Meditation und (negative) Gedanken im Alltag

38 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Anandasa.

  • Hallo zusammen,


    Schon mal vorweg vielen Dank für eure Antworten und Hilfe.


    Hat jemand von euch Langzeiterfahrung mit Beobachten von Gedanken im Alltag?
    Geht das auf lange Sicht, wenn man nur irrational negative Gedanken beobachtet? Soll man dan ständig gefühlt 50x am Tag beobachtend sich selber sagen "aha, jetzt habe ich das gedacht. Aha, jetzt stelle ich mir das vor"?
    Ich sage bewusst negativ, da ich als angstgeplagter Mensch nur den negativen Gedankenmüll beobachten will. Ich verstehe langfristig nicht den Sinn dahinter, wirklich ALLE Gedanken zu beobachten. Wo kommt man da hin wenn man sogar positive oder konstruktive Gedanken einfach nur "registriert", weil ich finde, dass man sich doch mit den positiven Dingen im Leben durchaus identifizieren kann, während man das destruktiv negative, worauf man ja keinen Einfluss hat, bewusst nur beobachten sollte?
    Ausserdem, welche Form der Meditation würdet ihr empfehlen, um sich eine neue Einstellung anzueignen? In meinem Fall Gelassenheit und Akzeptanz, insbesondere in Stresssituationen. Soll man da bei jeder Meditation z.B. 20 Minuten lang sich stressige Situationen vorstellen, in denen man gelassen reagiert oder soll man sich 20 Minuten lang einreden, dass man gelassen reagiert?
    Viele Fragen und hoffentlich viele Antworten :)
    Ich danke nochmals für die Hilfe.

  • onyx10:


    Ausserdem, welche Form der Meditation würdet ihr empfehlen, um sich eine neue Einstellung anzueignen? In meinem Fall Gelassenheit und Akzeptanz, insbesondere in Stresssituationen. Soll man da bei jeder Meditation z.B. 20 Minuten lang sich stressige Situationen vorstellen, in denen man gelassen reagiert oder soll man sich 20 Minuten lang einreden, dass man gelassen reagiert?
    Viele Fragen und hoffentlich viele Antworten :)
    Ich danke nochmals für die Hilfe.


    Erst mal einfach üben, dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Oder auf ein anderes Objekt. Wenn du abgewichen bist, dann denke: "Ich bin abgewichen" und kehre zum Atem zurück. Wenn du das Gefühl hast, es klappt nichts, dann halt froh sein, wenn es zwei Sekunden klappt. Es ist auch egal, was du denkst, neben dem Beobachten des Atems.
    Wenn dann Stress ist im Büro, Familie oder welche Situation auch immer du nicht weg kannst um zu meditieren, kann man doch mal drei Minuten, oder zur Not drei Sekunden sich auf den Atem konzentrieren. Oder halt aufs Klo verschwinden, dort 5 Minuten meditieren. Es klappt besser, wenn man es außerhalb der stressigen Situation übt.
    Immer wieder 5 Minuten meditieren, nicht 20 Minuten an einem Stück. Für Anfänger wird es von tibetischen Meistern jedenfalls so empfohlen.

  • Also wenn man Ängste und Sorgen hat, dann sind die Gedanken eh dauernd am kreisen. Ist es dann sinnvoll, jetzt diese Gedanken zu beobachten? Also um kreisende Gedanken zu kreisen? Was dann wieder Gedanken auslöst, die man dann auch noch beobachten könnte.


    Was ist denn der Sinn davon?

  • Manchen Menschen ist nicht bewusst, dass sie sehr häufig "negative" (beispielsweise: die eigene Person abwertende) Gedanken denken.
    In diesem Fall kann es durchaus sinnvoll sein, diesbezüglich Achtsamkeit zu entwickeln, also diese Gedanken wahrzunehmen und sich davon zu distanzieren.


    Ob das in dem konkreten Fall angebracht ist, wenn beispielsweise eine Angststörung vorliegt, muss ein Psychotherapeut im persönlichen Gespräch mit dem Klienten entscheiden.


    P.S. Deine Fragen zum Schluss beziehen sich weniger auf Achtsamkeitstraining, sondern mehr auf hypnotische Techniken und Mentaltraining. Wenn man darin nicht sehr geübt ist, sollte man das besser nicht autodidaktisch anwenden und vermischen.

  • Frieden-und-Freude:

    Manchen Menschen ist nicht bewusst, dass sie sehr häufig "negative" (beispielsweise: die eigene Person abwertende) Gedanken denken.


    Kein Wunder und kommt hier auch viel mehr das Gegenteil vor.
    Glauben doch manche das alle schon ein Buddha wären.....
    Oder zumindest das Potenzial dafür schon ausgebildet zu haben.
    Es zumindest schon seit der Geburt zugestanden sei.

  • void:

    Also wenn man Ängste und Sorgen hat, dann sind die Gedanken eh dauernd am kreisen. Ist es dann sinnvoll, jetzt diese Gedanken zu beobachten? Also um kreisende Gedanken zu kreisen? Was dann wieder Gedanken auslöst, die man dann auch noch beobachten könnte.
    Was ist denn der Sinn davon?


    Ne ist es nicht. Aus diesem Grunde hat der Buddha ja auch
    (in M 20) 5 Methoden gelehrt mit unheilsamen Gedanken fertig
    zu werden:


    1. Die unheilsame Gedanken durch heilsame zu ersetzten.
    2. Die Verderblichkeit, das Elend der unheilsamen Gedanken erwägend,
    die Gedanken vertreiben.
    3. Die unheilsamen Gedanken nichtbeachten, ignorieren und beim
    Meditationsobjekt verweilen.
    4. Die unheilsamen Gedanken erwägen, betrachten, analysieren und
    somit schrittweise auflösen.
    6. Die unheilsamen Gedanken mit Gewalt niederkämpfen.

  • accinca:

    Ne ist es nicht. Aus diesem Grunde hat der Buddha ja auch
    (in M 20) 5 Methoden gelehrt mit unheilsamen Gedanken fertig
    zu werden:


    In der Ausgangsfrage ging es doch nicht um "unheilsame Gedanken" sondern um "negative Gedanken" also solche, die man weg haben will. Gedanken, gegen die man eine Abneigung hat. Und da Ängste und Sorgen ja oft schon eine Ungeduld gegenüber dem Ist zustand beinhalten, kann so etwas doch eher die Probleme verschärfen.

  • onyx10:

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Bei den vielen Fragen die ich gestellt habe ging es eigentlich im Kern darum hier zu erfahren, wie erfahrene Meditierende mit Gedanken im Alltag umgehen.
    Achtet und registriert ihr ständig destruktive Gedanken, oder Gedanken aller Art? Wird langfristig im Gehirn ein Automatismus draus?


    Du wirst feststellen, dass hier im Forum ganz unterschiedliche Traditionen vertreten sind und du auch ganz unterschiedliche Antworten bekommen wirst.
    Es ist also nicht so, dass "erfahrene Meditierende" dieselben Erfahrungen machen, denn die Praxis unterscheidet sich häufig beträchtlich.


    Meine Antwort:


    Ja, zu meiner Praxis gehört es, auf unheilsame Gedanken zu achten und sie möglichst loszulassen oder zu ersetzen oder nicht zu beachten. Das kann mit der Zeit zu einer guten Gewohnheit werden, erfordert aber Geduld und viel Übung und klappt trotzdem nicht immer.


    Für den Anfang ist es leichter, auf den Atem zu achten.
    So wie dir das oben schon beschrieben wurde.

  • https://www.youtube.com/watch?v=OVQQ3An4csE
    sorry für den "Creator" in dem Video. Es ist nicht so gemeint, dass man da jetzt wieder drüber nachdenken soll. Mooji ist halt ein Hinduist, aber das ist in dem Fall egal. Es ist einfach gut gemacht.

  • P.S.


    Hier kannst Du nachlesen und einen Eindruck bekommen, wie komplex das Thema ist und welche verschiedenen Meinungen Buddhisten hier im Forum dazu haben:
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=2&t=14426


    Also im Zweifelsfall: Wenn es darum geht, dass Du mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen störende Gedanken unterbrechen möchtest und es sich dabei vielleicht sogar um eine Angststörung handelt, bitte lieber einen Profi konsultieren, als hier im Forum nach Lösungen zu suchen. :)

  • Frieden-und-Freude:

    Also im Zweifelsfall: Wenn es darum geht, dass Du mit Hilfe von Achtsamkeitsübungen störende Gedanken unterbrechen möchtest und es sich dabei vielleicht sogar um eine Angststörung handelt, bitte lieber einen Profi konsultieren, als hier im Forum nach Lösungen zu suchen. :)


    Der glaube an solche "Profis" ist bei vielen eben
    noch ungebrochen. Trotzdem kann die Behandlung mit
    Pillen eine gewisse temporäre Beruhigung nicht abgesprochen werden.
    Man sollte sich aber darüber im klaren sein, das solche Methoden
    alleine keine Lösung und nur im Notfall das Mittel der letzten Wahl
    sein sollten.

  • accinca:


    Der glaube an solche "Profis" ist bei vielen eben
    noch ungebrochen. Trotzdem kann die Behandlung mit
    Pillen eine gewisse temporäre Beruhigung nicht abgesprochen werden.


    Oh, ich habe mit solchen Profis gute Erfahrungen gemacht. Ohne Pillen. Die richtige zu finden ist aber vielleicht ebenso schwer, wie den richtigen Dhammalehrer.

    accinca:

    Man sollte sich aber darüber im klaren sein, das solche Methoden
    alleine keine Lösung und nur im Notfall das Mittel der letzten Wahl sein sollten.


    So isses. Auch hier muss man den Weg selbst gehen, aber gute Anleitung half mir enorm.


    Love and peace,
    Aravind.

  • Gedanken solöten nicht manipuliert, z.B. unterdrückt werden. Auch ein Ersetzen ist sinnlos, so schürt man doch weiterhin eine Illusion.
    Gedanken aind normale Produkte des Körpers, der Lebenskraft und somit des Seins. Es genügt sie bewusst zu erkennen und damit loszulassen, damit sie sich nicht weiterspinnen. Man kann im Alltag auch dann auf den Atem achten, als Achtsamkeitsanker um hier und jetzt zurückzukehren und nicht in Gedanken zu versinken..

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • onyx10:

    Vielen Dank für eure Antworten.
    Bei den vielen Fragen die ich gestellt habe ging es eigentlich im Kern darum hier zu erfahren, wie erfahrene Meditierende mit Gedanken im Alltag umgehen.
    Achtet und registriert ihr ständig destruktive Gedanken, oder Gedanken aller Art? Wird langfristig im Gehirn ein Automatismus draus?


    Hallo Onyx,
    ja ich registriere so oft wie möglich (ständig?) alle mehr oder weniger destruktiven Gedanken oder Wunschträume. Und ich schneide sie ab, wenn sie durch Beobachtung nicht einfach verschwinden, notfalls mit strengem Befehl. Wenn ich destruktive Gedanken habe, die sich immer mehr steigern, ich dies zwar wahrnehme, aber irgendwie in alter Konditionierung gefangen scheine, dann hinterfrage ich, was dieses ausgelöst hat, was mir fehlt oder welcher negativen, ursprünglich angewohnten Eigenheit ich "wieder mal" in die Falle gegangen bin. Dann löst sich das schnell auf, denn ich sehe, dass ich aus egoistischen Gründen, aus möglichem rechthaberischen Anspruch eingestiegen bin. Davon kann ich inzwischen ganz schnell lassen.


    Es kommt eigentlich kaum noch vor, weil der Automatismus der ständigen Achtsamkeit zwar sieht, was unheilsames Denken früher ausgelöst hat, aber gleich weiter geht, ohne anzudocken.
    _()_

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Gandhi


  • So isses :):like:
    Von Pillen war nicht die Rede, obwohl sie in manchen Fällen sinnvoll sind.
    Und genau: Es gibt auf diesem Gebiet auch gute und engagierte Profis, aber sie sind nicht leicht zu finden.
    Blindes Vertrauen in Psychotherapie und Coaching empfehle ich keineswegs.

  • kal:

    Gedanken solöten nicht manipuliert, z.B. unterdrückt werden. Auch ein Ersetzen ist sinnlos, so schürt man doch weiterhin eine Illusion.
    Gedanken aind normale Produkte des Körpers, der Lebenskraft und somit des Seins. Es genügt sie bewusst zu erkennen und damit loszulassen, damit sie sich nicht weiterspinnen. Man kann im Alltag auch dann auf den Atem achten, als Achtsamkeitsanker um hier und jetzt zurückzukehren und nicht in Gedanken zu versinken..


    Diese Ansicht entstammt der Zen-Praxis.
    Gegen die Praxis habe ich nichts einzuwenden, wohl aber gegen die dogmatische und apodiktische Form deiner geäußerten Ansicht. :)
    Dass der Buddha ein aktives Unterbrechen und Verändern unheilsamer Gedanken als eine von verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit unheilsamen Gedanken empfohlen hat, wurde in diesem Thread bereits zitiert.
    Im Theravada ist das gängige Praxis, oft mit guten Resultaten.
    Monika hat das schön beschrieben.


    Natürlich kann man auch anders vorgehen und im Sinne der Zen-Praxis auf aktives Unterbrechen verzichten und die Gedanken sozusagen ins Leere auslaufen lassen, indem man nicht auf sie reagiert, ihnen also keine weitere Nahrung gibt.
    Der Buddha beschreibt das auch, es ist halt eine Möglichkeit von mehreren. ^^

  • Frieden-und-Freude:

    Dass der Buddha ein aktives Unterbrechen und Verändern unheilsamer Gedanken als eine von verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit unheilsamen Gedanken empfohlen hat, wurde in diesem Thread bereits zitiert.
    Im Theravada ist das gängige Praxis, oft mit guten Resultaten.


    Viele Leute leiden darunter, dass ihre Gedanken ständig um Sorgen und Ängste kreisen. Wenn man denen rät, ihre Gedanken zu beobachten, verstärkt das das Kreisen um sich selbst und man fängt sogar an, das das Spiritualität zu sehen.


    Von daher ist es wohl sinnvoll, den Unterschied zwischen dem was Buddha sagte, und einer nicht kontruktiven Introspektion zu unterscheiden.


    Der Versuch missliebige Gedanken zum Schweigen zu bringen ist ja eben kein Loslassen sondern ein Kontrollieren. Und die Haltung ist nicht Offeneheit und Geduld sondern so ein Wunsch zur inneren Ordnung - ein Akt der Selbstoptimierung.


  • 1. Ja, eine generelle Empfehlung, Gedanken zu "beobachten", kann für manche Menschen schädlich sein. Beispielsweise dann, wenn eine zwanghafte Störung vorliegt. (Genau aus solchen Gründen kann es ja problematisch sein, in einem Internetforum Menschen Empfehlungen zu geben, die Meditation zur Überwindung psychischer Probleme nutzen wollen. Was für den einen gut ist, kann für den anderen schädlich sein.)


    2. Auch für den Umgang mit Ängsten kann es nützlich sein, diese Ängste achtsam wahrzunehmen (also zu "beobachten"), sofern damit gemeint ist, sich damit zugleich von diesen Gefühlen und Geisteszuständen zu distanzieren, statt sich noch mehr hineinzusteigern.
    Das ist ein großer Unterschied und da kommt es bei der Anleitung wirklich auf die Details an.
    Sinn der Übung ist, den problematischen Gedanken als etwas Nicht-Ichhaftes zu betrachten, der einen nichts angeht. Diese Distanzierung kann z.B. durch einen humorvollen oder ironischen Umgang damit erfolgen. Oder auch - je nach Persönlichkeit - durch ein etwas ruppiges "Geht mich nichts an", "Nothing", "Ist mir egal", "Blödsinn" oder dergleichen, so wie manche das hier schon beschrieben haben.
    Wie das für jemand am besten funktioniert, findet derjenige entweder durch langes ausprobieren heraus oder - wenn er/sie Glück hat - durch einen guten Lehrer bzw. Berater.


    3. Es scheint gerade für Zen-Praktizierende eine Art Dogma zu sein, dass Achtsamkeit bedeutet, einfach nur das wahrzunehmen, was da gerade ist, ohne aktiv einzugreifen und etwas zu verändern.
    Wie gesagt: Das ist eine von mehreren Möglichkeiten, die der Buddha beschreibt. Er beschreibt aber auch Formen der aktiven Unterbrechung von unheilsamen Gedanken. Und das ist gängige Praxis im Theravada. Zugleich gehört es als "Rechte Anstrengung" zum achtfachen Pfad. (Siehe meinen Link weiter oben.)
    Je nach dem, wie man das praktiziert und was für ein Mensch man ist, funktioniert das auch. (Da gilt wiederum: Entweder muss man lange ausprobieren oder findet einen guten Lehrer und lernt es durch persönliche Unterweisung.)

  • Eine kleine Ergänzung noch:


    Gerade beim Umgang mit "negativen Gedanken" kann die Metta-Praxis eine gute Alternative sein.
    Also statt sich mit diesen Gedanken überhaupt groß abzugeben, entwickelt man das Gegenteil: liebevolle und freundliche Gedanken.


    Das geht auch ohne die negativen Gedanken zu "beobachten".

  • @FuF


    Du kennst Zen-Praxis nicht, so wie ich mich von kontempl Meditation fernhalte.


    Zu Deinem Satz über Zazen :
    ja, ja, nein
    (nur meine unmäßig meinung)


    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Frieden-und-Freude:

    Eine kleine Ergänzung noch:


    Gerade beim Umgang mit "negativen Gedanken" kann die Metta-Praxis eine gute Alternative sein.
    Also statt sich mit diesen Gedanken überhaupt groß abzugeben, entwickelt man das Gegenteil: liebevolle und freundliche Gedanken.


    Das geht auch ohne die negativen Gedanken zu "beobachten".


    :like:


    Es spricht auch nichts dagegen, den "negativen" Gedanken selbst Liebende Güte entgegen zu bringen. Sie sind im Moment nun mal ein Teil von Dir, ob es Dir passt, oder nicht. (Dass Du sie loswerden willst, verstehe ich aber gut).


    Liebe Grüße,
    Aravind.



  • Da erwähnst Du einen sehr wichtigen Punkt!


    Den "negativen Gedanken" oder "Mustern" oder "Persönlichkeits-Anteilen" selbst liebende Güte entgegen zu bringen, kann sehr sinnvoll sein.
    Oft wird im Umgang mit "Negativem" zu stark mit Ablehnung gearbeitet, was ja wiederum eine Aversion ist, die das Negative verstärkt.


    Der liebevolle Umgang mit allen Persönlichkeitsanteilen ist beispielsweise etwas, was traditionelle Meditationslehrer durchaus von der modernen Psychotherapie lernen können. (Manche Dhammalehrer gehen bereits intuitiv so vor, viele arbeiten aber leider mit eher schroffer Unterbrechung von unerwünschten Mustern.)

  • Frieden-und-Freude:

    Den "negativen Gedanken" oder "Mustern" oder "Persönlichkeits-Anteilen" selbst liebende Güte entgegen zu bringen, kann sehr sinnvoll sein.
    Oft wird im Umgang mit "Negativem" zu stark mit Ablehnung gearbeitet, was ja wiederum eine Aversion ist, die das Negative verstärkt.


    Der Umgang mit sich selbst ist ja eng mit dem Umgang mit anderen verwandt.


    Und da sind ja die wenigsten Leute vollkommen kritikfähig. Wenn jemand sehr egolos ist er natürlich sehr kritikfähig und jemand anders kann ihm sagen, dass er etwas lassen soll und er lässt es.


    Während wir ja innerlich oft so verzogene Kleinkinder sind, dass der Versuch, Gedanken niederzuringen mit Gegengewalt beantwortet wird. Statt das man den Elefant in die richtige Richtung bewegt, bäumt er sich auf.


    Je verzogener man ist, desto mehr Freundlichkeit ist notwendig.