder versuchen nicht wieder mehr Dukkha zu erzeugen, da haste recht. Aber wenn die Lawine am rollen ist kannst du sie nicht mehr aufhalten. Du kannst dann nur durch Achtsamkeit verhindern weitere Lawinen auszulösen...

Wenn ich aus unheilsamen Taten (geistig, körperlich, sprachlich) aussteige, steige ich aus dem Leid aus.

Was da vorher an "Lawinen" wie Du es bezeichnest, losgetreten wurde, darauf habe ich keinen Einfluß, das liegt nicht in meinem Wirkungsbereich.

Ich kann an erster Stelle und immer nur direkt und aktiv sofort im hier und jetzt mein Leid verändern.

Gruß :)

P.S.: Natürlich ist es meine Aufgabe, Anderen zu helfen und ihr Leid zu verringern,
sofern kein Schaden für niemanden, also auch nicht für mich, dadurch entsteht.
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Re: Alexithymiker der Superbuddhist ?

Beitragvon simak am 10.03.2012, 10:58

Bakram hat geschrieben:ich frage mich gerade ob ein Alexithymiker womöglich bessere Voraussetzungen hat um Arhat zu sein. "Gefühlsblind" zu seint scheint doch ungeheuer hilfreich um buddhistische Ideale zu verwirklichen: frei von störenden Emotionen: Liebe nicht, hasse nicht etc...


Ich habe mir kürzlich eine ähnliche Frage gestellt, nämlich wie sich organische Anomalien am Gehirn (Schlaganfall, Unfall, Tumore... ) auf das Empfinden von dukkha und die Möglichkeit sich davon zu befreien auswirken. Desgleichen schwere Geisteskrankheiten (Schizophrenie, Psychosen,... ). Ich vermute, dass sich Menschen deren skandhas funktional wesentlich vom 'gesunden Normalmenschen' abweichen nicht zur 'Zielgruppe' der Lehre Buddha Shakyamunis von der Überwindung des Leidens gehörten. Was nicht heißen soll, dass diese Menschen kein dukkha erfahren oder sich nicht davon befreien können, sondern nur, dass sich die Lehre nicht eins-zu-eins auf sie bzw. von ihnen anwenden lässt.

Außerdem denke ich, dass 'Superbuddhist' zu sein am eigentlichen Ziel vorbei geht. Da wird, um im bekannten Bild zu bleiben, die Frage, wer der beste Floßfahrer ist verwechselt mit der Frage, wie es jemandem gelingt ans andere Ufer zu gelangen.

Und ich frage mich, ob Arhat sein nicht eine zu verdinglichte Sicht ist. Auch ein Arhat kann doch nur bedingt enstehen und ich kann mir nicht vorstellen, dass Alexithymie eine förderliche Voraussetzung im paticca-samuppāda eines Arhat ist.

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