Abwertung der Theravada Schule

There are 279 replies in this Thread. The last Post () by Lucy.

  • Quote from mukti
    Quote from Martin (Dhammavaro )

    Im Flieger setzt man sich zuerst die Atemschutzmaske auf.
    Sonst würde man unmächtig werden, und man könnte niemanden retten.


    Klar, wie könnte man auch etwas geben, das man selber nicht hat.


    Genau, darin äußert sich ja gerade das völlige Missverstehen von buddhistischer "Rettung". Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.

  • Weil ich gerade in einem anderen Thread über Sinn und Zweck aggressiver Sprache nachgedacht habe, hier ein kurzes Off-Topic über Stil:


    Quote

    ...selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Warum kann ein gebildeter Mensch sich nicht anders ausdrücken? Dieser Sprachstil ist unnötig überzogen, verletzend und unfair.

  • Quote from Moosgarten
    Quote from mukti

    Klar, wie könnte man auch etwas geben, das man selber nicht hat.


    Genau, darin äußert sich ja gerade das völlige Missverstehen von buddhistischer "Rettung". Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Die Maske könnte man nicht aufsetzen, hätte sie ein anderer nicht gebaut und sich dumm und doof gearbeitet. Das rafft so manch einer einfach nicht.

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Guten Tag, Moosgarten,


    ich weiß nicht, ob es Dir beim Durchlesen der letzten Einträge auffiel: die User hier versuchen sich gerade in angemessener Kommunikation.


    Ich weiß zwar aus langjähriger Erfahrung, dass es immer recht stürmisch wird, wenn man versucht, Dir aufzuzeigen, dass es, (wenn man schon aufzeigend unterscheidet), allenfalls angemessenen wäre, vorsichtig zwischen dem Äußern Deiner freien Meinung und dem respektlosen Formulieren derselben abzuwägen, aber ich versuche es dennoch:


    pardon, aber ich halte es für zuträglicher, Deinen letzten Satz für Dich zu behalteṇ. Deine Ansicht des "gerade das völlige(n) Missverstehen(s)" hattest Du ja bereits kundgetaṇ.


    LG mkha'

  • Quote from Moosgarten

    Genau, darin äußert sich ja gerade das völlige Missverstehen von buddhistischer "Rettung". Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Moderation:

    Diese Wortwahl ist zutiefst abwertend und nicht dazu geeignet einen Dialog zwischen den buddhitischen Richtungen zu führen.


    Der Begriff Hinayana wird von manchen als Sammelbegriff für viele Nicht-Theravada Schulen verwendet und diesen pauschale eine "Selbstrettungs-Ideologie" zu unterstellen, führt nur Spaltung und Streit.


    Ich fodere dich auf, dererlei besonders in diesem heiklen Thread zu unterlassen.

  • Quote from Moosgarten
    Quote from mukti

    Klar, wie könnte man auch etwas geben, das man selber nicht hat.


    Genau, darin äußert sich ja gerade das völlige Missverstehen von buddhistischer "Rettung" ... man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben. ...


    Zum sachlichen Argument:
    Ja, natürlich sind Menschen immer voneinander abhängig. Kein Vertreter des Theravada würde das bestreiten.
    Dennoch: Das Streben nach Einsicht, die Reduzierung von Gier und Hass bezieht sich zunächst mal auf "meine" Einsicht oder Verblendung sowie auf die Reduzierung "meiner" Gier und "meines" Hasses, auch wenn ich dazu in verschiedener Hinsicht andere Menschen brauche.


    Das ist kein Widerspruch. Denn es behauptet ja niemand, ganz allein und ohne soziale Beziehungen das Erwachen erreichen zu können.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Quote from Moosgarten

    Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Gibt es bei den Mahayanas so viele Hinayanas?
    Und hast du schon mal einen Hinayana gesehen?

  • Quote from accinca
    Quote from Moosgarten

    Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Gibt es bei den Mahayanas so viele Hinayanas?
    Und hast du schon mal einen Hinayana gesehen?


    Diese Aussagen wurden ja bereits als unangemessen herausgestellt.
    Vielleicht sollte man darauf dann nicht mehr direkt eingehen, um weitere Eskalation/Provokation zu vermeiden.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Quote from accinca
    Quote from Moosgarten

    Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Gibt es bei den Mahayanas so viele Hinayanas?
    Und hast du schon mal einen Hinayana gesehen?


    Um das geht es doch gar nicht.
    Es geht darum, dass jemand, der meint, er könne das alles alleine usw. Opfer dieser Unaussprechlichkeiten wird.


    Zum X-ten Male:
    Mit "Hinayana" in diesem Kontext ist gemeint, dass einer nur auf sich selbst hin praktiziert. Im Extremfall kann das zu den Unaussprechlichkeiten führen.
    Was nichts mit Theravada zu tun hat. Hat nichts mit Theravada zu tun. Ist keine Verunglimpfung von Theravada. Ist auch keine Verunglimpfung des Hinanyana als Haltung. Es richtet sich einzig und allein gegen ein Verrennen, gegen eine Sackgasse, gegen eine falsche Annahme.
    Als Forumsurgestein müsstest Du das doch wissen. Du musst Mahayana nicht als authentischen Buddhaweg anerkennen, aber Du kannst anerkennen, dass es ihn gibt und damit eine bestimmte Sichtweise. Könntest Du Dich dazu durchringen?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Quote from Frieden-und-Freude
    Quote from accinca


    Gibt es bei den Mahayanas so viele Hinayanas?
    Und hast du schon mal einen Hinayana gesehen?


    Diese Aussagen wurden ja bereits als unangemessen herausgestellt.
    Vielleicht sollte man darauf dann nicht mehr direkt eingehen, um weitere Eskalation/Provokation zu vermeiden.


    Ich stimme inhaltlich völlig mit Moosgarten überein.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Quote from Frieden-und-Freude

    Denn es behauptet ja niemand, ganz allein und ohne soziale Beziehungen das Erwachen erreichen zu können.


    Naja, für den ersten Teil des Weges kann man dem zustimmen.
    Insbesondere im Zusammenhang mit der Aussage des Buddhas,
    das die Freundschaft bzw. gute Freunde überaus notwendig auf
    den Wege zur Erwachung sind. Aber letztendlich wird man alles
    loslassen, auch Freunde. Die völlige Erwachung kann man nur
    einzeln erreichen. Wofür insbesondere auch Ananda schon ein
    überliefertes Beispiel ist.

  • Quote from Doris Rasevic-Benz

    Um das geht es doch gar nicht.
    Es geht darum, dass jemand, der meint, er könne das alles alleine usw. Opfer dieser Unaussprechlichkeiten wird.


    In so einem Fall hätte der Buddha dann auch gar nicht lehren müssen.
    Einzelerwachte (pacceka buddhas) sind bekanntlich sehr selten und
    treten während der Zeit der Lehre ja sowieso nicht auf.


  • Auch der Einzelne ist ja nicht völlig allein, selbst wenn er zurückgezogen lebt.
    Soziale Beziehungen sind immer vorhanden und sei es nur dadurch, dass jemand Nahrung konsumiert, die andere hergestellt haben oder eben durch das von anderen Gelernte.
    Auch der Einsiedler ist nicht völlig losgelöst von sozialen Beziehungen.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • Quote from Frieden-und-Freude

    Auch der Einzelne ist ja nicht völlig allein, selbst wenn er zurückgezogen lebt. Soziale Beziehungen sind immer vorhanden und sei es nur dadurch, dass jemand Nahrung konsumiert, die andere hergestellt haben oder eben durch das von anderen Gelernte.
    Auch der Einsiedler ist nicht völlig losgelöst von sozialen Beziehungen.


    Aber ging es nicht um die völlige Erwachung?

  • Quote from Moosgarten
    Quote from mukti

    Klar, wie könnte man auch etwas geben, das man selber nicht hat.


    Genau, darin äußert sich ja gerade das völlige Missverstehen von buddhistischer "Rettung". Im Hinayana (etwas u.U. völlig anderes als Thravada) denkt man, man könne das alleine tun, eben wie sich allein eine Maske aufsetzen. Und man denkt, man könne "Rettung" haben.
    Wie ich inzwischen denke: selten dämliche Ansinnen, hochgradiger Realitätsverlust, schwerer Fall von Religiotie.


    Darauf würde ich gerne eingehen, aber bei dieser drastischen Abwertung verzichte ich lieber darauf. Bei einer so unachtsam gewaltsamen Formulierung kann kein Austausch im Sinne rechter Rede zustandekommen will mir scheinen.

    Mit Metta, mukti.

  • Quote from mukti


    Darauf würde ich gerne eingehen, aber bei dieser drastischen Abwertung verzichte ich lieber darauf. Bei einer so unachtsam gewaltsamen Formulierung kann kein Austausch im Sinne rechter Rede zustandekommen will mir scheinen.


    Und trotzdem zieht genau dieser Post am meisten Leute an.

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Quote from Lucky


    Und trotzdem zieht genau dieser Post am meisten Leute an.


    Trotzdem ist es ja gelungen dieses Thema sachlich weiterzudiskutieren. Ich habe das nur geschrieben weil das eine Antwort auf meinen eigenen Beitrag war.


    Bitte nicht weiter stören lassen und beim Thema bleiben! :)

    Mit Metta, mukti.


  • Ist es nicht ein sehr großes Stück des Weges das man da zurückgelegt haben muss? Ich glaube es war sogar Ananda, der erstmal sehr betrübt war als der Buddha kurz vor dem Parinibbana stand.

    Mit Metta, mukti.


  • Also im Zen enden die Ochsenbilder wieder in der ganz normalen Alltagswelt.
    Wenn das Ende ohne Freunde und Familie in irgendeiner stickigen Höhle geschehen soll, dann ist doch irgendwas ganz ordentlich faul an der Geschichte.
    So eine Abgeschiedenheitsphase kann doch höchstens ein Übergang sein.
    Wenn es darum geht, sich äußerlich von allem los zu sagen und das auch noch auf Dauer... Da wäre doch ein Strick geschickter und schneller als ein Kissen.
    Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?

  • Quote from Holzklotz


    Wenn das Ende ohne Freunde und Familie in irgendeiner stickigen Höhle geschehen soll, dann ist doch irgendwas ganz ordentlich faul an der Geschichte.
    So eine Abgeschiedenheitsphase kann doch höchstens ein Übergang sein.
    Wenn es darum geht, sich äußerlich von allem los zu sagen und das auch noch auf Dauer... Da wäre doch ein Strick geschickter und schneller als ein Kissen.
    Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?


    Ich verstehe es so dass es immer auf die innere Abgeschiedenheit drauf ankommt, also an die nicht-Anhaftung. Da kann eine vorübergehende äußere Abgeschiedenheit zur besseren Sammlung nützlich sein, aber meistens ist heilsame Gemeinschaft nötig.


    Und ein Yogi der es vorzieht meistens in einer Höhle zu leben, wird oft von mehr Leuten aufgesucht als jemand in einer Großstadtwohnung.

    Mit Metta, mukti.

  • Quote from Holzklotz

    ...


    So eine Abgeschiedenheitsphase kann doch höchstens ein Übergang sein.
    Wenn es darum geht, sich äußerlich von allem los zu sagen und das auch noch auf Dauer... Da wäre doch ein Strick geschickter und schneller als ein Kissen.
    Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?


    Hallo lieber Holzklotz.


    Ein Strick ist eben nicht die Lösung. Das wäre Ablehnung der Welt, falls man ihn zur Selbsttötung benutzen würde. Ablehnung/Hass ist aber eine der drei unheilsamen Wurzeln. Neben Begierde/Haben-Wollen und natürlich Verblendung/Unwissenheit.


    http://www.palikanon.com/wtb/mula.html


    Ein Strick würde einen nur noch mehr in Samsara verstricken. So wie ich die Lehre verstanden habe.


    Weder Ablehnung noch Begierde.


    Es war auch schonmal Thema in einem anderen Thread. Da ging es um ein Säurebad:


    http://www.buddhaland.de/viewt…%9Fgehen&start=30#p360599


    Edit: Mal ganz abgesehen davon, dass Selbsttötung auch keine guten karmischen Konsequenzen hätte, der überlieferten Lehre nach, falls es ein nächstes Leben geben würde. Es würde alles also eher schlimmer als besser.


    Aber nur (m)eine Meinung, außer dem Link. :)


    Liebe Grüße

  • Das zehnte Ochsenbild ist ein Mensch abgebildet der das innere abgeschieden Sein erfahren hat und leben kann. Die stickende Höhle ist immer um ihn. Bei einigen ist noch ein anderer Mensch abgebildet dem sich der Alte zuwendet. Dieser Mensch ist in der Anhaftung an seine geglaubte feste Welt gebunden.
    Was ich mich frage ist: Ist der Alte bösartig oder Hilfreich freundlich? Er erweckt in dem anderen ja den Zweifel an dessen Glauben und damit in das erste Ochsenbild. Also weder noch, der eine fragt der andere antwortet."Mach was dir gefällt. Ich bin hier."

    1) Es ist immer 'Sein' in einer Zeit, keine Ursache, keine Wirkung, keine Zeiten.

    2) Das 'Sein' ist bedingt durch Bedingungen, die auch bedingt sind unüberwindbar voneinander abhängig, nie verbunden.

    3) Das ist nicht mein Meins, mein Ich, mein Selbst, mein Nirwana. Sinnsuche ist Sinngeben. Sinngeben ist Meinung, 'Dasein'