Nichts wollen - nicht wünschen

17 Antworten. Letzter Beitrag () ist von kal.

  • Hallo Forum,


    ich meditiere zur Zeit in einer (versuchten) Haltung von: nichts zu wollen - nichts zu wünschen. Ich glaube, dass dies eine gute Haltung ist, in der Gegenwart zu verweilen.


    Ausserdem ensteht so keine Anhaftung - also ein Annehmen der Umstände und der Situation.


    Ein Weg, etwas erleuchteter zu werden? :?


    Ich würde gerne Eure Gedanken dazu lesen. Danke!

  • Tychiades:

    Nichts wollen - nichts wünschen - wozu willst du dann unsere Gedanken lesen? Du hast doch sicherlich eigenen Gedanken.


    :lol:

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)


  • Wenn du das versuchst, so denk nicht an 'nicht wollen' und denk nicht an 'nicht wünschen', denk auch nicht an 'keine Anhaftung', sondern denk einfach nur an das, was 'jetzt ist'. Du wirst es an den Bildern in deinem Kopf erkennen.


    LG :rainbow:

    Im erwachten Herzen leuchtet jede Farbe. (Jack Kornfield)


  • Ich glaube ich verstehe sehr gut was du meinst und besinne mich auch immer wieder auf diese Haltung. Nichts wollen und nichts brauchen, alles sein lassen, Gelassenheit, hier und jetzt sein, dann hängt man nicht am Herumwandern des Geistes, es stellt sich Losgelöstheit ein und genügsames Glück. Was dann eine gute Basis ist die Sinnlosigkeit einzusehen, die im Hängen am Vergänglichen liegt.

  • Sitzen mit einem Ziel, mag es dieses "nichts wünschen / wollen" sein, mag es "Erleuchtung erlangen sein" ist imho kein wirkliches Sitzen.


    Carneol hat es sehr richtig gesagt. * verneigt sich leicht


    Öffne einfach deinen Geist, lasse Gedanken kommen und gehen. Kämpfe nicht gegen sie oder versuche nicht, spezielle Gedanken / Gefühle festzuhalten oder zu erzwingen.


    Sei einfach DA in der Gegenwart.


    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • jianwang:

    Sitzen mit einem Ziel, mag es dieses "nichts wünschen / wollen" sein, mag es "Erleuchtung erlangen sein" ist imho kein wirkliches Sitzen.


    Öffne einfach deinen Geist, lasse Gedanken kommen und gehen. Kämpfe nicht gegen sie oder versuche nicht, spezielle Gedanken / Gefühle festzuhalten oder zu erzwingen. Sei einfach DA in der Gegenwart._()_


    Jedes mal wenn ich solche Sprüche lese, kann ich mich des
    Eindrucks nicht erwehren das hier der/die Blinde von der Farbe spricht.


  • Der Versuch allein ist ein Wollen, nicht wahr? Die Frage welche mmn zentral ist, ist: Wer ist das, wer etwas will?

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • Creme21:

    Danke, erstmal. Ich befinde mich gerade in einer Lebensphase, in der der Geist die Regie übernimmt. Auch in der Meditationssituation. Der Geist sorgt für Herzklopfen und Anspannung. Der Geist drängt sich auf.


    Was mach mit ihm?


    Beobachten, dann ist man nicht involviert und der Geist entspannt sich.


  • Hi Creme21,
    wozu willst Du denn noch erleuchtet werden? :wink:
    _()_ Monika

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Gandhi

  • mukti:
    Creme21:

    Danke, erstmal. Ich befinde mich gerade in einer Lebensphase, in der der Geist die Regie übernimmt. Auch in der Meditationssituation. Der Geist sorgt für Herzklopfen und Anspannung. Der Geist drängt sich auf.


    Was mach mit ihm?


    Beobachten, dann ist man nicht involviert und der Geist entspannt sich.


    Das ist für mich so ähnlich wie wenn ich nicht einschlafen kann.
    Ich lass es einfach sein, mich darum zu bemühen. Morgens stelle ich dann fest, dass ich ziemlich schnell eingeschlafen sein muss.
    Aber manchmal gelingt es eben nicht. So auch mit dem sich aufdrängenden Geist. Trotzdem ist für mich die einzige Methode, mich nicht weiter darum zu kümmern, dass er drängt, wenn er denn drängt.
    _()_ Monika

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Gandhi

  • accinca:
    jianwang:

    Sitzen mit einem Ziel, mag es dieses "nichts wünschen / wollen" sein, mag es "Erleuchtung erlangen sein" ist imho kein wirkliches Sitzen.


    Öffne einfach deinen Geist, lasse Gedanken kommen und gehen. Kämpfe nicht gegen sie oder versuche nicht, spezielle Gedanken / Gefühle festzuhalten oder zu erzwingen. Sei einfach DA in der Gegenwart._()_


    Jedes mal wenn ich solche Sprüche lese, kann ich mich des
    Eindrucks nicht erwehren das hier der/die Blinde von der Farbe spricht.


    aaha..und schon steht die "Dharma-Polizei" bei Fuß...;)

  • Jedes mal wenn ich solche Sprüche lese, kann ich mich des
    Eindrucks nicht erwehren das hier der/die Blinde von der Farbe spricht.[/quote]


    aaha..und schon steht die "Dharma-Polizei" bei Fuß...;)[/quote]



    .... Ah, sehr schön! Die "Dharma-Polizei" :-)


    Weiß denn die Polizei, was Erleuchtung praktisch, also ich meine praktisch, ist? Wissen wir wirklich ob Dalai L. erleuchtet ist?


    Weil wir alle hier nicht wissen, wovon wir sprechen, versuchen wir der Wahrheit ein Stück näher zu kommen ...

  • Creme21:

    ich meditiere zur Zeit in einer (versuchten) Haltung von: nichts zu wollen - nichts zu wünschen. Ich glaube, dass dies eine gute Haltung ist, in der Gegenwart zu verweilen.


    Ausserdem ensteht so keine Anhaftung - also ein Annehmen der Umstände und der Situation.


    Allein, der Geist scheint damit nicht einverstanden zu sein:


    Creme21:

    Der Geist sorgt für Herzklopfen und Anspannung. Der Geist drängt sich auf.


    Was mach mit ihm?


    Du könntest die Aufmerksamkeit zu Deinem Herzen lenken und Mitgefühl für den Geist entwickeln.


    Viele Grüße
    Elliot

  • Das klingt nach einer Gebrauchsanweisung für Erleuchtung: Wenn Du dies und dies machst, dann kommst Du zum Ziel..
    tut mir Leid kesakambalo, aber so einfach / oder so schwer ist es nunmal nicht.

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht