organspende-zwischen-tod-und-hoffnung

18 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Elke.

  • Heute, am Montag, den 23.1.2017 um 22.45 Uhr:


    http://www.daserste.de/informa…tod-und-hoffnung-100.html


    Wiederholung: Di, 24.01.17 | 04:45 Uhr

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Initiative-kao.de

    (kritische Aufklärung Organspende)

    Wirklich kritisch ist diese "Aufklärung" aber nicht, sondern ziemlich klar kontra Organspende.

    Selbst falls der "fast Tote" noch etwas darunter leiden sollte, wäre dieses Leid doch viel geringer als das Leiden desjenigen (und seinen Angehörigen), der stirbt, weil er keine Organspende erhält.

  • fluid Das dachte ich mir auch gerade... Und ganz ehrlich: Bevor ich mit massiven Hirnschäden irgendwie überlebe und für den Rest meines Lebens gepflegt werden muss, sterbe ich lieber und spende meine Organe. Ohne Hirn kann mein restlicher Körper noch so lebendig sein, das nutzt mir nicht viel. (Das ist alles natürlich nur die bescheidene Meinung eines nicht-Mediziners. :grinsen:)

  • fluid Das dachte ich mir auch gerade... Und ganz ehrlich: Bevor ich mit massiven Hirnschäden irgendwie überlebe und für den Rest meines Lebens gepflegt werden muss, sterbe ich lieber und spende meine Organe. Ohne Hirn kann mein restlicher Körper noch so lebendig sein, das nutzt mir nicht viel. (Das ist alles natürlich nur die bescheidene Meinung eines nicht-Mediziners. :grinsen:)

    Die Frage ist in meinen Augen nicht, ob ein Motiv, spenden zu wollen ein unheilsames wäre. Das glaube ich gar nicht. Helfen zu wollen, gerade so wie du argumentierst, hört sich für mich super an. Pragmatisch. Nüchtern.


    Klar kann man weiterfragen: wer bekommt das Organ. Warum bekommt er es: GleichBehandlung aller auf einer WarteListe oder nicht? Geschäft für einen Dritten ja oder nein.


    GleichBehandlung wenn ja: warum?

    Gleichbehandlung wenn nein: warum?


    Ich halte das NichtWissen über die eigentliche "Natur" des Todes und damit auch des Lebens unter den Medizinern und Forschenden für so stark ausgeprägt, dass ich die in meinen Augen naive Werbung für den OrganSpendeAusweis mit hübschen Gesichtern aus Film & Fernsehen besorgt betrachte.



    :sunny:

  • pops Ich wusste nicht, dass für den Organspendeausweis aktiv geworben wird. Vielleicht, weil man hier in Österreich sowieso Organspender ist sofern man nicht widerspricht.

    Ich gehe auch davon aus, dass bei der Vergabe von Organen (und allem, was dazugehört) vieles nicht gerecht abläuft. Ich weiß es zwar nicht, aber vermutlich ist es so. Für mich reichen die diversenen negativen Aspekte aber nicht aus, kein Spender zu sein, aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

  • Ja das mit der Werbung wird hier in D schon gemacht.


    Bildergebnis für organspende werbung


    Es ist wirklich extrem finde ich. Als ginge es hier um ein Modeaccessoire.


    Es hängt da an der Frage nach der institutionell organisierten Organspende in meinen Augen noch viel mehr dran, als die betrachtenswerten Punkte, die du nennst.


    Ist es nicht so ... dass gerade der Tod ein besonders wichtiger Moment im Buddhismus ist?


    Mein HauptPunkt bleibt das Argument, dass von den Medizinern heute so gut wie niemand weiß, was das ist. Der Tod.



    :sunny:

  • Initiative-kao.de

    (kritische Aufklärung Organspende)

    Wirklich kritisch ist diese "Aufklärung" aber nicht, sondern ziemlich klar kontra Organspende.

    Selbst falls der "fast Tote" noch etwas darunter leiden sollte, wäre dieses Leid doch viel geringer als das Leiden desjenigen (und seinen Angehörigen), der stirbt, weil er keine Organspende erhält.

    Ich würde mir nicht anmaßen, das bewerten zu wollen. Also wer "mehr" leidet, welches Leiden gewichtiger ist. Ich habe da Respekt vor jedweder Entscheidung, ob pro oder kontra Organspende.

  • Wenn sich jemand für sich selbst das entscheiden will, dann sollte man sich, meiner Meinung nach, sehr gut informieren.

    Das Problem ist, dass die Aufklärung darüber sehr einseitig ist, es wird nämlich die Ahnungslosigkeit ausgenutzt.

    Wenn man sich mal die Frauen in den Videos anhört, die dazu gedrängst wurden, ihr eigenes Kind zur Organspende frei zu geben, man an ihr Gewissen appelliert hat, ihnen keine Zeit gegeben hat, man dann doch mehr entnommen hat, als besprochen, und die dann ihr Kind danach gesehen haben...


    Diese "Spender" sind Sterbende!!!

    Sie sterben durch die Organentnahme, sie empfinden Schmerzen! Warum sonst werden sie narkotisiert?

    Abgesehen davon, sind die Kriterien für den so genannten Hirntod in den Ländern unterschiedlich.

    Während man hier als Hirntod gilt, gilt das in einem anderen Land nicht, oder umgekehrt.

    Es gibt einige Beispiele, wo die "Hirntoten" wieder aufgewacht sind!


    Es wird auch verschwiegen, dass viele Empfänger trotzdem nicht mehr lange leben, dass sie trotzdem ihr Leben lang schwer krank bleiben.

    Ihr Immunsystem muss komplett runter gefahren werden, mit Immunsuppressiva ( und die Pharmaindustrie reibt sich die Hände)

    Viele Empfänger sind alles andere als glücklich mit einem Organ von einem anderen Menschen, der sterben musste. Das macht ja auch was mit der Psyche; die Selbstmordrate ist höher....


    Wenn man sich also richtig informiert hat, und sich dann für sich trotzdem entscheidet, sich! als potentieller Spender zur Verfügung zu stellen, dann alle Achtung!!!


    Ich hatte früher auch einen Spenderausweiss, klar.

    Nachdem ich aber mal vor vielen Jahren bei einem Kongress der DBU war, ging es auch um dieses Thema.

    Da bin ich nachdenklich geworden und habe mich intensiv damit befasst.

    Mich ärgert einfach, für wie dumm die Bevölkerung gehalten wird!

    Wie vieles einfach vertuscht wird.

    Es geht um viel Geld!


    Wie ein Transplantationsmediziner so schön zugegeben hat "wenn wir die Wahrheit sagen, bekommen wir keine Organe mehr"


    Ich will niemanden "bekehren", nur, dass man sich einfach genau informiert!


    Ich für mich, würde mit dem Wissen, was ich habe, niemals ein Organ haben wollen, das ist meine Konsequenz daraus.

    Und ich will mir das Recht herausnehmen, in Ruhe sterben zu dürfen, ohne dafür verurteilt zu werden!

  • Es gibt einige Beispiele, wo die "Hirntoten" wieder aufgewacht sind!

    Solche Fälle gibt es vereinzelt, ja.

    Aber dennoch: Ein Organspender hat üblicherweise die Chance, das Leben mehrerer Menschen zu retten oder zu verlängern (dass das nicht immer total reibungslos funktioniert sollte tatsächlich jedem bewusst sein, da mangelt es massiv an Aufklärungsarbeit). Soll man darauf wirklich verzichten, nur um auf ein äußerst seltenes medizinisches Wunder zu hoffen? Meine persönliche Antwort, und es ist nunmal eine sehr persönliche Frage, ist: Nein. Wenn meine Organe die Überlebenschancen von fünf anderen Menschen drastisch erhöhen können, dann ist es mir egal ob ich zu 100 Prozent oder nur zu 98 Prozent hirntot bin oer ob eine winzig-kleine Chance besteht, wieder aufzuwachen. Aber ich möchte nochmal hervorheben: Ich kann verstehen, dass das nicht jeder so sieht. Ich glaube auch nicht, dass ich deswegen ein besonders guter Mensch bin; vermutlich ist mein Leben einfach nicht reizvoll und spannend genug. :grinsen:


    Lilli Ganz egal wie man sich auch entscheidet, es stimmt natürlich dass viel zu wenig Aufklärungsarbeit betrieben wird. Einfach zu sagen "Das ist mir egal, da bin ich sowieso schon tot." wird diesem komplexen Thema bei weitem nicht gerecht.

  • Wirklich kritisch ist diese "Aufklärung" aber nicht, sondern ziemlich klar kontra Organspende.

    Selbst falls der "fast Tote" noch etwas darunter leiden sollte, wäre dieses Leid doch viel geringer als das Leiden desjenigen (und seinen Angehörigen), der stirbt, weil er keine Organspende erhält.

    Ich würde mir nicht anmaßen, das bewerten zu wollen. Also wer "mehr" leidet, welches Leiden gewichtiger ist. Ich habe da Respekt vor jedweder Entscheidung, ob pro oder kontra Organspende.

    Ich hoffe jedenfalls, dass Leute, die nicht zur Organspende bereit sind, dann im Krankheitsfalle auch keine Organspende in Anspruch nehmen. Dann könnte man es als eigene Entscheidung bezeichnen. Andernfalls wären es nur parasitäre Egoisten.

  • Wieso wären sie dann nur parasitäre Egoisten? Ich würde denken, das wären dann einfach nur Menschen, die eine Entscheidung treffen, die andere so bewerten müssen. Es kann ja sein, dass jemand sein Leben für eine Gemeinschaft aufopfert. Selber keine Niere spenden will, in einer bestimmten Lebenssituation andererseits dann aber von einer geliebten Ehefrau davon überzeugt wird, doch in dem Fall, in dem er selber eine Niere braucht, nicht abzulehnen.




    :sunny:

  • Organspende ist immer das, was man daraus macht. Für die einen so, für die anderen so.

    Ich habe früher als Transplantiertenpfleger gearbeitet.
    Ich selbst habe einen Organspendeausweis. Ich habe meine Spendenberitschaft an Bedingungen geknüpft. Als da wären, Schmerzmittel und Vollnarkose. Dafür gibt es Patientenvrfügungen. Außerdem gibt es auch die Vorsorgevollmacht. Auch so etwas habe ich. Meine Frau kennt meine Einstellung und darf voll umfänglich in meinem Namen Entscheidungen für mich treffen.

    Für mich ist die Organspende eine freie, individuelle Entscheidung, die es, egal ob pro oder contra, zu respektieren gilt.
    Schwierig wird es, wenn versucht wird, aus der eigenen Entscheidung eine Religion zu machen und dann angefangen wird zu missionieren.

    Auf diese und auf jene Art
    wollte ich den Eimer zusammenhalten,
    hoffend, der schwache Bambus
    werde nie reißen.
    Plötzlich fiel der Boden heraus.
    Kein Wasser mehr -
    kein Mond mehr im Waser.
    Leere in meiner Hand.
    (Mugai Nyodai)

  • Ich hoffe jedenfalls, dass Leute, die nicht zur Organspende bereit sind, dann im Krankheitsfalle auch keine Organspende in Anspruch nehmen. Dann könnte man es als eigene Entscheidung bezeichnen. Andernfalls wären es nur parasitäre Egoisten.

    Ich finde deine Sprache nicht angemessen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und ich finde dich sehr überheblich. Kein Mensch kann sagen, wie er in einer bestimmten Situation reagiert.

  • Organspende: Die verheimlichte Wahrheit

    Dr. Georg Meinecke

    Interessantes Interview auf YouTube.


    Und jetzt lass ich Euch in Ruhe damit :grinsen::nospeak:

    Muss jeder selbst wissen; aber wenn es darum geht, für das eigene Kind, den Ehemann/Frau usw. zu entscheiden, wäre es vielleicht ganz gut, sich das mal ganz vorurteilsfrei anzusehen.

  • Wie vieles einfach vertuscht wird.

    Es geht um viel Geld!


    Wie ein Transplantationsmediziner so schön zugegeben hat "wenn wir die Wahrheit sagen, bekommen wir keine Organe mehr"

    Bei vielen Bereichen der Medizin ist das so. Brutal gesagt: Da werden sowohl Spender als auch Empfänger zu Versuchskaninchen. In 20 Jahren hat die Medizin daraus gelernt. Bluttransfusionen gingen am Anfang häufig schief. Heute retten sie unzählige Leben. Da wird (nicht nur) wegen Geld vertuscht. Die Wahrheit ist schlicht, dass neue Methoden Verluste fordern. Um später heilsam zu wirken.

  • Kein Mensch kann sagen, wie er in einer bestimmten Situation reagiert.

    Als potentieller Organspender kann man üblicherweise eh nicht mehr reagieren und seine Meinung ändern. Entweder man hat der Organspende zugestimmt oder widersprochen - und zwar bevor man in die Situation kommt, für hirntot erklärt zu werden.

    Das meinte ich natürlich auch nicht damit. :roll: Ich meinte, keiner kann sagen, wie er sich entscheiden würde, wenn er auf ein Spenderorgan angewiesen wäre - und keiner kann sagen, wie er wirklich für einen sterbenden Angehörigen entscheiden würde, wenn dieser zu Lebzeiten keine Regelungen getroffen hat. Es ist immer sehr leicht, aus der Position eines Gesunden bzw. Nicht-Betroffenen heraus zu urteilen.