besondere Beiträge

Allgemeine Diskussion über die buddhistische Lehre

Re: besondere Beiträge

Beitragvon Lauscher am 18.01.2012, 07:33

GaliDa68 hat geschrieben:Ich sag jetzt noch mal was zu samsara* …

Vielleicht hilft es, wenn Du nicht so sehr auf das guckst, was die Anderen alles falsch machen, sondern Dich betrachtest. Dann wirst Du vielleicht auch besser die Anderen verstehen und das ist eine Grundlage für Mitgefühl. Dabei ist es wichtig, auch sich mit Mitgefühl und Güte zu betrachten, also nicht zu verurteilen, sondern einfach nur verstehen lernen: Warum mache ich das? Wieso reagiere ich so? Warum bin ich dann traurig, wütend …? usw.
Und schon bald kannst Du wieder die enge Verbindung sehen, in der wir miteinander stehen. Du kannst dann "trotzdem" Liebe für Deine Familie und Deine Freunde empfinden, auch weil Du weißt, dass all das auch in Dir wohnt, was Du an ihnen erkennst. Ich würde mich mit Kritik an den Anderen zurückhalten. Sprich nur und ausschließlich für Dich, was Du möchtest, was Du nicht möchtest, was Du an Dir entdeckst. Und vergesse nicht, dass die Anderen Dich neu kennenlernen, Du hast vielleicht noch nie vorher gesagt, was Dir auf dem Herzen liegt. Dein Umfeld muss ja verwirrt sein.

Täusch Dich nicht. Wenn Du Dich von Leuten trennst, die Dir plötzlich nicht mehr zusagen, weil Du ein neues Umfeld gefunden hast, eine "heilige Sangha", dann wirst Du kräftig auf die Schnauze fallen. Und vergiss nicht, was sie all die Jahre für Dich getan haben, wie sie für Dich da waren, mit Dir gelacht und geweint, für Dich gesorgt und sich mit Dir gekabbelt haben, sie haben Dich all die Jahre in Deiner Unvollkommenheit ertragen, die Du anscheinend jetzt zu erkennen begonnen hast. Du bist sicher gemocht und geliebt worden, von jedem auf seiner Weise und nach seinem Vermögen. Das ist Deine Wegzehrung für Dein ganzes Leben. Ohne das wärst Du nichts. Kannst Du verstehen, was ich meine?

Liebe Grüße
Knochensack

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Lauscher
 

Re: besondere Beiträge

Beitragvon thigle am 28.04.2012, 09:56

Grund hat geschrieben:Da gibts nichts zum überschreiten. Nichts was einer getan haben könnte was andere noch tun müssten. Selbst-Bewußtsein rührt sich. Gut so.


Quelle
thigle
 

Re: besondere Beiträge

Beitragvon Losang Lamo am 24.05.2012, 14:42

void hat geschrieben:Ich kann mir das schon vorstellen:

"Gute Nachmittag liebe Freunde und Fans. Hier spricht LANOO. Meine heutiges Thema ist die Verwirrung im buddhistischen Forum "Buddhaland". Wie ihr ja alle aus meinem Werken wisst, wurde die Lehre des Buddhas in den vergangenen 20000 Jahren auf das heftigste entstellt. Anstatt wir Buddha zu betonen, dass das Selbst alle Verblendungen abschütteln kann setzte sich eine einseitige Sicht durch, nach der das Selbst verlöschen soll. Oder noch seltsamer, das Selbst gar nicht existiert. Noch heute halten fast alle buddhitischen Sekten an dieser irrigen Meinung fest. Welche absurden Blüten das treibt, konnte ich in einem Forum namnes "Buddhaland" erfahren. Da wurde darüber diskutiert, wie man seine Anhaftungen an Alkohol und Sinnesfreuden abbaut, aber darauf welches "Ich" sich von den Anhaftungen löst, darauf konnte und wollte mir niemand eine Antwort geben. Aber wie soll sich jemand lösen, den es nicht gibt, das ist vollkommen absurd !!! Aber anstatt sich mit ihren eignen Absurditäten auseinanderzusetzten, richtete sich der "gleichmütige" Zorn gegen denjenigen, der sagt wie nackt der Kaiser ist. Obwohl ich sachlich diskutierte und fast zu jedem Thema einen klugen Verweis auf meinen zahlreichen Werke aufwarten konnte, wurde anstatt auf sie einzugehen die Person des Verfassers angegeriffen! So als hätte man von Buddhas rechter Lehre noch nie gehört, stellte man mich sofort in die Ecke des verrückten Schlagerfuzzis, des Esoterikers, ja sogar des Rechtsradikalen. Aber eigentlich fühle ich mich dadurch nur in meiner eigenen Sicht bestärkt, dass der heutige Buddismus verfälscht und entartet und nicht zum so dringlichen Dialog bereit ist."



Das war voids 1000ster Beitrag! :) Würdig, typisch und vielschichtig. Vielen Dank!
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Re: besondere Beiträge

Beitragvon Matthias65 am 24.05.2012, 20:02

"ich meine, die größte Gier ist die nach dem Glück. Die filigrane Schwierigkeit ist, dass man es loslassen muss, um es zu bekommen." Zitat von Losang Lamo.
Liebe Grüße
Matthias

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Re: besondere Beiträge

Beitragvon thigle am 25.12.2012, 11:31

Zorița Câmpeanu hat geschrieben:
Onda hat geschrieben: ...Sphären jenseits aller Begriffe und Konzepte...

hedin hat geschrieben:Um in Sphären jenseits aller Begriffe sehen zu können...

der witz an der sache ist, das es sich nicht um sphären sondern um das unmittelbare dabei handelt....
ich denke die "vernebelung" liegt in der suche in bestimmten spären...


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Re: besondere Beiträge

Beitragvon thigle am 25.12.2012, 11:34

accina hat geschrieben:Nicht umsonst heißt es ja auch: "attabhāvo nibbattati"
Wer es nicht versteht macht daraus ein ewiges atta.


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Re: besondere Beiträge

Beitragvon Maybe Buddha am 26.12.2012, 02:33

bel hat geschrieben:
thigle hat geschrieben:Warum spricht er z.b. davon-
das Wissen vom Abscheiden und Wiedererscheinen der Wesen (cutûpapātañāna = Himmlisches Auge).

"Wesen" ist beim Buddha ein Gattungsbegriff, der durch die drei Seinsmerkmale definiert ist. Simpel ausgedrückt: ich erscheine in dir wieder, du in mir. Da ist kein Unterschied. Eben das macht das Wissen eines Buddhas aus, auch wenn es dem weltlichen Glauben zu widersprechen scheint.
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Re: besondere Beiträge

Beitragvon thigle am 15.01.2013, 18:45

dhammacakkhu hat geschrieben:
Aus dem Daseinstraum Erwachen

Der Atem fließt: Ein, aus. Der Blick wird immer differenzierter, nimmt immer mehr wahr, wie alles miteinander verknüpft ist. Ein Gewoge von sich gegenseitig hervorrufenden Prozessen: Dieses ist, weil jenes ist. Dem klaren Blick entgeht keine der Bedingungen und nichts kann als getrennt von irgendetwas anderem gesehen werden, weil dieses nur ist, weil jenes ist. Von allen Dingen, die erscheinen, können plötzlich genau die Ursachen / Bedingungen erkannt werden.

Dort ist pure, reine Bedingtheit, ohne jemanden, der etwas tut. Da ist kein Macher, kein Verursacher, kein Wille. Diese Begriffe verschleiern nur das wahre „Sein“ der Dinge, die So-heit. Diese Begriffe sind Illusionen, Wahnbilder, die wir auf die Dinge projizieren. Da ist kein Platz für ein Ich, eine Seele oder einen Beweger.

Aber auch zu sagen „Das alles bin ich“ ist falsch, ist nur eine geringe Verbesserung zur üblichen, völlig verzerrten und verdrehten Sicht der Dinge. Denn da ist kein Ich.
Da ist kein Ich! Überraschung! Alles ist erkennbar so wie immer: die Formen und Farben und sämtliche sonstige Bewusstseinsinhalte, aber ein einziges fehlt: Die Ich-Ansicht / Identifikation. Und damit ist alles wie immer und doch alles völlig anders.

Das ist erst einmal sehr ungewohnt, aber da die Erfahrung so klar und anschaulich ist, können sich da keine Zweifel erheben. Das ist es, was das Ziel der spirituellen Suche nach dem wahren Selbst ist: Nichts. Es gibt nichts und niemanden zu finden und man gewinnt nichts. Rein gar nichts. Wer den Vorhang wegzieht sieht niemanden. Da ist nur das klare Verstehen, dass alles seelenlos und bedingt ist und niemand ist da, der dies versteht, also keine selbstständige Person.

Alles wird losgelassen, denn das Anhaften funktioniert nur über ein Ego/Ich. Gibt es keine Identifikation, dann gibt es kein Anhaften mehr. Wenn niemand mehr da ist, der sich mit dem Leid identifiziert, dann hat das Leid keine Basis mehr und erlischt.

Das ist die totale Freiheit. Man verliert alles, die gesamte Wahnvorstellung von einem „Ich“, das in einer „Welt“ lebt, man verliert alle Ambitionen, jegliche Hin- und Abneigung aus denen Gier oder Hass erwachsen könnten. Da ist aber keine Glückseligkeit und da ist auch niemand, der diese vermissen könnte. Keine Erwartungen ohne ein Zentrum möglich!
In diesem Moment fängt der wahre Läuterungsprozess des Herzens an, indem man so deutlich erfährt, dass da niemand ist, nirgendwo!

Die Ursünde des Menschen ist die Identifikation mit einem Ich. Die Ich-Ansicht verschmutzt und verpestet die Welt, macht aus ihr eine Hölle. In der eigentlichen, unverblendeten Welt gibt es all das nicht, was von einem Ich abhängt: Freude, Leid, Tod, Geburt, Schmerz, Verlangen, Kommen und Gehen. No Way!



Quelle
thigle
 

Re: besondere Beiträge

Beitragvon Peeter am 18.01.2013, 09:57

Losang Lamo hat geschrieben:
void hat geschrieben:Ich kann mir das schon vorstellen:

"Gute Nachmittag liebe Freunde und Fans. Hier spricht LANOO. Meine heutiges Thema ist die Verwirrung im buddhistischen Forum "Buddhaland". Wie ihr ja alle aus meinem Werken wisst, wurde die Lehre des Buddhas in den vergangenen 20000 Jahren auf das heftigste entstellt. Anstatt wir Buddha zu betonen, dass das Selbst alle Verblendungen abschütteln kann setzte sich eine einseitige Sicht durch, nach der das Selbst verlöschen soll. Oder noch seltsamer, das Selbst gar nicht existiert. Noch heute halten fast alle buddhitischen Sekten an dieser irrigen Meinung fest. Welche absurden Blüten das treibt, konnte ich in einem Forum namnes "Buddhaland" erfahren. Da wurde darüber diskutiert, wie man seine Anhaftungen an Alkohol und Sinnesfreuden abbaut, aber darauf welches "Ich" sich von den Anhaftungen löst, darauf konnte und wollte mir niemand eine Antwort geben. Aber wie soll sich jemand lösen, den es nicht gibt, das ist vollkommen absurd !!! Aber anstatt sich mit ihren eignen Absurditäten auseinanderzusetzten, richtete sich der "gleichmütige" Zorn gegen denjenigen, der sagt wie nackt der Kaiser ist. Obwohl ich sachlich diskutierte und fast zu jedem Thema einen klugen Verweis auf meinen zahlreichen Werke aufwarten konnte, wurde anstatt auf sie einzugehen die Person des Verfassers angegeriffen! So als hätte man von Buddhas rechter Lehre noch nie gehört, stellte man mich sofort in die Ecke des verrückten Schlagerfuzzis, des Esoterikers, ja sogar des Rechtsradikalen. Aber eigentlich fühle ich mich dadurch nur in meiner eigenen Sicht bestärkt, dass der heutige Buddismus verfälscht und entartet und nicht zum so dringlichen Dialog bereit ist."





treffer .. treffer .. volltreffer .. voll ins schwarze getroffen sozusagen
Nagarjuna sprach: „Der Geist, der vollständig in die unsichere Welt von Geburt und Tod schaut, wird der Gedanke des Erwachens genannt“
„Nur eines lehre ich, jetzt wie früher: Das Leiden und das Ende des Leidens.“
– Siddhartha Gautama
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