Das Leiden der Tiere - das Leid dieser Welt ...

224 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Netsrot.

  • Hallo allerseits,


    heute, beim Lesen der Nachrichten, wurde mir mit voller Wucht meine Unfähigkeit bewussṭ ... Ich rede immer so schön vom "Annehmen, so, wie es ist, um dann nach bestem Wissen und Können das Beste aus dem, was ist, zu machen, ..." bla, blubb ...


    Es gab schon oft Momente, in denen ich mir einfach nur noch hilflos vorkam, ... und ich weiß auch, dass viele Menschen mich fragen würden, ob mir nicht bewusst sei, dass es so viel Leid - und somit weitaus Schlimmeres in dieser Welt gibt: z.B. das Leiden vieler Menschen in den Kriegsgebieten dieser Welt. Viele verdienen sogar daran, ... Ich versiche: ja, das weiß ich, ... und diese globalen Leiden bewegen mich seit Jahrzehnten. Oft habe ich das Gefühl, unter der Last dieser Schmerzen begraben zu liegen ...


    Heute Morgen, beim Lesen dieses Artikels, (Transporte ins Ausland: Tierquälerei - amtlich genehmigt | tagesschau.de), war all das plötzlich zu viel für micḥ Ich habe ich unvermittelt geweint - und das ist lange nicht mehr vorgekommeṇ Ich hatte das Gefühl, all das Elend dieser Welt nicht mehr ertragen zu können


    Könnt Ihr nachvollziehen, dass ich mich angesichts dieses Leids verzweifelt frage, wann die Menschen endlich begreifen würden, dass auch "Nutz"-Tiere (und nicht nur ihre Kuscheltiere) fühlende Wesen sind. Haben sie jemals gehört, wie verzweifelt eine Mutterkuh schreit, wenn man ihr das Kälbchen wegnimmt? ...


    Liege ich völlig daneben, wenn ich glaube, dass es (entschlossenen Politikern mit aufrechter Gesinnung?) möglich wäre, so manches Leid dieser Welt zu beendeṇ?


    Ein wenig verstört, mit lieben Grüßen, mkha'

  • Ja, es ist ein Schande, was sich alles Mensch nennt.

    Und nein, ich glaube nicht, dass das je beendet wird. Politiker, denen ich das je zugetraut hätte, sind machtlos in einem Staat, in dem es vorrangig um wirtschaftlichen Profit geht. Auch wenn es uns gut geht, wir sind alle mehr oder weniger daran beteiligt.

    Im Grunde haben nur die Verbraucher die Möglichkeit, das Elend zu verringern. Aber die tun's nicht, selbst wenn sie Geld genug hätten, sich anders zu ernähren. Solange jemand damit einverstanden ist, dass Aldis und Lidls und Nettos genug Geld verdienen mit ihren Schnäppchen, solange wird es bleiben wie es ist.

    Wer liest schon Tagesschau.de? Oder die Zeit? Oder hört Deutschlandfunk?

    Ich bin der Wahrheit verpflichtet, nicht der Beständigkeit.
    Gandhi

  • [...] Oft habe ich das Gefühl, unter der Last dieser Schmerzen begraben zu liegen ...


    [...]


    Könnt Ihr nachvollziehen, dass ich mich angesichts dieses Leids verzweifelt frage, [...]

    Machst du nicht das Leid anderer zu deinem? Wem ist damit geholfen, zumal es um Bereiche geht, bei denen du mehr oder weniger machtlos bist?

  • Liebe mkha',

    ich verstehe dich vollkommen! Mir geht es schon seit vielen Jahren so und ich fühle mich ohnmächtig im Angesicht der Grausamkeiten die Menschen anderen Wesen antun. Erschreckend sind auch die Reaktionen der meisten Menschen, wenn man sie mit solchen Tatsachen konfrontiert und dabei ihr eigenes Verhalten in Frage stellt. (Fleisch gehört halt zur menschlichen Nahrung, das war schon immer so / aber was hast Du den gegen Käse und Eier...).

    Ich selbst ernähre mich soweit es geht vegan, unterstütze Tierschutzorganisationen und wenn mich jemand danach fragt, erkläre ich warum ich es als Verpflichtung sehe, zumindest in den Industrienationen, auf Tier-Produkte jeder Art zu verzichten. Leider hat das an dem Leid, das nun einmal da ist und auch an den Gefühlen die diese Situation in mir auslösen nichts geändert. Auch wenn ich versuche das ganze achtsam also wertfrei zu betrachten nimmt das nicht den Schrecken.

    Der Bericht auf Tagesschau.de ist dabei nur die Spitze des Eisbergs. Letztendlich verursacht die industrielle Nutzung von Tieren als Rohstoff und Rohstofflieferanten auch wieder bei Menschen Leid. Auf jeden Fall bei mir! Aber auch bei Leih-Arbeitern, die für billig löhne in Schlachthäusern unter unwürdigen Bedingungen Ihrem blutigen Handwerk nachgehen müssen und vielleicht ja doch sensible Menschen sind. Oder bei Patienten im Krankenhaus, die an multi-resistenten Keimen sterben, die durch die Tiermast entstanden sind.

    Das durch die industrielle Tier Nutzung entstandene Leid scheint kein Ende zu nehmen.

    Ein Politiker, dem seine Karriere nicht wichtiger als das Gemeinwohl wäre, könnte m.M.n. tatsächlich etwas in ganz kleinen Schritten ändern. Aber so welche habe ich bisher noch nicht kennen gelernt.


    Liebe vegane Grüße

    Art

  • Liebe mkha,


    natürlich könnten entschlossene Politiker mit aufrechter Gesinnung, aber auch andere Menschen mit aufrechter Gesinnung, etwas an den Leiden, die wir Menschen den Tieren in der Viehzucht zugefügen ändern. Im Kreis der PoitikerInnen sehe aber zur Zeit keine derart entschlossenen Personen. So wird es wohl weiterhin Aufgabe der Zivilgesellschaft bleiben, Veränderungen anzustoßen, so mühsam dies auch sein wird, da es gerade aus dem Bereich der Politik und der Viehzucht-Lobby derzeit starke Widerstände gibt. Die Leiden, die die Tiere in unserer Viehzucht erleben, sind abhängige Phänomene und somit veränderbar. Wie sagte schon Herman van Ween: Steter Tropfen höhlt den Stein. Aus der Lebensgeschichte Asangas kenne folgende Begebenheit: Asanga meditierte im Retreat, um Maitreya direkt schauen zu können. Da seine jahrelangen Meditationen ihn nicht zu diesem Ziel führten, verlies er sein Retreat. Auf dem Weg machte er Rast und sah wie eine Person mit einer Feder stetig über einen Eisenstab strich. Auf seine Frage, warum sie dieses tue, erhielt er die Antwort, sie wolle eine Nadel herstellen, die sie benötige.


    Gruß Helmut

  • Optimales Umfeld für unsere Leistungssportler - meint der Milchbauer...


    Kritische und hervorragend gemachte Doku zur industriellen Landwirtschaft in Ö und besonders zum (vermeintlichen) Zwang für Betriebe der Milch- und Fleischproduktion, immer weiter wachsen zu müssen. In der Mediathek noch 5 Tage abrufbar.


    DOKeins: Bauer unser vom 23.05.2018 um 20.15 Uhr / ORF TVthek

  • Vor ca 5 Jahren haben wir mit unserem ambulanten Pflegedienst ein altes Bauernehepaar versorgt. Der Hof war mehr als heruntergekommen, überall türmte sich der Müll und der Schrott. Daran hatte wohl der Sohn der da noch mit "lebte" und regelmäßig Sachen auf Flohmärkten verkaufte einen großen Anteil. Das Leben dieses Ehepaares spielte sich größtenteils in einem ca 4mx4m großen Raum ab. In diesem Raum stand das Pflegebett der Frau, die wir versorgten, ein alter Ofen, ein Tisch und ein Schrank. Jeder andere freie Platz auf dem Boden war zugemüllt mit allem erdenklichem, auch das Pflegebett war eigentlich ein Mülleimer. In diesem Zimmer "lebten" auch noch ein halbes Dutzend Katzen und Kater. Natürlich kein Tier kastriert. Ihr Geschäft verrichteten die Tiere überall im Zimmer. Der Geruch war, vorallem im Sommer oder wenn der Ofen an war fast nicht zu ertragen. Eines Tages hat sich dann noch eine Flohplage ausgebreitet. Die Tiere waren alle sehr schlecht ernährt und krank, da nicht geimpft. Eines Tages viel mir ein klägliches Miauen auf und es stellte sich herraus, dass eine Katze Junge in diesem Elend bekommen hatte. Ich sagte sofort ich würde die Jungen nehmen, wenn sie soweit sind um von der Mutter weg zu können, da ich wusste, dass der Sohn sie sonst "entsorgen" würde Jeden tag wenn ich bei dieser Patientin war schaute ich nach den kleinen Kätzchen, hatte dann aber Urlaub. Nach 2 Wochen war ich wieder zurück und erkundigte mich nach den kleinen. Sie sahen so elend aus, ich werde den Anblick nie vergessen. Also beschloss ich sie am nächsten Tag mit zu nehmen. Als ich dann am nächsten Tag nach dem Frühdienst die kleinen abholen wollte zerbrach mir fast das Herz, denn der Sohn hatte wohl schon versucht 2 der 3 zu ertränken, allerdings hatten ihm seine Eltern dann wohl gesagt, dass ich kommen und sie abholen würde. Die 2 lagen pitschnass, reglos und über und über mit Flöhen besetzt in einem dreckigen Karton. Daneben turnte noch recht munter der Kleine Kater herum den er noch nicht in den Eimer getaucht hatte. Ich fuhr also mit samt der 3 Kätzchen erstmal nach hause und versuchte sie trocken und sauber zu bekommen. Dabei starb eines der 2 schwachen. Ich bin dann mit allen zum Tierarzt gefahren, doch für das eine war es schon zu spät. Das 2te starb dann in der Nacht beim Tierarzt. Lediglich der kleine Kater überlebte.


    Seit diesem Tag versuche ich so vegan wie nur irgendmöglich zu leben. Ich weiß, dass ich aufgrund meiner Faulheit und Ignoranz öfters noch zu Dingen greife die Milch oder Eier enthalten, z.B. beim Bäcker, und das tut mir jedesmal danach unendlich leid.


    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln. - Mahatma Gandhi.

  • Wenn ich Karma verstehen möchte, dann hilft es wenig, vielen Tieren ganz weit weg (im ZDF Fernsehen) alles erdenklich Gute zu wünschen, aber gegen dem Fleischverkäufer Uwe und dem nächsten grillenden Nachbarn einen Groll zu hegen. Auch sie sind Buddhas, die es einfach nur noch nicht erkannt haben. Und wenn man mal aus der Sicht der Tiere schaut. Es ist ja nicht nur Karma der Menschen, die schlechte Eindrücke im Geist abbauen. Es ist auch Karma der Tiere kurz zu leben und negative Eindücke im Geist abbauen.

  • Ich musste Euch heute einfach mal erzählen,

    was mich bewegt, und danke Euch allen fürs

    Zuhören, Eure Meinungen zum Thema und

    die Streicheleinheiten:



    Machst du nicht das Leid anderer zu deinem?

    Ja, manchmal ist das so, ... immer dann wenn ich plötzlich, (ohne diesen Entschluss gefasst zu haben), das tiefe Leid eines gequälten Lebewesen genauso spüre, als sei es der meine.

    Wem ist damit geholfen, zumal es um Bereiche geht, bei denen du mehr oder weniger machtlos bist?

    Solange ein jeder sagt, er sei machtlos, ist das so. Sobald die Anzahl der Vegetarier und Veganer zunimmt und irgendwann vielleicht sogar überwiegt, hat jeder einzelne, der sich etschloss, kein Lebewesen mehr zu essen, etwas bewegt.


    Anmerkung: Keineswegs mache ich den Fleisch essenden Mitmenschen ihre Mahlzeit madig, (auch nicht dann, wenn sie direkt neben mir sitzen), ich erzähle normalerweise auch niemandem, dass ich Vegetarierin bin, aber ich freue mich über einen jeden, der umdenkṭ.

    LG mkha'

  • ich finde es befremdet, wie viel Aufmerksakeit dem Tier in unserer Generation gewidmet wird und wie wenig dem Menschen gegenüber. Wenn ich mir meine Freunde auf dem Weg anschaue, meine Sangha. Wenn ich mir meine Nachbarn, meine Familie oder meine Arbeitkollegen ansehe. Wie toll diese Menschen sind, die mich jeden Tag bereichern. Und ich einfach froh sein kann, das ich dieses begrenzte Leben mit ihnen gemeinsam teilen kann.

    Wenn ich in mir Buddha finden will, sollte ich auch in denen Buddha finden. Die Qualitäten in ihnen finden. Das gilt auch für meinen Hund. Aber mal ganz ehrlich. Ich behandele meinen Hund doch eine Spur anders als meine (Menschen) Freunde. Zum Beispiel ist mein Altar, meine Meditationsecke sehr eingeschränkt für meinen Hund. Einfach weil ich den Dharma hoch halte und mein Hund gern dabei sein kann, jedoch nicht meine Ecke verwüsten sollte. Mein Hund darf an Familienfesten teilhaben. Aber wenn ein kleines Kind Angst hat, dann muss er in seine Ecke. Also warum geben alle so viel auf Tiere, aber wirklich sehr wenig auf den Menschen? Der Feind der Mensch! Wobei der nächste Buddha sicherlich kein Tier wird.

  • Ja, manchmal ist das so, ... immer dann wenn ich plötzlich, (ohne diesen Entschluss gefasst zu haben), das tiefe Leid eines gequälten Lebewesen genauso spüre, als sei es der meine.

    [...]

    Aus diesem Grund versuche ich immer, die Grenze vom Mitgefühl zum Mitleid nicht zu überschreiten. Für mich ist das wichtig, weil bei Mitleid die Emotionen zu leicht die Kontrolle übernehmen.

    [...]Solange ein jeder sagt, er sei machtlos, ist das so. Sobald die Anzahl der Vegetarier und Veganer zunimmt und irgendwann vielleicht sogar überwiegt, hat jeder einzelne, der sich etschloss, kein Lebewesen mehr zu essen, etwas bewegt.

    Darum hatte ich geschrieben "mehr oder weniger machtlos". Ich bin nicht machtlos, aber meinen Möglichkeiten sind engere Grenzen gesetzt, als ich mir wünsche. Wenn dann noch Mitleid dazukommt, dann muß ich aufpassen, daß die gefühlte Machtlosigkeit nicht in Aktionismus und Zorn übergeht. Deswegen: Mitgefühl statt Mitleid und mehr oder weniger machtlos statt machtlos. ;)

  • Guten Abend Tsewang Dönrub,

    ich finde es befremdet, wie viel Aufmerksakeit dem Tier in unserer Generation gewidmet wird und wie wenig dem Menschen gegenüber.

    In diesem Beitrag spreche ich ausschließlich für mich, von meinem Gefühl im Moment des Lesens dieses Artikelṣ - nicht für "unsere Generation". Zudem sah ich Einwürfe, wie den Deinen, voraus - (das geschieht jedes Mal wenn ich mit Menschen über das Tierleid diskutiere), daher schrieb ich:

    Es gab schon oft Momente, in denen ich mir einfach nur noch hilflos vorkam, ... und ich weiß auch, dass viele Menschen mich fragen würden, ob mir nicht bewusst sei, dass es so viel Leid - und somit weitaus Schlimmeres in dieser Welt gibt: z.B. das Leiden vieler Menschen in den Kriegsgebieten dieser Welt. Viele verdienen sogar daran, ... Ich versiche: ja, das weiß ich, ... und diese globalen Leiden bewegen mich seit Jahrzehnten. Oft habe ich das Gefühl, unter der Last dieser Schmerzen begraben zu liegen ...

    Der Mensch und das Tier - beides sind Lebewesen, die Schmerz, Trauer, Freude, etc. empfinden könneṇ. 44 Arbeitsjahre habe ich mich vollzeitig um leidende Menschen gekümmert - und um das Wohl der Tiere. Nun bin ich im Ruhestand - wohlverdient - und kümmere mich immer noch um jedes Lebewesen, was meiner Hilfe bedarf ...

    Ich behandele meinen Hund doch eine Spur anders als meine (Menschen) Freunde.

    Mal sehen, .... nein, da gibt es keinen großen Unterschied.

    Zum Beispiel ist mein Altar, meine Meditationsecke sehr eingeschränkt für meinen Hund. Einfach weil ich den Dharma hoch halte und mein Hund gern dabei sein kann, jedoch nicht meine Ecke verwüsten sollte. Mein Hund darf an Familienfesten teilhaben. Aber wenn ein kleines Kind Angst hat, dann muss er in seine Ecke.

    Nun, meine Katzen verwüsten nichtṣ. Wenn meine Enkel irgendetwas verwüsten würden, egal, ob es mir gehört, oder z.B. Blumen in einer öffentlichen Parkanlage, dann gäbe es eine Standpauke, die sich gewaschen haṭ. Auch meine Kinder, Enkel, und Freunde, dürfen gerne an Familienfeiern teilnehmen, aber wenn sie sich nicht benehmen, schicke ich sie - zwar nicht unbedingt ins Körbchen - wohl aber nach Hause, ... da kenne ich kein Pardon.

    Also warum geben alle so viel auf Tiere, ...

    Wie kommst Du eigentlich darauf? ... Und wieso alle ...? Das dem nicht so ist, wurde doch in dem Artikel klar herausgestellt?!

    ..., aber wirklich sehr wenig auf den Menschen? Der Feind der Mensch!

    Liebe(r) Tsewang Dönrub, ... woher nimmst Du diese Information? (.. und wieso Feind der Mensch?)


    Es sind sehr viele Menschen rund um die Uhr für andere Menschen im Einsatz - man muss sie nur wahrnehmeṇ. Die, die wirklich aktiv sind und sich einsetzen, plakatieren das nicht, sie krempeln die Ärmel hoch und tun waṣ


    LG mkha'

  • Lieber Gamma,


    ich balanciere zuweilen auf feinem Grat (l'abîme infernal) ...


    ... doch schon mein Lehrer legte mir nahe, meinen Blick nicht abzuwenden, genau hinzusehen, nichts abzulehnen, oder Änderung zu begehren, sondern, (siehe Eingangsthread), das, was ist, anzunehmen, so, wie es ist, um dann nach bestem Wissen und Können das Beste aus dem, was ist, zu machen - um irgendwann darüber hinaus zu gehen.


    LG mkha'

  • ich finde es befremdet, wie viel Aufmerksakeit dem Tier in unserer Generation gewidmet wird und wie wenig dem Menschen gegenüber. Wenn ich mir meine Freunde auf dem Weg anschaue, meine Sangha. Wenn ich mir meine Nachbarn, meine Familie oder meine Arbeitkollegen ansehe. Wie toll diese Menschen sind, die mich jeden Tag bereichern. Und ich einfach froh sein kann, das ich dieses begrenzte Leben mit ihnen gemeinsam teilen kann.

    Wenn ich in mir Buddha finden will, sollte ich auch in denen Buddha finden. Die Qualitäten in ihnen finden. Das gilt auch für meinen Hund. Aber mal ganz ehrlich. Ich behandele meinen Hund doch eine Spur anders als meine (Menschen) Freunde. Zum Beispiel ist mein Altar, meine Meditationsecke sehr eingeschränkt für meinen Hund. Einfach weil ich den Dharma hoch halte und mein Hund gern dabei sein kann, jedoch nicht meine Ecke verwüsten sollte. Mein Hund darf an Familienfesten teilhaben. Aber wenn ein kleines Kind Angst hat, dann muss er in seine Ecke. Also warum geben alle so viel auf Tiere, aber wirklich sehr wenig auf den Menschen? Der Feind der Mensch! Wobei der nächste Buddha sicherlich kein Tier wird.

    Wenn es so wäre, warum gibt es dann Massentierhaltung, Tierversuche, Hunde, Katzen, Kaninchen usw. in überfüllten Tierheimen, Tiere die geschlagen werden, die ausgesetzt werden, weil der Urlaub wichtiger ist, oder der Hund alt und krank wird usw. usw. usw....?


    Tierliebe schließt doch nicht aus, dass man auch Menschenfreund ist.

    Ist es verwerflich, Tiere zu lieben?

    Ich liebe meine Hündin sehr, die Liebe sagt mir nicht, ich darf sie weniger lieben, weil sie "nur" ein Tier ist.

    Liebe ist.


    Dass man seinen Hund anders behandelt ist klar, weil ein Hund anders ist!

    Für mich heisst das aber nicht, dass ich meinen Hund schlechter behandel, sondern einfach so artgerecht! wie möglich.


    Ich weiss momentan nicht mehr, von wem dieser Spruch ist, aber für mich soo wahr

    " Den Fortschtritt der Menschheit erkennt man darin, wie sie die Tiere behandeln "

    oder so ähnlich.

    :heart:

  • Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es Dir geht, liebe mkha, weil es mir oft genauso geht.
    Auch bin ich der Meinung, dass es wichtig ist so tief zu empfinden, sogar richtig tief einzutauchen, den Schmerz spüren, die Verzweiflung, die Trauer, den Zorn, die Hilflosigkeit …
    Die coole emotionale Zurückhaltung ist in meinen Augen nur im Aktionsmodus nötig, z.B. wenn man als Ersthelfer an eine Unfallstelle kommt. Aber um Helfer zu werden, muss man irgendwie die Notwendigkeit von Hilfe erfahren haben. Das geht meist über die tiefe Erfahrung, die Erschütterung.
    Ich finde, man kann das sehr gut beobachten, wenn jemand gestorben ist, und andere versuchen einen zu trösten. Diejenigen, die durch diese Hölle des Schmerzes selbst durchgegangen sind, versuchen völlig anders zu trösten als diejenigen, die das nicht selbst erlebt haben.
    Dieses tiefe Mitempfinden ist für mich ein Zeichen dafür, wie sehr wir miteinander verbunden sind, wie klein die Trennung zwischen Mir und Dir ist, ja dass sie eine Illusion ist. Sogar im Geist gehören wir zusammen.

    Ich habe kein Problem mit "Mitleid". Wenn ich jemanden vor mir habe, der Schmerzen hat, dann leide ich oft mit. Ich kenne viele Arten von Schmerz, und weiß dann aus Erfahrung in etwa, was jetzt gut tun könnte, u.a. weiß ich, wie wichtig es ist gefragt zu werden, was gut tun könnte. Dieses Fenster der Optionen verschließt sich nur dann, wenn Angst vor dem Leiden und dem Mitleiden entsteht. Aus dem Versuch des Vermeidens, des Umgehens entstehen die Probleme, nicht aus dem Mitleiden.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Ich habe häufig das Gefühl, dass gerade Buddhisten eine sehr starke Liebe zu Tieren zeigen (was ja gut ist. Ich habe nachts dagegen geschrieben). Aber der Mensch wird eher als Wesen des Zerstörens und als das größte Tier angesehen. Oder wie immer man das ausdrücken will. Ohne Frage gibt es Menschen, die sich verhalten wie die Tiere. Nur diese werden dann schnell anders gesehen, als die süße Katze, die gerade eine Maus gefressen hat. Nochmal. Es ist ja nicht nur der Mensch der alles Leid bringt. Ist nicht nur der Mensch, der die Kuh in der Massentierhaltung umbringt. Es ist auch Karma des Tieres kurz zu leben. Das bringen die Tiere aus dem letzten Leben mit, dort geboren zu werden. Ja leider ist das so. Wenn es die Tierhaltung nicht geben würde, würden sich Jäger und Opfer wahrscheinlich im Wald treffen. Und zu den Tierheimen: ich bin gerade in Südspanien. Ich kann Euch sagen ich bin sehr froh, dass wir einen so gut funktionierenden Tierschutz haben. Hier sieht es ein bisschen anders aus. Hier kann man Hunde in kleinen Käfigen gehalten einfach im Tiershop kaufen. Man muss nicht lange nachdenken, wo die Tiere hinkommen wenn sie nicht gekauft werden. Übrigens haben Haustiere eine gute Chance als Mensch wiedergeboren zu werden. Besseres Karma kann man als Tier ja nicht haben. Als in Deutschland als Haustier.

  • Hallo allerseits,

    Liege ich völlig daneben, wenn ich glaube, dass es (entschlossenen Politikern mit aufrechter Gesinnung?) möglich wäre, so manches Leid dieser Welt zu beendeṇ?

     


    Ein wenig verstört, mit lieben Grüßen, mkha'

    Wenn ich mich recht erinnere habe ich diese Berichte das erste Mal so ende der 70ger gehört und gesehen und dann immer wider bis heute. Es lässt mich nicht kalt. Es macht mich hilflos. Es war die Zeit des "Club of Rom" und der Angst vor einem echten Atomkrieg, die heute bei mir wieder wächst, die von "Emma", die des "Comig out" sowas von echter Hoffnung und Bereitschaft einen Schritt zu machen. Eigenartig ist das die Wissen-Schaffer sich immer wieder selbst ein Bein gestellt haben. Die Klimavorhersagen von Damals sind die Wirklichkeit von Heute und immer noch gewinnen die die diese leugnen. Damals war ich echt verzweifelt. Denn auch damals waren die in der Minderheit die mich als Spinner bezeichnen, auch daran hat sich nichts geändert. Ich kam aus dieser Falle der Minderheit heraus weil ich mich um das kümmere das direkt mit mir lebt das was mein Lebensbereich ist.


    Scheinbar Egoistisch, doch dieses Leben will leben egal wie. Ich habe das Gebiet Minderheit zu sein verlassen ohne in das der Mehrheit einzutreten. Ich bin ganz unwichtig und genau da liegt meine Kraft die Welt zu ändern. ich mache nicht das was die Minderheit oder die Mehrheit macht und damit bin ich nur ein Mensch ohne Rang und Namen. Sowohl für die Mehrheit als auch für die Minderheit nicht zu gebrauchen.

    Ich weiß das da Nibbana/Nicht-ich ist, das Nibbana/Nicht-Ich nichts von Ich weiß und das Ich nichts von Nibbana/Nicht-ich weiß.

    Ende der Fahnenstange.

    liebe Grüße. Helmut


    2 Mal editiert, zuletzt von Ellviral ()

  • Hallo miteinander,


    wenn wir die Vier Unermesslichkeiten üben, beziehen wir uns zum Beispiel mit der unermesslichen Liebe und dem unermesslichen Mitgefühl auf alle Lebewesen, wir schließen also die Tiere mit ein.


    Trotzdem muss man zwischen Tieren und Menschen aufgrund ihrer Potenziale unterscheiden. Deshalb halte ich die Rede davon, dass sich Menschen wie Tiere verhalten nicht für hilfreich.


    Unsere eigentlichen Feinde sind Leidenschaften (klesas) in uns und unsere von ihnen bewirkten unheilsamen Handlungen. Karma und Klesas sorgen dafür, dass wir anderen Lebewesen wie zum Beispiel Menschen und Tieren Leid und Schaden zufügen: Tieren zum Beispiel durch Formen der Massentierhaltung; Menschen indem wir Stehlen oder Töten usw.


    Wir sollten, was unser Mitgefühl angeht, also den Wunsch, dass die Lebewesen frei sein mögen von Leid, keine grundlegenden Unterschiede zwischen Mensch und Tier machen.


    Wir sollten die Feinde in uns, die Leidenschaften, überwinden und so zum Wandel der Welt beitragen, selbst wenn der Wandel zunächst klein erscheint oder vielleicht auch nicht gleich erkennbar ist. Verändern wir uns selber nicht, indem wir den Pfad nicht praktieren, werden wir auch zu Veränderungen in der Welt nichts beitragen.


    Gruß Helmut

  • Ellviral : Da möchte ich gerne noch hinkommen !


    Tsewang Dönrub : Entschuldige bitte aber da sind ein paar Sachen, die ich nicht verstehe.


    Du meintest sicherlich, der Mensch ist das größte Raubtier (Im Frankfurter Zoo im Raubtierhaus hing mal ein Spiegel hinter Gittern, der das größte Raubtier zeigte, nämlich uns)


    Menschen die sich wie Tiere verhalten? Ich habe noch von keiner Katze gehört, die am Tag mehrere Tausend Eintags-küken geschreddert hätte um sich dann von dem Profit einige Hundert Dosen Katzenfutter kaufen zu können, von denen sie ja doch nur eine essen kann. Kein Tier könnte jemals so absurd grausam sein wie der Mensch!


    Karma der Tiere ist es kurz zu leben? Ein ganz kleines Rechenbeispiel dazu. Jährlich werden etwa 60-100 Milliarden Nutztiere getötet um gegessen zu werden, die meisten davon auf grausame Art und Weise. Viele Hundert Millionen Wildtiere sterben, weil ihnen ihr Lebensraum zerstört wird. Von den unzähligen Insekten und Kleinstlebewesen auf den Gift strotzenden Äckern ganz zu schweigen. Sicher, es sterben auch über 50 Millionen Menschen in der gleichen Zeit, allerdings werden auch 130 Millionen Menschen dazu geboren. Es bleibt also ein ungefähres Verhältnis von geborenen und gleich geschlachtete Tiere ("Karma der Tiere") : gestorbenen Menschen von 1000 : 5 . Das würde, jetzt mal etwas überspitzt heißen, dass sich ein Mensch nach seinem sterben auf 200 Tiere austeilen müsste !? Vorausgesetzt keiner der gestorbenen Menschen würde eine Wiedergeburt als Mensch erreichen, ach genau, wo kommen dann die 130 Millionen Menschen her? Ich weiß das man das so nicht rechen kann aber dann erkläre mir bitte wie Du zu der Aussage kommst : Karma der Tiere sei es kurz zu leben?


    Ich habe Verständnis dafür, dass sich Buddhisten nicht vor den veganen Karren spannen lassen wollen.

    Kein Verständnis habe ich allerdings dafür, dass die Lehre von Karma und Wiedergeburt dafür missbraucht wird Missstände zu rechtfertigen. Das wäre dann wie das Kastensystem in dem man das Elend der Menschen und Tiere, bedingt durch ihr schlechtes Karma, einfach ignorieren kann.


    Da wir die Möglichkeit haben das alles zu erkennen, haben wir auch die Verpflichtung nach besten Kräften das Leid der Wesen zu minimieren. Zumindest sehe ich das so.

  • Es ist auch Karma des Tieres kurz zu leben. Das bringen die Tiere aus dem letzten Leben mit, dort geboren zu werden.

    Macht man es sich mit so einer Einstellung nicht sehr einfach? Das könnte man ja dann auf alle Menschen, denen es aus unterschiedlichsten Gründen schlecht geht, ausweiten... Vielleicht habe ich dich aber auch nicht ganz richtig verstanden.



    Wenn es die Tierhaltung nicht geben würde, würden sich Jäger und Opfer wahrscheinlich im Wald treffen.

    Ach, es würde schon noch was zwischen Massentierhaltung und Steinzeitfeeling geben. :grinsen:

  • Vor ca 5 Jahren haben wir mit unserem ambulanten Pflegedienst ein altes Bauernehepaar versorgt. Der Hof war mehr als heruntergekommen, überall türmte sich der Müll und der Schrott. Daran hatte wohl der Sohn der da noch mit "lebte" und regelmäßig Sachen auf Flohmärkten verkaufte einen großen Anteil. Das Leben dieses Ehepaares spielte sich größtenteils in einem ca 4mx4m großen Raum ab. In diesem Raum stand das Pflegebett der Frau, die wir versorgten, ein alter Ofen, ein Tisch und ein Schrank. Jeder andere freie Platz auf dem Boden war zugemüllt mit allem erdenklichem, auch das Pflegebett war eigentlich ein Mülleimer. In diesem Zimmer "lebten" auch noch ein halbes Dutzend Katzen und Kater. Natürlich kein Tier kastriert. Ihr Geschäft verrichteten die Tiere überall im Zimmer. Der Geruch war, vorallem im Sommer oder wenn der Ofen an war fast nicht zu ertragen. Eines Tages hat sich dann noch eine Flohplage ausgebreitet. Die Tiere waren alle sehr schlecht ernährt und krank, da nicht geimpft. Eines Tages viel mir ein klägliches Miauen auf und es stellte sich herraus, dass eine Katze Junge in diesem Elend bekommen hatte. Ich sagte sofort ich würde die Jungen nehmen, wenn sie soweit sind um von der Mutter weg zu können, da ich wusste, dass der Sohn sie sonst "entsorgen" würde Jeden tag wenn ich bei dieser Patientin war schaute ich nach den kleinen Kätzchen, hatte dann aber Urlaub. Nach 2 Wochen war ich wieder zurück und erkundigte mich nach den kleinen. Sie sahen so elend aus, ich werde den Anblick nie vergessen. Also beschloss ich sie am nächsten Tag mit zu nehmen. Als ich dann am nächsten Tag nach dem Frühdienst die kleinen abholen wollte zerbrach mir fast das Herz, denn der Sohn hatte wohl schon versucht 2 der 3 zu ertränken, allerdings hatten ihm seine Eltern dann wohl gesagt, dass ich kommen und sie abholen würde. Die 2 lagen pitschnass, reglos und über und über mit Flöhen besetzt in einem dreckigen Karton. Daneben turnte noch recht munter der Kleine Kater herum den er noch nicht in den Eimer getaucht hatte. Ich fuhr also mit samt der 3 Kätzchen erstmal nach hause und versuchte sie trocken und sauber zu bekommen. Dabei starb eines der 2 schwachen. Ich bin dann mit allen zum Tierarzt gefahren, doch für das eine war es schon zu spät. Das 2te starb dann in der Nacht beim Tierarzt. Lediglich der kleine Kater überlebte.


    Seit diesem Tag versuche ich so vegan wie nur irgendmöglich zu leben. Ich weiß, dass ich aufgrund meiner Faulheit und Ignoranz öfters noch zu Dingen greife die Milch oder Eier enthalten, z.B. beim Bäcker, und das tut mir jedesmal danach unendlich leid.

    hmmm...vielleicht sollte man in einem ähnlichen Fall die Behörden einschalten. So wie ich das verstanden habe, ging es weder Tieren noch Menschen in dieser Situation gut.

    Behörden sind auch dazu da, Mensch und Tier zu helfen.

    Ich denke, ich hätte da schon in dieser Weise eingegriffen, auch wenn ich gewöhnlicherweise anders versuche zu helfen.


    Hallo mkha und alle Mitlesenden,

    das Gefühl kenne ich natürlich auch. Und ich fühle mich so hilflos und hardere dann mit der Lehre.

    Gleichmut kann und will ich nicht bewahren in solchen Fällen, weil ich versuche etwas zu ändern, kein wilder Aktionismus, sondern eine Änderung anstreben, auch für mich eine Lösung zu finden. Dazu brauche ich emotionalen Input.


    Ich lebe grad auf einem Hof, auf dem Hühner aus der Massentierhaltung gekauft werden. Es dauert einige Zeit, bis sie sich ins Freie trauen, fast völlig kahlgerupft ihre ersten Schritte auf dem ihnen fremden Gras machen. Sie werden nicht geschlachtet, leider freut sich der Fuchs manchmal auch darüber...seufz.

    Unsere Rinder und Schafe werden in Herden ganzjährig draussen auf den Weiden gehalten.

    Die Tiere werden nicht transportiert und geschlachtet, sondern beim Fressen auf der Weide geschossen. Das setzt einen sehr komplizierten und finanziell aufwendigen behördlichen Vorgang voraus. Letzendlich rentiert es sich nicht, das Fleisch im Supermarkt ist viel billiger!

    Einige Kilometer von uns gibt es viele Höfe, da sehen die Milchkühe das Tageslicht nur durch die halbgeöffneten Stalltüren, sie sind stets angekettet, ihr ganzes Leben lang! Morgens fahren die großen Tankwagen der Molkereien vorbei, um die Milch abzuholen. Nebenan stehen in winzigen Iglus die "Verursacher" für den Milchfluß..die Kälbchen, die sofort von den Müttern getrennt wurden um mit billigem Milchtauscher aufgezogen zu werden. Manchmal fahre ich vorbei an einem Schweinemastbetrieb, wenn gerade die Schweine ihre ersten Schritte bei Tageslicht machen dürfen...direkt in den Transporter, der sie zum Schlachthof fährt. Ich habe vor vielen Jahren ein halbjähriges Praktikum im Rahmen meines Studiums machen müssen, und ich weiß, was sie dort erwartet. Das halte ich mir vor Augen, wenn mich die Lust auf einen luftgetrockneten Schinken überkommt, oder wenn ich mir eine Currywurst bestelle oder Joghurt und den leckeren Käse kaufe. Ich kann nicht immer darauf verzichten und möchte es auch nicht einfach verdrängen.


    Auf der ganzen Welt verhungern Menschen, dramatisch die kleinen Kinder und ich fühle mich ebenso machtlos.

    Wie gerne würde ich die Massentierhaltung wenigstens annähernd rechtfertigen, wenn dieses Fleisch Leben retten könnte, anstelle von uns großteils übergewichtigen Europäern acht-und wahllos einverleibt zu werden.


    "Mögen alle Lebewesen frei von Leid sein" alleine reicht nicht aus. Umdenken und besonders Achtsamkeit wären hilfreich, um den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren, so man nicht Vegetarier/Veganer ist.

    Der Horizont existiert nur im Auge des Betrachters, nicht in der Wirklichkeit

  • Markus . Ja das sind vegetarische Gedanken. Aber weniger buddhistische. Man muss mehrere Bedingungen haben, um als Mensch wiedergeboren zu werden. Dazu eine Geschichte aus Tibet. Es schwimmt ein Holzring in einem riesigen Ozean und eine Schildkröte lebt im Ozean. Sie taucht alle 1000 Jahre einmal auf. So wahrscheinlich, wie sie genau in diesem Moment mit dem Kopf durch den Ring auftaucht, so kostbar ist eine Menschengeburt. Und noch viel kostbarer wenn man mit Buddhas Belehrungen arbeitet.

    Das ist Karma, gute Taten und Eindrücke, die wir seit Äonen von Weltzeitaltern aufgebaut haben. Das betrifft uns. Und wenn man Karma verstehen will, muss man irgendwann dahinkommen, das alles Karma ist. Alles! Jedes Muttermal auf dem Körper, oder jeder Streifen auf einem Zebra. Es gibt kein halbes Karma und halber Zufall oder irgendwas. Das betrifft auch die Kuh im Schlachthaus. Und wenn man das alles weiterspielt, sitzen wir doch alle im Schlachthaus. Keiner weiß was in uns noch reifen wird. Es ist was wir daraus machen. Hier eine Kleinigkeit zum Nachdenken. Wenn alle nur noch Soja essen würden, sterben noch viel mehr Tiere bei der Brandrohdung des Regenwaldes. Oder wenn ich Grünen Tee trinke, sterben auch Tiere, wenn der Bauer das Feld pflügt und Tiere, die in der Erde leben an die Sonne kommen und Tiere, die an der Sonne leben unter die Erde kommen. Wenn ich Auto im Sommer fahre, dann klebt ne Menge auf der Windschutzscheibe. Aber ich kann mich ja nicht zu Hause einschließen. Gute Wünsche für die Tiere machen und so gut man kann helfen. Aber man kann wirklich nicht mit Mitleid helfen. Eine Mischung aus Mitgefühl und der Weisheit.

  • Wenn alle nur noch Soja essen würden, sterben noch viel mehr Tiere bei der Brandrohdung des Regenwaldes. Oder wenn ich Grünen Tee trinke, sterben auch Tiere, wenn der Bauer das Feld pflügt und Tiere, die in der Erde leben an die Sonne kommen und Tiere, die an der Sonne leben unter die Erde kommen. Wenn ich Auto im Sommer fahre, dann klebt ne Menge auf der Windschutzscheibe.Weil

    Weil beim Anbau von Grünem Tee Tiere sterben kann man auch Massentierhaltung akzeptieren?

    Und niemand wird beim Verzicht auf Fleisch dazu gezwungen, dieses durch Unmengen an Soja(produkten) zu ersetzen - eigentlich müsste man Fleisch durch garnichts bewusst ersetzen.

  • ich finde es befremdet, wie viel Aufmerksakeit dem Tier in unserer Generation gewidmet wird und wie wenig dem Menschen gegenüber.

    Ich sehe eher zwei gegenläufige Tendenzen: Einerseits wird das Haustier von vielen Leuten in den Status eines Menschen (und manchmal darüber hinaus) erhoben und behandelt wie ein kleiner König, kriegt mehr Zuwendung als manch ein Kind und kostet auch in etwa so viel. Insofern stimme ich deinem Post zu.


    Nutztiere hingegen werden immer mehr objektiviert und als bloße Dinger betrachtet, man sperrt sie weit weg von der Gesellschaft in Massenkäfige und saugt jeden Cent Profit aus ihnen heraus. Insofern stimme deinem Post nicht zu.


    Das sind zwei extreme Haltungen, die beide abzulehnen sind. Oft werden sie sogar von ein und derselben Person vertreten: "Meinem Fluffi nur das Beste, aber was juckt es mich woher meine Steaks kommen?" Angemessen wäre eine respektvolle Behandlung ALLEN Tieren gegenüber, egal wie "süß" sie sind, ohne sie auf eine Stufe mit den Menschen zu stellen.