das spirituelle ego

Moderator: malsehen

Re: das spirituelle ego

Beitragvon Bambus am 03.01.2012, 13:52

monikamarie hat geschrieben:und ist auch völlig nutzlos. Aber es war ein gutes Beispiel, wie Ego so funktioniert.


Ja, ein gutes Beispiel für Ego. Aber hat Maus behauptet keines zu sein?

Nutzlos würde ich das nun nicht bezeichnen. Der Nutzen für den Leser hängt von seinem Wissen/Erkenntnisstand ab. Was für den einen nutzlos zu sein mag ist für den anderen unschätzbar wichtig. Insbesondere hier im Bereich Philosophie empfinde ich den Beitrag als Bereicherung.

Oder habe ich etwas übersehen und Du oder nibutti haben etwas in der Sache gegen Mausis Beitrag einzuwenden? Schreibt er irgendwo die Unwahrheit in seinem Beitrag? Gibt es einen Ansatz zur sachlichen Kritik?

Na gut,

Es ist prinzipiell oft ein Leichtes einen gestandenen Buddhisten aus der Reserve zu locken und emotional deutlich zu erregen.


das würde ich gerne mal auf einen versuch ankommen lassen :mrgreen: Obwohl mich selber als gestandenen Buddhisten zu bezeichnen wäre etwas vermessen um nicht zu sagen Ego pur :D
Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon Erdmaus am 03.01.2012, 14:08

Dies ist ein Gulasch aus belanglosen Klischees


Diese Metapher aus dem kulinarischen Sektor muss ich mir merken. :)

Die Probleme die du nennst sind lange bekannt und kratzen nur an der Oberfläche.


Ich bezweifel, dass diese Probleme unbedeutend sind und nur die Oberfläche betreffen. Womöglich handelt es sich sogar um eines der größten Hindernisse überhaupt. Es handelt sich schließlich um die Anhaftung und der Buddha hat selbige nicht als belangloses Problem deklariert, sondern als tiefgreifendes Hinderniss. Da es sich obendrein um eine sehr komplikationsreiche Anhaftung handelt, sollte man dieses Problem durchaus ernst nehmen. Wenn ich beispielsweise daran anhafte mir jeden Morgen einen Kaffee zu machen, dann könnte man das oberflächlich nennen. Wenn jedoch eine ganze Weltanschauung und die Religion zu der ich gehöre zu einem Anhaftungsobjekt wird, dann haben wir es mit einem ganz anderen Kaliber zu tun. ;)

Zur Aussage, dass diese Probleme lange bekannt sind: Die komplette buddhistische Lehre ist seit langem bekannt. Das macht sie deshalb doch nicht zu etwas Oberflächlichem oder Nebensächlichem. Die Dauer der Bekanntheit von etwas ist also überhaupt kein Argument.

Es ist so 'provozierend' wie ein Kind das versucht erwachsen zu wirken.


Demgemäß wäre es durchaus bedenklich, wenn so viele Buddhisten sich von der Rethorik eines Kindes provozieren lassen? Andererseits ist ein Forum sicherlich kein geeigneter Ort um eine representative Übersicht über die Verhaltensweisen von Buddhisten zu erhalten (Es wäre zu begrüßen, wenn meine Beobachtung lediglich auf selektiver Warnehmung basiert ). Ich mache halt immer wieder quer durch alle Religionszugehörigkeiten die Beobachtung, dass sich deren Vertreter (teilweise) äußerst leicht in eine Verteidigungshaltung hineindrängen lassen.
Ich finde das wäre gar nicht nötig! Es gibt aber selbstverständlich auch gelassene Leute, die einfach locker über alles sprechen können.

Ich halte dich zum Beispiel für einen lockeren Typen, der souverän seine Ansichten vertritt. Das man sich ab und zu mal einen klaren Spruch vor den Latz knallt finde ich okay (bezugnehmend auf den Gulasch Spruch). Das mache ich ja auch teilweise so. Wichtig ist mir ledglich, dass man auch wieder auf eine gute Diskussionsbasis zurückfindet und Anknüpfungspunkte schafft.

So krass wie nibbuti wollt ich das nicht ausdrücken, aber es geht wirklich an dem, was ich unter Dhamma verstehe, weit vorbei


Ich habe nirgendwo den Anspruch erhoben "Dhammatalk" zu betreiben. Wir sind hier ohnehin im Philosophiebereich unterwegs. Hier darf man ruhig mal seine Buddhistenbrille abnehmen. Zudem geht es ja nicht darum was du unter Dhamma verstehst,sondern was darunter verstanden werden kann und wie sich dann subtile Ego-Mechanismen etablieren können. :)

das würde ich gerne mal auf einen versuch ankommen lassen :mrgreen: Obwohl mich selber als gestandenen Buddhisten zu bezeichnen wäre etwas vermessen um nicht zu sagen Ego pur :D


Ich will diese Provokationssache jetzt auch nicht auf die Spitze treiben. Ich verstehe mich nicht als Troll, der dauernd Leute provozieren will. Ich bin auch bereit mir selber mal an die Nase zu fassen und auf Kritik einzugehen. Ich schreibe mit 100% Sicherheit ab und zu mal Unsinn, auf den auch hingewiesen werden sollte. Einzige Forderung: Argumentation.

lg
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon Giraffe am 03.01.2012, 14:10

wusheng hat geschrieben:Das Wort des Tages ist für mich "Selbstvertrauen", ist heut schon in 2 Threads verwendet worden. Mein Tipp: Das Wort "Selbstvertrauen" sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was mag es für uns selbst bedeuten auf einem Wege des spirituellen Wachstums. Aber vielleicht hat dies "spirituelle Selbstvertrauen" für Zenies + Chan-ies auch einen besonderen Stellenwert.
Gruß,
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Dazu denke ich, dass ohne Selbstvertrauen, ein spiritueller Weg kaum zu gehen sein dürfte. Wenn man doch kein Selbstvertrauen hat, hat man auch kein Vertrauen in anderes - oder denk ich da zu kurz?
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon monikamarie am 03.01.2012, 14:33

Giraffe hat geschrieben:
wusheng hat geschrieben:Das Wort des Tages ist für mich "Selbstvertrauen", ist heut schon in 2 Threads verwendet worden. Mein Tipp: Das Wort "Selbstvertrauen" sollte man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was mag es für uns selbst bedeuten auf einem Wege des spirituellen Wachstums. Aber vielleicht hat dies "spirituelle Selbstvertrauen" für Zenies + Chan-ies auch einen besonderen Stellenwert.
Gruß,
Wusheng



Dazu denke ich, dass ohne Selbstvertrauen, ein spiritueller Weg kaum zu gehen sein dürfte. Wenn man doch kein Selbstvertrauen hat, hat man auch kein Vertrauen in anderes - oder denk ich da zu kurz?


Och, ich hatte noch nicht sehr viel (gesundes) Selbst-Vertrauen, bevor ich das überhaupt erkannte, dennoch befand ich mich mindestens seit der Schulzeit - mit Unterbrechungen - auf der spirituellen Suche. Das wirkliche Vertrauen entstand bewusst erst Jahrzehnte später.
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon monikamarie am 03.01.2012, 14:37

Erdmaus hat geschrieben:Ich bezweifel, dass diese Probleme unbedeutend sind und nur die Oberfläche betreffen. Womöglich handelt es sich sogar um eines der größten Hindernisse überhaupt. Es handelt sich schließlich um die Anhaftung und der Buddha hat selbige nicht als belangloses Problem deklariert, sondern als tiefgreifendes Hinderniss. Da es sich obendrein um eine sehr komplikationsreiche Anhaftung handelt, sollte man dieses Problem durchaus ernst nehmen. Wenn ich beispielsweise daran anhafte mir jeden Morgen einen Kaffee zu machen, dann könnte man das oberflächlich nennen. Wenn jedoch eine ganze Weltanschauung und die Religion zu der ich gehöre zu einem Anhaftungsobjekt wird, dann haben wir es mit einem ganz anderen Kaliber zu tun. ;)


Na, jetzt gehst Du ja doch ein wenig tiefer. So kann ich dem auch zustimmen.


(Es wäre zu begrüßen, wenn meine Beobachtung lediglich auf selektiver Warnehmung basiert ). Ich mache halt immer wieder quer durch alle Religionszugehörigkeiten die Beobachtung, dass sich deren Vertreter (teilweise) äußerst leicht in eine Verteidigungshaltung hineindrängen lassen.
Ich finde das wäre gar nicht nötig! Es gibt aber selbstverständlich auch gelassene Leute, die einfach locker über alles sprechen können.


Ja, wenn ich Dir gegenübersäße, würde ich Dich sicher besser verstehen. :wink:

Ich habe nirgendwo den Anspruch erhoben "Dhammatalk" zu betreiben. Wir sind hier ohnehin im Philosophiebereich unterwegs. Hier darf man ruhig mal seine Buddhistenbrille abnehmen. Zudem geht es ja nicht darum was du unter Dhamma verstehst,sondern was darunter verstanden werden kann und wie sich dann subtile Ego-Mechanismen etablieren können. :)


Ja, da hast Du Recht. :D

_()_ Monika
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon Erdmaus am 03.01.2012, 14:48

Na, jetzt gehst Du ja doch ein wenig tiefer.


Ich wiederhole mich lediglich. Ich habe doch im vorhergehenden Beitrag deutlich gemacht, dass eine Religion und die damit zusammenhängenden Ansichten und Anschuungen zu einem Ego-Problem werden können. Genau das Gleiche habe ich nochmal wiederholt. Neues habe ich nicht gesagt. Wenn ich mich so undeutlich ausdrücke, bitte ich um Hinweise. Es kann ja durchaus sein, dass ich unverständlich oder undeutlich schreibe.

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Re: das spirituelle ego

Beitragvon monikamarie am 03.01.2012, 15:31

Erdmaus hat geschrieben:
Na, jetzt gehst Du ja doch ein wenig tiefer.


Ich wiederhole mich lediglich. Ich habe doch im vorhergehenden Beitrag deutlich gemacht, dass eine Religion und die damit zusammenhängenden Ansichten und Anschuungen zu einem Ego-Problem werden können. Genau das Gleiche habe ich nochmal wiederholt. Neues habe ich nicht gesagt. Wenn ich mich so undeutlich ausdrücke, bitte ich um Hinweise. Es kann ja durchaus sein, dass ich unverständlich oder undeutlich schreibe.

lg
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Entschuldige, Erdmaus, wahrscheinlich bin ich nicht aufmerksam genug oder einfach nur voreingenommen. Das liegt an meinem Ego :wink: .
_()_ Monika
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon Kali999 am 03.01.2012, 20:06

die frage wurde falsch gestellt.

spirituelles ego, was soll das sein?

spirituelles "ich"? kenne ich und ist bewiesen, jeder mensch kann es "kennenlernen" wenn er das verbotene wissen dazu kennt...

wer sich selbst grenzen setzt, wird niemals über diese hinaus kommen...

das menschliche ego in die transendente ebene zu erheben ist nicht möglich. sein kosmisches "ich" zu entdecken ist wohl möglich.

hat man sein kosmisches ich entdeckt, und dessen sichtweise in den körper gelassen, lernt man und sieht man viele dinge anders...
das wissen was daraus erformt hat bestand in dieser realität.

buddha hat es geschafft, sein kosmisches ich, als zentrum seiner existenz zu setzen, das ergebnis was verblüffend und liess viele fragen offen die der absolute dann beantwortete..

während ich nur durch das dritte auge sehe hat er es in meinerm ateriellen realität manifestiert... wow

was für ein wissen oder dnekstruktur hat ihm das ermöglicht? wieso sollte ich das nicht auch schaffen? oder ihr..
Die Suche missglückt, wenn du wirklich meinst, dass du suchen müsstest,
das ist der Trick, wir sind ungetrennt von dem Schmerz der Anderen
Du hast es geblickt und jetzt beginnt es langsam in dein Herz zu wandern...
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon Kali999 am 03.01.2012, 20:08

Erdmaus hat geschrieben:
Na, jetzt gehst Du ja doch ein wenig tiefer.


Ich wiederhole mich lediglich. Ich habe doch im vorhergehenden Beitrag deutlich gemacht, dass eine Religion und die damit zusammenhängenden Ansichten und Anschuungen zu einem Ego-Problem werden können. Genau das Gleiche habe ich nochmal wiederholt. Neues habe ich nicht gesagt. Wenn ich mich so undeutlich ausdrücke, bitte ich um Hinweise. Es kann ja durchaus sein, dass ich unverständlich oder undeutlich schreibe.

lg
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im keinen fall, dein schreiben ist logisch und ersichtlich wie überschaubar...

deute nur bei wiederholungen an das du "wiederholst" und dann interveniert dir keiner mehr ;*
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon sumedhâ am 03.01.2012, 20:10

Kali999 hat geschrieben:die frage wurde falsch gestellt.

spirituelles ego, was soll das sein?

spirituelles "ich"? kenne ich und ist bewiesen, jeder mensch kann es "kennenlernen" wenn er das verbotene wissen dazu kennt...

wer sich selbst grenzen setzt, wird niemals über diese hinaus kommen...

das menschliche ego in die transendente ebene zu erheben ist nicht möglich. sein kosmisches "ich" zu entdecken ist wohl möglich.

hat man sein kosmisches ich entdeckt, und dessen sichtweise in den körper gelassen, lernt man und sieht man viele dinge anders...
das wissen was daraus erformt hat bestand in dieser realität.

buddha hat es geschafft, sein kosmisches ich, als zentrum seiner existenz zu setzen, das ergebnis was verblüffend und liess viele fragen offen die der absolute dann beantwortete..

während ich nur durch das dritte auge sehe hat er es in meinerm ateriellen realität manifestiert... wow

was für ein wissen oder dnekstruktur hat ihm das ermöglicht? wieso sollte ich das nicht auch schaffen? oder ihr..


hallo Kali,

darf ich nach der quelle fragen aus der dieses wissen kommt?
Danke _()_
sumedhâ
 

Re: das spirituelle ego

Beitragvon Kali999 am 03.01.2012, 21:26

sumedhâ hat geschrieben:
Kali999 hat geschrieben:die frage wurde falsch gestellt.

spirituelles ego, was soll das sein?

spirituelles "ich"? kenne ich und ist bewiesen, jeder mensch kann es "kennenlernen" wenn er das verbotene wissen dazu kennt...

wer sich selbst grenzen setzt, wird niemals über diese hinaus kommen...

das menschliche ego in die transendente ebene zu erheben ist nicht möglich. sein kosmisches "ich" zu entdecken ist wohl möglich.

hat man sein kosmisches ich entdeckt, und dessen sichtweise in den körper gelassen, lernt man und sieht man viele dinge anders...
das wissen was daraus erformt hat bestand in dieser realität.

buddha hat es geschafft, sein kosmisches ich, als zentrum seiner existenz zu setzen, das ergebnis was verblüffend und liess viele fragen offen die der absolute dann beantwortete..

während ich nur durch das dritte auge sehe hat er es in meinerm ateriellen realität manifestiert... wow

was für ein wissen oder dnekstruktur hat ihm das ermöglicht? wieso sollte ich das nicht auch schaffen? oder ihr..


hallo Kali,

darf ich nach der quelle fragen aus der dieses wissen kommt?
Danke _()_

wenn logik eine quelle besitzt, will ich in ihr baden.

bevor man sein ego als konzept entlarvt und seiner mit der realität bedingte strebung nach glück interveniert verformt und abfallen lässt gelangt man auf eine erkenntnis ebene auf ein bewusssein, das hauptsächlich davon geprägt ist vom wissen das alle lebewesen ungetrennt von einander sind.

hat man sein drittes auge erstmal öffnen können entdeckt man, das es mehr wissen gibt und neues wissen was man selbst erformt aus eigenerkenntnissen.

diese besonderen menschen können dann den achtfachen pfad sehr leicht gehen, doch bevor sie das anstreben, sollten sie ihr ego abwerfen, weil es nur unnutzen bringt

edit: sry mit drittes auge ist das kosmische ich gemeint das ungetrennt auf beider seiten koexistiert
einerseits auf der transendenten ebene wo es ewig scheint, und anderer seit in der realität die dir dein menschliches auge versucht vorzugaukeln und dessen vorhang du vielleicht jetz lüftest oder in deiner meditation...

namaste
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon Bakram am 04.01.2012, 01:01

Meine liebe Freunde

Immer gleich von einem Extrem ins andere. :lol: Macht mir nichts aus,muss nur *schmunzeln

Im Schnitt ergäbe es womöglich ein schöner Mittelweg.

Gruss Bakram
"Der höchste Weg ist nicht schwer, nur ohne Wahl. Hasse nicht, liebe nicht, und es ist klar und eindeutig"
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon karmahain am 20.03.2012, 22:26

Zum spirituellen ego fällt mir folgendes Zitat ein "wenn du glaubst Du seist erleuchtet, dann verbringe eine Woche mit deinen Eltern" .
alle spirtuellen Lehren sind letzlich meistens für besonders große Egos gemacht. Es gibt ein Ziel, das nennen dann viele Erleuchtung und das Ego schnappt zu und sagt, na klar ich bin ja viel besser als die anderen, dass bekomme ich hin und die anderen nicht und auch noch viel schneller. Letzlich geht es darum das ego nicht als Feind zu sehen sondern als Treibstoff zur entwicklung. Wer das Ego als schlecht bezeichnet ist noch in der dualität gefangen. Wer es als Treibstoff nutzt, der braucht es bald nicht mehr da er bald lernt auf regenerative Energien umzusteigen.
karmahain
 

Re: das spirituelle ego

Beitragvon sumedhâ am 21.03.2012, 10:20

die subtielste und "gefährlichste" falle von "spirituel" wandelnden menschen......
.
sumedhâ
 

Re: das spirituelle ego

Beitragvon void am 21.03.2012, 10:33

Für mich ist Buddha jemand, der aus dem Ponyhof der gesicherten Privilegien ausbrach und sich der Realität und dem Leid stellte. Buddhismus kann aber auch zum gegenteiligen Zweck missbraucht werden, aus der leidvollen Realität in angenehme Geisteszustände zu fliehen. Und das dann auch noch für Dharma zu halten.

Sucht entsteht, wenn man etwas gefunden hat, zu dem man bei allen Problemen greifen kann. Man fühlt sich überfordert und unglücklich und greift nach der Flasche oder der Pillenschachtel. Marx meinte Religion sei Opium für das Volk. William Burroughs äußerte mal die Meinung ein Buddha sei jemand, der quasi seinen Opiat-Dealer im Kopf habe. Buddhimus scheint so als eine Methode um von der Welt und ihren Problemen unabhängig werden zu können. Alles Probleme an sich vorbeiziehen lassen zu können, und selig dabil lächelnd das Glück in sich selber suchen. Zu so einer Haltung kommt man, wenn den Dharma zwar als Gegenmittel für alle möglichen Anhaftungen verwendet, dann aber selbst an einer bestimmten Vorstellung und Praxis anzuhaftet. Und zwar solchen, die es einem ermöglichen Distanz zu Welt aufzubauen und sich
auf einem bestimmten geistigen Plateau ein Wolkekuckuckshheim zu bauen.

Das bringt eine grosse Erleichterung mit sich, da man dem Glück nicht mehr im Aussen nachjagen muss und quasi die Lösung für alle Probleme hat. Wo sich andere um die Beseitigung sozialer Probleme sorgen und andere gegen Rassismus, Ökokatstrophe und Verfall kämpfen kann sind die inneren Aussteiger unbetroffen. Der Crack-Raucher steckt sich ein Pfeifachen an, der islamische Fundamentalist denkt an seine Jungfrauen im Paradies und der Buddhist hüpf auf sein Meditationskissen. Im Gegensatz zum Crackraucher und zum Islamisten befindet sich der Buddhist auch nocht in einer intektuell überlegenen Problem. Alles anderen sind and ihren Problemen selbst schuld weil sie an ihrgendetwas anhaften (und sollen halt an ihrer Wahrnehmung arbeiten, damit sie es auch so lauschig haben) Nur er selbst habe das alles natürlich durchschaut und könnte nun in saften Geistezuständen sein nicht-existentes Ego schaukeln.
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void
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Re: das spirituelle ego

Beitragvon darkwave am 21.03.2012, 12:38

void hat geschrieben:
Das bringt eine grosse Erleichterung mit sich, da man dem Glück nicht mehr im Aussen nachjagen muss und quasi die Lösung für alle Probleme hat. Wo sich andere um die Beseitigung sozialer Probleme sorgen und andere gegen Rassismus, Ökokatstrophe und Verfall kämpfen kann sind die inneren Aussteiger unbetroffen. Der Crack-Raucher steckt sich ein Pfeifachen an, der islamische Fundamentalist denkt an seine Jungfrauen im Paradies und der Buddhist hüpf auf sein Meditationskissen. Im Gegensatz zum Crackraucher und zum Islamisten befindet sich der Buddhist auch nocht in einer intektuell überlegenen Problem. Alles anderen sind and ihren Problemen selbst schuld weil sie an ihrgendetwas anhaften (und sollen halt an ihrer Wahrnehmung arbeiten, damit sie es auch so lauschig haben) Nur er selbst habe das alles natürlich durchschaut und könnte nun in saften Geistezuständen sein nicht-existentes Ego schaukeln.



good posting!

gruss zenbo
darkwave
 

Re: das spirituelle ego

Beitragvon karmahain am 21.03.2012, 12:41

Ego ist da wo Abneigungen oder wünsche sind. Und zwar in Vergangenheit oder zukunft. Buddha wurde in eine priviligierte Familie hineingeboren und hätte einfach das Vergangene fortführen können. Er hat aber die Vergänglichkeit erkannt. Dann hat er sich mit dem wunsch auf ein entrinnen durch askese in die zukunft geflüchtet. Beide Wege funktionieren nicht auf dauer, an der Vergangenheit anzuhaften und der zukunft hinterherzujagen. Schließlich erkannte er das beides Illusion ist. Es gibt nur das jetzt und die dinge die im jetzt geschehen mögen sich ständig ändern. Aber das jetzt bleibt. Umso mehr man Mühelos im hier und jetzt verweilt( was Meditation bedeutet) umso eher ist man befreit und kann auch andere aus diesem Leiden befreien. Das spirituelle Ego sucht die Befreiung in der Zukunft und ist dadurch wieder gefangen oder sie hängt an den vergangenen Erfahrungen fest. Im jetzt gibt es keine Zeit für das Ego. Und Zeit ist die Nahrung für das ego.
karmahain
 

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