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  • A.X.21 Der Löwenruf des Vollendeten - 1. Sīhanāda Sutta



    Na sowas, kann, muss oder darf das sein?

  • mukti :

    Na sowas, kann, muss oder darf das sein?


    Vom Thevada aus betrachtet ist das wahrscheinlich recht merkwürdig.


    Ich habe vom "Löwenruf" zum ersten mal in einem Buch von Chögyam Trungpa gelesen. Was mir davon in Erinnerung geblieben ist, ist die Idee von Grossmut, Offenheit und Grosszügigkeit. eines Löwens, der so souverän ist,er jenseits aller kleinkarrierten, egoistischen, ängstlichen Gedanken steht !


    Ich verbinde damit die Idee, dass Ego-denken immer eine Form der Kleinkarriertheit ist. Ein Streben nach Sicherheit und Kontrolle erstrebt. Und das deswegen aus der kleinen Schachtel persönlicher Befindlichkeit heraus handelt statt aus der Offenheit.


    Diesen Text auseinanderzunehemen und die vorgestellten Kräfte sehr ernst zu nehmen ( "Gibt es ein himmlisches Auge und kann es alleine in 3D sehen oder braucht man da ein zweites!") wäre ja dagegen eher ein Heranagehensweise der kritischen, vorsichtigen Kleinmütigkeit über die frohen Herzen hinweggebüllt wird.

  • void:


    Ich habe vom "Löwenruf" zum ersten mal in einem Buch von Chögyam Trungpa gelesen. Was mir davon in Erinnerung geblieben ist, ist die Idee von Grossmut, Offenheit und Grosszügigkeit. eines Löwens, der so souverän ist,er jenseits aller kleinkarrierten, egoistischen, ängstlichen Gedanken steht !


    Ich verbinde damit die Idee, dass Ego-denken immer eine Form der Kleinkarriertheit ist. Ein Streben nach Sicherheit und Kontrolle erstrebt. Und das deswegen aus der kleinen Schachtel persönlicher Befindlichkeit heraus handelt statt aus der Offenheit.


    Ich dachte mir dabei auch dass der Löwe als "König der Tiere" einfach die Stellung des Buddha symbolisiert - der Hervorragendste unter den Menschen (oder eigentlich unter allen bekannten und vielleicht weniger bekannten Wesen). Also der Einzige in einem überschaubaren Zeitrahmen der die höchstmögliche Wahrheit erkannt hat, ohne fremde Hife beim Endspurt, und die dann auch noch erfolgreich gelehrt hat. Das wäre ebenso unumstößlich wie etwa ein Zebra die Kräfte eines Löwen bezweifeln könne.


    void:


    Diesen Text auseinanderzunehemen und die vorgestellten Kräfte sehr ernst zu nehmen ( "Gibt es ein himmlisches Auge und kann es alleine in 3D sehen oder braucht man da ein zweites!") wäre ja dagegen eher ein Heranagehensweise der kritischen, vorsichtigen Kleinmütigkeit über die frohen Herzen hinweggebüllt wird.


    Es kann auch die Beruhigung eines Glaubens liefern: Zuflucht zum Buddha, Dhamma und Sangha - Ich weiß das nicht alles aber vertraue darauf dass er es wusste und die Lehre stimmt. Die Wahrheit festmachen an einer Art "Offenbarung". Das kann einerseits bequem sein, man muss nicht selber forschen und entwickelt nur eine hingebende Haltung inclusive Räucherstäbchen und Blumenspende. Andererseits kann man anhand eines Vorbildes, dass einem ansonsten stimmig erscheint, selber forschen bzw. sich bemühen das alles zu erkennen. Wobei es offen bleiben kann ob sich alles als richtig erweisen wird, wie bei einer Arbeitshypothese.
    Oder man lehnt vieles daran ab und bleibt sein eigener Herr, mit der Aussicht der wahre Buddha zu werden, die echte höchstmögliche Schau der Wirklichkeit zu erreichen. Weniger Verstiegen wäre ein ausgeprägtes Desinteresse, indem man sich auf die momentane Wahrnehmung und Erkenntnis die man hat als das non plus ultra verlässt bzw. auf die Dogmatik der derzeit gültigen Ergebnisse der Wissenschaft.

  • Wenn Buddhaschaft ein Darüberhinausgehen sein soll, hinweg über Konzepte und geistige Verschleierungen/Beschränkungen, und das bei vollem Gewahrsein - dann wüsste ich nicht, wie das nicht sein sollte, was im Löwenruf über die Fähigkeiten eines Buddha gesagt wird. :)


    "Löwe" verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht als einen Herrscher, dem man sich zu unterwerfen hat, sondern als einen von Grund auf Edlen von größter Kraft.

    _()_ Bitte mit dem Antworten 10 min warten. Bin Viel-Editiererin. :rainbow: :rainbow:

  • Zwischen der Sprache des frühen und des älteren Buddha gibt es schon Unterschiede.



    Majjhima Nikāya 26 http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m026z.html


    Da spricht kein milder geduldiger Lehrer sondern ein triumphierender Sieger :lol:



    Hallo void,


    void:

    Diesen Text auseinanderzunehemen und die vorgestellten Kräfte sehr ernst zu nehmen ( "Gibt es ein himmlisches Auge und kann es alleine in 3D sehen oder braucht man da ein zweites!") wäre ja dagegen eher ein Heranagehensweise der kritischen, vorsichtigen Kleinmütigkeit über die frohen Herzen hinweggebüllt wird.


    Für mich als eher nüchtern Säkularen gibt es da überhaupt keine Kleinmütigkeit. Einen Schritt zurück treten und etwas anderes Licht abwarten und dann passt es schon hervorragend. Wenn man etwa beim Begriff himmlisches Auge nicht verkrampft an irgendwie geänderte Organe denkt sondern einfach an ein Betrachtung, die von den vielen weltlichen Verzerrungen frei und geklärt ist - warum soll man das dann nicht poetisch himmlisches Auge nennen?


    Der von mir zitierte Text ist nebenbei eine meiner Lieblingsstellen im PK.

  • fotost:

    Zwischen der Sprache des frühen und des älteren Buddha gibt es schon Unterschiede.


    Falls du meinst dass das Majjhima Nikaya älter ist als das Anguttara Nikaya dann klingt das für mich nicht wesentlich anders, was dort bezüglich der Kräfte steht:


    Zitat

    14. "Sollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich die verschiedenen Arten übernatürlicher Kräfte beherrschen [5]: nachdem ich einer gewesen bin, möge ich mich vervielfältigen; nachdem ich mich vervielfältigt habe, möge ich einer werden; möge ich erscheinen und verschwinden; möge ich ungehindert durch eine Wand gehen, durch eine Einzäunung, durch einen Berg, als ob ich mich durch den freien Raum bewegte; möge ich in die Erde eintauchen und aus ihr auftauchen, als ob sie Wasser wäre; möge ich übers Wasser gehen, ohne zu versinken, als ob es Erde wäre; möge ich im Lotussitz durch den Raum reisen, wie ein Vogel; möge ich mit der Hand den Mond und die Sonne, die so kraftvoll und mächtig sind, berühren und streicheln; möge ich körperliche Beherrschung, die sogar bis zur Brahma-Welt reicht, haben', dann soll er die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen, die Meditation nicht vernachlässigen, Einsicht pflegen und in leeren Hütten wohnen."


    17. "Sollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich mich an meine vielfältigen früheren Leben erinnern, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten, vier Geburten, fünf Geburten, zehn Geburten, zwanzig Geburten, dreißig Geburten, vierzig Geburten, fünfzig Geburten, hundert Geburten, tausend Geburten, hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte: 'Dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, solcherart war meine Nahrung, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich woanders wieder; auch dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, war meine Nahrung solcherart, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich hier wieder.' Möge ich mich so an viele frühere Leben mit ihren Aspekten und Besonderheiten erinnern', dann soll er die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen, die Meditation nicht vernachlässigen, Einsicht pflegen und in leeren Hütten wohnen."


    18. "Sollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich mit dem Himmlischen Auge, das geläutert und dem menschlichen überlegen ist, die Wesen sterben und wiedererscheinen sehen, niedrige und hohe, schöne und häßliche, in Glück und Elend und möge ich verstehen, wie die Wesen ihren Handlungen gemäß weiterwandern..............."


    http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m006z.html

  • Losang Lamo:

    Wenn Buddhaschaft ein Darüberhinausgehen sein soll, hinweg über Konzepte und geistige Verschleierungen/Beschränkungen, und das bei vollem Gewahrsein - dann wüsste ich nicht, wie das nicht sein sollte, was im Löwenruf über die Fähigkeiten eines Buddha gesagt wird. :)


    Ist da nicht die Frage ob Aussagen über etwas das man nicht selber wahrnimmt auch nur Konzepte sein könnten?


    Losang Lamo:


    "Löwe" verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht als einen Herrscher, dem man sich zu unterwerfen hat, sondern als einen von Grund auf Edlen von größter Kraft.


    Dacor. Wobei man sich einem solchen Edlen in gewisser Hinsicht auch unterwerfen kann, allerdings freiwillig.

  • mukti:
    Losang Lamo:

    Wenn Buddhaschaft ein Darüberhinausgehen sein soll, hinweg über Konzepte und geistige Verschleierungen/Beschränkungen, und das bei vollem Gewahrsein - dann wüsste ich nicht, wie das nicht sein sollte, was im Löwenruf über die Fähigkeiten eines Buddha gesagt wird. :)


    Ist da nicht die Frage ob Aussagen über etwas das man nicht selber wahrnimmt auch nur Konzepte sein könnten?


    Hm, da tanzt die Katze aber im Kreis, ihrem eigenen Schweif hinterher jagend. :) 
    Das wird ja wohl hoffentlich nicht so sein, dass jemand, der Buddhaschaft nicht wahrgenommen hat, darüber Aussagen gemacht hat. Ich gehe davon aus, dass die Überlieferung, was ein Buddha ist, nicht auf ausgedachten Konzepten, sondern auf Erlebtem basieren.
    Sonst hat's ja alles keinen Sinn.
    Sich online mittels Worten und Buchstaben über Konzeptfreiheit zu unterhalten, gestaltet sich allerdings immer und immer wieder schwierig. :) Nur, wir tun's halt so gern. :)



    Zitat
    Losang Lamo:


    "Löwe" verstehe ich in diesem Zusammenhang nicht als einen Herrscher, dem man sich zu unterwerfen hat, sondern als einen von Grund auf Edlen von größter Kraft.


    Dacor. Wobei man sich einem solchen Edlen in gewisser Hinsicht auch unterwerfen kann, allerdings freiwillig.


    Ja. Dacord.

    _()_ Bitte mit dem Antworten 10 min warten. Bin Viel-Editiererin. :rainbow: :rainbow:

  • Losang Lamo:

    Ich gehe davon aus, dass die Überlieferung, was ein Buddha ist, nicht auf ausgedachten Konzepten, sondern auf Erlebtem basieren. Sonst hat's ja alles keinen Sinn.


    Sehe ich ganz ähnlich.


    Losang Lamo:


    Bzw: "d'accord". :)


    Ähm hab an der falschen Stelle nachgeschaut..

  • Hallo Mirco,


    Mirco:
    mukti:

    A.X.21 Der Löwenruf des Vollendeten - 1. Sīhanāda Sutta
    Na sowas, kann, muss oder darf das sein?


    Hallo mukti,


    ich steh 'n bissl auf'm Schlauch: Wonach fragst Du?


    Liebe Grüße


    Kann es sein dass ein Mensch diese zehn Kräfte hat? Muss ich daran glauben wenn ich Befreiung anstrebe? Darf ich allen Ernstes annehmen, was Aufklärung und Wissenschaft verneinen?


    Diese zehn Kräfte sind es ja die den Buddha zum Buddha machen, die ihn die Lehre darlegen und den höchsten Platz einnehmen lassen, und nicht nur zwei oder drei davon.


    Rattert's da nicht gleich los: Das Kesamatti Sutta (Rede an die Kalama) ist wichtiger, das sind nur Mythen und Legenden, Konzepte, Phantasien, Vermischung mit der damaligen Religion, nachträgliche Einfügungen, eine Taktik des Buddha, oder seiner Nachfolger, das braucht man nicht alles, usw. ?


    Schöne Grüße

  • Hallo mukti,


    mukti:

    Kann es sein dass ein Mensch diese zehn Kräfte hat? Muss ich daran glauben wenn ich Befreiung anstrebe? Darf ich allen Ernstes annehmen, was Aufklärung und Wissenschaft verneinen? Rattert's da nicht gleich los: Das Kesamatti Sutta (Rede an die Kalama) ist wichtiger, das sind nur Mythen und Legenden, Konzepte, Phantasien, Vermischung mit der damaligen Religion, nachträgliche Einfügungen, eine Taktik des Buddha, oder seiner Nachfolger, das braucht man nicht alles, usw. ?


    Ich denke, man muss nicht daran glauben. Meine Erfahrung ist, dass Vertrauen hilfreich ist. Und alles, wo der kritische Geist den Hebel des Zweifelns ansetzen möchte, ist für mich wieder nur eine "Versuchung Maras". Es ist meine Entscheidung, ob ich Vertraue, dass die Wissenschaft am Ende der Wissenergründung angekommen ist, oder ob es der Buddha war. Nebenbei weiß die Wissenschaft, dass sie es längst nicht ist.


    mukti:

    Diese zehn Kräfte sind es ja die den Buddha zum Buddha machen, die ihn die Lehre darlegen und den höchsten Platz einnehmen lassen, und nicht nur zwei oder drei davon.


    Ist das so? Ist es nicht so, dass diese Eigenschaften bloß "Nebenerscheinungen" sind?
    Was Ihn zum Buddha machte, war doch das vollständige verstehen Bedingter Entstehung.



    Schöne Grüße

  • Mirco:


    Ich denke, man muss nicht daran glauben. Meine Erfahrung ist, dass Vertrauen hilfreich ist. Und alles, wo der kritische Geist den Hebel des Zweifelns ansetzen möchte, ist für mich wieder nur eine "Versuchung Maras". Es ist meine Entscheidung, ob ich Vertraue, dass die Wissenschaft am Ende der Wissenergründung angekommen ist, oder ob es der Buddha war. Nebenbei weiß die Wissenschaft, dass sie es längst nicht ist.


    Ja der Buddha hat dagegen behauptet dass er am Ende der Wissensergründung angekommen sei. Vor allem hat die Wissenschaft keine Lösung zur völligen Beseitigung allen Leids.


    Mirco:
    mukti:

    Diese zehn Kräfte sind es ja die den Buddha zum Buddha machen, die ihn die Lehre darlegen und den höchsten Platz einnehmen lassen, und nicht nur zwei oder drei davon.


    Ist das so? Ist es nicht so, dass diese Eigenschaften bloß "Nebenerscheinungen" sind?
    Was Ihn zum Buddha machte, war doch das vollständige verstehen Bedingter Entstehung.


    Naja nach dem Löwenruf sind es alle zehn Kräfte. Da ist wieder die Frage ob man das wörtlich nehmen sollte oder ob man dann zum Dogmatiker wird. Ich denke es ist nicht grundsätzlich unheilsam einer Lehre zu vertrauen von der man nicht alles nachprüfen kann. Man kann ja die zwangsläufig auftauchenden Zweifel einstweilen bestehen lassen, bis sich erweist dass sie berechtigt oder unberechtigt waren. Wenn man aber seine Zweifel zum Dogma erhebt dann verschließt man sich einer möglichen Bestätigung der gesamten Lehre und ist eher nur ein Teilbuddhist würde ich sagen, was im modernen Westen wohl sehr verbreitet ist. Das meine ich jetzt aber nicht abwertend.


    Schöne Grüße

  • mukti:

    Naja nach dem Löwenruf sind es alle zehn Kräfte. Da ist wieder die Frage ob man das wörtlich nehmen sollte oder ob man dann zum Dogmatiker wird. Ich denke es ist nicht grundsätzlich unheilsam einer Lehre zu vertrauen von der man nicht alles nachprüfen kann. Man kann ja die zwangsläufig auftauchenden Zweifel einstweilen bestehen lassen, bis sich erweist dass sie berechtigt oder unberechtigt waren. Wenn man aber seine Zweifel zum Dogma erhebt dann verschließt man sich einer möglichen Bestätigung der gesamten Lehre und ist eher nur ein Teilbuddhist würde ich sagen, was im modernen Westen wohl sehr verbreitet ist. Das meine ich jetzt aber nicht abwertend.


    Ich nehme diese Kräfte wörtlich, seitdem ich vor 20 Jahren das erste Mal davon las. Vielleicht war es Wunschdenken aus dem eigenen Minderwert heraus, was ich aber nicht wirklich glaube, denn es ist ein intuitives Wissen, dass Wahrheit dahinter steckt. Nicht ohne Grund zieht es mich zum Dhamma.


    Von vielen fortgeschrittenen buddhistisch Übenden hörte und las ich Bestätigungen solche Kräfte, wenn auch nicht in der Gesamtheit bei einem einzelnen versammelt. So habe ich gehört, dass es hängt vom Charakter abhängt, welche Kräfte beim Fortschritt erscheinen.



    Schöne Grüße

  • Mirco:


    Ich nehme diese Kräfte wörtlich, seitdem ich vor 20 Jahren das erste Mal davon las. Vielleicht war es Wunschdenken aus dem eigenen Minderwert heraus, was ich aber nicht wirklich glaube, denn es ist ein intuitives Wissen, dass Wahrheit dahinter steckt. Nicht ohne Grund zieht es mich zum Dhamma.


    Von vielen fortgeschrittenen buddhistisch Übenden hörte und las ich Bestätigungen solche Kräfte, wenn auch nicht in der Gesamtheit bei einem einzelnen versammelt. So habe ich gehört, dass es hängt vom Charakter abhängt, welche Kräfte beim Fortschritt erscheinen.


    Das finde ich inspirierend und sehr schön und beeindruckend finde ich was sich hinter dem Link in deiner Signatur verbirgt ! Danke dafür.


    Schöne Grüße

  • nibbuti:

    wie Nr. 8 genau funktioniert, wird hier beschrieben


    Zitat

    "Diejenigen Asketen und Priester, ihr Mönche, die sich mannigfacher früherer Daseins-Stätten erinnern, alle die erinnern sich der fünf Gruppen des Anhangens oder einer von ihnen: ...


    Ja, weil die khandha alles Dasein ausmachen. Entweder alle fünf, oder einige von ihnen. Aññataraṃ kann entweder eines oder auch einige bedeuten.

  • mukti:

    Ja, weil die khandha alles Dasein ausmachen.


    naja mukti


    die khanda machen zunächst eine Person aus, die sich damit identifiziert


    schnell mag diese Person ihre Identifikation mit dem Körper (rupa) ablegen (Haare scheren, hässliche Kleidung anziehen etc)


    aber viel schwieriger ist das ('ich'-)Bewusstsein, das nicht selten, auch von ehrwürdigen Gelehrten, als sogenanntes 'Kontinuum' (continueing, weiterbestehend) ausgelegt wird:



    was jedoch auch mit den anderen khanda steht & zerfällt:


    Zitat

    Wenn nun, ihr Mönche, einer sagt: 'Außerhalb von


    Körperlichkeit
    Gefühl
    Wahrnehmung
    Gestaltungen


    will ich des Bewußtseins Kommen oder Gehen, Schwinden oder Entstehen, Wachstum, Entwicklung, Fülle verkünden' - so besteht keine Möglichkeit dafür.


    Upaya Sutta


    Grüße


    n.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • nibbuti:
    Zitat

    Wenn nun, ihr Mönche, einer sagt: 'Außerhalb von


    Körperlichkeit
    Gefühl
    Wahrnehmung
    Gestaltungen


    will ich des Bewußtseins Kommen oder Gehen, Schwinden oder Entstehen, Wachstum, Entwicklung, Fülle verkünden' - so besteht keine Möglichkeit dafür.


    Upaya Sutta


    Finde es verständlich dass Bewusstsein immer mit etwas in Verbindung sein muss und nicht für sich alleine bestehen kann. Entweder befindet es sich zwischen Tod und nächster Geburt mit den geistigen khandha in einem Zwischenstadium oder setzt sich sofort in einem neuen Körper fort. Das sind die zwei klassischen Auffassungen im Buddhismus. Wobei es bekanntlich auch Daseinsbereiche ohne Körper gibt.

  • mukti:

    befindet es sich zwischen Tod und nächster Geburt


    mukti


    wo steht da was von „zwischen Tod und nächster Geburt“?


    ich kenne nicht 1 Sutta, wo der Buddha was von „Zwischenstadium“ sagt


    mukti:

    mit den geistigen khandha in einem Zwischenstadium oder setzt sich sofort in einem neuen Körper fort.


    die khandas werden laut Buddha beim Tod beendet




    mukti:

    Das sind die zwei klassischen Auffassungen im Buddhismus.


    kA wo du das her hast, in den Suttas steht es jedenfalls nicht


    mukti:

    Wobei es bekanntlich auch Daseinsbereiche ohne Körper gibt.


    klar gibt es formlose (arupa) Zustände, aber inwiefern hilft das deiner Übung weiter?


    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • nibbuti:


    ich kenne nicht 1 Sutta, wo der Buddha was von „Zwischenstadium“ sagt


    Wie gesagt ist das eine der klassischen Auffassungen im Buddhismus, besonders im Tibetischen gibt es dazu genauere Ausführungen (Bardo).


    Oder ungefähr hier:


    Zitat

    „Und wenn nun ein Wesen seinen Körper abgelegt hat, aber noch nicht in einem anderen Körper erschienen ist – was würdet Ihr in diesem Augenblick als dessen Anhaftung/Nahrung bezeichnen?“
    „Vaccha, wenn ein Wesen seinen Körper abgelegt hat, aber noch nicht in einem anderen Körper erschienen ist, dann bezeichne ich dies als vom Verlangen genährt, denn in diesem Augenblick ist das Verlangen dessen Anhaften/Nahrung.“
    (SN 44:9)

  • accinca:
    nibbuti:

    die khandas werden laut Buddha beim Tod beendet


    Leider aber nur beim Arahat.


    Ok accinca


    dass beim Nicht-Arahat allerlei Wünsche nach Weiterexistenz vorhanden sind


    das steht außer Zweifel (wie einige Diskussionen auch gezeigt haben), aber:


    was genau ist es dann, das beim körperlichen Tod beim Nicht-Arahat nicht beendet wird?


    was ist es, deiner Ansicht nach, das beim körperlichen Tod stattdessen fortgesetzt wird?


    :?:

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • mukti:
    Zitat

    „Und wenn nun ein Wesen seinen Körper abgelegt hat, aber noch nicht in einem anderen Körper erschienen ist – was würdet Ihr in diesem Augenblick als dessen Anhaftung/Nahrung bezeichnen?“
    „Vaccha, wenn ein Wesen seinen Körper abgelegt hat, aber noch nicht in einem anderen Körper erschienen ist, dann bezeichne ich dies als vom Verlangen genährt, denn in diesem Augenblick ist das Verlangen dessen Anhaften/Nahrung.“
    (SN 44:9)


    Hi mukti


    bitte beachte im obigen Zitat ist Vaccha, der die Diskussion anleitet


    es ist bekannt dass Vaccha besessen ist von Spekulation über das 'Leben danach'


    Zitat

    vom Verlangen genährt, denn in diesem Augenblick ist das Verlangen dessen Nahrung.


    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.