Traumyoga

  • Super, kilaya. Das scheint das komplette Buch zu sein, 122 Seiten. Auf S. 58 geht es dann mit dem Schlaf-Bewusstsein los.

  • Glaube nicht, dass es das ganze Buch ist, der Text zeigt ca. 90 Seiten mit riesiger Schrift usw. In einem normalen Buch wären das vielleicht gut 20 Seiten. Aber es dürfte den Inhalt einigermassen abdecken.


    kilaya

  • Es fehlt das Vorwort des Herausgebers, das Vorwort des Gonsar Tulku und der Anhang sind nicht dabei. Im Anhang fehlen die Fragen der Schüler und die Antworten des Gesche. Das alles ist natürlich nicht uninteressant, und das Buch kann man als Gebrauchtexemplar schon ab 7 Euro im Netz kaufen. Seit einigen Monaten sind auch Audio-Aufzeichnungen der Unterweisungen des Gesche auf YT zugänglich.


    Grüße

  • Ich las gerade gestern, dass Traumyoga eine "höhere" Praxis im tibetischen Buddhismus sei.
    Was im Klartext bedeutet, man braucht dazu
    - einen qualifizierten tatsächlichen Lehrer, nicht nur ein Buch,
    - man muss das Ngöndro (vorbereitenden Übungen) einmal durchlaufen haben,
    - und man hat schon andere höhere Praktiken wie Höchstes Yoga Tantra oder Tummo praktiziert.


    Es handelt sich also nicht um simple Sachen, mit denen man sich unvorbereitet nur so aus Spaß mal'n halbes Jahr befasst.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Losi, ich glaube Tenzin Wangyal Rinpoche sieht das anders als wie du es siehst. Traditionell ist es glaube ich korrekt was du sagst. Aber man kann sich dann eben dazu stellen, wenn es einen reisenden Tenzin Wangyal Rinpoche gibt der es anders macht.
    Warum werden denn Bücher geschrieben, wenn es nur den Weg gibt, es unter Anleitung eines Meisters zu machen? Man kann jetzt sagen, naja, Tenzin Wangyal Rinpoche ist Bön und daher ist es vielleicht eben anders. Aber er ist ein Schüler von Namkhay Norbu Rinpoche ( Nyingma) und von ihm gibt es ja auch ein Buch.

  • Dazu was man wann machen soll oder darf gibt es ja mindestens so viele Meinungen wie es Rinpoches gibt :) Und es gibt verschiedene Typen von Schülern, die bestimmte Neigungen mitbringen. Wer ohnehin schon ohne Aufwand Klarträume hat, warum sollte der die nicht für die Praxis nutzen? Dafür ist natürlich in Mindestmaß an "buddhistischer Grundausbildung" notwendig, damit man überhaupt weiss, worauf es ankommt.


    Es ist Nyingma-Stil - und auch im Bön oft so, soweit ich weiss - auch sehr hohe Belehrungen als Inspiration zu geben, aber so formuliert, dass man eigentlich noch keine Praxis damit machen kann. So sollte man dann einen Lehrer aufsuchen, der einem die Sachen erklärt, die fehlen. Eine Gefahr sehe ich aber nicht darin, es zu probieren, bei genau diesen Sachen. Sonst würden sie so nicht gegeben.


    kilaya

  • Soweit ich weiß gibt Dolpo Tulku Rinpoche Tsa Lung, was auch Teil der 6 Yogas von Naropa ist unter der Voraussetzung dass man Ngöndro praktiziert oder durch hat, oder eine Saddhana praktiziert. Das heißt also nicht unbedingt Ngöndro und nicht zwingend bei ihm. Da wird dann schon auf Eigenverantwortung gebaut. (Bin mir ziemlich sicher, dass so gelesen zu haben, aber habe jetzt nicht noch mal recherchiert. Daher nicht 100 Prozent sicher).

  • Ja, ich denke, so'n bisschen flexibel geht jeder oder wenigstens viele Lehrer mit diesen Fragen um. Ich wollte es nur mal erwähnt haben und Eure Meinung dazu interessierte mich. Danke dafür.


    MMn ist es doch ein Riesenunterschied, ob man einen Vortrag von einem Lehrer hört und sich daraufhin sein Buch kauft, um das Thema zu vertiefen - oder ob man ohne viel Hintergrund Buchtipps aus dem Internet aufschnappt und sich ansonsten denkt: Wozu braucht man schon einen Lehrer, s'gibt ja Bücher!
    Bei den sogenannten höheren Schulungen ist ein Lehrer was Wichtiges - selbst wenn er nur alle Jahre mal angereist kommt.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Nach meiner Erfahrung passen sich Lehrer dem niedrigsten Wissensstand in der Gemeinschaft an, weil niemand dadurch benachteiligt werden soll, dass er mit etwas konfrontiert wird, wozu er noch keine Fähigkeiten hat. Andererseits gibt es Praktizierende, die aufgrund ihrer Vorleben bereits Anlagen in dieses Leben mitgebracht haben, die man nicht übergehen sollte indem man diese Leute beispielsweise zwingen würde, sich dem Stufenweg anzupassen. Ich plädiere stark dafür, dass Schüler sich gegenseitig keine Vorschriften machen, weil niemand von ihnen einschätzen kann, welche Unterweisung auf unbeschränkte Zeit bereits gegeben wurden bzw. welcher Stand von den anderen berreits erreicht wurde. Auch eine Phase ohne Lehrer kann ggf. zielführender sein als ein womöglich falsch praktiziertes Lehrer-Schüler-Verhältnis. Das man in dieser Phase auch weiter üben 'darf', ist ohne Frage. Wir leben in einem Zeitalter, in dem Unterweisungen berühmter Lehrer, die vor Jahrhunderten oder -tausenden gelebt haben, frei zugänglich sind. Direkter Kontakt alle paar Jahre? Geht auch. Es steht aber einem meistens nichts im Weg zwischendurch im deutschsprachigen (wenn bevorzugt) Raum nach neuen Erfahrungen zu suchen. Es ist viel geboten, es gibt so viele Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln.

  • Quote from Turmalin

    Losi, ich glaube Tenzin Wangyal Rinpoche sieht das anders als wie du es siehst. Traditionell ist es glaube ich korrekt was du sagst. Aber man kann sich dann eben dazu stellen, wenn es einen reisenden Tenzin Wangyal Rinpoche gibt der es anders macht.
    Warum werden denn Bücher geschrieben, wenn es nur den Weg gibt, es unter Anleitung eines Meisters zu machen? Man kann jetzt sagen, naja, Tenzin Wangyal Rinpoche ist Bön und daher ist es vielleicht eben anders. Aber er ist ein Schüler von Namkhay Norbu Rinpoche ( Nyingma) und von ihm gibt es ja auch ein Buch.


    Vielleicht ist dann solch ein Buch ja sowas wie ein Lehrer. Tenzin Wangyal Rinpoche soll ja ein sehr guter, hoher Lehrer sein. Vielleicht hat er das Buch ja gut geschrieben und kann es deshalb so empfehlen. Ich gehe davon aus, dass er in einer gewissen Weise die Verantwortung dafür übernimmt. :) _()_

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