Heilung bei Burnout

There are 27 replies in this Thread. The last Post () by Milou.

  • Vor 32 Jahren litt ich an einem Burnout. Ich war innerlich ausgebrannt. Fünf Jahre übergroßer Berufsstreß (Studium, Examen) verbunden mit einem fast ständigen Beziehungsstreß zehrten an meinen Nerven. Ich verspannte mich innerlich immer mehr. Ängste, Aggressionen und Stress dominierten mein Leben. Ich hatte Angst zu versagen und beruflich nicht erfolgreich zu sein. Ich hatte Angst nicht geliebt zu werden und meine Beziehung zu verlieren. Ich hatte Angst vor dem Leben insgesamt, das ich überwiegend als bedrohlich erlebte.


    Bis es zum Zusammenbruch kam. Dieser Zusammenbruch erfolgte in zwei Etappen. Zuerst verlor ich die Hälfte meine Kraft. Psychosomatische Krankheiten traten in mein Leben. Aber ich kämpfte weiter in meinem Beruf und meiner Beziehung. Zwei Jahre später brach ich völlig zusammen. Jetzt war meine ganze innere Kraft weg und ich litt ein Jahr unter schweren Depressionen. Ich konnte meine Beziehung nicht mehr positiv leben und verlor meine Familie. Einige Jahre später gab ich auch meinen Beruf als Rechtsanwalt auf.


    Zuerst hoffte ich, dass der Burnout nach einer langen Ruhephase wieder von alleine verschwindet. Aber die Kraftlosigkeit blieb. Die Depressionen konnte ich zum Glück durch viel Sport und konsequentes positives Denken überwinden. Ich fragte mich, wie ich wieder meine alte Kraft zurück bekommen könnte. Ich beschäftigte mich mit Psychologie und nahm an Psycho-Wochenenden teil. Dort traf ich weitere Menschen, die auf der Suche nach einem Weg aus dem Burnout waren. Eine vierzigjährige Frau ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Auf einem Bioenergetik-Workshop klagte sie, dass sie ihr altes Wohlgefühl und ihre Zufriedenheit zurück haben wollte. Ein fünfzigjähriger Mann gestand, dass er früher sehr stark und erfolgreich war. Dann kam der Burnout nach Jahrzehnten beruflicher Überforderung und jetzt plagten ihn Kraftlosigkeit und Ängste. Er war nur noch ein Schatten seiner selbst und nichts konnte ihm helfen.


    Die Psychologie hat immer noch keinen Weg aus dem Burnout gefunden. Sie rät zu Präventionsmassnahmen wie ausreichende Erholung, Sport und Stressvermeidung. Aber wer kann im heutigen Berufsalltag Stress vermeiden? Der Leistungsdruck wird immer größer. Individuelle Vorbeugemaßnahmen helfen nur wenig und nur manchmal. Ist der Burnout nur oberflächlich, kann er manchmal geheilt und oft vermindert werden. Davon leben viele Kurkliniken. Aber schwerer chronischer Burnout ist nur selten heilbar. Reine Erholungsmaßnahmen helfen nur begrenzt. Eine Pille gegen den Burnout gibt es nicht.


    Alle Psychotechniken halfen mir nicht. Also suchte ich die Rettung in der Spiritualität. Und hier traf ich auf ein überzeugendes Heilungskonzept. Wird der Körper von seinen Verspannungen durch spirituelle Übungen wie Yoga, Meditation und positives Denken gereinigt, öffnen sich die Chakren und die Energie fließt wieder. In der Erleuchtung hat der Mensch unermessliche Kraft, Frieden, Glück, Liebe und Wohlgefühl in sich. Ich überlegte mir einen Weg, wie ich systematisch meine Verspannungen auflösen konnte. Verspannungen saßen im Körper und im Geist. Also brauchte ich Übungen für den Körper und den Geist. Für den Körper erwiesen sich Yoga und tägliches Spazieren gehen als sehr hilfreich. Meinen Geist reinigte ich mit Gedankenarbeit und Meditation. Ich ergründete die tiefere Ursachen des inneren Stress. Ich blockierte meine Gefühle nicht mehr, sondern liess alle Wut, Trauer und Angst zu. Ich übte es die Dinge so anzunehmen wie sie sind, mich von meinen Süchten zu befreien und mich auf positive Lebensziele zu orientieren.


    Ich lebte nach einem spirituellen Tagesplan aus Gehen, Meditation, Lesen und umfassender Liebe (Gutes tun). Ich praktizierte ständig spirituelle Übungen, so dass ich mich in einem andauernden inneren Reinungsprozess befand. Ich lebte in der Ruhe und aus der Ruhe heraus. Nach Swami Sivananda entsteht Erleuchtung durch die Kombination von viel Ruhe, umfassender Liebe und konsquentem spirituellen Üben (Yoga, Meditation). Wichtig ist insbesondere der Kundalini-Yoga. Damit werden gezielt die Chakren gereinigt und die innere Kraft erweckt. Ich visualisierte mich als Buddha, Shiva und Vater aller Wesen. Ich dachte Mantras und sandte allen Wesen Licht. Ich zog Orakelkarten und stärkte mich mit positiven Sätzen. Ich las jeden Tag in den Büchern meiner Meister und verband mich mir ihrer Energie.


    Zusätzlich suchte ich viele erleuchtete Meister auf und liess mich von ihnen segnen. Sie übertrugen mir Erleuchtungsenergien und lösten Energieblockaden. Ich erhielt Einweihungen und manche Meister erschienen mir auch in meinen Träumen. Ich spürte, dass ich auf meinem Weg geführt wurde und Hilfe bekam. Das war auch notwendig, weil der Weg der Erleuchtung nicht einfach ist, viel Selbstdisziplin verlangt und oft durch schwere innere Krisen führt.


    Im Laufe der Jahre verschwanden meine psychosomatischen Krankheiten, meine Kraft nahm zu und ich gelangte immer öfter in glückselige Geisteszustände. Ich bin immer noch nicht am Ziel. Aber vor einem Jahr ging ich durch eine große innere Wandlung. Eine tiefsitzende Verspannung in meinem Kopf löste sich spürbar auf und meine Schlafstörungen wurden grundlegend geheilt. Ich fühlte wie meine Kraft zunahm und mein Burnout verschwand. Im Moment ist die Hälfte der alten Kraft wieder da. Ich hoffe, dass ich in einigen Jahren meine ganze Kraft wieder habe.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom
    http://www.sueddeutsche.de/kar…en-bei-burn-out-1.1373539
    http://www.gesundheit.de/fitne…verhuetung-und-behandlung
    http://www.burn-out-syndrom.org/therapie

    Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  • Mir war ein solcher Weg nicht möglich. Ich habe diesen Komplex ganz anders gelöst.
    Es was mir nicht mehr möglich den Spirituellen Weg zu gehen, alle Wege die ich vorher gegangen bin haben sich als Fallen erwiesen.
    Mein Weg war irgendwann Meditation die sich dann in nur Sitzen wandelte und da hatte ich einen Weg gefunden.
    Das stabilisierte mich ich konnte arbeiten.
    Dann hab ich geheiratet und übernahm wirkliche Verantwortung für einen Menschen.
    Vor zwei Jahren kam es dann zu einem echten Zusammenbruch. Ich war drei Jahre hintereinander in jedem Jahr jeweils nur drei Wochen krank geschrieben. Ärzte Psychiater, Medikamente und im Grunde das Gespür für die vollkommenen Hilflosigkeit der Ärzte.
    Wenn keine oder nur sehr unwichtige Befunde da sind kann er auch keine Therapie anwenden.
    Ich verließ den Medizin Apparat und vertraute auf mein Wissen über Medizin.
    Seit zwei Jahren war ich nicht mehr bei einem Arzt, ich hatte und habe es satt "kein Befund" zu hören. Oder zu merken das sie gleichgültig werden wenn auf der Überweisung "erkannte Diagnose Depression" steht. Da is schon wieder son Spinner.
    Ich war, für mein Alter, relativ gesund und brauchte keine Therapie, die mach ich selber. Ich habe mein Vertrauen in Fachleute verloren. Ein Arzt macht bei mir nur Eingriffe die ich als wirklich notwendig erkenne und die mir der Arzt genau erklärt.
    Ich habe einen, meinen Weg gefunden.


    "Alles, wirklich Alles ändert sich dauernd."
    "Mein Körper hat Handlungen gelernt die ich erzeugt habe und die kann er nur mit meinen bewussten Handeln ändern."
    "Es gibt kein Wesen kein Gott oder sonstwas das mir helfen kann."
    "Das ist nicht mein Dahmma, das ist nicht mein Ich, das ist nicht mein Selbst."
    "Es gibt keine Welt hinter der von mir mit meinen Sinnen wahrgenommenen Welt."
    "Ich erkenne viele Dhamma nicht weil ich sie nicht erkennen Will, ich weiss das sie da sind doch ich will sie nicht sehen."
    "Ich kann nur befreit sein wenn ich mit Achtsamkeit den Dhamma gegenüber wahrhaftig bin."


    Positives Denken ist nur dann angebracht wenn es Positives gibt, negatives Denken ist nur angebracht wenn es Negatives gibt. Ansonsten beschäftigt sich das Denken mit dem Dhamma was mir jetzt begegnet.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Danke für deinen Bericht. So ganz habe ich ihn nicht verstanden. Du hattest einen Burnout, vermutlich durch zu viel Berufsstress. Dann hast du viel meditiert, warst achtsam auf deine Gedanken und wurdest geheilt? Wodurch genau?

    Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  • Quote from Nils

    Danke für deinen Bericht. So ganz habe ich ihn nicht verstanden. Du hattest einen Burnout, vermutlich durch zu viel Berufsstress. Dann hast du viel meditiert, warst achtsam auf deine Gedanken und wurdest geheilt? Wodurch genau?

    Eigentlich dadurch das mir klar wurde das ich ohne diesen Körper nicht mehr bin. Wenn ich mich körperlich nicht ernst nehme habe ich verloren. Der Glaube unbedingt gebraucht zu werden, einen Sinn für andere zu haben hätte mich fast umgebracht. Ich bin wichtig, wenn ich das nicht erkenne hat es keinen Sinn mehr mit Menschen zu leben.
    -es war auch meine Erfahrung in Homöopathie, Biochemie und Biologie die sehr stark geholfen haben. Wenn Ärzte nicht wissen mutig ausprobieren.
    Buddha Worte wie ich funktioniere wie ich mich gemacht habe.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Quote from Nils

    Vor 32 Jahren litt ich an einem Burnout. Ich war innerlich ausgebrannt. Fünf Jahre übergroßer Berufsstreß (Studium, Examen) verbunden mit einem fast ständigen Beziehungsstreß zehrten an meinen Nerven. Ich verspannte mich innerlich immer mehr. Ängste, Aggressionen und Stress dominierten mein Leben. Ich hatte Angst zu versagen und beruflich nicht erfolgreich zu sein. Ich hatte Angst nicht geliebt zu werden und meine Beziehung zu verlieren. Ich hatte Angst vor dem Leben insgesamt, das ich überwiegend als bedrohlich erlebte.


    danke für deinen ausführlichen bericht, ich leide ebenfalls an einem burnout, schon seit jahren. wieso hat dir Kundalini-Yoga geholfen, und wie geht das?


    beste grüsse, leaf

  • Da ich zwei meiner Freunde durch Selbstmord (wegen Burnout und Depressionen) verloren habe, finde ich es so gut, wie Ihr hier Eure Erfahrungen detailliert beschreibt. Meine Freunde hatten beide Familie, der eine war erfolgreich und hat sich jahrelang überfordert um allen gerecht zu werden, der andere bekam keinen Fuß auf den Boden und war arbeitslos. Beiden konnten die Ärzte nicht helfen weil sie aus Scham oder Stolz zu spät zum Arzt gegangen sind. Die Krankheit wurde nach außen immer schön unter den Teppich gekehrt. Dabei muss man offen damit umgehen und sich auf eine lange Therapie einstellen.


    Seitdem bin ich hellhöriger geworden wenn jemand sich zurückzieht oder permanent überfordert wirkt. Seitdem achte ich mehr darauf, dass ich selbst und alle in meinem Umkreis sich nicht noch gegenseitig unter privaten Druck setzen. Ich habe diese Hilflosigkeit der Angehörigen und Freunde erlebt und werde das nie vergessen.


    Euch beiden wünsche ich gute und vollständige Gesundung.

  • Gedanken zum Burn-out…


    Meine Erfahrungen beschränken sich auf die Betreuung behinderter Menschen, aber womöglich lässt sich Einiges auch auf andere Berufsgruppen übertragen. Dabei versuche ich die Ethik, die der Dalai Lama gibt, anzuwenden.


    Allgemein fokussieren Ausbildungen die Kunden und Klienten, die etwa soziale Dienstleistungen erhalten, sowie die technischen Aspekte, etwa das Know-how der Pflege etc. Dabei liegen die tatsächlichen Probleme des Berufsalltags jedoch viel mehr bei den Ausübenden selbst. Welchen Gewinn nehme ich für mich selbst, wenn ich liebevoll und fürsorglich bin? Woher nehme ich die Motivation, tagein, tagaus für andere Menschen da zu sein? Wie gebe ich mir die Wertschätzung für meine Tätigkeit in einem gesellschaftlichen Umfeld, das sehr materiell orientiert ist? Wie finde ich Erfüllung und Zufriedenheit in meinem Beruf? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang zwischen meinem Glück und dem Wohlbefinden der von mir betreuten Menschen bzw. meiner Kunden?


    Bei der Beantwortung dieser Fragen geht es also weniger um Werte für das berufliche Handeln, sondern um innere Eigenschaften: liebevolles Mitgefühl, Verbundenheit, Geduld, Mitfreude, Selbstdisziplin, Versöhnlichkeit, Zufriedenheit, Sinnhaftigkeit… Solche Eigenschaften werden immer schon irgendwie vorausgesetzt und besonders wird unterstellt, die Motivation von Berufseinsteigern würde für alle Zeiten halten. Um dem Burn-out vorzubeugen und zu begegnen, ist es also einmal entscheidend, für diese innere, subjektive Welt Theorie und Schulung zu finden.


    (Dabei geht es aber wohl mehr um Mitfreude, denn es hätte schließlich keinen Sinn, wenn etwa die Krankenschwester vor lauter Mitleid am Ende handlungsunfähig würde.)


    Der Blick und das Verständnis für die tiefere Befriedigung, die eine berufliche Tätigkeit uns bedeuten kann, ist nur die eine Seite, um sich Motivation und Freude zu bewahren. Die andere Seite des Burn-out Problems handelt vom Gefühl der Überforderung. Dafür sind nicht immer nur strukturelle Probleme - Arbeitslast, Arbeitszeiten, unfähige Vorgesetzte etc. – verantwortlich. Besonders aber reicht es nicht, über das richtige Handeln bloß theoretisch Bescheid zu wissen. Gewöhnlich wissen professionelle Kräfte ja, wie zu handeln wäre. Sondern wer sich von der Arbeit überfordert fühlt, der leidet häufig im menschlichen und persönlichen Umgang – was immer das konkrete Problem dabei auch ist. Es geht also um den Umgang mit den eigenen destruktiven Emotionen, mit Ärger und Verzweiflung, Zorn, Frustration und Angst usw. – die uns entgegen besserem Wissen um die richtigen Handlungsweisen beeinträchtigen und zur geistiger Erschöpfung und zum Burn-out führen.

  • Ist ein Buron-Out nicht so etwas wie "Schulden". Also dass man Jahre lang körperlich, geistig und seelisch über seine Verhältnisse lebt, und am Ende feststellen muß, dass man tief im Minus ist.?


    Wenn jemand sein ganzes Geld ausgibt und am Ende mit sehr viel Schulden dasteht, dann hat die Gesellschaft ja wenig Mitleid. Bei Buronout aber schon. Weil Geld auszugeben das man nicht hat, irgendie mies ist, während die eigenen Kräfte zu verschliessen irgendwie gut ist.


    Habe ich das total falsch verstanden?

  • Quote from void

    Ist ein Buron-Out nicht so etwas wie "Schulden". Also dass man Jahre lang körperlich, geistig und seelisch über seine Verhältnisse lebt, und am Ende feststellen muß, dass man tief im Minus ist.?


    Wenn jemand sein ganzes Geld ausgibt und am Ende mit sehr viel Schulden dasteht, dann hat die Gesellschaft ja wenig Mitleid. Bei Buronout aber schon. Weil Geld auszugeben das man nicht hat, irgendie mies ist, während die eigenen Kräfte zu verschliessen irgendwie gut ist.


    Habe ich das total falsch verstanden?


    also was meinen Beruf angeht, so halte ich Faulenzen und Plaudern für einen wichtigen Bestandteil. Ein guter Dienst besteht aus dem richtigen Verhältnis :)
    aber was weiß ich schon von der Last, die z.B. ein Lehrer, Rechtsanwalt etc. tragen muss?
    Nils, was sagst du?

  • Quote from void

    Ist ein Buron-Out nicht so etwas wie "Schulden". Also dass man Jahre lang körperlich, geistig und seelisch über seine Verhältnisse lebt, und am Ende feststellen muß, dass man tief im Minus ist.?


    So sehe ich das auch Void, ein Burn Out ist für mich das klassische Beispiel einer "selbstverschuldeten Depression". Irgendwann macht der Körper und die Psyche diesen Kräfteverschleiß nicht mehr mit.

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Glücklich mögen alle Wesen sein und im Besitz der Ursachen des Glücks" (:_()_

  • Quote from void

    Ist ein Buron-Out nicht so etwas wie "Schulden". Also dass man Jahre lang körperlich, geistig und seelisch über seine Verhältnisse lebt, und am Ende feststellen muß, dass man tief im Minus ist.?


    Wenn jemand sein ganzes Geld ausgibt und am Ende mit sehr viel Schulden dasteht, dann hat die Gesellschaft ja wenig Mitleid. Bei Buronout aber schon. Weil Geld auszugeben das man nicht hat, irgendie mies ist, während die eigenen Kräfte zu verschliessen irgendwie gut ist.


    Habe ich das total falsch verstanden?


    Ich verstehe es auch so.
    Es ist aus meiner Sicht eine Sache der Belastbarkeit und des Haushaltens, weniger des Berufes. Bestimmte Menscen suchen sich bestimmte Berufe aus, natürlich ist das sehr verallgemeinert aber im Prinzip iat es so. Wenn man sich zu hohe Ziele steckt und in dem Fall dummerweise zu konsequent ist, nicht zugeben kann das man sich übernommen hat und einen Gang runterfährt, tja dann ist erst das Sparbuch lehr, dann das Girokonto, der Dispokredit ausgereizt und man sitzt in der Hölle.... heiß.... heiß.... bis es brennt.....ausbrennt un am Ende liegt da nur noch Asche rum.............na Gott sei Dank gibt es den Phönix und der kann alles mögliche sein :D


    :

  • Quote from Sherab Yönten
    Quote from void

    Ist ein Buron-Out nicht so etwas wie "Schulden". Also dass man Jahre lang körperlich, geistig und seelisch über seine Verhältnisse lebt, und am Ende feststellen muß, dass man tief im Minus ist.?


    So sehe ich das auch Void, ein Burn Out ist für mich das klassische Beispiel einer "selbstverschuldeten Depression". Irgendwann macht der Körper und die Psyche diesen Kräfteverschleiß nicht mehr mit.

    Ich habe meine Schuldigkeit getan doch ich hatte geglaubt das denen für die ich Schuldig wurde ihre Schulden erkennen. Heute ist Mist was früher war geht mich nichts an. Morgen bist Du wieder Fehlerfrei, sonst biste weg.


    Burn out ist keine Depression. Depressionen können Schmerzen verursacht. Bei Burn out verursachen Schmerzen eine Niedergeschlagenheit, Erschöpfung die nur sehr schwer mit Medikamenten behandelt werden können. Das zuviel Arbeiten, egal ob Beruf oder anders man ist immer an arbeiten. Diese Körperliche Aktivität erschafft Schmerzen und das nicht vergehen der Schmerzen erschafft Frustration nicht mehr das arbeiten zu können was gefordert wird. Ich habe Arthrose geerbt und bin schon mit 18 Jahren damit angefangen meine Finger und Füße zu trainieren. Doch es macht Schmerzen und ich muss arbeiten, aber da sind die Schmerzen. Außerdem besteht eine Bindegewebsschwäche die meinen Füßen stark zusetzt. Ich bin immer auf den Füßen wenn ich arbeite, ich gehe immer, wenn ich arbeite, ich weiß das ich arbeiten muss damit meine Gelenke nicht noch mehr schmerzen. "Warum setzt Du dich nicht hin?" "Weil ich dann meine Füsse nicht mehr in gang bringe und weil die Schmerzen leichter sind wenn ich mich nicht hinsetze." Aber ich muss mich hinsetzen und dann ist da nur noch Müdigkeit, nur noch schlafen, nicht Lebensmüde sondern der Lebens müde. Erschöpft nicht Depressiv. Das Beschreiben dieses Zustandes bringt Fachleute auf Depression und auf Pillen die alles noch verschlimmern.
    Ich wurde auf Neuropathie behandelt, obwohl fest stand das es dafür keinerlei Befunde gab. Auf Fibromyalgie ohne Erfolg, dann kamen die Hormonleute ins Spiel und dann hatte ich die Nase voll und hab sie alle Weggekickt, meinen Arbeitsplatz gewechselt, nach einem halben Jahr, bin ich ein halbes Jahr Arbeitslos gewesen und dann bin ich in einen neu aufzubauenden Laden neu angefangen. Habe meine Familie beseitigt und mich auf das konzentriert was jetzt bei mir(uns) wichtig ist. Ganz konkret heißt gegen Burn out vorzugehen: Ihr könnt mich mal, wenn ihr euren Arsch nicht hochbekommt ist das euer Problem, meiner ist nur noch bedingt einsetzbar, nämlich genau dann wenn ich das für richtig halte und nicht dann wenn ihr glaubt ein Anrecht auf meine Arbeit zu haben. Selber essen macht fett. Eine gute Technik um den der immer bereit ist wieder auf Mittelmaß zu bringen. Es gibt nichts besseres Mittelmaß zu sein und jederzeit hohe Leistung aufbringen zu können, einfach so und zurückzufahren.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Quote from Guo

    na Gott sei Dank gibt es den Phönix und der kann alles mögliche sein


    ....wenn man es schafft, aus dem Loch wieder raus zu kriechen !


    Quote from Ellviral

    Burn out ist keine Depression


    Quote from Ellviral

    Bei Burn out verursachen Schmerzen eine Niedergeschlagenheit, Erschöpfung die nur sehr schwer mit Medikamenten behandelt werden können.


    Wo ist der Unterschied zwischen Depression und Erschöpfung ?
    Ein (naher) Kollege leidet unter "Burn Out" und bekommt Psychopharmaka.
    Burn Out wird heute lediglich als englischsprachiger Ausdruck verwendet, weil er heutzutage "in" ist, klingt halt besser wie "Depression". Aber im Grunde (so habe ich auch schon viele Ärzte darüber sprechen hören) ist es eine Form der Depression.


    Ich empfinde viel Mitgefühl für die Menschen, die durch Selbstüberschätzung nun an Depressionen leiden.

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Glücklich mögen alle Wesen sein und im Besitz der Ursachen des Glücks" (:_()_

  • Quote from Leaf

    wieso hat dir Kundalini-Yoga geholfen, und wie geht das?
    beste grüsse, leaf


    Ich gehe einen umfassenden Heilungsweg aus vielen Elementen. Ein wichtiges Element ist das Leben in der Ruhe. Ich vermeide es mich durch Stress wieder neu zu verspannen und setze auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Ich mache regelmäßig Sport, ernähre mich (relativ) gesund und übe mich im positiven Denken. Ich versuche die Dinge so anzunehmen wie sie sind, mich nicht aufzuregen, gelassen zu sein, mich auf die positiven Dinge des Lebens zu konzenrieren und mich in der Spiritualität (in Gott, im Licht, in Buddha als Vorbild) zu zentrieren.


    Kundalini-Yoga ist ein Teil dieses Weges. Meine Heilungsidee besteht darin, dass die Kraftlosigkeit durch die Blockierung der Chakren und Energiekanäle entstanden ist. Mein innerer Energiefluss ist durch Verspannungen blockiert. Mein Heilungsweg besteht darin, diese Verspannungen systematisch aufzulösen. Das geschieht vorwiegend durch einen spirituellen Tagesplan aus vielen Zeiten der Meditation, des Spazierengehens, des Lesens in spirituellen Büchern, der Achtsamkeit auf die Gedanken und der Entwicklung der umfassenden Liebe (mit allen Wesen identifizieren, Gutes tun, allen Licht senden).


    In dieses Gesamtkonzept ist der Kundalini-Yoga eingebettet. Ich löse durch spezielle Visualisierungen, Mantras und Körperbewegungen Verspannungen im Körper auf, reinige die Chakren und bringe die Kundalini-Energie zum Fließen. Zu Beginn jeder Meditation und jedes Gehens mache ich fünf bis zwanzig Minuten spezielle Übungen, durch die ich mein Energiesystem reinige und meine Erleuchtungsenergie aktiviere. Danach verweile ich in der Ruhe und im Glück. Die Energie reinigt mich alleine weiter.


    Ich habe viele Energietechniken ausprobiert und praktiziere sensibel was mir gerade hilft. Es gibt Tausende von Yogaübungen. Es bringt Spaß viel auszuprobieren und seinen persönlichen Weg zu finden. Meistens sind die Effekte nur klein. Das wirkliche Erwachen der Kundalini-Energie geschieht zeitweilig und von allein (aus Gnade, als Geschenk). Es gibt im Yoga den Weg der Einweihung durch einen erleuchteten Meister. Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Der Meister kann Blockaden lösen, die Energie erwecken und uns vor allem auf dem Weg des Kundalini-Yoga helfen. Wenn sich die Kundalini-Energie stark entfaltet, kann das mit erheblichen inneren Krisen verbunden sein. Ich verbinde mich dann mit meinen Meistern und erspüre in mir den besten Weg durch die Krise.


    Im Yoga gibt es viele Richtungen. Du kannst dir ja mal meine Videos im Internet ansehen. Beim Kundalini-Yoga braucht man keinen Meister, aber es ist hilfreich. Ich gehe meinen Weg letztlich auch alleine, aber mit täglichem Gebet zu den Meistern, denen ich vertraue (Mutter Meera, Amritanandamayi, Dalai Lama, Swami Sivananda, Sai Baba, Jesus, Buddha Amitabha, Gott). Und mit innerem Gespür, was in jedem Moment richtig ist. Ich glaube, dass mich meine Meister durch das Gebet (Mantra, Meditation, Visualisierung) führen.


    https://www.youtube.com/user/YogiNils/videos

    Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  • Quote from Karnataka

    aber was weiß ich schon von der Last, die z.B. ein Lehrer, Rechtsanwalt etc. tragen muss?
    Nils, was sagst du?


    Ich war Rechtsanwalt und sage dazu, dass man auch diesen Beruf so leben kann, dass man dabei nicht innerlich ausbrennt. Ich bin jeden Tag in der Mittagspause spazieren gegangen. Habe viele kleine Erholungspausen gemacht, meditiert und mich im positiven Denken geübt. Und vor allem habe ich das Lebensziel nicht im Geldverdienen und in der Karriere gesehen, sondern in der Spiritualität. Das entlastet erheblich bei einem Stressberuf. Dann kann man alle äußeren Dinge locker sehen und sorgt immer gut für seine Psyche. Und steigt aus und wird ein verrückter Yogi, wenn man reif für die Insel ist. :lol:


    Quote from Sherab Yönten

    Wo ist der Unterschied zwischen Depression und Erschöpfung ?


    Burnout ist Kraftlosigkeit und ständige Müdigkeit. Depression ist eine Form des extremen negativen Denkens. Man fühlt sich, als ob man in der Hölle lebt. Alle Lebensfreude verschwindet. Burnout und Depression können zusammenhängen. Bei mir kam erst das eine und dann das andere. Die Depression konnte ich nach einem halben Jahr konsequenten positiven Denkens überwinden. Dabei zerbrach mein Ego und ich erwachte (gelangte in ein Einheitsbewusstsein). Der Burnout brauchte Jahrzehnte der Heilung.

    Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.

  • Quote from Nils
    Quote from Karnataka

    aber was weiß ich schon von der Last, die z.B. ein Lehrer, Rechtsanwalt etc. tragen muss?
    Nils, was sagst du?


    Ich war Rechtsanwalt und sage dazu, dass man auch diesen Beruf so leben kann, dass man dabei nicht innerlich ausbrennt. Ich bin jeden Tag in der Mittagspause spazieren gegangen. Habe viele kleine Erholungspausen gemacht, meditiert und mich im positiven Denken geübt. Und vor allem habe ich das Lebensziel nicht im Geldverdienen und in der Karriere gesehen, sondern in der Spiritualität. Das entlastet erheblich bei einem Stressberuf. Dann kann man alle äußeren Dinge locker sehen und sorgt immer gut für seine Psyche. Und steigt aus und wird ein verrückter Yogi, wenn man reif für die Insel ist. :lol:


    Quote from Sherab Yönten

    Wo ist der Unterschied zwischen Depression und Erschöpfung ?


    Burnout ist Kraftlosigkeit und ständige Müdigkeit. Depression ist eine Form des extremen negativen Denkens. Man fühlt sich, als ob man in der Hölle lebt. Alle Lebensfreude verschwindet. Burnout und Depression können zusammenhängen. Bei mir kam erst das eine und dann das andere. Die Depression konnte ich nach einem halben Jahr konsequenten positiven Denkens überwinden. Dabei zerbrach mein Ego und ich erwachte (gelangte in ein Einheitsbewusstsein). Der Burnout brauchte Jahrzehnte der Heilung.


    Bei mir war es anders herum, erst Depression, Buddha Worte helfen effektiv. Dann Burnout, ich bin damit nicht Jahrzehnte beschäftigt da es Stoffe und Zusammenhänge gibt die ich beeinflussen kann. Depression weiss ich zu verhindern. Der Sieg gegen Depression wurde auch mit dem zerbrechen des Ego bezeichnen, auch mit den gleichen Folgen. Da ich aber erst Jahre später den Burnout hatte kannst Du vielleicht meine Worte besser verstehen wenn ich als spiritueller Gegner auftrete. Bei mir wurde die Hinterwelt zuerst zerstört.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Quote from Nils

    Burnout ist Kraftlosigkeit und ständige Müdigkeit.


    Das sind auch Zeichen einer Depression.
    Ich kann da (auch) aus eigener Erfahrung sprechen, da ich mal manisch - depressiv war.

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Glücklich mögen alle Wesen sein und im Besitz der Ursachen des Glücks" (:_()_

  • Quote from Sherab Yönten
    Quote from Nils

    Burnout ist Kraftlosigkeit und ständige Müdigkeit.


    Das sind auch Zeichen einer Depression.
    Ich kann da (auch) aus eigener Erfahrung sprechen, da ich mal manisch - depressiv war.


    Die Ursachen sind anders. Beim Burnout entstehen die depressiven Symptome durch die Erschöpfung und Müdigkeit
    Die Depression löst Erschöpfung und Müdigkeit durch Grübeln, Nachdenken, Frustration/Vergeblichkeit eine Lösung zu finden, aus.
    Die Depression wirkt sich auf den Körper aus. Burnout wirkt vom Körper aus. Es ist nicht die selbe Depression.
    Eine Depression hat auch Befunde die sie genau bestimmen. Bornout hat keine spezifizierbaren Befunde.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Hier die Definition von Wikipedia:


    Ein Burnout-Syndrom (engl. burn out ‚ausbrennen‘) bzw. Ausgebranntsein ist ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit. Es kann als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.[1] Das Burnout-Syndrom ist wissenschaftlich nicht als Krankheit anerkannt, sondern gilt im ICD-10 als ein Problem der Lebensbewältigung. Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei der Lebensbewältigung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann.

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Glücklich mögen alle Wesen sein und im Besitz der Ursachen des Glücks" (:_()_

  • Ich bin hier raus. Ich berichte von mir und meinen Erfahrungen und Recherchen in eigener Sache.
    Die Aussagen von Fachleute sind wesentlich aussagekräftiger als ich.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Quote from Ellviral

    Ich bin hier raus. Ich berichte von mir und meinen Erfahrungen und Recherchen in eigener Sache.
    Die Aussagen von Fachleute sind wesentlich aussagekräftiger als ich.


    Nein, auf keinen Fall. In der Definition aus der wiki steht ja, dass Burnout ein "Problem der Lebensbewältigung" ist und Mediziner da im Gegensatz zu konkreten Sachen wie ( der damit verbundenen) Depression nicht so recht zuständig fühlen. Die Definition orientiert sich ganz und gar an der Sicht der Betroffenen sich ausgebrannt und kraftlos zu fühlen.


    "Es handelt sich um eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher oder anderweitiger Überlastung bei der Lebensbewältigung. Diese wird meist durch Stress ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit nicht bewältigt werden kann"


    ist doch nur der Satz "Burnout ist , wenn man überlastet ist" in komplizierter und detailierter ausgedürckt.


    Und der MAN von dem da gesprochen wird, sind genau Betroffene wie du oder Nils.


  • Burnout ist doch nur die Bezeichnung für den zerbrochenen tollen Menschen der immer alles gemacht hat, der immer da war, naja, eben, hat, war.
    Wäre interessant wie viele die nicht Burnout erleiden Clistal abhängig geworden sind. Ich hatte auch viele Chancen gehabt einfach nur Süchtig zu werden. Schade eigentlich, das verstehen die meisten, irgendwie.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.


  • Um das noch einmal ganz klar zu sagen: Ich war bei einigen Fachärzten und wenn mir mein Hausarzt den Befund sagte war da kein Befund, keinerlei Probleme mir dem Nervensystem oder den Hormonen. Außer: Depression(Ich wusste genau was Depression ist und wie sie sich auswirkt und diese Symptome hatte ich nicht.), Arthrose, Cholesterin an der oberen Grenze, Senk-,Plattfüsse. Ich war gesund. Selbst als Raucher habe ich keinerlei Probleme mit der Lunge.

    1) Es ist 'Sein'.

    2) 'Sein' ist Erscheinung durch Bedingungen, die bedingt voneinander abhängen, doch nie verbunden sind.

    3) Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung. 'Dasein' ist erleben.

  • Burnout scheint mir schon eine Einstellungssache zu sein. Nicht jeder reagiert auf Stress gleich, nicht bei jedem löst das Depressionen aus.
    Mal abgesehen von Depressionen, die nicht aufgrund äußerer Erlebnisse verursacht werden, also der "reinen Störung" im Haushalt des Gehirnes, glaube ich aber, dass vielleicht die Charakterstrukturen von Menschen, die an Depressionen erkranken und von Burn-out-Erkrankten ähnlich sind.
    An Burn out leidet doch wohl nur derjenige, der sich nicht abgrenzen kann, sich selbst immer unter Druck setzen muss, ein ständig schlechtes Gewissen hat usw. Da ist wohl eine "Vorschädigung" vorhanden, die einen weniger widerstandsfähig gegen Stress macht. Ein Ausgleich kann nicht stattfinden, das eigene Wohl- oder Missempfinden kann nicht mehr gespürt werden, das Gefühl für einen selbst ist verloren gegangen.
    Nochmal, ich spreche nicht von der Erkrankung des Gehirnes.


    Meiner Meinung nach, kann Burnout nur durch eine ehrliche Selbstanalyse und die Bereitschaft sich im richtigen Maße wichtig bzw. unwichtig zu nehmen beendet werden. Meditation, Yoga, Sport usw. sind dabei hilfreich, aber ändern auch nicht an der Grundvoraussetzung, sondern können sogar zu neuen Stressoren umfunktioniert werden, wenn die Grundursache, also das "falsche" Denken nicht angegangen wird. So eine Art Suchtverlagerung also.


    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Gedanken zur Erschöpfung...


    Was mir zu denken gibt: Eine sehr erschöpfende Arbeitssituation kann eigentlich nicht begründen, wieso man viele Jahre später noch immer so sehr unter Erschöpfungszuständen leidet. Immerhin spricht Nils von vor 30 Jahren! Ich möchte daher nicht auf die auslösende Situation eingehen. Dabei ist mir aber klar, dass x Berufe enorme Leistung verlangen und mir persönlich sicher zu heavy wären!


    Zugegeben, von Burn-out verstehe ich nichts. Theoretisch lassen sich Emotionen aber nach Zeit ordnen.


    Die spontane Erschöpfung. Möglicher Rat: Reiß dich zusammen bzw. sei achtsam bzw. mach eine Pause.
    Die geistige Erschöpfung. Um was für einen kognitiven Inhalt geht es? Ist der Blickwinkel der richtige?
    Die erschöpfte Stimmung. Warum besteht sie überhaupt? Gibt es Gefühle, die eingeschlossen sind?


    Schließlich gibt es offenbar auch die Neigung, erschöpft zu reagieren. Dabei scheint es sich um eine eingeübte emotionale Spur im Gehirn zu handeln, die man so leicht nicht verlassen kann. Lässt sich das Problem Burn-out so beschreiben? Was lässt sich tun, wenn Erschöpfungszustände bereits zu einem fixen Schema geworden sind?


    Grundsätzlich glaube ich, dass es manchmal auch etwas braucht, das vor den auslösenden Situationen beschützt und emotionale Stabilität gibt; erleben lässt, dass es auch anders geht. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass sonst z.B. die Angst vor jener Erschöpfung genau diesen Zustand noch zusätzlich fördert.


    Davon abgesehen glaube ich an das sanfte Potential der Meditation, um das eigene Gehirn umzumodeln.