Weg und Ziel?

53 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Bakram.

  • antelatis:

    Na ja, vielleicht muss man sich ja entscheiden, man kann halt nicht immer alles haben. Entweder sich auf das Leben konzentrieren, oder daran glauben, dass das Leben eine Illusion ist, die man überwinden muss, um Nirvana erreichen zu können.


    Ein Problem.
    Man kann den Kuchen eben nicht essen, und gleichzeitig behalten.
    Da kommt es eben darauf an was stärker ist, der durch Anhaftungen
    modifizierte und manipulierte Geist oder Klarheit und Einsicht.
    Aber es gibt ja auch noch den langsamen Weg der aber unsicher ist
    wohin der führen wird weil das Ziel nicht klar oder und den langsamen
    Weg wo das Ziel im sinne der Lehre aber klar ist.

  • Ich las mal zu dem Thema Erleuchtung/Erlösung die Frage:


    Wer hält Dich/Euch denn gefangen?


    Viele Jahre später ist von mir dazu nicht mehr zu sagen, weil ich mich nicht in ein Gestrüpp von Vermutungen begeben mag

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • jianwang:

    Ich las mal zu dem Thema Erleuchtung/Erlösung die Frage:


    Wer hält Dich/Euch denn gefangen?


    Viele Jahre später ist von mir dazu nicht mehr zu sagen, weil ich mich nicht in ein Gestrüpp von Vermutungen begeben mag


    Man sollte sich aber auch als unwissender Mensch nicht von jedem
    dummen Spruch verunsichern lassen.

  • @accina
    Deine Art der Komnunikation zeugt von grosser Aufgeregtheit und fast Hass auf Alle, die nicht wie Du denken.


    Btw: Wer Worte nicht versteht, sollte nicht noch Sand herumwerfen.


    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Sudhana:

    Als Buddhas Weg ist es ein mittlerer Weg, jede Hin- und Abneigung vermeidender. Da verlieren dann große Worte wie "Erleuchtung" oder "Erwachen" jede Bedeutung - mehr als Worte sind das auch nicht.


    Dabei sollte aber bedacht werden, das es ohne Ziel
    auch keinen Weg gibt. Auch sollte klar sein, das der
    achtfache rechte Übungsweg normalerweise noch recht
    unbekannt ist. Seine Bedeutung über die Worte hinaus,
    erst auf dem Wege klarer wird.

  • accinca:
    Sudhana:

    Als Buddhas Weg ist es ein mittlerer Weg, jede Hin- und Abneigung vermeidender. Da verlieren dann große Worte wie "Erleuchtung" oder "Erwachen" jede Bedeutung - mehr als Worte sind das auch nicht.


    Dabei sollte aber bedacht werden, das es ohne Ziel
    auch keinen Weg gibt. Auch sollte klar sein, das der
    achtfache rechte Übungsweg normalerweise noch recht
    unbekannt ist. Seine Bedeutung über die Worte hinaus,
    erst auf dem Wege klarer wird.


    "Ziel" ist schlicht die Mitte des Weges, in der sich die Ursachen und Bedingungen wechselseitig bedingten Entstehens, von samudāya, wechselseitig neutralisieren. Es kann eine gewisse Strecke weit helfen, das mit einem Label zu versehen - aber man sollte irgendwann den Weg schon ohne eine solche Krücke ('Gehhilfe') gehen können.


    ()

  • Sudhana:

    "Ziel" ist schlicht die Mitte des Weges, in der sich die Ursachen und Bedingungen wechselseitig bedingten Entstehens, von samudāya, wechselseitig neutralisieren.


    Normalerweise liegt ein Ziel nicht in der Mitte sondern am
    Ende eines Weges. Und genau davon war die Rede. Jetzt kommst
    du mit mit einem Ziel in der Mitte des achtfachen Übungsweges.
    Das passt nicht.

  • Sudhana:
    accinca:

    Das passt nicht.

    Weil für Dich der Weg begrenzt ist.


    Da habe ich aber wirklich Glück gehabt.
    Ein nicht begrenzter Weg wäre ja ein
    grenzenloser unendlicher Weg der nie zu
    etwas führen würde- Samsaro eben.


    Sudhana:


    Wie soll etwas Begrenztes zur Überwindung von Begrenztheit führen?


    Den achtfachen rechten Übungsweg hat der Buddha doch
    gelehrt um mittels diesem dem Leiden ein Ende zu machen
    und Anhangen und Nichtwissen aufzulösen. Wozu hat er denn
    sonst den achtfachen rechten Übungsweg gelehrt? Und zwar
    am Ende des Übungsweges wird das erlangt und nicht vorher
    in der Mitte oder so. Dann braucht man nämlich nicht mehr üben.
    Ein solcher wird ein "Übungslediger" genannt. Du solltest
    mal die Lehre des Buddha lesen, ist interessant. Da gibt es einen
    achtfachen Übungsweg den man bis zu Ende gehen kann. Erst damit
    wird der Abgelegt, nicht vorher und nicht in der Mitte es sei
    denn man begnüge sich mit dem Wandern von einem Leben zum anderen.

  • accinca:
    Sudhana:
    accinca:

    Das passt nicht.

    Weil für Dich der Weg begrenzt ist.


    Da habe ich aber wirklich Glück gehabt.
    Ein nicht begrenzter Weg wäre ja ein
    grenzenloser unendlicher Weg der nie zu
    etwas führen würde- Samsaro eben.


    Wäre es nicht schön, einfach mal zu merken, dass man nie woanders sein kann als am Ziel?
    Dann braucht der Weg auch keine Endstation und darf unendlich sein.

  • Sudhana:

    Du solltest nur nicht vergessen, dass Hass eben auch ein Geistesgift ist und seine Funktion als Gegengift, wenn es denn richtig angewandt wird, verliert. Spätestens dann ist es an der Zeit, dieses Geistesgift abzusetzen.


    Wie kann man sich sowas ausdenken? Die Lehre des Buddha
    ist es jedenfalls nicht. Gier und Haß sind doch keine
    Gegengifte die sich auflösen. Im Gegenteil treiben sie
    sich doch noch an. Wenn jemand nicht bekommt was er begehrt
    und ein anderer nimmt es ihm weg, dann entsteht der Haß.
    Haß ist so gesehen nur einen andere Form von Gier.


    Nun gibt es auch Leute die ein bißchen durchgeknallt sind und
    die daher glauben wenn sie sich ihren Wünschen verweigerten,
    dann würden sie diese Haßen. Das nenne ich Verblendung denn
    die Begierden solle ja durch Weisheit aufgelöst werden und
    nicht durch Haß und ebenso umgekehrt lößt sich der Haß nicht
    durch die Begierden auf, sondern durch weisheitlichen Anblick.
    Wenn schon dann ist der achtfache Weisheits und Übungsweg das
    Gegengift für das Unheilsame.

  • accinca:
    Holzklotz:

    Wäre es nicht schön, einfach mal zu merken, dass man nie woanders sein kann als am Ziel?


    Was für ein Pech aber auch. Aber dazu fehlt
    wohl die rosarote Brille.


    Bei Dir würde es wohl nicht helfen, ein Blümchen zwischen den Fingern zu drehen.
    Da müsste man eher eine fette Sonnenblume ins Gesicht klatschen, dass Dir der PK mal aus der Hand fällt. :mrgreen:

  • Holzklotz:


    Wäre es nicht schön, einfach mal zu merken, dass man nie woanders sein kann als am Ziel?
    Dann braucht der Weg auch keine Endstation und darf unendlich sein.


    Nein, der ganze Achtfache Übungsweg muß schon ein Ziel haben. Entweder Verbesserung von Samsara oder Freiheit vom Leiden.
    Wieso sollte ich sonst praktizieren? Der Achtfache Pfad ist ja kein Zuckerschlecken.
    Wenn das Ziel "jetzt" ist, dann bräuchte ich doch nicht zu meditieren oder den Sinnensvergnügen zu entsagen. Da könnte ich mich doch mit meinem Kumpel vollaufen lassen und ein bisschen Spaß haben. Oder blöde über andere Leute herziehen.
    Das ist eben spaßiger als sich in Konzentration zu schulen und rechter Rede.
    Wenn der Achtfache Pfad kein Ziel hat, dann ist der dharma sinnfrei und umsonst. Wieso dann nicht drauflosfeiern im jetzt?


  • ja, bei dem Thema prallen eben zwei Welten aufeinander, die wahrscheinlich nichts im selben Forum zu suchen haben. Ich weiß garnicht was ich darauf antworten soll, weil es meilenweit an meiner Intention vorbei geht und es mir jetzt gerade auch einfach zu blöd ist, auf so einen Stuss zu antworten (was ich leider trotzdem gerade tue).

  • Der 8 fache Pfad wird in allen buddhistischen Schulen gelehrt. Die "geschickten Mittel", das Ziel (im Sinne der buddhistischen Lehre) des 8 fachen Pfades zu erreichen, unterscheiden sich.

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Holzklotz:


    ja, bei dem Thema prallen eben zwei Welten aufeinander, die wahrscheinlich nichts im selben Forum zu suchen haben. Ich weiß garnicht was ich darauf antworten soll, weil es meilenweit an meiner Intention vorbei geht und es mir jetzt gerade auch einfach zu blöd ist, auf so einen Stuss zu antworten (was ich leider trotzdem gerade tue).


    Hallo Holzklotz, schade das du das so negativ auffasst. Dabei war es eine ehrliche Meinung meinerseits.
    Ich denke, deine Intention ist die selbe wie meine Intention und wie die Intention aller hier. Es geht Schlussendlich um ein Streben nach Zufrieden, Leidensreduzierung oder was auch immer an anderen positiven Eigenschaften jemand kultivieren möchte.
    Ob du jetzt sagst, ich praktiziere um in diesem Leben das Leiden zu reduzieren oder ob du an die buddhistische Religion glaubst und praktizierst um in zukünftigen Leben das Leiden zu reduzieren oder aufzulösen ist schlussendlich egal. Ja, sogar dein Streben nach dem "jetzt" ist insgeheimen eine Streben nach einer völligen Annahme des "jetzt", was Schlussendliche auch nur eine From der Zufriedenheit ist.
    Dazu kannst du den Achtfachen Pfad nutzen um dein "jetzt" zu verbessern und "zufriedener" zu machen. Wenn du jeden Tag einen draufmachst, dann ist dein "jetzt" auch nicht mehr so schön.


    Unser aller Intention ist insgeheim ein Streben nach Zufriedenheit. Deswegen muss der Weg ein Ziel in der Zukunft haben, sonst würde sich NIEMAND zur Mediation hinsetzten.

  • PhenDe


    Wenn man an Verbessern denkt, will man doch ein neues, "verbessertes Ich" erzeugen. Oder?
    Hmmm ... will ich dies oder strebe ich dies an? Eher nicht.


    Ich lese die Schriften, weil sie Wahrheit sind und ich sitze, weil das die einzige Möglichkeit ist, das Ich(nicht als Ego gemeint) im Jetzt zu üben.
    Schwer zu erklären, doch ich finde in "meinem" Geist kein Streben nach einem wie auch immer gearteten Ziel.


    _()_


    Und ich denke, Holzklotz meinte dieses "ziellose Suchen".

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend