Gibt es ein Selbst?

There are 1,540 replies in this Thread. The last Post () by kesakambalo.

  • Danke, das ist nett.


    Es ist zu trivial um darüber zu sprechen und zu ernst um darüber Scherze zu machen. Man kann sich guten Konzepten anschließen (verlinkt) wie diesem, nicht um an etwas zu glauben, sondern um das intuitive Erkennen zu aktivieren.


    "ewig jungen spielenden Bewusstsein" nein, daran glaube ich nicht. Das sind die gleichen Faktoren, die auch die Vorstellung von einem Ich hervor zaubern, und das ist fast zu poetisch ausgedrückt, denn das Ich ist im Grunde ein Strohhalm oder eine Ablenkung.


    Gruß, Yofi

  • Quote

    Lieber accinca, nicht nur weichst du der Frage aus, du scheinst auch so betroffen von ihr, dass du nun herablassend werden musst.


    Das ist die accinca Strategie. Fragen beantworten sind nicht seine Stärke - eher Belehrungen mit Worthülsen. Ausserdem hat der mal behauptet, dass der Buddha ein Schneemann sei :P


  • Ist intuitives Erkennen für Dich Einsicht, Weisheit ..., Yofi?
    Einsicht ist für mich, wenn das Bewusstsein mit dem Herzen zusammengeht und sie gemeinsame Sache machen.


    Aber schau doch mal ... in den Spiegel! Wenn Du schon älter bist wirst Du verstehen was ich mit spielendem Bewusstsein meine.
    Das Ich sagte Ellviral ist bereits ein Gedanke. Ist das der Strohalm den Du meinst? Aber ist ein Gedanke nicht auch etwas das im Geist wie eine Welle schwimmt?
    Ist der Geist für Dich den man beruhigen kann Durch Atmung auch ein Strohalm? Für mich ist er ein Ozean!


    Lieben Gruß
    Und Danke für Deinen Beitrag :-)

  • Quote from Sprite


    Ausserdem hat der mal behauptet, dass der Buddha ein Schneemann sei :P


    Hallo Erfrischung Sprite, Du inspirierst!


    Weil der Buddha erwacht keine Gedankenwelle mehr war, war er deshalb vereistes Wasser, ein Schneemann?
    Ist er ein Eisberg gewesen der im Ozean Unwissenheit gegründet war?


    (Ich sagte zu Yofi der Geist sei ein Ozean und meinte die Unwissenheit als natürliche Intelligenz als Intuition der Tiere. Wir sind doch auch Tiere oder?
    Und der Buddha war doch ein Tierfreund?)


    Ist die Sonne eine Bedrohung für den Erwachten? Ist die Sonne nicht reines Gewahrsein?


    Herzlich
    gbg

  • Quote from JazzOderNie


    Das verwirrende ist nun, dass ich behaupten kann, dass es kein Selbst gibt, aber dann logischerweise implizit immernoch aus dem Vergleich heraus das Selbst mitdenke, das heißt ich denke in Wirklichkeit so: "Ich hatte ein Selbst und nun habe ich kein Selbst mehr.", darum ist eine Ablehnung des Selbst (logisch betrachtet) ebenso falsch, da ich etwas subjektiv vorhandenes und so wahrgenommenes nun im nachhinein ablehne. Die ewige und unveränderbare Ansicht ist aber ebenso falsch (siehe oben) und dann endet die Logik in dem Zusammenspiel der "Bedingungen" (das heißt der oben genannten Gruppen). Also kommt auf die Situation, Umstände und Sichtweise an.


    find ich gut !

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.


    Meister Seng Ts'an

  • WENN da kein Selbst ist, kein Etwas, das wirklich mein Sein ausmacht, definiert und so weiter, ja, wer dann bin ich denn im Endeffekt.
    Wer bin Ich? Irgendwo im Inneren, wenn nicht ich selbst.
    Wenn ich all die Dinge kenne, die mich nicht ausmachen, die nicht wirklicher und wahrer Teil meines Seins sind, dann bin ich Selbst. Dann ist da nur ein Punkt, von dem Alles entsteht.
    Wenn ich quasi an der Quelle stehe, wo all das hervorsprudelt aus dem brodelnden Urschlamm = Leben, dann seh ich, wie ich bin und wenn ich weiss aufgrund des Sehens, wie ich bin, weiss ich, wie ich bin und bin SELBST und keinem Bedingten Entstehen mehr unterworfen.


    Ihr habt doch nur Angst, euren wahren Wesens-Kern zu finden !! Ich meine damit all Jene, die meinen, dass da kein Selbst, kein Kern, keine Soheit ist.

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.


    Meister Seng Ts'an

  • Quote from Jon

    WENN da kein Selbst ist, kein Etwas, das wirklich mein Sein ausmacht, definiert und so weiter, ja, wer dann bin ich denn im Endeffekt.
    Wer bin Ich? Irgendwo im Inneren, wenn nicht ich selbst.
    Wenn ich all die Dinge kenne, die mich nicht ausmachen, die nicht wirklicher und wahrer Teil meines Seins sind, dann bin ich Selbst. Dann ist da nur ein Punkt, von dem Alles entsteht.
    Wenn ich quasi an der Quelle stehe, wo all das hervorsprudelt aus dem brodelnden Urschlamm = Leben, dann seh ich, wie ich bin und wenn ich weiss aufgrund des Sehens, wie ich bin, weiss ich, wie ich bin und bin SELBST und keinem Bedingten Entstehen mehr unterworfen.


    Ihr habt doch nur Angst, euren wahren Wesens-Kern zu finden !! Ich meine damit all Jene, die meinen, dass da kein Selbst, kein Kern, keine Soheit ist.


    Hallo Jon,


    Bist Du dann der Zweifel? Ist nicht der Zweifel unser Ich?
    Das beantwortet Deine Frage nach dem Selbst noch nicht. Schauen wir weiter...
    Wenn Du was Du nicht bist ablegst legst Du dann nicht auch ganz am Ende den Zweifel damit ab?
    Descartes sagte ich weiß, dass Ich bin weil ich zweifle!
    Das (der buddhistische!) wäre ein umgekehrter Ansatz (zum philosophischen!)!
    OK, wir haben also den Zweifel über den wir hinaus müssen um uns Selbst realisieren zu können.
    Aus der Zweifellosigkeit entsteht alles? So?
    Aus der Unwissenheit als die man sich erkannt hat selbst? So würde die Unwissenheit zum Freund!
    Aber halt mein Freund!
    Ich bin auch noch da.
    Legen wir uns beiden die Unwissenheit als Ozean zu Grunde auf der wir einzelne Wellen sind ist uns womöglich auch ein Selbst gemeinsam als Kontrapunkt!
    Was anders kann es sein als das Gewahrsein das "Bin" !


    Die Zen-Buddhisten sprechen von der offenen Weite, aber das ist es noch nicht. Es ist die Sonne in dern Upanishaden beschrieben die für das Gewahrsein steht. Übrigens ist das Bewusstsein ein Stern!


    Möge euch das Licht unseres Gottes Indra erleuchten!


    Der Himmel ist das Bewusstsein es ist Krishna der Vater von dem Jesus sprach!
    In der Sonne dem Sein sind wir er und er ist uns und wir sind uns alles Götter!
    Der Philosoph aus der Antike hatte recht. Die Welt ist voller Götter aber es gab nur einen Gott und es gibt nur einen guten Plan das Paradies als Spielwiese der Begegnungen der aus Indra gewordenen Götter.

  • Quote from gbg

    Die Welt ist voller Götter aber es gab nur einen Gott und es gibt nur einen guten Plan das Paradies als Spielwiese der Begegnungen der aus Indra gewordenen Götter.


    Die Unwissenheit im Palikanon ist die Urflut im alten Testament und die Urflut im alten Testament ist Indra in der Bhagavad Gita.


    Gelobd sei Hittler, gelobd sei Buddha, gelobd sei Jesus, Gedenken sei Indra. Buddha ist die Brücke zwischen Hittler und Jesus zwischen Mögen Hittlers und Lieben Jesus das Mittgefühl der mittlere Weg. Heil _()_ Amen.

  • Der ist frei der sich hingibt. Wer sich davor fürchtet sich hinzugeben der hat ja noch viele Leben! :D


    "Besenstrich für Besenstrich" erwachter Buddha. "Geht den engen Weg" erwachter Jesus. "Geht über Leben (der Nation) und Tod (der Fremde) hinaus" sich erschossen habender erwachter Hittler.


    Habt Vertrauen zur Unwissenheit, zur Urflut zu Indra. Denn sie waren (ewig in Erinnerung bleibend) als das selbe gut und der Plan für uns für jeden Einzelnen! ist damit ebenfalls gut. :)

  • Nein, der Beobachter ist immer sich identifizieren mit dem was er beobachtet. Also kann es einen Beobachter geben der den Beobachter beobachtet. Ist aber nur eine Vorstellung ohne jede Realität als Sinnesobjekt. Das Selbst ist das was sich mit Vorstellungen über die Sinnesobjekte als Selbst wahrnimmt ohne dafür Anzeichen in den Sinnesobjekten zu finden, das Selbst glaubt das es in den Sinnesobjekten auch ein Selbst gibt nur so kann es sich als Selbst mit sich selber identifizieren.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Quote from Ellviral

    Nein, der Beobachter ist immer sich identifizieren mit dem was er beobachtet. Also kann es einen Beobachter geben der den Beobachter beobachtet. Ist aber nur eine Vorstellung ohne jede Realität als Sinnesobjekt. Das Selbst ist das was sich mit Vorstellungen über die Sinnesobjekte als Selbst wahrnimmt ohne dafür Anzeichen in den Sinnesobjekten zu finden, das Selbst glaubt das es in den Sinnesobjekten auch ein Selbst gibt nur so kann es sich als Selbst mit sich selber identifizieren.


    Lieber Ellvitral,


    Danke für Deinen Beitrag!


    Der Beobachter des Namens und der Formen oder der sich selbst unmittelbar bewusste Beobachter? Du schreibst es kann einen geben. Willst Du Dich korrigieren?
    Er ist kein Objekt er ist ja ein Subjekt völlig wahr. Du baust mit dem Subjekt das sich in den Formen sieht eine Brücke zurück zum Subjekt dem Bewusstsein. Die Formen sind das Baumaterial dafür.
    Das erinnert mich an eine Umkehr in die eigene Geburt von der Jesus sprach. Nimm die Menschen als Förmchen und spiele mit ihnen und lasse sie dann los um ihnen ihre Würde zurückzugeben ohne zum letzten mal wiedergeboren je wieder die Freude am würdevollen Umgang mit den Geschöpfen missen zu wollen würde Buddha Jesus wohl zunicken. :)

  • Quote from accinca
    Quote from gbg

    ... würde Buddha Jesus wohl zunicken. :)


    oder er würde Jesus als einen verwirrten jungen Juden betrachteten.

    Wohl eher als jungen verwirrten Menschen.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Quote from mukti
    Quote from Jon

    meinste ?


    Für mich schon, und wenn Weltreisender noch was unklar ist wird er ja weiter fragen.



    Jon, der mukti hat ja hier im Thread geantwortet, also ist auch automatisch das ganze Thema bis zum Ende erschöpft :mrgreen:



    gbg :


    Quote

    Weil der Buddha erwacht keine Gedankenwelle mehr war, war er deshalb vereistes Wasser, ein Schneemann?
    Ist er ein Eisberg gewesen der im Ozean Unwissenheit gegründet war?


    Das mit dem Schneemann hatte ja accinca behauptet^^


    In meinen Augen ist es so, dass der Buddha stets nur die Möglichkeit einer Gedankenwelle war. Als Gedankenwelle kann er überhaupt nicht aufwachen, darum geht es ja. Denn WER soll da aufwachen, selbst nach Buddhas eigenen Worten wäre das ja nicht machbar, da kein inhärentes Selbst, da nur Gruppen.


    Der richtige Buddha (also ICH :D ) weiß, dass er niemals erwachen kann, da Wachheit Schlaf voraussetzen würde, aber mein Selbst Schlaf und Wachheit transzendiert und nicht von ihnen abhängig ist. Derjenige der denkt, er wäre jetzt erwacht oder erleuchtet kann gar nicht erleuchtet werden, auch nicht in 100000 Äonen. Also, wer möchte meditieren?

  • gbg:

    Quote

    der Buddha sprach mE vom Ich das nicht aus sich selbst heraus bestehen kann. Ich denke dabei gerade an die Bedingtheit von allem. Wie verstehst Du das Ich, Selbst das Buddha ja nur? umreißt um es als nicht intrinsisch zu lehren? Kannst Du es mir wie Buddha es sah kurz skizieren und dazu sagen ob Du da noch mitgehst?
    Ist für Dich das Bewusstsein das Selbst?


    gbg, das sind schon die richtigen Fragen, und ich finde, JazzOderNie hat das Problem erfasst, dem wir uns ehrlich stellen müssen: Wir brauchen etwas wie ein Ich oder Selbst, von dem aus wir diese Themen betrachten und bedenken. Ein Buddha ohne eine auffällige Persönlichkeit wäre in der Masse untergegangen, für ihn war es wichtig, ein Profil zu bekommen und unbeugsam zu seinen Ansichten zu stehen. Sind das nicht alles typische Kennzeichen eines Egos? Ich könnte mir vorstellen, dass der Buddha zu seiner Zeit deshalb sogar mehr Leuten auf die Nerven ging als Anhänger hatte. So wie viele Gurus heute mehr Kopfschütteln auslösen als Kopfnicken.


    Dann kommen wir aber zu zwei wichtigen Punkten, die das Gerede Buddhas interessant machen. Die Bedingheit unserer Ansichten und daraus folgend die Erkenntnis, dass sie eigentlich keinen festen Kern haben, wie unser ganzes Wesen nicht, sondern wir uns diesen einbilden (aber diese Identifikation im Alltag auch brauchen). Wir sind, finde ich, zurecht "selbst" und Individuum, aber wir würden zu Unrecht glauben, dass wir mehr sind als eine große Einbildung. Buddha lehrte meines Erachtens, das wir nicht das sind, was wir zu sein glauben. Mit dieser Einsicht, die ich teile, geht es mir schon seit langem besser. Weder der Buddha noch ich oder du sind darum aber vollkommen selbst-los. Das phänomenale Selbst, worüber wir uns als Ich definieren, ist eben nur vergänglich und erfüllt manchmal auch einen "guten" Zweck im Leben.


    Der zweite wichtige Punkt ist Bestandteil des Großen Fahrzeuges. Vielleicht ist er die Folge solcher Überlegungen, wie Jazz, sprite, ich und andere sie hier anstellen. Gibt es etwas, das uns jenseits all dieser Täuschung über unser Selbst allen gemeinsam ist? Was ist hinter unserem wandelbaren Ich? Nichts - wie die Anhänger des Kleinen Fahrzeugs vielleicht sagen - oder Leere - wie Nagarjuna vielleicht sagt - oder Buddha-Natur - wie das Zen vielleicht behauptet? Wenn es Buddha-Natur ist, kann es dann Bewusstein sein? Ich glaube nicht, denn Bewusstsein ist vergänglich. Welche Kennzeichen kann diese Buddha-Natur eigentlich noch haben, wenn sie nicht mit einem vergänglichen Selbst verwechselt werden soll?


    Aus der Sicht des Großen Fahrzeuges und auch aus psychologischer Sicht kann ich deshalb accinca nicht zustimmen. Gibt es ein Selbst? Ja. Beruht es aber auf Einbildung? Ebenfalls ja. In diesem Sinne gibt es das Selbst nicht so, wie wir glauben. Aber mir scheint, es gibt etwas anderes, das wir Buddha-Natur nennen und das möglicherweise unvergänglich ist. Sicher sein kann ich da, wenn ich ehrlich bin, nicht, denn alles, was ich da erkenne, ob intellektuell oder bei einer mystischen Erfahrung, ist letztlich wieder in meinem Bewusstsein gespiegelt. Also könntest du doch recht haben: Auch Buddha-Natur hängt vom Bewusstsein ab. "Hat auch ein Hund Buddha-Natur?" Ich glaube: ja. Aber richtig ist auch: Nein, denn mir hat noch kein Hund davon erzählt. Deshalb muss ich mich immer weiter fragen: Wer oder was ist es denn, das von Buddha-Natur spricht oder daran glaubt? Es ist und bleibt ein Mysterium.

  • Quote

    "Hat auch ein Hund Buddha-Natur?" Ich glaube: ja. Aber richtig ist auch: Nein, denn mir hat noch kein Hund davon erzählt.


    Buddha Natur brauch keinen Hund, der dir davon erzählt.


    Buddha Natur IST eben. Ob das einer erkennt oder nicht ist völlig unerheblich. Genauso muss keiner "erkennen" ob es regnet, wenn er im Regen nass wird. Selbst wenn er sagen würde, es gäbe keinen Regen, dann regnet es trotzdem. So ähnlich verhält es sich mit dieser Diskussion. Die verschiedenen Standpunkte hängen vom Selbst ab, denn ohne Selbst gäbe es gar nicht die Möglichkeit (auch Nicht-Selbst) Standpunkte zu vertreten.



    Quote

    Wenn es Buddha-Natur ist, kann es dann Bewusstein sein? Ich glaube nicht, denn Bewusstsein ist vergänglich.


    "Vergeht" Bewusstsein wenn du schläfst? Nach dem Buddha ja. Nun, wie erklärt der Buddhist dann, dass du beim aufwachen genau weißt, dass du geschlafen hast? Ich sagte es ja schon an früherer Stelle - man ist nicht einfach "weg" wenn man schläft, so wie es die Gruppentheorie schließen lässt, da keine Objekte vorhanden sind. Es ist ständig etwas im Hintergrund und dies nennt man eben Selbst/Bewusstsein.

  • Quote from Sprite

    Jon, der mukti hat ja hier im Thread geantwortet, also ist auch automatisch das ganze Thema bis zum Ende erschöpft :mrgreen:


    So war das eigentlich nicht gemeint, aber was soll man dazu noch sagen - der Buddha lehrt kein ewiges aus sich selbst heraus bestehendes Selbst und in den Lehren die man heute als Hinduismus zusammenfasst gibt es ein solches Selbst. Gut das Thema ist insofern nicht erschöpft als dass jetzt jeder den anderen erklären kann wie er zu der einen oder anderen Ansicht gekommen ist, was aber besser in in den Bereich "Dialog der Philosophien, Religionen und Freidenker" passen würde.

  • http://www.buddhaland.de/viewt…&t=15605&p=321017#p321015
    Eben nicht. Das was sich hinter dem allen befindet ist wie eine Leinwand in der alles erscheint doch wie soll das was in der Leinwand erscheint die Leinwand erkennen. Darum gibt es so viel Worte darüber und die sagen nichts über das aus in dem sie erscheinen denn das geht nicht. "Buddha-natur" muss notwendig vorhanden sein um überhaupt wahrnehmen zu können, eigentlich Wahrgenommenes zu verarbeiten. Beim Menschen erscheint auch noch die Fähigkeit diese Wahrnehmungen zu Verbinden und Gestaltungen aus Gedanken formen. Diese Gestaltungen können sich fragen woher sie kommen und werden alles mögliche gestalten um das zu finden. Doch in der Leinwand/Buddhanatur kann alles gedankliche erscheinen, kann aber keine Benennung haben, ist unsterblich, ungeboren, auch nur Begriffe für: Die Buddha-natur kann keine Benennung sein, weil sie alle Benennungen erscheinen lässt, selber aber keiner entspricht.
    Das Licht bewegt sich in einem Medium das nicht erkannt werden kann weil das Licht die Grenze der Erkenntnis ist die sich im selben Medium mit der fast gleichen Geschwindigkeit bewegt. Weder Licht noch Sinne können das Medium erkennen.
    Das Sinnesobjekt "Selbst" kann nur durch Gedanken gebildet werden ist aber kein Sinnesobjekt.
    Das Selbst erscheint in der Leinwand/Leere ist aber keine Leere sonder Form der Leere, Weil Leere keinen Begriff trägt ist Leere gleich Form und weil die Form nur Gedanken sind, sind sie ohne Selbstbestehen also Leere. Die Katze beißt sich in den Schwanz den sie nicht erreichen kann(Auch eine Gestaltung). Es gibt weder einen Beobachter noch einen Betrachter der Leinwand denn sie sind in der Leinwand auch wenn sie sich voratellen das sie die Leinwand erkennen.
    Nisargadatta Maharaj – Wikipedia hat Recht wenn er das Ich wie in einem Kinosaal sitzend und sein Leben erkennt aber vergisst das auch der Kinosaal in dem es ist dazu gehört. Das Selbst erkennende ist gleich dem Selbst, ein Selbst das ein Selbst betrachtet, Erscheinung in der Leinwand. Es hat vergessen das es auch nur erscheinen in der Leinwand ist.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts. Ich bin entscheidet Meta- oder Realebene.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

  • Quote

    Buddha Natur brauch keinen Hund, der dir davon erzählt.


    Lieber Sprite - aber irgendjemand hat doch mal davon angefangen, ob's nun ein Hund war oder ein anderes Säugetier. Von selbst wär ich nicht darauf gekommen. Oder hätte es zumindest anders genannt.


    Wenn man schläft, ist das Bewusstsein nicht weg, aber es gibt Stadien, in denen es ausgeschaltet ist. Eine Frau erzählte im Fernsehen, wie ihr die Beine von einem Zug abgetrennt wurden. Sie konnte sich nicht mehr an das erinnern, was in den Wochen danach war, weil sie im Koma lag. Wo war da ihr Bewusstsein? Man hätte sie in dieser Zeit auch täuschen können, indem man ihr noch einen Arm abtrennt und alles auf den Zug schiebt. Das bedeutet für mich, wenn das Bewusstsein aussetzt und danach wieder ein, kann man sich nicht sicher sein, was in der Zwischenzeit sich - im objektiven Sinn, aus Sicht eines Beobachters - tatsächlich abgespielt hat. Was ist denn da "ständig im Hintergrund" außer einem anderen, beobachtenden Individuum oder den eigenen Körperfunktionen? Ein Selbst kann ich da nicht erkennen, nur ein Gedächtnis, das sich noch an das "davor" erinnert und eine Person, die sich mit diesem zerbrechlichen, lückenhaften Ich nun wieder identifiziert.

  • Quote from gbg
    Quote from Yofi

    "ewig jungen spielenden Bewusstsein" nein, daran glaube ich nicht. Das sind die gleichen Faktoren, die auch die Vorstellung von einem Ich hervor zaubern, und das ist fast zu poetisch ausgedrückt, denn das Ich ist im Grunde ein Strohhalm.


    Ist intuitives Erkennen für Dich Einsicht, Weisheit ..., Yofi?
    Einsicht ist für mich, wenn das Bewusstsein mit dem Herzen zusammengeht und sie gemeinsame Sache machen.


    Aber schau doch mal ... in den Spiegel! Wenn Du schon älter bist wirst Du verstehen was ich mit spielendem Bewusstsein meine.
    Das Ich sagte Ellviral ist bereits ein Gedanke. Ist das der Strohalm den Du meinst? Aber ist ein Gedanke nicht auch etwas das im Geist wie eine Welle schwimmt?
    Ist der Geist für Dich den man beruhigen kann Durch Atmung auch ein Strohalm? Für mich ist er ein Ozean!


    Die Suche nach dem Selbst entsteht aus der Angst vor der Vergänglichkeit. Ohne Angst würde man sicher Glück erleben können. Ist Glück das Gegenteil von der Angst? Ich meine, ja. Egal wie philosophisch man die Frage nach dem Selbst gestalten will, egal wie viele Menschen eine bestimmte Ansicht teilen, im Hintergrund ist immer die Angst vor der Vergänlichkeit - davor, nicht mehr zu existieren. Deshalb Strohhalm - eine Rettungsinsel, Hoffnung, Wunsch. Von Ayya Khema dazu:


    https://www.youtube.com/watch?v=VZXXtiUCSjQ


    Der Blick in den Spiegel sagt mir, dass ich den gleichen Weg gehe wie so viele vor mir und nach mir, und das beruhigt mich. Niemand ist nur für einen einzigen Moment von diesem Prozess getrennt. Nicht nur im Leben anhand aller Gesetzmäßigkeiten, die uns alle betreffen, sondern auch im Tod gehen wir den gleichen Weg. Uns steuern die gleichen Energien, vom Grob- bis zum Feinstofflichen. Wo ist da ein Individuum, eine Trennung? Das Ego bedeutet die Trennung - sie besteht aus eigener Ansicht, der Angst, der Hoffnung. All das wird irgendwann mit unseren Körpern zur Auflösung kommen. Vom Individuum wird nichts außer der Hinterlassenschaft seines Wirkens übrig bleiben, die in der Wahrnehmung anderer Wesen weiter bestehen wird.


    Die bewusste Atmung beruhigt Ängste, also wird man durch sie etwas vom unbetrübten und von allem anderen unbhängigen Glück erfahren können, vom Glück der Nicht-Trennung. Die Atmung ist ein guter Einstieg in diese Art der Meditation.


    Schöne Grüße von Yofi