Gedanken gehen immer an den Schmerzpunkt


20 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Ellviral.

  • Hallo,


    vielen Dank für die Aufnahme in euren Forum. Ich habe erst vor ein paar Tagen mit der Meditation angefangen. Bevor ich zu meinen Fragen komme, muss ich ein wenig ausholen.


    Ich war schon von Kindheit an ein hyperaktiver Mensch und durch meine Neurodermitis extrem nervös. Ruhe gab es in meinem Leben nie. Mit 30 habe ich dann angefangen exzessiv Sport zu treiben, um die innere Unruhe zu besiegen, u.a. auch Kraftsport. Dies habe ich getan ohne auf den Körper zu hören, bin immer an die Grenzen gegangen und darüber hinaus. Dann kam der Zwerchfellbruch der weitreichende Folgen hatte (Sodbrennen / Herzrasen Magen durch das Zwerchfell gerutscht usw.) Ich habe extrem abgenommen. Nach zwei Jahren beschloss ich mich bei einem Spezialarzt operieren zu lassen, was auch sehr gut verlief. Die Synthome wie Sodbrennen / Herzrasen und sogar mein Asthma ging weg. Doch ich fiel sofort wieder in mein altes Muster. Nur diesmal sagte mein Körper stopp und antwortete mir mit extremen Schmerzen am Rücken. Zu meinem Glück lernte ich YogaRaum kennen und die Lehrerin Regina, die ihren Beruf mir Herz und Seele macht. Durch das Yoga lernte ich zum ersten mal ein Körpergefühl kennen und konnte auch zum ersten mal innere Ruhe spüren. Nach einem Jahr war es schon viel besser. Nur meine Schmerzen blieben vorhanden was daran liegt das liegt, dass ich zu viel daran Denke. Ich tue immer noch zu viel, mach Dinge Gleichzeitg, nehme vieles nicht wahr. Vor ein paar Wochen sagte mein Arzt, ich solle doch einfach mal Meditieren. So beschloss ich das auszuprobieren. Ich wollte es Morgens machen. Wenn der Wecker klingelt (so 5.40 Uhr) bleibt meine Frau immer noch liegen und das Bad ist dann eh besetzt. So habe ich 30 Minuten zeit. Ich gehe in unsere Wohnstube, öffne das Fenster und knie mich auf meine Yogamatte, mit dem Yogakissen unter dem Po. (Ich habe es im Yogasitz ausprobiert, da ich jedoch sehr steif bin, tat mir das weh. Dann beginne ich ich zu atmen. Und jetzt kommen meine Probleme / Fragen :-)


    1. Ich spüre innerlich, meine Verspannungen / Schmerzpunkte. Die melden sich sofort, sobald ich zur Ruhe komme. Wie schaffe ich es, sie auszublenden. Ich versuche meine Gedanken immer wieder auf meinen Atem zu lenken. Jedoch sind meine Schmerzpunkte hartnäckig. Habt ihr ein paar Tipps.
    2. Mein Herz beginnt schneller zu schlagen, sobald ich zur Ruhe komme. Ich denke das ist sicher normal, da mein Körper sowas nicht kennt. Gibt es da ein paar Möglichkeiten?
    3. Durch die Verspannungen mache ich immer wieder leichte Bewegungen, dann lösen sie sich manchmal. Ist das eher kontraproduktiv / soll ich lieber still sitzen?
    4. Die Meditation geht so 20 min. Bisher ist die Ruhe noch nicht eingekehrt. Aber ich denke das ist nach einer Woche normal. Ist die Zeit ausreichend?
    5. Nach der Meditation, mache ich ein paarmal den Sonnengruß. Da gehen schon sehr viele Verspannungen weg. Sollte ich den Sonnengruß vielleicht vor der Meditation machen?

    Für weiter Anregungen bin ich euch dankbar. Vielen Dank für eure Hilfe!

    Sven

  • Liebe Grüße Sven


    willkommen im Forum. Mach einfach aktiv mit :)


    Zu Deinen konkreten Fragen weiß ich wenig. Was mir spontan eingefallen ist - es gibt doch durchaus Meditationsmethoden, die keinen körperlichen 'Stillstand' beinhalten wie etwa Geh-Meditation. Experten fallen da bestimmt noch andere Anregungen ein.


    Etwas gegen Deinen Körper, wie er momentan funktioniert, erzwingen zu versuchen dürfte den recht zeitnahen Abbruch des Experiments bedeuten :wink:

  • Hallo Sven,


    von mir auch ein herzliches Willkommen.


    Zu diesem Punkt


    Nur meine Schmerzen blieben vorhanden was daran liegt das liegt, dass ich zu viel daran Denke. Ich tue immer noch zu viel, mach Dinge Gleichzeitg, nehme vieles nicht wahr.

    Hier setzt die Feldenkrais Methode an.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Feldenkrais-Methode:

    Die Feldenkrais-Methode ist ein körperorientiertes, pädagogisches Verfahren, welches nach seinem Begründer Moshé Feldenkrais (1904–1984) benannt ist. Feldenkrais lehrte, dass sich durch die Schulung der kinästhetischen und propriozeptiven Selbstwahrnehmung grundlegende menschliche Funktionen verbessern, Schmerzen reduzieren lassen und dies allgemein zu als leichter und angenehmer empfundenen Bewegungen führt.



    Wurde bei Dir mal abgecheckt, z.B. durch Deine Yoga-Lehrerin, ob Du Dich beim Sitzen/meditieren richtig positionierst?

    Vielleicht gibt es schmerzfreiere Sitz - Lösungen für Dich. Zum Beispiel auf einem Stuhl, falls alles andere garnicht geht.

    Die Zeit könntest Du verkürzen; erst einmal mit 5 oder 10 Minuten anfangen, damit sich Dein Körper langsam

    an die Haltung gewöhnt. (Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen)

    Weiterhin könntest Du vor der Meditation versuchen eine Kleinigkeit zu essen; z.B. eine Banane.

    Diese enthält Kalium und kann sich beruhigend auf Dein Herz auswirken.

    Ja und den Sonnengruß könntest Du auch vor der Meditation probieren, damit Du dahin gehend eine Erkenntnis

    gewinnst.


    Yoga Lehrer kennen zumeist auch Feldenkrais und viele praktizieren es selbst auch. Dahingehend ruhig mal fragen.


    Soweit erst einmal von mir und gute Besserung.


    Liebe Grüße Schneelöwin

  • Hallo,


    vielen Dank für die Aufnahme in euren Forum. Ich habe erst vor ein paar Tagen mit der Meditation angefangen. Bevor ich zu meinen Fragen komme, muss ich ein wenig ausholen.

    1. Ich spüre innerlich, meine Verspannungen / Schmerzpunkte. Die melden sich sofort, sobald ich zur Ruhe komme. Wie schaffe ich es, sie auszublenden. Ich versuche meine Gedanken immer wieder auf meinen Atem zu lenken. Jedoch sind meine Schmerzpunkte hartnäckig. Habt ihr ein paar Tipps.
    2. Mein Herz beginnt schneller zu schlagen, sobald ich zur Ruhe komme. Ich denke das ist sicher normal, da mein Körper sowas nicht kennt. Gibt es da ein paar Möglichkeiten?
    3. Durch die Verspannungen mache ich immer wieder leichte Bewegungen, dann lösen sie sich manchmal. Ist das eher kontraproduktiv / soll ich lieber still sitzen?
    4. Die Meditation geht so 20 min. Bisher ist die Ruhe noch nicht eingekehrt. Aber ich denke das ist nach einer Woche normal. Ist die Zeit ausreichend?
    5. Nach der Meditation, mache ich ein paarmal den Sonnengruß. Da gehen schon sehr viele Verspannungen weg. Sollte ich den Sonnengruß vielleicht vor der Meditation machen?

    Für weiter Anregungen bin ich euch dankbar. Vielen Dank für eure Hilfe!

    Sven

    Wenn ich nicht zur Ruhe kam habe ich meinen "Sitz" verändert. Da Du es selber schreibst hast Du Dir einen Körper gebaut ohne zu wissen wie oder was dein Körper überhaupt ist. Yoga ist ganz gut, wenn es so ausgeführt wird das der Körper es tun kann ohne dieses Eisenwillen es so machen zu müssen wie jemand es befiehlt.

    Bei Hyperaktivität fällt mir meine Nichte ein. Die war auch immer so unorientiert. Sie machte eine gute Karriere als Borderliner. Konnte immer wieder daraus ausbrechen . Schon als sie 5 Jahre alt war hab ich sie darauf Aufmerksam gemacht: Du weißt nicht wo dein Körper ist. Hab festgestellt das ich nicht viel mehr machen kann als sie immer wieder darauf hinzuweisen das sie jetzt wiedermal nicht weiß wo ihr Körper ist. Was wusste sie: Sie wusste wo sie überzeugt im Glauben war wo ihr Körper ist und zwang ihn dann dahin und rempelte sich so durch die Welt. Inzwischen hat sie gelernt zu wissen wo der Körper ist und diesen nicht mehr zu vergewaltigen wenn sie ihn wiedermal nicht fühlt.


    Zu Dir kann ich auch nur das sagen. Wo ist der Körper und wo ich deine Vorstellung deines Körpers? Folgst Du deiner Vorstellung wie dein Körper zu sein hat oder erkennst du DEN Körper und hilfst ihm so zu handeln wie er es kann ohne deinen Willen?


    Was Meditation angeht kenn ich die beschriebenen Spielchen des Körpers. Was hab ich getan.? Ich habe sitzen gelernt so wie dieser Körper sitzen möchte. Nach vielen Experimenten bin ich beim burmesischen Sitz gelandet. Jede Änderung dieser erkannten und erfahrenen, ausgeübten Haltung wird mit Schmerzen, Unruhe, Verweigerung der Versenkung geahndet. Das einzige was ich verändern darf ist die Haltung der Unterarme und Hände. Dieser Körper hat Firbromyalgie und dieses erkannte Sitzen ist die einzige Zeit in der ich echt schmerzfrei bin und diese Haltung gibt mit die Freude mich zu bewegen nach der Meditation.


    Was spricht gegen den Sonnengruß vor und nach der Meditation? Das Problem das Du als Supermensch hast ist das Du alles vergessen kannst was dich zwingt eine bestimmte Haltung einzunehmen. Nimm den Körper ernst!!!! Er hat, wie Du schon gemerkt hast, einen Willen wie er sitzen kann. Er wird sich niemals deinem Willen unterordnen, viel eher legt er dich lahm und das hast Du schon erfahren.


    Der Geist mag in einem Körper sein, doch der Körper lebt nie im Geist.

  • Vielen vielen Dank für die lieben und ausführlichen Antworten. Ich kann mich in eurer Worte wiederfinden. Zu meiner Person muss ich noch sagen, dass ich meinen Körper nie akzeptiert habe / ihn nie akzeptieren mochte. Das geht schon seit der Kindheit so. Ich war immer sehr sehr dünn, wurde gehänselt und habe dagegen angekämpft. Ich habe gefressen, um zuzunehmen und habe dadurch meinen Magen kaputt gemacht und bin noch dünner geworden. Wie ihr schon geschrieben habt, sehe ich meinen Weg auch darin, mich zu akzeptieren. Vielleicht kommt dann auch die Ruhe zurück. Doch mit 43 ist das ein langer weg, wenn man 30 Jahre mit sich unzufrieden war. Ich habe mich oft gefragt, warum Menschen die eher oberflächlich sind und sehr viel Selbstbewusstsein haben, weniger Probleme im Leben bekommen. Sicher, weil sie sich nie in Frage stellen würden.


    Zum Thema sitzen: meine Yogalehrerin macht über Ostern einen einwöchigen Kurs, nur über das sitzen und "zur Ruhe kommen". Ich denke da kann ich das auch mal ansprechen. Ich werde mal ein paar andere Positionen ausprobieren und gucken was mein Körper mir sagt. Sitzen ist ja auch so negativ behaftet. Und da ich schon den ganzen Tag auf einen Stuhl sitze, möchte ich das ungern bei der Meditation tun.


    Das mit der Feldenkrais-Methode hört sich interessant an. Das ist so ähnlich wie die Alexandertechnik, die unsere Yogalehrerin lehrt. Da geht es auch um kleine Abläufe im Körper und das wahrnehmen.


    Ich stehe noch ganz am Anfang. Aber ich bin zuversichtlich.

  • Hallo Sven,

    Zu meiner Person muss ich noch sagen, dass ich meinen Körper nie akzeptiert habe / ihn nie akzeptieren mochte. Das geht schon seit der Kindheit so. Ich war immer sehr sehr dünn, wurde gehänselt und habe dagegen angekämpft. Ich habe gefressen, um zuzunehmen und habe dadurch meinen Magen kaputt gemacht und bin noch dünner geworden.

    Versuche hier mal mein fett gedrucktes in ein positiveres Rückdenken umzuwandeln. Du hast Dich nicht kaputt gemacht, das Essen ist Dir in der Art nicht bekommen oder ähnlich. Das hat etwas mit eigener Würde und liebevollen Umgang mit sich selbst zu tun.:):wink:


    Wie ihr schon geschrieben habt, sehe ich meinen Weg auch darin, mich zu akzeptieren.

    Ja:)

    Ich habe mich oft gefragt, warum Menschen die eher oberflächlich sind und sehr viel Selbstbewusstsein haben, weniger Probleme im Leben bekommen. Sicher, weil sie sich nie in Frage stellen würden.

    Wenn man "hinter die Kulissen" schauen darf, hat zumeist jeder seine Päckchen zu tragen. Man sieht es den Menschen nicht unbedingt an. Dir wahrscheinlich auch nicht.

    Vergleichen, das lernt man auch im Yoga, in dem man die Augen verschließt um seine Nachbarn bei den Übungen nicht zu bewerten, bringt einem selbst nicht viel.:wink:



    Sitzen ist ja auch so negativ behaftet. Und da ich schon den ganzen Tag auf einen Stuhl sitze, möchte ich das ungern bei der Meditation tun.

    Das verstehe ich; "der Stuhl" ist auch wirklich die allerletzte Alternative.

    Eine andere Sache ist; ob Deine Hibbeligkeit auf dem Stuhl im Alltag, Dir dazu etwas sagen möchte?

    Das mit der Feldenkrais-Methode hört sich interessant an. Das ist so ähnlich wie die Alexandertechnik, die unsere Yogalehrerin lehrt. Da geht es auch um kleine Abläufe im Körper und das wahrnehmen.

    Ich weiß zwar, dass es die Alexander Technik gibt; aber wo es genau in der Psychosomatik ansetzt, das kann ich nicht beurteilen.

    Feldenkrais Übungen orientieren sich oft an der kindheitlichen Bewegungsentwicklung / lange festsitzende Muster, die sich ab dort schon eingeprägt haben könnten werden so aufgedeckt und da Du vermutest, dass seit Deiner Kindheit schon einiges im Argen ist. . . halte ich es jedenfalls nicht für falsch es mal zu testen.

    Wichtig ist aber mindestens 5 Testlektionen auszuprobieren, am besten in einem Sportverein, um gut 1 Jahr dabei bleiben zu können.


    ch stehe noch ganz am Anfang. Aber ich bin zuversichtlich.

    Du hast schon einige Schritte auf Deinem Weg getan und versuche dabei weiterhin optimistisch zu bleiben, schaue was passiert.:)



    Liebe Grüße Schneelöwin



    Hallo Helmut,


    Dann bist Du ja jetzt ein springender Hüpfer, wenn alles richtig gelaufen ist:mrgreen:


    "Das starke Selbst" von Moshe Feldenkrais, könnte ich Dir noch als Buch empfehlen. Es wird in diesem Buch allerdings mehr auf die Psychosomatik und die entsprechenden Muster eingegangen - weniger als Übungsgrundlage zu gebrauchen.

    Man hat aber so einige Aha Erlebnisse.:)

  • Hallo Schneelöwin, danke für deine Worte!


    Ich werde erstmal die Meditation weiterführen. Das tut mir richtig gut. Und ich habe das Talent ich in 100 Dingen zu verlieren und dann nichts richtig zu tun. Vorgestern im Garten konnte ich 30 Minuten auf das Gras gucken und an nichts denken. Solche Momente machen so glücklich, das konnte ich mir nie vorstellen. Ich habe jetzt auch eine gute Sitzposition gefunden, die Aufrecht, leicht und bequem ist.


    Meine Frage wäre ob es besser ist mit offenen oder geschlossenen Augen zu meditieren. Morgens habe ich das Gefühl, dass geschlossene Augen besser sind. Nachmittags mache ich dann immer die Augen auf und konzentriere mich auf einen Punkt / Fläche.


    Vielen Dank für eure Hilfe!!!

    Sven

  • Hallo Sven,


    im Zazen wird die Anleitung gegeben die Augen leicht geöffnet zu halten (ca. 1 m Richtung Boden/Erde gerichtet), um gleichzeitig den Bezug zur äußeren Welt herzustellen; also nicht "nur" zur inneren Welt.


    Da Du aber keiner buddhistischen Richtung angehörst, würde ich auf Dein Gefühl hören und so weiter machen, wie Du es als angenehm für Dich herausgefunden hast.

    Wenn ich Yoga mache, bei einem spirituellen Lehrer, werden dort beim Meditieren die Augen geschlossen.

    Das mache ich soweit auch mit und finde es angenehm.

    Ich denke, Du machst nichts falsch dahingehend zu wechseln.


    Deine Erzählung, dass Du ohne Gedanken 30 Minuten auf grünes Gras schauen konntest, gefällt mir sehr. So bekommst Du einen kleinen Einblick, wie es ist, immer stabiler zu werden.


    Viel Erfolg - Die Schneelöwin

  • Hallo Schneelöwin, danke für deine Worte!


    Ich werde erstmal die Meditation weiterführen. Das tut mir richtig gut. Und ich habe das Talent ich in 100 Dingen zu verlieren und dann nichts richtig zu tun. Vorgestern im Garten konnte ich 30 Minuten auf das Gras gucken und an nichts denken. Solche Momente machen so glücklich, das konnte ich mir nie vorstellen. Ich habe jetzt auch eine gute Sitzposition gefunden, die Aufrecht, leicht und bequem ist.

    (...)

    Na, das klingt ja sehr kraftvoll! Danke fürs teilen.


    Still sitzen,
    nichts tun,
    der Frühling kommt
    und das Gras wächst von selbst.'


    Liebe Grüße, Aravind.

  • Hallo,


    ich habe mal wieder eine Frage. Ich mache das mit der Meditation jetzt regelmäßig Morgens und Abends. Es kommt langsam eine gewisse Routine rein. Es gibt Tage da schaffe es es, ruhig in mich rein zu schauen und zu atmen. Manchmal bin ich jedoch total aufgewühlt und ich komme nicht zur Ruhe. Das sind auch die Tage, an denen ich die meisten Schmerzen habe. Ist es besser an diesen Tagen, das meditieren abzubrechen, oder solange sitzen zu bleiben, bis sich mein Geist beruhigt hat? Hat jemand noch Tipps was ich an solchen Tagen tun kann.


    Vielen Dank

    Sven

  • Bist Du eigentlich mal so richtig durchgecheckt worden?

    Unruhe, Magerkeit, da könnte ein Schilddrüsenproblem dahinter stecken. In diesem Fall kannst Du mit keiner Mediation was erreichen.

    Und noch eine Frage: Könnte es sein, dass Du an ADHS leidest? Hast Du das mal prüfen lassen? Bei Erwachsenen wird das meist übersehen.
    https://www.netdoktor.de/krankheiten/adhs/erwachsene/

    Vielleicht ist es einfach besser, diese Unruhe, sofern sie keine medizinische Ursache hat, einfach auszuagieren? Also Spazierengehen, gemütlich Schwimmen, Radfahren …? Nicht in Hast und Eile, nichts was sehr anstrengt, sondern gemütliches Tempo. Keinen Druck machen, keine Leistungen einbringen. Am besten in freier Natur und die Natur ganz intensiv betrachten.

    Zu den Schmerzen: Wenn das mit dem Rücken abgeklärt ist, wie wäre der Besuch bei einem Schmerztherapeuten? Vielleicht kann der Schmerz zumindest gelindert werden.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Hallo Doris Rasevic-Benz

    Danke für deine Antwort. Ich gehe seit der OP, also seit 1,5 Jahren jeden Tag mit meiner Frau 5 Kilometer spazieren. Das tut mir sehr gut. Ich würde auch gern noch mehr Sport machen, was jedoch schwierig ist, wegen meiner Schmerzen. Neulich habe ich begonnen zu laufen, was sehr gut ging. Jedoch ist es gerade sehr kalt und glatt. Und ich mache noch Yoga, was mir auch sehr gut tut. Radfahren werde ich im Frühjahr auch mehr.

    Die Cortisol und Schilddrüsenwerte werden bald gescheckt, da muss ich leider noch ein wenig warten. Den Verdacht hatte ich auch schon, jedoch ist meine Hausärztin anderer Meinung. Ich dachte immer, mit Mediation bekommt man sowas auch in den Griff.


    ich möchte ungern zu einen Schmerztherapeuten gehen, da ich keine Medikamente nehmen möchte. Die Schmerzen sind ja mehr oder wenig erträglich, je nachdem was ich vorher gemacht habe. Sobald es in die Richtung Kraftsport / Übungen für zu Hause geht, tut es am nächsten Tag mehr weh. Aber die Schmerzen werden ja auch besser, wenn ich mal in die Ruhe und in die Mediation kommen.


    Liebe Grüße

    Sven

  • Bei Sport habe ich weniger an Sport gedacht :grinsen:, sondern an etwas sehr langsames, gleichmäßiges. Eine gleichmäßige Bewegungsform hat einen beruhigenden Effekt. Nicht umsonst gibt es auch Gehmediation. Wenn der Körper beschäftigt werden will, dann soll man dem vielleicht auch nachgeben. Der Körper ist weise. Also, wenn sich Deine Unruhe beim Sitzen nicht legt, dann erzwinge sie nicht, sondern stehe auf und bewege Dich. Wie schon gesagt, nicht schnell, nicht hektisch, sondern fließend und ohne Anstrengung.


    Offensichtlich ist Kraftsport nichts für Dich, oder in nur sehr geringer Dosis von Nutzen. Daher würde ich das nur noch in einem Zentrum machen, die Rehasport anbieten und die Geräte exakt für Dich einstellen können, wo richtige Therapeuten am Werk sind. Auch hier gilt: genau auf den Körper hören.


    Warum musst Du auf Cortisol und Schilddrüsenwerte warten? Das ist lediglich eine Blutabnahme. Ich selbst gehe einmal im Jahr zum Endokrinologen, der dann auch einen Ultraschall macht und die Bluttests dazwischen mache ich beim Hausarzt. Wenn ich spüre, dass ich nicht gut eingestellt bin, dann gehe ich wieder zum Endokrinologen, und wir suchen die geeignete Dosis. Ich würde an Deiner Stelle einfach einen Termin beim Endokrinologen machen. Wenn da was ist, dann hat Mediation keinerlei Einfluss und Du quälst Dich ganz umsonst. Außerdem zerstört das auf Dauer den ganzen Körper, das Herz. Die juckende, entzündete Haut ist auch ein typisches Symptom, sowohl bei Über- als auch bei Unterfunktion. Wenn man richtig eingestellt ist, was nicht immer gelingt, weil der Körper sehr kompliziert ist, dann ist das wie ein neues Leben.


    Schmerztherapeuten arbeiten nicht nur mit Medikamenten. Da wird eine ganze Bandbreit verschiedener Methoden angewandt. Ich muss da jetzt auch hin, gerade weil ich nicht dauernd Schmerzmittel nehmen möchte. Vielleicht klappt das aber nicht ohne, dann werden zumindest flankierende Maßnahmen unternommen, die alles erträglicher machen.


    Liebe Grüße

    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Hallo Sven,


    Das sind auch die Tage, an denen ich die meisten Schmerzen habe. Ist es besser an diesen Tagen, das meditieren abzubrechen, oder solange sitzen zu bleiben, bis sich mein Geist beruhigt hat?

    ich verstehe Deine Frage nicht genau?

    Möchtest Du wegen der Schmerzen abbrechen oder weil Dein Geist so unruhig ist?

    Ich antworte mal aus meiner Sicht von Schmerzen.

    Wenn ich meditiere und ich merke z.B. einen Schmerz im Magen und meine Gedanken sind unruhig dabei, versuche ich in meinem Körper eine Gegend zu lokalisieren, wo ich keine Schmerzen spüre. Z.B. im Bein/Rücken/Brust und lenke meine Aufmerksamkeit auf die schmerzfreie Gegend.

    Hilft diese Visualisierung nicht, dann versuche ich, bevor ich abbreche, das Atemrauschen.

    Diese erfordert eine gewisse Konzentration und bringt vermehrt Sauerstoff in den Körper und mit Glück hat sich nach der Meditation der Schmerz völlig aufgelöst. Die Chancen stehen gut, wenn es ein Verspannungsschmerz ist; aber auch sonstige, diffuse Schmerzen konnte ich damit auflösen.

    Kürzer einatmen und dann laang ausatmen (nur beim Ausatmen das Atemrauschen anwenden)

    Hier ein schönes Video zum ujayi Pranayama/Atemrauschen oder auch Deine Yogalehrerin befragen.

    https://www.yogaeasy.de/videos/pranayama-ujayi-atem-ashtanga.


    Falls das alles nichts nützt, Sven, und Du quälst Dich regelrecht, würde ich abbrechen, damit Du Dir die Meditation nicht vermiest und am nächsten Tag dann wieder neu starten.


    Liebe Grüße Schneelöwin

  • Unter http://www.zenseite.de/zen-tra…-zazen-haltung/index.html findet man eine Auflistung verschiedener Sitzpositionen.

    Da ich selbst mit ADHS zu tun habe, kenne ich das Problem gut. Ich habe gemerkt, dass es mir hilft gewisse Routinen einzubauen. Zum Beispiel beginnt mein Tag mit einer Schale Tee. Ich zünde Räucherstäbchen an, mache mir Tee. setze mich hin, ein Schlag auf die Klangschale. Dann versuche ich zu Meditieren. Wenn ich merke, dass ich zu sehr abschweife, so gibt es wieder einen Schlag auf die Klangschale und versuche mit auf Atmung und Klang zu fokusieren (oft ist es einfacher, wenn ich mich auf mehrere Dinge fokusieren kann). Da der Klang immer leiser wird, fokusiere ich mich immer stärker auf meine Atmung. Manchmal klappt das richtig gut und ich meditiere 20 Minuten und mehr, manchmal auch gar nicht- aber das ist nicht schlimm.

    _()_

    小金龍


    ཨོཾ་མ་ཎི་པདྨེ་ཧཱུྃ

  • Hab dich gerade erst entdeckt. Inzwischen mache ich nur noch wenige Übung und eine ist Gehen, nicht Joggen nicht Nordig Walking, einfach nur gehen. Alles was mehr ist, was anstrengt, auspowert, erzeugt Schmerzen. Nicht gehen erzeugt Schmerzen. Ich brauch einen guten Mittelweg. Was ich nutze ist die Erfahrung die ich aus den Jahren der Übung des Feldenkrais und Yoga habe. Eins hab ich noch nicht gesagt. Die zweite Übung ist "Sitzen" und die Dritte ist richtig liegen um gut zu schlafen: Buddhas Löwen-lage, nur nicht wie Abgebildet sondern so wie Löwen eben schlafen. Die in Stein gehauene Art ist die, die bei Meditation im liegen angewendet wird.


    Zu Medikamenten: Ich bin wirklich froh das ich meine Kombi gefunden habe und das ich dem Arzt klar sagen kann das ich bestimme wie dosiert wird und ganz klar ist das sein Wissen vielleicht nützlich ist doch mein Körper sich seinem Wissen vollkommen entzieht. Der mag Wissen und Erfahrung und Titel ohne Ende haben er hat keine Ahnung von meinen Krankheiten wenn ich mit ihm nicht sprechen kann weil er zu "Fachmann" ist. Rezepte kann er ganz gut. Ich bin sehr gesund nur hab ich eine Störung die er nie behandeln kann weil nur ich weiß was mir hilft, denn nur ich lebe durch diesen Körper. Nervenschäden müssen kein Grund für Jammern und Klagen sein.

  • Hallo,


    dieses Forum ist echt toll. Alle sind so liebevoll und einfühlsam. Das kenne ich gar nicht aus Foren.

    Hab dich gerade erst entdeckt. Inzwischen mache ich nur noch wenige Übung und eine ist Gehen, nicht Joggen nicht Nordig Walking, einfach nur gehen. Alles was mehr ist, was anstrengt, auspowert, erzeugt Schmerzen. Nicht gehen erzeugt Schmerzen. Ich brauch einen guten Mittelweg. Was ich nutze ist die Erfahrung die ich aus den Jahren der Übung des Feldenkrais und Yoga habe. Eins hab ich noch nicht gesagt. Die zweite Übung ist "Sitzen" und die Dritte ist richtig liegen um gut zu schlafen: Buddhas Löwen-lage, nur nicht wie Abgebildet sondern so wie Löwen eben schlafen. Die in Stein gehauene Art ist die, die bei Meditation im liegen angewendet wird.

    Ja, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. ich werde das mit den laufen (joggen) noch ein wenig beobachten. Den Laufplan den ich von meiner Yogalehrerin habe, ist sehr leicht und man ist hinterher überhaupt nicht ausgepowert. Jedoch habe ich trotzdem am nächsten tag Schmerzen. Aber ich war auch erst einmal mit meiner Frau laufen, dann wurde das Wetter schlechter.


    Was mich sehr interessieren würde, ist die richtige Schlafposition. ich habe eine sehr schlechte Position und bin morgens immer sehr verspannt. Kann mir vielleicht jemand einen Link zu dieser Buddhas Löwenlage schicken. ich habe da nichts gefunden.


    Das Beste ist, das wir jeden Tag spazieren gehen. Das tut mir sehr gut. Es muss halt alles leicht sein.

    Warum musst Du auf Cortisol und Schilddrüsenwerte warten? Das ist lediglich eine Blutabnahme. Ich selbst gehe einmal im Jahr zum Endokrinologen, der dann auch einen Ultraschall macht und die Bluttests dazwischen mache ich beim Hausarzt. Wenn ich spüre, dass ich nicht gut eingestellt bin, dann gehe ich wieder zum Endokrinologen, und wir suchen die geeignete Dosis. Ich würde an Deiner Stelle einfach einen Termin beim Endokrinologen machen. Wenn da was ist, dann hat Mediation keinerlei Einfluss und Du quälst Dich ganz umsonst. Außerdem zerstört das auf Dauer den ganzen Körper, das Herz. Die juckende, entzündete Haut ist auch ein typisches Symptom, sowohl bei Über- als auch bei Unterfunktion. Wenn man richtig eingestellt ist, was nicht immer gelingt, weil der Körper sehr kompliziert ist, dann ist das wie ein neues Leben.

    Bei uns muss man ein halbes Jahr auf einen Termin beim Endokrinologen warten. Mich würde mal interessieren, was er genau macht und wenn etwas nicht stimmt, was für eine Art Mediakamente man bekommt. Ich habe vor Medikamenten ein wenig Angst, da ich immer denke, das man dann wie ein Zombie durch die Welt läuft. Ich bin eigentlich ein Gegner von Medikamenten, habe auch die OP nur gemacht, damit ich die Pantoprazol nicht mehr nehmen muss. Durch die OP bin ich auch mein Asthma losgeworden und dadurch komplett Medikamentenfrei. Jetzt schaudert es mich, wenn ich daran denke, dass ich neue Medikamente nehmen soll. Außerdem haben die Medikamente doch sicher Nebenwirkungen.


    Bei mir ist es ja hauptsächlich ein Verspannungsschmerz, da ich mehr Spannung auf der linken Seite, durch meine OP habe. Durch die Dysbalance und die hohe Spannung im vorderen linken Bauchmuskel (sagt meine Physiotherapeutin), zieht es am Rücken und ich bekomme Triggerpunkte und Verspannungen die teilweise heftig Schmerzen. Wenn ich dann den falschen Sport mache, wird die Spannung noch erhöht und es tut am nächsten tag noch mehr weh.

    Hilft diese Visualisierung nicht, dann versuche ich, bevor ich abbreche, das Atemrauschen.


    Diese erfordert eine gewisse Konzentration und bringt vermehrt Sauerstoff in den Körper und mit Glück hat sich nach der Meditation der Schmerz völlig aufgelöst. Die Chancen stehen gut, wenn es ein Verspannungsschmerz ist; aber auch sonstige, diffuse Schmerzen konnte ich damit auflösen.

    Kürzer einatmen und dann laang ausatmen (nur beim Ausatmen das Atemrauschen anwenden)


    Hier ein schönes Video zum ujayi Pranayama/Atemrauschen oder auch Deine Yogalehrerin befragen.

    https://www.yogaeasy.de/videos/pranayama-ujayi-atem-ashtanga.

    das mit der Ujayi Atmung hatten wir auch schon mal im Yoga. Vielleicht sollte ich die Atmung mal ausprobieren, um besser abzuschalten. Ich bin ja noch ganz am Anfang, da wird es sichern noch ein wenig dauern, bis sich ein Erfolg einstellt. Ich muss auch noch ein wenig an meiner Sitzhaltung feilen, da verspanne ich mich auch sehr. Bis jetzt meditiere ich im Fersensitz. Der geht von den Beinen her ganz gut. ich merke nur, dass ich mich im Oberkörper verspanne. Meine Yogalehrerin hat gesagt, dass das wichtigste das Backen ist. Das muss gut aufgerichtet sein und eine mittige Position finden. Dann baut sich der restliche Körper auch auf. Wenn ich eine gute position gefunden habe (ist schon ein bis zweimal passiert) kann ich super abschalten und atmen. Leider kann man sich das so schlecht abspeichern :-) Wenn ihr noch Tipps zur Sitzhaltung habt, wäre ich euch dankbar. Kann man diese Haltung auch für das Büro übertragen?


    Vielen vielen Dank!!

    Sven

  • Zitat


    Bei uns muss man ein halbes Jahr auf einen Termin beim Endokrinologen warten. Mich würde mal interessieren, was er genau macht und wenn etwas nicht stimmt, was für eine Art Mediakamente man bekommt. Ich habe vor Medikamenten ein wenig Angst, da ich immer denke, das man dann wie ein Zombie durch die Welt läuft. Ich bin eigentlich ein Gegner von Medikamenten, habe auch die OP nur gemacht, damit ich die Pantoprazol nicht mehr nehmen muss. Durch die OP bin ich auch mein Asthma losgeworden und dadurch komplett Medikamentenfrei. Jetzt schaudert es mich, wenn ich daran denke, dass ich neue Medikamente nehmen soll. Außerdem haben die Medikamente doch sicher Nebenwirkungen.


    Bei mir ist es ja hauptsächlich ein Verspannungsschmerz, da ich mehr Spannung auf der linken Seite, durch meine OP habe. Durch die Dysbalance und die hohe Spannung im vorderen linken Bauchmuskel (sagt meine Physiotherapeutin), zieht es am Rücken und ich bekomme Triggerpunkte und Verspannungen die teilweise heftig Schmerzen. Wenn ich dann den falschen Sport mache, wird die Spannung noch erhöht und es tut am nächsten tag noch mehr weh.


    Der Endokrinologe wird erst mal ein längeres Gespräch mit Dir führen. Du erzählst ihm von all Deinen Beschwerden und er wird Dir Fragen stellen.

    Dann wird Blut abgenommen. Es werden verschiedene Werte gemessen: Entzündungswerte, TSH, T3, T4 usw. Dann wird er sicher einen Ultraschall von der Schilddrüse machen. Eventuell muss dann eine Szinti gemacht werden, falls Knoten in der Schilddrüse gefunden werden oder andere auffällige Sachen, die genau abgeklärt werden müssen. "Knoten", das bedeutet nicht unbedingt Krebs, sondern die entstehen bei der Malfunktion der Schilddrüse. Da gibt es verschiedene, "kalte" und "heiße" Knoten. Keine der Untersuchungen, die ich kenne, tut weh. Wenn bei Dir eine Überfunktion festgestellt werden sollte, dann musst Du entsprechende Medikamente bekommen, die die Produktion der Hormone drosseln. Das ist eine langwierige Sache. Und die Dosis kann sich immer wieder ändern. Daher muss Du regelmäßig, ein Leben lang kontrolliert werden. Ist einfach so. Das ist wichtig, weil es unbehandelt Dein Herz schädigt und lebensgefährlich werden kann. Wahrscheinlich wirst Du dann auch Deine Essgewohnheiten ändern müssen, z.B. kein Jod mehr, was schwierig sein wird, da jodhaltiges Salz sehr oft verwendet wird.


    Eine erste Blutuntersuchung kann aber auch jeder Hausarzt vornehmen. Bei einer Tachykardie, also Herzrasen, ist das auch höchst angebracht. Das gehört eigentlich zu den ersten Dingen, die gemacht werden. Und sollte dann die Überfunktion festgestellt werden, dann gibt es einen Dringlichkeitstermin beim Endokrinologen, keine Wartezeit. Ich würde also noch einmal beim Endokrinologen anrufen und die Herzbeschwerden schildern. Dann kriegst Du Deinen Termin sehr schnell, sofern der Arzt und der/die Assistentin verantwortungsvoll handeln.
    Mit den entsprechenden Medikamenten wirst Du nicht zum Zombie. Sie werden Dein Leben verbessern. Ich selbst habe eine Unterfunktion, bekomme also nur eine Substitution. Also ein Ersatz für die fehlende Menge an Hormonen. Obwohl ich nicht beschwerdefrei bin, ist mein Leben mit der Substitution um ein vielfaches angenehmer. Vorher war es schlimm, inklusive Depressionen.
    Das bedeutet nicht, dass Du da irgendwas hast. Es ist aber gut, das abzuklären.


    Desweiteren würde ich zum Kardiologen gehen und eine genaue Untersuchung machen lassen, mit Belastungs-EKG, Ultraschall und Langzeit-EKG. Sollte Dein Herzklopfen zu der harmlosen Sorte gehören, dann ist es einfach äußerst beruhigend das zu wissen. Du schreibst, Dein Asthma sei verschwunden. Vielleicht ist es nur leichter geworden. Das Herzklopfen könnte auch davon kommen. Also auch das noch mal beim Lungenfacharzt abklären. Außerdem wird er auch nach Allergien schauen.

    Du scheinst ein idealer Fall für Schmerztherapie zu sein. Da wo ich jetzt hingehen werden, wird so ziemlich alles gemacht, was helfen könnte. Und vor allem wird was ausgetüftelt, womit ich mir selbst helfen kann. Z.B. auch Yoga. Schmerzmittel sind nur eine von sehr vielen Optionen. Sollte ein Schmerzmittel erforderlich sein, dann wird dort das geeignete für Dich gesucht.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • sventasch Es gibt viele Bilder von schlafenden Löwen, da hab ich das her weil Buddha vom legen zum schlafen wie ein Löwe spricht. Ich ging davon aus das er betrachtet hat was er macht, Löwen die schlafen gesehen hat, die legen sich zum Schlafen hin und schlafen. Nicht Katzenbilder verwenden, Katzen schlafen ganz anders.

    Auf die rechte oder linke Seite legen Beide Hände nebeneinander neben den Kopf, nebeneinander oder aufeinander. Die Beine aufeinander und im rechten Winkel zum Körper anziehe dann das oben liegende so nach hinten verschieben das die Knie nicht mehr aufeinander liegen. Bei mir stellt sich dann eine unangenehm tiefe und starke Atmung ein, nicht beachten nicht steuer, nicht eingreifen. Wenn sie störend wird, kann schon mal sein, aufs ausatmen achten und bewusst verlängern bis der Einatem-schlag erscheint, wieder das ausatmen verlangsamen durch verlängern, nicht dauernd sondern nur ab und zu (wenn das Bewusstsein bewusst betrachtet kann es sein das es wach bleibt, es wird vom Körper vergessen das Auschalten), wenn das einatmen kurz ist das Ausatmen lang dann dreh ich mich um und bin weg. Die Lage ist auch da einzuhalten.

    Der Voteil ist das alle Organe nach vorne fallen weil die Wirbelsäule nicht gekrümmt ist wie bei der Embryonallage, Katzenlage. Die auch eine gute Ausgangslage ist um die Löwenlage zu erreichen, einfach die Wirbelsäule begradigen dann kommen die Oberschenkel in den rechten Winkel und die Hände sind fast schon neben dem Gesicht. Wenn ich schlafen muss, muss ich dem Körper eine Lage verschaffen in der er ganz die Steuerung übernehmen kann. Bei einem Nachmittagsschlaf wache ich meist so auf wie ich eingeschlafen bin.


    Falls das Bewusstsein an bleibt: Nicht über Tagesdinge nachdenken, nicht bewusst wahrnehmen wollen. Erkennen das der Körper schon schläft und ihn nicht durch Gedanken-machen, Sorgen, Angst-machen stören, denn dann musst Du aufstehen und was tun. Warum? du hast den Körper geweckt und wenn Du das tust dann muss er sich bewegen und stellt auf Aktiv. So funktioniert auch das "Powernapping" und wenn Du schlafen musst ist das wohl nicht der richtige Weg. Es ist sehr ungewöhnlich im Bett zu liegen und zu wissen das der Körper schläft. Also einfach hinlegen wie ein Löwe, der denkt auch nicht nach.