Samsara, bedingte Entstehung und NichtWissen

106 Antworten. Letzter Beitrag () ist von kesakambalo.

  • Ja. So sieht es andersherum beschrieben aus. Da ist ein Ding. Und das macht ein anderes Ding. Und das andere Ding geht irgendworein und darum ist das dann da drin und kann dann auch so erkannt werden. Dieses von einem anderen Ding gemachte Ding.



    :sunny:

  • ein Ton ist ein aus Ursachen und Begingungen entstandes Produkt und damit geschaffen. Der Ton entsteht nicht aus einer einzigen Ursache. Erzeugen wir einen Ton mittels eines Musikinstruments, dann reicht das Vorhandensein eines Musikinstrumentes allein nicht aus, um Töne erzeugen zu können. Es muss mindestens noch eine Person geben, die auf diesem Musikinstrument spielt und auf diese Weise Luftschwingungen erzeugt und es muss jemanden geben, auf dessen Ohren diese Luftschwingungen treffen und die dann von dieser Person als Töne interpretiert werden.

    Und wie erst wenn ein großer Zug in den Hauptbahnhof einfährt.

    Alles voller Töne. Sicher könnte man damit ganze Bücher füllen.

    Die Vorstellungen über die sog. Welt kennt ja bei sowas kein Ende.

  • In meinen Augen ist das nicht richtig gesagt. Richtig gesprochen heisst es für mich, dass der spezifische Ton unbeständig ist, weil er bedingt entstanden ist. Und nicht dass er unbeständig ist, weil er erschaffen wurde.


    Wenn man es so sagt, zeigt man an, dass man einen letzten Grund für einen Ton so und nicht anders annehmen könnte und der liegt so gesehen darin, dass er von dieser spezifischen LautsprecherBox genau und nur so erzeugt wurde.


    Ein durch eine Lautsprecherbox hervorgebrachtes/verdinglichtes VorstellungsDing: "hohes" C jetzt zB, das wird weder durch den Lautsprecher im Sinne einer ursprünglichen, nur einmaligen Zeugung/Erzeugung dieserart ("hohes C" + angeblich absolut aussagbare Klangfarbe der Box + aaax + aaay + aaaz + ... ... ...) hervorgebracht/erzeugt/erwirkt/, noch wird das VorstellungsDing "hohes C" nicht durch den Lautsprecher erzeugt/verdinglicht.

    Da geraten zwei Sachen durcheinander.


    Das eine sind Phänomene die konkret in Raum und Zeit existieren und zwar zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. So tauchen bedingt durch anderes bestimmte Töne auf.


    Das andere sind die Konzepte. Das Konzept " hohes C" ist kein Phänomen das zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort auftaucht sondern eine Abstraktion unterschiedlicher Töne die durch das menschliche Denken bedingt ist. Es gibt anderes Sprachen, andere Tonleitern in anderen Kulturen usw.


    Ich glaube, du tendiert dazu, zwischen den Konzepten und dem auf was sie sich beziehen nicht sehr scharf zu trennen, weswegen dir unterschiedliche Formen der Bedingtheit durcheinander geraten.


  • Ja ich vermische da am Ende wirklich was, aber ich bin mir sicher, nicht das was du meinst. Und so wie ich es geschrieben habe passt es in meinen Augen trotzdem.


    Weder verneine ich a) - die "konventionelle Sicht" dahingehend, dass ich sage, sie wäre nicht da, noch b)


    a) die (angeblich) nur durch sich und anderes bedingten, oder aus einander und durch einander hervorgehenden Dinge sind objektiv (für eine Anzahl von Beobachtern/so Denkenden) zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort.


    b) Nur dadurch dass da ein Vorwissen ist kann ein Ding als "Ton" wiedererkannt, und dann so ausgesagt werden: "Da ist ein Ton". Ich wollte hier anschaulich anzeigen, dass da auch ein Ton ist, weil da eine Idee von einem Ton ist. Und Ideen gibt es mannigfaltige. Eine davon heisst: "hohes C". Und die ist im letzten Sinne nicht durch irgendein Denken bedingt. Eher: NichtDenken.



    :star:

  • Hallo buddhis!

    das erinnert mich an meine Praxis und Studium des Pali-Kanons.

    Ich definiere Samasara als den Vorgang der langen Kriesläufe der Körper, bis der Kreislauf durch die Lehre Gotamo Buddho beendet wird.

    Nichtwissen hat noch ein Attribut: Nichtwissenswahn.

    Da fällt mir die Begegnung Gotamo Buddhos nach seiner Erleuchtung unter dem Bodhi-Baum ein, als er seine Lehre

    nicht weiterverbreiten wollte, weil die Anderen, doch so doof sind.

    Brahma sagt zu ihm, dass es durchaus Menschen gäbe, die ohne seine Lehre, nicht dem Samsara entkommen könnten.

    Es gibt einen Weg, diesesKarusel zu verlassen da die Lehre dem "Verständigen von selbst verständlich ist"

    Der Achtfache Weg ist nicht das Ende der Fahnenstange, sondern der Werkkzeugkoffer, weiterzukommen.