Eine kleine Geschichte

5 Antworten. Letzter Beitrag () ist von mkha'.

  • Meine Frau und ich haben mal im Rahmen der DBU Studienprogramme ein Seminar zum Thema

    Tod und Vergänglichkeit aus buddhistischer Sicht mitgemacht. Referenten waren Bhante Nyanabodhi und Lisa Freund.

    Eine Aufgabe bestand darin, das Loslassen von wichtigen Dingen zu üben. Man schrieb 5 wichtige Dinge auf einen Zettel und

    das Los entschied welcher Zettel gezogen wurde. Zum Schluss wurden alle Zettel eingesammelt und es wurde ein

    kleines Feuer im Garten gemachtt wo die Zettel alle in einer kleinen Zeremonie reingeworfen wurden. Ein Zettel widersetzte

    sich jedoch hartnäckig und wurde vom Wind immer wieder zu Bhante Nyanabodhi zurück geweht. Schließlich las er

    mit einem erstaunten Ausruf laut vor was auf dem Zettel stand: Es war das Wort "Geduld", das ich aufgeschrieben hatte.:)

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Eine Aufgabe bestand darin, das Loslassen von wichtigen Dingen zu üben. ....


    Ein Zettel widersetzte sich jedoch hartnäckig und wurde vom Wind immer wieder zu Bhante Nyanabodhi zurück geweht.


    Es war das Wort "Geduld", das ich aufgeschrieben hatte.

    ... vielleicht, um Dir aufzuzeigen, dass Du Geduld vorzugsweise praktizieren, nicht aber loslassen solltesṭ? ;) :hug:

  • Es ging ja darum, gerade auch die Dinge (im Sterbeprozess) los zu lassen, die einem im Leben etwas bedeuten.

    Zunächst waren es "nur" materielle Dinge, dann wurden die Dinge immer wichtiger. Aber trotzdem muss ,man loslassen. Ich glaube Geduld war meine vorletzte Karte. Meine Letzte war Erleuchtung/ Buddhaschaft.

    Liebe Grüße
    S.Y.


    Rufe - soviel Du nur kannst- Liebe, Respekt und Vertrauen hervor !


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • :? ... ich lernte bei meinem Lehrer, Gelassenheit, (als Synonym des Begriffs Geduld), ein gelassener, (und somit auch loslassender Geist), sei im Sterbeprozess zuträglich.


    Dass wir letztendlich nichts, was uns jemals wichtig war, mit durch die allerletzte Tür nehmen können, ist klar ...


    ... doch bis zu dieser Schwelle, die im Prinzip (für unseren wahrnehmenden Geist) schon "in der Jenseitswelt" liegt, sehe ich in der Gelassenheit eine Gabe, die ich erst eben dort zurücklassen möchte.


    :cry: ... wusste ich doch, dass ich noch viel zu tun habe, ... nu' is zu spät! Muss ich wohl im nächsten Leben in Angriff nehmen.


    :) LG mkha'

  • :cry: ... wusste ich doch, dass ich noch viel zu tun habe, ... nu' is zu spät! Muss ich wohl im nächsten Leben in Angriff nehmen

    Also das glaub ich nun nicht, dass es zu spät ist, lieber mkha'. Bis zum letzten Atemzug kann sich noch viel ereignen bzw. viel losgelassen werden.


    Und zum Thema "Geduld" möchte ich hinzufügen, dass auch die bis zum letzten Atemzug notwendig ist. Wobei es wahrscheinlich im günstigsten Fall darauf hinausläuft, sich einfach hinzugeben. Da ist Geduld gar nicht mehr vonnöten.

    _()_

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Gandhi

  • Danke fürś Ermutigen, liebe Monika :hug:

    Wobei es wahrscheinlich im günstigsten Fall darauf hinausläuft, sich einfach hinzugeben. Da ist Geduld gar nicht mehr vonnöten.

    So ist es; das habe ich am Sterbebett eines sehr lieben Menschen schon einmal miterleben dürfen. Ich werde das nie vergessen, und mich bemühen, es ebenso zu macheṇ