Jesus Kashmir Hypothese

There are 77 replies in this Thread. The last Post () by kesakambalo.

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    Dieser Beitrag wurde aus dem Anfängebereich verschoben, da es in der Intrareligiösen Bereich geht. void[/modmoved]



    Hallo ihr lieben Mitchatter!

    Das mit dem lieben Jesus stimmt schon. Einmal habe ich mich da ein wenig eingelesen.

    Ich bemühte auch Youtube zu diesem Thema.

    Es gibt sehr viele Hinweise, dass Jesus Buddhist war. Seine Leiche liegt in einem Schrein in Kaschmir.

    Mir ist bei der sog. christlichen Lektüre einmal aufgefallen, dass er die Einsicht pflegen würde. wo das

    stand, steht mir leider nicht mehr zur Verfügung. Es gibt sogar Dokumente dazu, aus dieser frühen Zeit.

    Dass die Kirchen das nicht akzeptieren können, ist mir schon klar.

    Es ist schon möglich, dass meine Kenntnisse, darüber, ein wenig oberflächlich sind. Mir genügt das.

    Die Teufelsbegegnung ist doch im neuen Testament ziemlich gut beschrieben. Für Menschen, die bis an das

    allerletzte Ende gehen wollen, ist eine Teufelsbegegnung, unvermeidbar.

  • Zum Ursprung der Hypothese:

    Yuz Asaf (auch: Yus Asaph, Yuza asif, Yuza Asif, Shahzada Nabi Hazrat Yura Asaf oder Yuza Asaf) war ein Heiliger im nordindischen Srinagar, den Indologen mit der Legende von Barlaam und Josaphat, die islamische Gruppe der Ahmadiyya aber mit Jesus von Nazaret identifiziert. Nach dem Glauben der Ahmadis hatte Jesus die Kreuzigung durch römische Soldaten überlebt und war nach seiner Genesung nach Kaschmir ausgewandert, wo er ein sehr hohes Alter erreichte und in Srinagar begraben wurde.....


    Die Theorie des Todes Jesu (Yuz Asaf) in Kaschmir vertrat der Gründer der Ahmadiyya, Mirza Ghulam Ahmad, in seinem Werk Massih Hindustan Mein i. e. Jesus in Indien seit 1891. Basierend auf mündlichen Überlieferungen der Kashmiri, soll es sich bei Yuz Asaf (Jesus der Versammler) um Jesus von Nazaret handeln, der nach Srinagar in Kaschmir geflohen sei, wo er bis zu seinem Tod im Alter von 120 Jahren gelebt habe.

  • In dem Wiki Artikel wird auch die Geschichte von Barlaam und Josaphat erzählt.


    In ihr wurde die Geschichte von Buddhas Ausfahrt, in der er in Konfrontation mit Alter Krnkaheit und Tod konfrontiert wurde zum Asketen wurde, zunächst manichäisch und dann christlich überform. Dabei wurde aus dem Wort "Bodhisattva" das biblisch anmutende "Josaphat". Diese Geschichte gelangte im Mittelalter von Indien über Georgien bis nach Deutschland und so konnte um 1200 der Bischof Otto von Freising den frommen Jospahat als Beispiel für alle hinstellen, ohne dass er wusste, dass er in Wirklichkeit über Gotama sprach.


    Mich erfreut so eine Geschichte über eine internationale stille Post der Religionen und es scheint so eine innere Verbundenheit der Religionen durch. Kesakambalo geht es wohl auch um diese Verbundenheit, wobei dies alles natürlich statt als Überbrückung von Differenzen auch als Verzerrung und Verfälschung gelesen werden kann. Bei der man sich nicht an den Gemeinsmkeiten und Überschneidungen freut sondern Unterschiede feststellen will: Also das Buddha eben Buddha war und kein mittelalterlicher Heiliger.

  • Mich erfreut so eine Geschichte über eine internationale stille Post der Religionen und es scheint so eine innere Verbundenheit der Religionen durch. Kesakambalo geht es wohl auch um diese Verbundenheit, wobei dies alles natürlich statt als Überbrückung von Differenzen auch als Verzerrung und Verfälschung gelesen werden kann.

    Ich finde das einen netten Runninggag!


    ja, ich weiß, das das etwas abwertend gegenüber kesakambalo ist. Zur Verteidigung lässt sich sagen, dass das Sachbuch "Die Bibel nach Biff" zu meinen Lieblingsbüchern gehört. :wink: Da kommen allerdings China und Indien drin vor, aber kein Buddha.


    Liebe Grüße, Aravind.

  • Hi buddhis!

    es gibt sehr viele Hinweise, das Jesus ein Buddhist war. Da gab es ein Buch darüber und wen es interessiert, der soll es selbst lesen. Da ich beide Seiten kenne, konnte ich etliche Gemeinsamkeiten feststellen, vor allem, das was Jesus aus der Überlieferung, sagte und was ich in den Auszügen aus dem Pali-KaNON; lesen konnte. Der Leib von Jesus liegt in einem

    Schrein in Kaschmir, mit der Aufschrift: Der Sohn des Zimmermanns aus Palästina. Jesus liegt immer noch nicht in dem Sarg in der Gruft.

    Was die christlichen Kirchen im Laufe der Zeit daraus gemacht haben ist natürlich etwas ganz anderes.

    Ich bevorzuge damit nicht die christl. Relionen sondern möchte auf den Einfluss des Buddhismus darauf, hinweisen.

  • Wer sagt, dass Jesus ein Buddhist war, der verletzt damit potentiell eine Menge Christen, die glauben dass Jesus Christus Gottes Sohn ist, oder Gottes fleischliche Manifestation auf Erden. Also etwas sehr viel Besondereres als ein einfacher Buddhist, ein LaienAnhänger etwa.


    Es gibt sehr viele Hinweise, das die Figur Jesus Christi als Symbol einer anderen Religion respektiert werden sollte, und auch viele Hinweise, dass man es mit solchen Behauptungen besser lassen sollte.




    :sunny:

  • Hi pops,


    diese Thesen sind durch Dokkumnte von damals belegt. Leider habe ich dafür nicht die Möglichkeit sie einzusehen.

    Es sollte eigentlich heute möglich sein, Thesen aufzustellen, denen ein gewisser Wahrheitsgehalt nicht abzusprechen ist.

    Dass das den Christen nicht passen mag, kann schon mal vorkommen. Ich freue mich, dass man dafür heute nicht mehr verbrannt wird.

    Es gibt viele Hinweise im Neuen Testament, über den Einfluss des Buddhismus auf Jesus. Es ist aber doch zu umfangreich, all das nachzuweisen. Ich will kein Buch darüber schreiben.

    Jesus war auch nicht ein einfacher Buddhist. Er hat es immerhin zu Maro Dusi gebracht und das ist ein Beweis, dass er ziemlich weit vorangeschritten war. Dass, mit viel Ignoranz, eine Religion daraus gemacht wurde, sollten eigentlich alle wissen.

  • Für Christen darf es keinen Leib Christi geben. Da darf kein Leichnam gefunden werden der Jesus ist. Dann wäre Jesus der Antichrist. Denn er ist mit seinem Leib zum Himmel gefahren. Alles göttliche PUFF.

    Geistgestaltung -Wirken und Erleben. Das einzig Reale

    Herzgestaltung -Wahrnehmen und Gefühl. Das Leben.

    Nimm deine Mouse hoch und Das Nichts ist da, nimm Das Nichts hoch und Nibbana ist da, nimm Nibbana hoch und.....

  • Dokkumnte von damals

    Mich interessiert: beziehst Du Dich auf die Funde in der Nähe von Khirbet Qumran? Falls nicht, um welche Dokumente handelt es sich? Was bedeutet "von damals" genau? Welche Behörde/ welcher Wissenschaftler hat ihr dem entsprechendes Alter festgestellt, und wo werden diese Dokumente verwahrt?


    LG mkha'

  • Hallo kesakambalo,


    Es gibt viele Dinge beizutragen, damit sich die Menschen und die Religionen verstehen. Ich finde aber, dass deine Aussagen & Beschreibungen im Zusammenhang mit der Figur, dem religiösen Symbol & damit der Wahrheit einer Vielzahl von Menschen, und dem historisch belegten Menschen Jesus Christus eher nicht dazu beitragen.


    Es wird dich mit solchen Aussagen in meinen Augen kaum ein überzeugter Christ ernstnehmen. Und wem sollte ein Beweis etwas bringen, als nur einem anderen Menschen? Ich glaube, da ist im spezifischen Fall eher die grössere Gefahr (wie ja potentiell bei jeder Aussage), dass da eine Ablehnung entsteht. Vielleicht auch eine Ablehnung zum Buddhismus. Denn so eine Aussage steht ja dann in einem buddhistischen Forum und die kann man dort stehend so lesen.


    Eine Aussage die man unter Berufung auf eine Behauptung darüber, was heutzutage möglich sein sollte zu sagen und was nicht, tätigt, finde ich vollkommen verständlich. Wir leben ja in einer Gesellschaft, in der man eher ein absolutes Verständnis der freien Rede beobachtet. So als wäre dieses Recht ein Ding für sich, auf das allein sich berufend man eine eigene Handlung: Aussage wirklich begründen/rechtfertigen/unbedacht aussprechen könnte.


    Der Buddha hatte da aber ein anderes Verständnis zur Begründung der Aussagen, die man sich richtigerweise nicht ohne einen Sprecher und einen Aufnehmer denkt. Bedeutung & damit Aussage/Information entsteht nämlich auch bedingt.


    Das Motiv, Ähnlichkeiten erkennen, Differenzen erkennen zu wollen. Das Motiv: in gewissen Zusammenhängen gewisse Ähnlichkeiten zu betonen, weil es heilsam erscheint, kann ich aber nachvollziehen.




    :sunny:

  • Für Christen darf es keinen Leib Christi geben. Da darf kein Leichnam gefunden werden der Jesus ist. Dann wäre Jesus der Antichrist. Denn er ist mit seinem Leib zum Himmel gefahren. Alles göttliche PUFF.

    kesakambalo: Warst du dabei als er in den Himmel fuhr?

  • Nein! Warst Du dabei als er nach seiner Kreuzigung durch Indien wanderte?

    Geistgestaltung -Wirken und Erleben. Das einzig Reale

    Herzgestaltung -Wahrnehmen und Gefühl. Das Leben.

    Nimm deine Mouse hoch und Das Nichts ist da, nimm Das Nichts hoch und Nibbana ist da, nimm Nibbana hoch und.....

  • Dokkumnte von damals

    Mich interessiert: beziehst Du Dich auf die Funde in der Nähe von Khirbet Qumran? Falls nicht, um welche Dokumente handelt es sich? Was bedeutet "von damals" genau? Welche Behörde/ welcher Wissenschaftler hat ihr dem entsprechendes Alter festgestellt, und wo werden diese Dokumente verwahrt?


    LG mkha'

    Die wichtigste Quelle dieser heute in recht unterschiedlichen (d.h. voneinander abweichenden) Formen verbreiten Legende ist das 1899 in Urdu erschienene Buch 'Masih Hindustan Mein'. Autor war der um 1839 in Kadiyan im Pandjab geborene Mirza Ghulam Ahmad, der sich selbst 1880 zum Mahdi erklärt hatte, 1891 zum Messias (Masih) und schließlich 1904 zu einem Avatar Krishnas sowie einer Wiedererscheinung (Buruz) von Jesus und Mohammed. Also - wenn es einer wissen muss, dann der. Er war der Begründer der neureligiösen Ahmadiyya-Bewegung, die heute noch existiert.


    Eine weitere Quelle ist das sog. 'Wassermann-Evangelium', eine fantasievoll ausgeschmückte und erweiterte Form des Neuen Testaments, das 1908 erschien und von dem US-amerikanischen Prediger Levi H. Dowling (1844 – 1911) aufgrund dreier Visionen von ihm verfasst wurde.


    Als dritte Quelle wäre schließlich Nicolas Alexandrovitch Notovitch (1858 – n. 1916) zu nennen, ein aus Kertsch (auf der Krim) stammender Journalist. Er veröffentlichte 1894 'La vie inconnue de Jésus-Christ'. Dort berichtet er, er habe sich während einer sechswöchigen Reise durch Kaschmir und Ladakh im Jahr 1887 ein Bein gebrochen und sei im Kloster Hemis gepflegt worden. Dort habe ihm der Abt ein Dokument mit der Lebensgeschichte eines 'heiligen Issa' gezeigt, den Notovich mit Jesus identifizierte. Das Dokument habe er mit Hilfe seines Sherpa-Führers zunächst aus dem Tibetischen ins Russische übertragen, bevor er es – für sein westliches Publikum kräftig redigiert - auf Französisch veröffentlichte. Er scheint allerdings nicht nur der Letzte, sondern auch der Einzige gewesen zu sein, der das tibetische 'Original' je zu Gesicht bekam.


    Schließlich wäre da noch der sog. 'Essäer-Brief'. 1906 von Hermann Kissener, einem ansonsten auf Numerologie und Pyramidologie spezialisierten frühen Esoterik-Autor unter dem umständlichen Titel ' Wer war Jesus? : Der Essäerbrief aus d. Jahre 40 n. Chr. ; authent. Mitteilungen e. Zeitgenossen Jesu über Geburt, Jugend, Leben u. Todesart, sowie über d. Mutter d. Nazareners ; nach e. alten zu Alexandrien aufgefundenen Ms. aus e. lat. Abschr. d. Orig. übers.' veröffentlicht. Auch dies eine offensichtliche Fälschung. Von einer Indien-Reise ist im 'Essäer-Brief' übrigens nicht die Rede, Kissener (bzw. der angebliche 'Essäer-Brief') wird jedoch von der späteren, vor allem englischsprachigen Literatur zur Indien-Legende gerne als ernstzunehmende biografische Quelle zu Jeschua zitiert.


    Die genannten vier Bücher bilden gewissermaßen den Grundstock der bis heute ins Unübersehbare angeschwollenen pseudowissenschaftlichen und esoterischen Literatur zur Jesus-in-Indien-Legende. Alle späteren Autoren schöpfen mehr oder weniger zu unterschiedlichen Anteilen aus den genannten Werken und garnieren das dann noch jeweils mit eigenen fantasievollen Ergänzungen. Und natürlich hat man auch in Srinagar seit Mirza Ghulam Ahmads Zeiten entdeckt, dass man mit solchen Geschichten Geld verdienen kann und zeigt staunenden Touristen das wahre Grab Jesu. Das – versteht sich – aus religiöser Ehrfurcht natürlich nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen entweiht werden darf.

    2014-05-04-rozabal034.jpg

    "Visitors are requested to drop their gifts in the sealed box only"


    Historisch ist das alles genau so viel wert wie die in den Evangelien der Bibel überlieferte Christuslegende - nämlich gar nichts. Was allerdings über die religiöse Signifikanz noch nichts aussagt. Es handelt sich in beiden Fällen um literarische Fiktionen, wobei die der Bibel lediglich um über 1700 Jahre älter ist.


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  • :) .... herzlichen Dank, Sudhana. ... Es wäre erfreulich gewesen, wenn der Urheber aller in diesem Forum kursierenden "Jesus war Buddhist-Mythen" mir meine Fragen beantwortet hätte - vielleicht mit dem daraus resultierenden Erfolg, diese Geschichte nicht rezidivierend im öffentlichen Bereich zu verstreueṇ.


    LG mkha'

  • In Wahrheit war Jesus in Indien natürlich nur auf der Durchreise. Studiert hat er in Japan, wo er dann auch seinen Lebensabend verbrachte, heiratete und natürlich auch Kinder zeugte. Und sogar ein handschriftlich verfasstes Testament hinterließ, auf Japanisch natürlich. Dort findet man auch das echte Grab des Moschiach (und das seines Bruders):

    Cercle Zetetique : Jesus Christ's grave in Shingo, Japan!

    Auch, wenn Jesus kein Buddhist war (der Buddhismus kam erst 552 n. Chr. nach Japan), so sind es doch seine Nachkommen. Die als solche recht entspannt mit ihrem prominenten Vorfahren umgehen, wie etwa Herr Sawaguchi: "I know I am descended from Jesus but as a Buddhist it's just not all that important." (=> Quelle)


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  • Worauf genau bezieht sich Deine Aussage?

    ich meinte es so, dass man nicht seine Religion gegen eine Andere stellen kann, weil man dann das Wesentliche übersieht, um das herum sich die Religionen entwickelt haben. Wenn ich jetzt also als Buddhist komische Sachen über Jesus herum posaune, dann ist das genauso verblendet wie andersrum. Es zeigt nur, dass man meint, man wäre etwas Besseres, nur weil man sich mehr oder weniger zufällig einer bestimmten Religion angeschlossen hat.

  • ich meinte es so, dass man nicht seine Religion gegen eine Andere stellen kann, weil man dann das Wesentliche übersieht, um das herum sich die Religionen entwickelt haben. Wenn ich jetzt also als Buddhist komische Sachen über Jesus herum posaune, dann ist das genauso verblendet wie andersrum. Es zeigt nur, dass man meint, man wäre etwas Besseres, nur weil man sich mehr oder weniger zufällig einer bestimmten Religion angeschlossen hat.

    Bist Du der Meinung, dies sei hier geschehen? Ich she das nicht so. Es ging ja nur um Folgendes: Kesakambalo schreibt von Zeit zu Zeit immer wieder, Jesus sei Buddhist gewesen usw. Siehe hier: Jesus Kashmir Hypothese (6)


    Ich wollte wissen, auf welche Dokumente er sich in seiner wiederholten Aussage beziehṭ ... Er antwortete zwar nicht, aber dafür hat Sudhana einen umfangreichen aufklärenden Artikel zu diesem Thema eingestellṭ ...


    Ich kann darin nichts Diffamierendes erkenneṇ.


    LG mkha'

  • Historisch ist das alles genau so viel wert wie die in den Evangelien der Bibel überlieferte Christuslegende - nämlich gar nichts. Was allerdings über die religiöse Signifikanz noch nichts aussagt. Es handelt sich in beiden Fällen um literarische Fiktionen, wobei die der Bibel lediglich um über 1700 Jahre älter ist.


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    Wobei die Person Jesus von Nazareth vermutlich keine bloß literarische Fiktion ist, sondern einen jüdischen Prediger meint, der aus bestimmten Gründen gekreuzigt wurde, und auch bestimmte Ansichten vertrat, die Paulus später aufnahm.


    Eine vergleichbare Frage nach literarischer Fiktion oder realer Person stellt sich bei Sokrates und dessen Darstellung durch Platon. Für die Philosophie ist diese Frage eher unwichtig. Bezeichnet sich ein Mensch als Sokratiker, so vertritt er eben die Ansichten, die dem Sokrates zugeschrieben werden - auch wenn sie vielleicht von Platon stammen. Der Lehre nach ging Sokrates freiwillig in den Tod, um für sein Ideal der Gerechtigkeit einzustehen.


    Interessant scheint mir die Frage, welche Relevanz es im Unterschied dazu für eine Religion hat, ob ihr Stifter tatsächlich so wie von den religiösen Schriften ausgesagt existierte. Hier lässt sich zwischen gesellschaftlicher und persönlicher Relevanz unterscheiden.


    Jesus gilt vielen Gläubigen als persönliches Vorbild, die ihm zugeschriebenen Wundertaten stärken diese Rolle. Seine Auferstehung gilt als Zeichen für ein Leben nach dem Tod, würde ich sagen. Aber sicher kann die religiöse Sicht auf Christus auch eine philosophische sein, wie sie im Vergleich zur Lehre des Sokrates bestehen könnte. Das Problem scheint mir stärker mit der gesellschaftlichen Funktion von Religion verknüpft.


    Für eine traditionelle Gesellschaft gilt wohl, dass sie sich auf verbindliche Werte beziehen muss, um gut zu funktionieren. Die philosophische Diskussion scheint dafür zu wenig, es braucht auch eine übergeordnete religiöse Autorität, die letztgültig aussagt, was gut und richtig ist.