"Es gibt viele Menschen, die können nicht meditieren!"

  • Diese These wurde gestern von einer Kollegin aufgestellt, nachdem ich ihr von dem Meditationsraum berichtet habe.


    Vorausgesetzt man ist (psychisch) gesund würde ich eher behaupten: Es ist keine Frage des Könnens sondern des Wollens!


    Wenn keine Einsicht vorhanden ist, aus welchen Gründen Meditation positive Wirkungen hervorruft, dann fehlt auch die Motivation.


    Aber die Fähigkeit zur Meditation, so würde ich behaupten, ist in jedem (gesunden) Menschen angelegt.

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Hallo YS,

    ob es Menschen gibt, die nicht meditieren können, weiß ich nicht. Aber formell zu meditieren - so wie Du es sicher meinst - ist nicht unbedingt notwendig. Selbst der Buddha unterscheidet zwischen verschiedenen Formen. Es gibt Menschen, die durch Weisheit und Hingabe auch all das erreichen, was einem sonst durch Meditation versprochen wird.


    Ich halte mich an das, was J.Krishnamurti lehrte, nämlich das wahre Meditation nicht ein Zeitraum von einer halben oder ganzen Stunde zu bestimmten Zeiten oder womöglich mehreren Stunden in Retreats bedeutet, sondern das achtsame Wahrnehmen und Beobachten in jedem Augenblick. Beobachten was um mich herum geschieht, was das mit mir macht, woraufhin ich welche Zu- und Abneigungen entwickel usw.

    Ich halte mich nicht deshalb daran, weil es J. Krishnamurti "sagte", sondern weil es mir schon immer so geht und ich mich darin nur bestätigt fühle. Egal wo ich bin, schaue ich nach innen - selbst auf dem Arbeitsplatz habe ich dieses GewahrSein und GewahrWerden entsprechend meinem Fortschritt aufrecht erhalten können. Heute ist es so, als ob ich sofort im unaufmerksamen Moment "gekniffen" werde, so dass meine Aufmerksamkeit auch sofort wieder da ist. So wie in der Zengeschichte von Hakuin, der sich immer selbst rief "Hakuin, Hakuin". :)

    _()_

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Ghandi

  • Moin Monika,


    interessant :)

    Es scheint diesbezüglich im Forum grundsätzlich zwei verschiedene Ansichten bezüglich der Notwendigkeit einer "formalen Meditation" zu geben.

    Das könnte man sicher noch mal in einem gesonderten Thema besprechen.

    Was ich meinte ist tatsächlich eine "formale Meditation", sagen wir Achtsamkeitsmeditation auf den Atem.

    Liebe Grüße
    S.Y.


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  • Jedenfalls gibt es viele Menschen die es erst gar nicht versuchen - deshalb wissen sie auch nicht ob sie es können.

    :? Die haben eventuell Vorurteile? Oder können keinen Nutzen darin erkennen? Obwohl es mittlerweile dazu viele wissenschaftliche Untersuchungen gibt. Eigentlich sollte es doch offensichtlich sein, dass eine Meditation zumindest dazu führt, richtig angewandt, das der Geit ruhiger wird. Das kann man bereits in der Meditation erfahren. Vielleicht braucht es aber auch gute Meditierende, die in der Lage sind, Meditationen "korrekt" anzuleiten,

    Liebe Grüße
    S.Y.


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  • Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Psyche ein Problem mit der Stille haben (z.B. tief sitzende Ängste und daraus resultierende Unruhe beim Sitzen) . Auch wenn jemand viel unterdrückt hat kann es sein, dass beim meditieren zu viel auf ein Mal frei gelegt wird. In solchen Fällen muss man tatsächlich manchmal von der Meditation abraten (vor allem von Mehrtageskursen).

    Manchmal ist Unterdrückung unumgänglich und das Unterdrückte sollte zunächst einfühlsam von einem Psychologen bearbeitet werden.

    Ich würde schon sagen, dass man da jeden Einzelfall für sich betrachten muss.


    Es ist m.E. nicht für jeden zu jeder Zeit das Richtige zu meditieren, aber vielleicht kann jeder hin geführt werden.

  • Vorausgesetzt man ist (psychisch) gesund

    Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Psyche ein Problem

    :)

    Liebe Grüße
    S.Y.


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  • Zitat

    Es gibt viele Menschen, die können nicht meditieren!

    Diese These wurde gestern von einer Kollegin aufgestellt, nachdem ich ihr von dem Meditationsraum berichtet habe.


    Können schon, möchten aber nicht.

    Gab es denn von Deiner Kollegin noch eine weitere Erklärung?

    Ansonsten kann man erst einmal nur spekulieren.


    Ich kenne Menschen, denen ist "das Sitzen" ein Graus, diese spüren vermehrt einen innerlichen Bewegungsdrang. Diese sagen sich dann; mir tut es eher gut, draußen, an der frischen Luft, um das Büro/Verwaltung zu gehen oder die Treppen 2 x hoch und runter zu gehen. Vielleicht lässt sich das nötige - innere Gewahr werden - trotzdem integrieren.


    Dann gibt es auch Menschen, die haben vermutlich eine Art Schutzfunktion/Abwehrmechanismen; da evtl. Traumen hochkommen können. Diese wissen nicht unbedingt von ihren Traumen, die weit ins Unterbewusstsein gerutscht sein könnten und halten sich trotzdem für psychisch gesund (aber sie werden innerlich für Meditation gesperrt)


    Diese Entscheidung ob ein Mensch meditieren möchte oder auch nicht, würde ich ohne großes wenn und aber respektieren; man kennt die Gründe nicht, die dahinterstehen können.


    Liebe Grüße von Schneelöwin

  • Schneelöwin - nein eine weitere Erklärung gab es von meiner Kollegin nicht, Sie meinte das aber auch ganz allgemein, nicht auf sich bezogen.

    Zur Ergänzung: Selbstverständlich respektiere ich die Gründe warum manche Menschen meditieren können/wollen und manche nicht.

    Ich finde es aber interessant zu analysieren was genau die Gründe sein könnten, auch wenn es zum Teil spekulativ ist. ;)

    Liebe Grüße
    S.Y.


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  • Die meisten sehen in meditativer Praxis nur Verschwendung von Zeit, da es keinen sofortigen und messbaren Erfolg gibt.


    Und könnte es nicht auch sein, das Viele in "formaler" Meditation nur eine Art von esoterischer "Gehirnwäsche" sehen und diesen, für sie "religiösen Unsinn" einfach ablehnen.


    Imho ist ein Wissen über eine Lehre, ob buddhistisch oder anders, eine Grundlage, sich meditativen Übungen zu öffnen.


    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Was wissen wir denn über Meditation? Ich weiß das ich während ich meditiere den Gedanken zulasse das ich gerade keine Gedanken hatte und diesen Gedanken wieder freilasse und mit dem weiter mache was ich gerade getan habe. Gedankenlos sein. Ist mir schon als Kind passiert, das mir kurz der Gedanke kam das ich keine Gedanken hatte. Die Frage was denkst Du gerade wurde mit Nichts beantwortet, was mich dann immer verwirrte war das die Erwachsenen meinten das ich doch irgendwas gedacht haben muss, also habe ich seit dem immer was gedacht wenn jemand wollte das ich gedacht habe.

    Seit ich Sitze ist das tatsächlich so das ich mir bewusst bin mir keine Gedanke zu machen sondern Gedanken zu erkennen, prüfen und vergehen lassen. Sich nur um das zu kümmer das genau jetzt zu tun ist, nur sitzen.

    Die meisten Menschen können nicht meditieren weil sie garnicht mehr wissen was das ist, dieses sich keine Gedanken machen, weil alle sagen das man doch gedacht haben muss weil eben jeder immer denkt und sich immer aus seinen Gedanken was macht. Kinder bekommt man so am besten in den Griff: Was denkst Du? Was hast Du dir dabei gedacht? Denk doch mal nach? Jeder Kind gibt dann irgendwann auf und beginnt den Irrsinn der Erwachsenen immer sich Gedanken zu machen oder sind gezwungen zu lügen.


    Superidee: Ich muss meinem Jungen klar machen das es normaler Geist ist wenn mann was getan hat, einfach so, es kein Nachdenken gegeben hat nur handeln mit dem was zu tun ist. Jetzt nach vielen Jahren hab ich den Dalei Lama verstanden. witzig.

  • Ist am Ende doch eine Frage der Methode. Mein Schwiegersohn hat schweres Erwachsenen-ADHS, der würde durchdrehen, wenn er sich längere Zeit auf ein Kissen setzen müsste. Trotzdem (oder deswegen) hat er mit unserer Unterstützung Achtsamkeitsübungen für sich entdeckt, mal sehen, wie sich das entwickelt.


    Ansonsten: Man muss ja nicht meditieren, wenn man das nicht will. Manchmal lassen sich die Leute von solchen Modethemen auch unter Druck setzen, als müsste man da mitmachen (Anwesende natürlich ausgenommen!).


    Für Leute, die aus verscheidenen Gründen Schwierigkeiten haben, die Lehre zu verstehen und ihr zu folgen, gibt es doch sogar eine Lehrrede im Palikanon, so eine Art Minimalprogramm. Habe ich leider gerade nicht gefunden. accinca , Du kennst die doch sicher?


    Liebe Grüße, Aravind.

  • Wer will der kann auch würde ich mal sagen. Aber Meditation ist nicht gerade ein Hauptthema in unserer Gesellschaft, höchstens als Wellness wenn der Leidendruck und Stress zu gross wird. Da gibt es dann auch noch populärere Maßnahmen,m wie Therapie, Medikamente usw. Für Meditation im Sinne des achtfachen Pfades interessieren sich nur wenige. Das wird wohl an der Verblendung liegen.

  • Wer will der kann auch würde ich mal sagen. Aber Meditation ist nicht gerade ein Hauptthema in unserer Gesellschaft, höchstens als Wellness wenn der Leidendruck und Stress zu gross wird. Da gibt es dann auch noch populärere Maßnahmen,m wie Therapie, Medikamente usw. Für Meditation im Sinne des achtfachen Pfades interessieren sich nur wenige. Das wird wohl an der Verblendung liegen.

    Aber was erschaffen denn diese Methoden der Entspannung? Zeiten in denen sie Gedankenfrei sind ohne es zu wissen. Ein winziger Schritt nur und sie meditieren, sind sich bewusst das sie durch einfach aus dem Fenstersehen und sich keine Gedanken machen das Gedankenfrei sein bewusst genießen. Die Wolken, Menschen, Autos, Lärm, Hektik einfach wahrnehmen und den Fluss genießen durch nicht Nachdenken. Einfach bewusst nicht nachdenken, nur aus dem Fenster sehen.

  • Ellviral , soweit ich weiß geht es bei der Meditation nicht um "Gedankenfreiheit" sondern darum, die Gedanken, die auftauchen nicht zu bewerten sondern sie vorbei ziehen zu lassen wie Wolken am Himmel.

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Ellviral , soweit ich weiß geht es bei der Meditation nicht um "Gedankenfreiheit" sondern darum, die Gedanken, die auftauchen nicht zu bewerten sondern sie vorbei ziehen zu lassen wie Wolken am Himmel.

    Dieses bewerten von Gedanken nenne ich eben sich Gedanken machen, oder wie soll ich das bezeichnen? Nach-denken ist doch wohl nichts anderes als über Gedanken bewertend nachdenken um Gedankengebäude zu schaffen um an diese als wahr zu glauben. Sich über den aufgeklappten Klodeckel zu ärgern ist nichts anderes. Wenn dir das nicht passt dann mach ihn runter und mach dir keine Gedankengebäude. Lass keine Gedanken zu mach ihn so wie du es willst, aber denk nicht nach.

  • Ellviral , soweit ich weiß geht es bei der Meditation nicht um "Gedankenfreiheit" sondern darum, die Gedanken, die auftauchen nicht zu bewerten sondern sie vorbei ziehen zu lassen wie Wolken am Himmel.

    Dieses bewerten von Gedanken nenne ich eben sich Gedanken machen, oder wie soll ich das bezeichnen? Nach-denken ist doch wohl nichts anderes als über Gedanken bewertend nachdenken um Gedankengebäude zu schaffen um an diese als wahr zu glauben. Sich über den aufgeklappten Klodeckel zu ärgern ist nichts anderes. Wenn dir das nicht passt dann mach ihn runter und mach dir keine Gedankengebäude. Lass keine Gedanken zu mach ihn so wie du es willst, aber denk nicht nach.

    O.k. - danke für die Erklärungen 8)

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Aber was erschaffen denn diese Methoden der Entspannung? Zeiten in denen sie Gedankenfrei sind ohne es zu wissen. Ein winziger Schritt nur und sie meditieren, sind sich bewusst das sie durch einfach aus dem Fenstersehen und sich keine Gedanken machen das Gedankenfrei sein bewusst genießen. Die Wolken, Menschen, Autos, Lärm, Hektik einfach wahrnehmen und den Fluss genießen durch nicht Nachdenken. Einfach bewusst nicht nachdenken, nur aus dem Fenster sehen.

    Das bringt aber keinen Nutzen für das Wirtschaftwachstum, die Sinnesgenüsse und die Machtkämpfe. Wo kämen wir da hin wenn jeder aus dem Fenster sieht, was für ein Rückschritt für Produktion und Konsum.

  • Aber was erschaffen denn diese Methoden der Entspannung? Zeiten in denen sie Gedankenfrei sind ohne es zu wissen. Ein winziger Schritt nur und sie meditieren, sind sich bewusst das sie durch einfach aus dem Fenstersehen und sich keine Gedanken machen das Gedankenfrei sein bewusst genießen. Die Wolken, Menschen, Autos, Lärm, Hektik einfach wahrnehmen und den Fluss genießen durch nicht Nachdenken. Einfach bewusst nicht nachdenken, nur aus dem Fenster sehen.

    Das bringt aber keinen Nutzen für das Wirtschaftwachstum, die Sinnesgenüsse und die Machtkämpfe. Wo kämen wir da hin wenn jeder aus dem Fenster sieht, was für ein Rückschritt für Produktion und Konsum.

    Das ist der Grund warum alle Entspannenden Methoden gegen Krankheiten eingesetzt werden die durch Unterhaltung und Arbeit erzeugt werden um diese dann wieder besser zu verinnerlichten. Wellness ist ein Medikament und keine Heilung. Meditieren ist viel zu effizient beim Erkennen von dem was ist wie es ist und viel schlimmer, sie behindert die Einbindung , Wiedereinbindung in die Unterhaltung durch Arbeit, Aktiv sein. Schon Kinder haben keine Zeit, denn Zeit haben heißt Aktiv, Arbeitend, Unterhaltend sein.

  • Diese These wurde gestern von einer Kollegin aufgestellt, nachdem ich ihr von dem Meditationsraum berichtet habe.

    Nach meiner Erfahurng stimmt das bis zu einem gewissen Grad sogar: wenn die Meditation so gar nicht zum Menschen passen will, aber der Blick auf andere Meditationsformen verstellt ist, weil jemand eine bestimmte Vorstellung davon hat, "was Meditation ist".


    Ich bin z.B. selbst ein ziemlicher Hibbelkopp und hab' kaputte Menisken in beiden Knien. Notdürftig geflickt, mal sehen, wie lange es hält...aber Lotossitz? Vergiss' es!

    Wenn dann jemand in der Nummer festhängt, dass Meditation gleichbedeutend ist mit "eine Stunde Lotossitz auf dem Kissen und an garnix denken" - dann ist schnell ein "kann ich nicht!" erreicht.


    Da ist es dann immer gut, eine*n erfahrene*n Lehrer*in dabeizuhaben, die auch mit Yoga, Samu, Kinhin... was anfangen kann.


    Ich komme bis heute besser mit Samu klar, zum Thema "Hibbelkopp" :grinsen:

  • Da ist es dann immer gut, eine*n erfahrene*n Lehrer*in dabeizuhaben, die auch mit Yoga, Samu, Kinhin... was anfangen kann.

    Was ist denn Samu oder Kinhin ?

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

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    Ich kenne Menschen, denen ist "das Sitzen" ein Graus, diese spüren vermehrt einen innerlichen Bewegungsdrang. Diese sagen sich dann; mir tut es eher gut, draußen, an der frischen Luft, um das Büro/Verwaltung zu gehen oder die Treppen 2 x hoch und runter zu gehen. Vielleicht lässt sich das nötige - innere Gewahr werden - trotzdem integrieren.


    Dann gibt es auch Menschen, die haben vermutlich eine Art Schutzfunktion/Abwehrmechanismen; da evtl. Traumen hochkommen können. Diese wissen nicht unbedingt von ihren Traumen, die weit ins Unterbewusstsein gerutscht sein könnten und halten sich trotzdem für psychisch gesund (aber sie werden innerlich für Meditation gesperrt)

    Nun, die Kollegin von S.Y. hat ja wohl mit ihr über einen Meditationsraum gesprochen, der während der Arbeitszeit benutzt wird, und da kann ich mich aus eigener Erfahrung deinen Gedanken anschließen, daß einige in so einer Situation lieber draußen im Freien sind und sich etwas bewegen.


    Letztlich ist das auch eine 'natürliche' Verhaltensweise gegenüber den Einschränkungen während der Arbeitszeit.


    Die Integration von Meditation/meditativen Elementen mit Bewegung gibt es durchaus, etwa bei Geh-Meditationen oder bei Tai Chi. Wenigstens die Geh-Meditation ist eine Alternative für Menschen, die massive Probleme mit dem Still-Sitzen haben.

    Mögen alle Lebewesen wohlauf und glücklich sein

    Verehrung Ihm, dem Erhabenen, Heiligen, völlig Erwachten!

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    Da ist es dann immer gut, eine*n erfahrene*n Lehrer*in dabeizuhaben, die auch mit Yoga, Samu, Kinhin... was anfangen kann.


    [...]

    So habe ich Meditation gelernt. Mit dem Buch von Ayya Khema kam ich nicht gut zurecht, da war es gut, daß in unserer Gruppe ein Mönch der Theravada-Tradition ein Wochenendseminar angeboten hat. Der hat nicht nur die Vipassana-Meditation mit uns besprochen, sondern auch einfache Yoga-Übungen gezeigt, um nach längerem Sitzen die Knochen etwas aufzulockern.

    Ich halte es krankheitsbedingt nicht mal 10 Minuten im Schneidersitz aus, vom Lotussitz ganz zu schweigen. Der Mönch hat mir damals eine T-förmige Sitzbank empfohlen, die ist höhenverstellbar und ich kann sie der Tagesform meiner Gelenke anpassen.

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    Ich halte es krankheitsbedingt nicht mal 10 Minuten im Schneidersitz aus, vom Lotussitz ganz zu schweigen. Der Mönch hat mir damals eine T-förmige Sitzbank empfohlen, die ist höhenverstellbar und ich kann sie der Tagesform meiner Gelenke anpassen.

    Ich habe noch nie erlebt, daß wenn ich um einen normalen Stuhl als Sitz gebeten habe, jemand ein Problem damit gehabt hätte.

    Mögen alle Lebewesen wohlauf und glücklich sein

    Verehrung Ihm, dem Erhabenen, Heiligen, völlig Erwachten!