GaliDa68 hat geschrieben:Ich sag jetzt noch mal was zu samsara* …
Vielleicht hilft es, wenn Du nicht so sehr auf das guckst, was die Anderen alles falsch machen, sondern Dich betrachtest. Dann wirst Du vielleicht auch besser die Anderen verstehen und das ist eine Grundlage für Mitgefühl. Dabei ist es wichtig, auch sich mit Mitgefühl und Güte zu betrachten, also nicht zu verurteilen, sondern einfach nur verstehen lernen: Warum mache ich das? Wieso reagiere ich so? Warum bin ich dann traurig, wütend …? usw.
Und schon bald kannst Du wieder die enge Verbindung sehen, in der wir miteinander stehen. Du kannst dann "trotzdem" Liebe für Deine Familie und Deine Freunde empfinden, auch weil Du weißt, dass all das auch in Dir wohnt, was Du an ihnen erkennst. Ich würde mich mit Kritik an den Anderen zurückhalten. Sprich nur und ausschließlich für Dich, was Du möchtest, was Du nicht möchtest, was Du an Dir entdeckst. Und vergesse nicht, dass die Anderen Dich neu kennenlernen, Du hast vielleicht noch nie vorher gesagt, was Dir auf dem Herzen liegt. Dein Umfeld muss ja verwirrt sein.
Täusch Dich nicht. Wenn Du Dich von Leuten trennst, die Dir plötzlich nicht mehr zusagen, weil Du ein neues Umfeld gefunden hast, eine "heilige Sangha", dann wirst Du kräftig auf die Schnauze fallen. Und vergiss nicht, was sie all die Jahre für Dich getan haben, wie sie für Dich da waren, mit Dir gelacht und geweint, für Dich gesorgt und sich mit Dir gekabbelt haben, sie haben Dich all die Jahre in Deiner Unvollkommenheit ertragen, die Du anscheinend jetzt zu erkennen begonnen hast. Du bist sicher gemocht und geliebt worden, von jedem auf seiner Weise und nach seinem Vermögen. Das ist Deine Wegzehrung für Dein ganzes Leben. Ohne das wärst Du nichts. Kannst Du verstehen, was ich meine?
Liebe Grüße
Knochensack
Quelle

Würdig, typisch und vielschichtig. Vielen Dank!