bitte leicht verständlich, ohne "meditiere, dann siehst du es schon".
Alles Gute, Mirco


Was ist ein Bewußtseinsmoment (vijñāna)

Norbert hat geschrieben:Vijnana ist das Häufchen von den 5 Khandas welches sich nach dem Vergehen der 4 anderen ein neues Körperwerkzeug sucht um sein Spielchen weiter zu treiben, bis es durch die Praxis des achfachen Pfades aufgelöst wird.
Wenn die Skandhas vergehen, dann vergehen sie alle, fünf auf einen Schlag. vijnana ist an die anderen vier Skandhas gekoppelt. Wie könnte vijnana allein "überleben"? vijnana braucht die anderen Skandhas. Keines der Skandhas lässt sich aus dem Skandha-Verbund herauslösen.

Norbert hat geschrieben:Eine Übersetzung von vijana ist auch „programmierte Wohlerfahrungssuche“ genannt
Norbert hat geschrieben:Vijnana ist das Häufchen von den 5 Khandas welches sich nach dem Vergehen der 4 anderen ein neues Körperwerkzeug sucht um sein Spielchen weiter zu treiben, bis es durch die Praxis des achfachen Pfades aufgelöst wird.
Onda: Wenn die Skandhas vergehen, dann vergehen sie alle, fünf auf einen Schlag. vijnana ist an die anderen vier Skandhas gekoppelt. Wie könnte vijnana allein "überleben"? vijnana braucht die anderen Skandhas. Keines der Skandhas lässt sich aus dem Skandha-Verbund herauslösen.

Dorje Sema hat geschrieben:Onda: Wenn die Skandhas vergehen, dann vergehen sie alle, fünf auf einen Schlag. vijnana ist an die anderen vier Skandhas gekoppelt. Wie könnte vijnana allein "überleben"? vijnana braucht die anderen Skandhas. Keines der Skandhas lässt sich aus dem Skandha-Verbund herauslösen.
Das stimmt so nicht!!!
Onda: In dieser Frage geht der tibetische Buddhismus einen eigenen Weg, ich weiß.

Dorje Sema hat geschrieben:Onda: In dieser Frage geht der tibetische Buddhismus einen eigenen Weg, ich weiß.
Auch das ist so nicht richtig!!!
Mit ganz freundlichen und herzlichen Grüßen
Dorje Sema
mirco hat geschrieben:Hallo,
bitte leicht verständlich, ohne "meditiere, dann siehst du es schon".
Alles Gute, Mirco
Aiko: Suchst du wieder Streit?

sumedha hat geschrieben:Norbert hat geschrieben:Vijnana ist das Häufchen von den 5 Khandas welches sich nach dem Vergehen der 4 anderen ein neues Körperwerkzeug sucht um sein Spielchen weiter zu treiben, bis es durch die Praxis des achfachen Pfades aufgelöst wird.
Hallo Norbert,
über diese "vorstellung" stolpere ich seid jahren und die frage die nie eine antwort bekam ist:
wie funktioniert dass? ein neues körperwekzeug zu suchen um weitere erfahrungen zu machen?
LG

Kusala hat geschrieben:Norbert hat geschrieben:Eine Übersetzung von vijana ist auch „programmierte Wohlerfahrungssuche“ genannt
Das ist wohl eines der besten Begriffe die Paul Debes je kreiert hat "programmierter Wohlerfahrungssuchlauf"![]()
Siehe auch hier
Liebe Grüße
Kusala
Aiko hat geschrieben:Warum guckst du nicht erst mal im Pali-Wörterbuch?
http://www.palikanon.com/wtb/cittakkhana.htmline
http://www.palikanon.com/wtb/vinnanakicca.html

lagerregaL hat geschrieben:"Berichte über etwas, das nicht passiert ist, sind für mich interessant, denn wie wir wissen, gibt es Dinge, die wir wissen. Wir wissen auch, dass es Unbekanntes gibt, von dem wir wissen, dass es unbekannt ist. Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch Dinge, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen."
Donald Rumsfeld
mirco hat geschrieben:Aiko hat geschrieben:Warum guckst du nicht erst mal im Pali-Wörterbuch?
http://www.palikanon.com/wtb/cittakkhana.htmline
http://www.palikanon.com/wtb/vinnanakicca.html
Hallo Aiko,
es war meine Vorstellung, das ich die Antwort nicht im Wörterbuch finde.
Deshalb bin ich nicht zu dem Gedanken gekommen, im Wörterbuch nachzuschauen.
Dafür gibt es ja das Forum. Wenn ich etwas nicht weiß, frage ich nach.
Danke für Deine Antwort.
Alles Gute, Mirco
Nightrainmonk hat geschrieben:Aiko hat geschrieben:Ein einzelner Bewußtseinsmoment soll so unglaublich kurz sein und nicht länger dauern als der billionste Teil der vom Aufleuchten eines Blitzes eingenommenen Zeit.
An diesem Satz lassen sich meine Schwierigkeiten mit Aussagen des Abhidhamma gut erläutern:
selbst wenn ich jetzt einmal davon ausgehe, dass diese Behauptung metaphorisch gemeint ist, würde es bedeuten, dass das Konstrukt 'Bewusstseinsmoment' nicht an neurologische Gesetze (also etwa die Reizleitungsgeschwindigkeit der Nerven) gebunden ist. Leite ich daraus dann Folgerungen/Forderungen für das Leben ab (und das Abhidhamma reklamiert ja zweifellos für sich, Auswirkungen auf die Lebenspraxis zu haben), gründen diese in Theologie/Metaphysik, nicht in verlässlichen, nachprüfbaren, reproduzierbaren Gegebenheiten der Welt.
Wissenschaftler auf dem Gebiet der Bewusstseinsforschung haben Aussagen des Abhidhamma durchaus ernst genommen (ich nenne hier als Beispiel Francisco Varela), glauben aber - soweit ich das beurteilen kann - nicht daran, dass diese Aussagen das letzte Wort zum Thema Bewusstsein sind. Man tut dem Abhidhamma keinen Gefallen, wenn man ihn als 'heilige Schrift' liest, der 1:1 Erkenntnisse über das Bewusstsein entnommen werden können.
Nightrainmonk hat geschrieben:Aiko hat geschrieben:Ein einzelner Bewußtseinsmoment soll so unglaublich kurz sein und nicht länger dauern als der billionste Teil der vom Aufleuchten eines Blitzes eingenommenen Zeit.
An diesem Satz lassen sich meine Schwierigkeiten mit Aussagen des Abhidhamma gut erläutern:
selbst wenn ich jetzt einmal davon ausgehe, dass diese Behauptung metaphorisch gemeint ist, würde es bedeuten, dass das Konstrukt 'Bewusstseinsmoment' nicht an neurologische Gesetze (also etwa die Reizleitungsgeschwindigkeit der Nerven) gebunden ist.

Aiko hat geschrieben:Auch im Wörterbuch oder zu googeln ist eine Frage - an ein "Forum". Ich finde es ist doch eine ziemlich bequeme Einstellung so mal rum zu fragen - hallo? - und nicht selbst zu suchen, wie?

Nightrainmonk hat geschrieben:Hallo Aiko,Aiko hat geschrieben:Da hat George Spencer Brown das mit Logik recht gut gezeigt.
Wahrnehmung braucht einen Unterschied, nämlich Vordergrund und Hintergrund. Diese Unterscheidung wird getan. Und irgendjemand hat mich das gelehrt - mir gezeigt - siehst du es? Hörst du es?
Die 'Laws' hab ich bisher leider nicht geschafft, aber das ist auch eine Konsequenz des Konstruktivismus.
Aiko hat geschrieben:Es gibt natürlich sowas wie eine kleinste Einheit des Bewusstseins, also eine Art Quantisierung - aber ist damit was gewonnen? Es macht deutlich, dass jeder BwMo unabhängig entsteht, ist und vergeht. D.h. in jedem Moment kannste tatsächlich dich aus dem Wiedergeburtsprozess rausnehmen. Und der kleinste Moment ist eben, Jetzt.
Aiko hat geschrieben:Diese Quantelung gibt es, weil das was wir als Kontinuum wahrnehmen eine Täuschung ist.
Wie aus diskontinuierlichen Bildern ein kontinuierlicher Eindruck entsteht wissen wir ja durch den Film.
Aber auch der plot ist aus Teilen zusammengepuzzelt, die wir dann zu einem Kontinuum machen, zu einer Geschichte, die ein Anfang und ein Ende hat.

mirco hat geschrieben::off topic:Aiko hat geschrieben:Auch im Wörterbuch oder zu googeln ist eine Frage - an ein "Forum". Ich finde es ist doch eine ziemlich bequeme Einstellung so mal rum zu fragen - hallo? - und nicht selbst zu suchen, wie?
Hallo Aiko,
ich kann die Art Deiner Bewertung gut nachvollziehen.
Ich persönlich ziehe aber das Gespräch und den Austausch unter 'Menschen' vor.
Ich telefoniere sogar lieber mit wem, Anstelle das Rezept zu googeln. Dann freut sich meine Stiefmutter, wenn ich sie anrufe und ich mich auch. Miteinander zu sprechen kann m.M.n. sogar eher die unbequemere Methode sein oder werden.
Aber gemeinsam lassen sich mehr verschieden Sichtweisen auf die Dinge zusammentragen.
Das ist es, was mich und andere oftmals schneller und angenehmer weiterbringt, als alleine durchs Netz zu stolpern.
Das ist die Lernmethode, welche der Buddha als die Beste empfohlen hat: wenn sie schnell und angenehm ist.
Etwas von dhammaorientierter Freundschaft, welche gut und zu pflegen sei, hat Er auch mal erwähnt.
mirco hat geschrieben:Aiko hat geschrieben:Diese Quantelung gibt es, weil das was wir als Kontinuum wahrnehmen eine Täuschung ist.
Wie aus diskontinuierlichen Bildern ein kontinuierlicher Eindruck entsteht wissen wir ja durch den Film.
Aber auch der plot ist aus Teilen zusammengepuzzelt, die wir dann zu einem Kontinuum machen, zu einer Geschichte, die ein Anfang und ein Ende hat.
Hallo,
und genau das ist es ja, warum es sich lohnt, zu üben und zu sitzen und die Wahrnehmung zu schulen. Denn erst wenn man dieses gepuzzle es selber gesehen / erlebt hat, entstehen daraus die befreienden Erkenntnisse.
Darüber zu diskutieren, wie wir es hier tun, erzeugt da immerhin schon vertrauen in die richtige Richtung. Nochmal Danke für den schönen Thread.
Alles Gute, Mirco
Nightrainmonk hat geschrieben:Aiko hat geschrieben:Diese Quantelung gibt es, weil das was wir als Kontinuum wahrnehmen eine Täuschung ist. Ausgang eines Sinnesreizes ist ein elektrischer Impuls und den gibt es nur als Päckchen.
Ich weiß halt nicht, inwiefern der elektrische Impuls als Quant sozusagen eine 'Ontologisierung' ist, -aber vermutlich hast Du recht...
Aiko hat geschrieben:
tut mir leid, wenn ich dir da nochmal widerspreche.
Es geht um eine Erkenntnis - dies ist das Leiden, dies ist die Ursache des Leidens, es gibt einen Weg, dieser Weg ist zu gehen.
Was sich da in einem Film konstruierend zeigen lässt ist noch immer ein Modell, eine Vorstellung - wie Wirklichkeit selbst ist, ist nicht wahrnehmbar und kann von uns nicht erfassst werden. Daher ist eben auch dieses Erkennen wollen von diesem und jenem vielleicht als Beruf ganz wichtig und nützlich, aber es ist nicht DIE Erkenntnis. Es lenkt nur voll ab.

Aiko hat geschrieben:Wo hat er denn das gesagt?Das ist die Lernmethode, welche der Buddha als die Beste empfohlen hat: wenn sie schnell und angenehm ist.
Im übrigen lernt man intensiver, wenn man es sich selbst zusammen suchen muss. Probier es einfach aus.
mirco hat geschrieben:Etwas von dhammaorientierter Freundschaft, welche gut und zu pflegen sei, hat Er auch mal erwähnt.Aiko hat geschrieben:Und wenn es die falschen Freunde sind? Kennst du hier jemand persönlich, praktiziert ihr gemeinsam? Ohne Praxis und das was es eben selbst zu erkennen gibt, kannst du dir die Begriffshuberei sparen. Das ist Zeit-tot-schlagen.

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