Jesus Kashmir Hypothese

71 Antworten. Letzter Beitrag () ist von void.

  • Ja ... es ist auch bei der Vorstellungen eines Schöpfergottes, der selber bedingt ist so, dass man sich denken kann, dass der einen Willen anderer Wesen auch erschafft. Es ist nicht so einfach, wie ich es dachte.

    MultiVersum und solche Sachen kann aber auch unheilsam auffassen.

    Das geht nicht, denn wenn eine Gott selber bedingt ist kann es

    per Definition kein klassischer Schöpfergott sein.

    Alle Dinge können natürlich auch unheilsam sein wenn man

    daran anhangt. Trotzdem gibt es nach der Lehre des Buddha

    eben viele Welten.

  • accinca


    Ich sehe es ein. Weder werde ich den Christen (Schöpfergottdefinition) damit gerecht, noch dem halbherzigen Versuch "eine Brücke" aus Stroh offensichtlich zu bauen.


    Ich bin mit diesen ganzen physikalischen Vorstellungen und Beschreibungen aber genausowenig einverstanden. Da sieht alles so anonym aus, als hätte eine Beobachtung nichts mit der Sache zu tun.


    Schade, aber öfter ist Schweigen wohl angemessener.



    :earth:



    Hättest du einen Link für das, was du vorhin beschrieben hast?


    Zitat

    Also das finde ich ganz und gar nicht bedenkt man die unheilsamen Folgen

    dieser Ideen im allgemeinen wie auch hinsichtlich der Lehre.

    Der Urknall wird ja auch immer weniger als der einzige Urknall verstanden

    und immer weniger als Ursachenlos. Immer mehr wird klar, das auch der

    Urknall Ursachen haben muß, wenn man sie auch nicht weiß



    Hawking zB sagte es ja anders (zumindest in seinen populärwissenschaftlichen Texten)

  • Hawking zB sagte es ja anders (zumindest in seinen populärwissenschaftlichen Texten)

    Hawking hat im laufe seines Lebens viel gesagt. Es gibt aber Vorträge

    in denen die vielen möglichen Theorien vorgestellt werden. Ich habe

    im Moment aber keinen Link. Ich weiß nur, das der Buddha von vielen

    Welten mit gleichen oder ähnlichen Inhalten gesprochen hat. Das würde

    für ein Multiversum sprechen.

  • Hättest du da nen Link zu? Interessiert mich.

    Jetzt habe ich doch was u.a. in: A 3, 81


    Vielen Dank. Ich könnte mit dieser Formulierung:


    Zitat

    »Wie weit, Ānanda, Sonne und Mond kreisen, die Himmel im Glanze erstrahlen, tausendmal so weit reicht eine Welt. In jener tausendfachen Welt gibt es

    • tausend Monde,
    • tausend Sonnen,

    Anguttara Nikaya 3 (72-81)


    ein einzelnes Weltsystem als ein einzelnes Sonnensystem begreifen.


    ein kleineres WeltSystem ("kleines tausendfaches Weltsystem") dann vielleicht als eine Galaxis. Ein mittleres ("tausendfaches") Weltsystem: ein GalaxieHaufen. Ein grosses Weltensystem: das GesamtSystem Universum.


    Die spezifischen, für jede Welt geltenden Parameter (zB der und der Berg, WeltMeere, Kontinente ...) könnte ich als Metaphern für gleiche Konstanten aller spezifischen WeltStrukturen sehen.


    Ich fragte so spezifisch nach, weil ich den populären Umgang mit MultiVersen vor Augen hatte und den absurd (jede einzelne "ebenso mögliche" Entscheidung wird irgendwie gleichzeitig realisiert) finde.


    Hätte ich diesen Text vor Jahren ohne genauere Kenntnis der eigentlichen LehrInhalte gelesen, hätte ich hier evtl was unheilsamer angefasst. Mir ists ein wenig zu wild. Damit meine ich meine eigenen Ideen dazu. Nicht den Text an sich.




    :earth:

  • ein kleineres WeltSystem ("kleines tausendfaches Weltsystem") dann vielleicht als eine Galaxis. Ein mittleres ("tausendfaches") Weltsystem: ein GalaxieHaufen. Ein grosses Weltensystem: das GesamtSystem Universum.

    Ich fand es nur bezeichnend das die gleichen Personen in

    jedem Weltsystem wieder vorkommen. Insbesondere auch

    die sog. Götterwelten. Das würde mit deiner Interpretation

    dann aber schwierig.

  • ein kleineres WeltSystem ("kleines tausendfaches Weltsystem") dann vielleicht als eine Galaxis. Ein mittleres ("tausendfaches") Weltsystem: ein GalaxieHaufen. Ein grosses Weltensystem: das GesamtSystem Universum.

    Ich fand es nur bezeichnend das die gleichen Personen in

    jedem Weltsystem wieder vorkommen. Insbesondere auch

    die sog. Götterwelten. Das würde mit deiner Interpretation

    dann aber schwierig.


    Ich sehe mein Motiv ("Multiversen möchte ich nicht") schon. Diese spezifischen GottHeiten möchte ich bedingt dadurch dann mehr als Konstanten sehen, die für jede Welt gelten.


    Das deckt sich mit meinen Überlegungen zur Relativität der gegenseitigen Bedingungen Welt <> Wesen. Platt gesprochen dachte ich (ich habe nur grob darüber nachgedacht), dass da bestimmte Daseinszustände/bestimmte Gottheiten (indirekt evtl messbar als physikalische Konstanten) sozusagen auch "Welten zusammenhalten". Eben in einer anderen Art wie man auch meinen kann, dass eine Welt da Wesen zusammenhalten kann.


    Der Buddha spricht ja von einem einzelnen WeltSystem, in dem auch jeweils nur eine Sonne und jeweils nur ein Mond, mit einem "Zentrum" unseres Weltsystems: Erde, vorkommt.


    So eine Betrachtung zerstört dann die Vorstellung eines WeltSystems "Universum" oder Kosmos, so wie das die Astrophysik begreift und das zieht mich irgendwie an.


    By the way ... habe das hier auf der WikiPedia gefunden. Ich finde es einen Post wert:


    Bildergebnis für wiki materieverteilung kosmos


    https://de.wikipedia.org/wiki/struktur_des_kosmos




    :earth:

  • ein kleineres WeltSystem ("kleines tausendfaches Weltsystem") dann vielleicht als eine Galaxis. Ein mittleres ("tausendfaches") Weltsystem: ein GalaxieHaufen. Ein grosses Weltensystem: das GesamtSystem Universum.

    Ich fand es nur bezeichnend das die gleichen Personen in

    jedem Weltsystem wieder vorkommen. Insbesondere auch

    die sog. Götterwelten. Das würde mit deiner Interpretation

    dann aber schwierig.

    Vielleicht hilft Dir "Die Tyrannei des Schmetterlings". Wenn es mit buddhistischen Verstand gelesen wird ein sehr buddhistisches Buch.

  • So eine Betrachtung zerstört dann die Vorstellung eines WeltSystems "Universum" oder Kosmos, so wie das die Astrophysik begreift und das zieht mich irgendwie an.


    Offensichtlich ist so eine Vorstellung verworfen und modernere AstroPhysik begreift das Universum anders, als ich es unterstellt hatte (Vorstellung: einheitlicher, alles verbindender Raum + dazugehörige DenkFolgen)


    Zitat

    Aus Sicht der Schleifenquantengravitation ist der Raum kein Hintergrund für das in ihn eingebettete Geschehen, sondern selbst ein dynamisches Objekt, das den Gesetzen der Quantenmechanik gehorcht. Ein Quantenzustand des Raumes wird dabei durch ein Netz von Knoten beschrieben, die mit Linien verbunden sind. Den Knoten werden bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die mathematisch denen des Spins von Elementarteilchen ähneln. Jedem Knoten lässt sich in gewissem Sinne ein Elementarvolumen zuordnen. Die Knotenabstände entsprechen der Planck-Länge. Damit enthält ein Kubikzentimeter 1099 Knoten.


    Zum Vergleich sei erwähnt, dass das sichtbare Universum dagegen lediglich 1085Kubikzentimeter enthält. Dies würde bedeuten, dass die auf einen Kubikzentimeter aufgelöste Ereignismenge des sichtbaren Universums 1014 mal in einen Kubikzentimeter passen könnte; man also mit einem „perfekten Mikroskop“, welches unbegrenzt in die Tiefe eines Kubikzentimeters zoomen könnte, 100 Billionen Mal so viele mögliche Ereignisse zu erkennen erwarten könnte wie mit einem perfekten Teleskop, das das sichtbare Universum auf Zentimeterlänge auflöst. Diese Vorstellung wirkt allgemein sehr befremdlich und hätte bei einer empirischen Bestätigung der Schleifenquantengravitation weitreichende weltanschauliche Folgen für das physikalische Verständnis.


    Eine weitere Aussage dieser Theorie ist, dass man sich das Netz nicht als in den Raum eingebettet vorstellen kann. Ein Raum als Behälter für das Netz existiert nicht. Das Netz selbst ist der Raum. Zwischen den Knoten und Verbindungen existiert nichts. Zwischen ihnen befindet sich also ebenso wenig Raum, wie sich Sand zwischen den Sandkörnern einer Sanddüne befindet. In dem Nichts zwischen den Knoten und Verbindungen ist jedoch noch viel Möglichkeit für weitere (entstehende) Knoten und Verbindungen, sofern diese jeweils gesetzte Grenzen nicht verletzen, wobei Längen- und Zeitangaben auf der Planckskala ihre herkömmliche Alltagsbedeutung verlieren. „Größe“ oder „Dicke“ von Knoten oder eine „Länge“ von Verbindungslinien sind nicht definierbar oder existieren nicht im Sinne alltagstauglicher Beschreibungen, wie etwa die eines Netzgeflechts aus Bindfäden. So könnte theoriegemäß im Quanten-Loop-Raum durch Hinzukommen von bloßer Verbindungsmenge neuer Raum „aus dem Nichts“ heraus entstehen, wobei der Raum aus makroskopischer Sicht als „in sich selbst expandierend“ empfunden würde, weshalb ein externer Beobachter die Grenzen des ganzen Vorgangs durchaus als konstant beurteilen könnte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/struktur_des_kosmos




    :star:

  • 800px-Co_ellipse.png


    (Die Quantenmechanik sichtbar gemacht: Rastertunnelmikroskopaufnahme von Kobaltatomen auf einer Kupferoberfläche. Das Messverfahren nutzt Effekte, die erst durch die Quantenmechanik erklärt werden können. Auch die Interpretation der beobachteten Strukturen beruht auf Konzepten der Quantenmechanik.)

    Quantenmechanik – Wikipedia




    :star:

  • Entnommen von hier: Buddhas Meinungen



    Es macht in meinen Augen grossen Sinn, von einem in sich geschlossenem Weltsystem zu sprechen. In meinen Augen stellt sich bei der MultiversumsFrage eigentlich die Frage danach ob die Abgrenzungen die man setzt um ein abgeschlossenes Weltsystem zu begreifen, richtig sind.


    In dem Rahmen in dem sich hier die "Diskussion" bewegt, halte ich die Auslegungen auch für vollkommen müssig.


    Dass da viele Welten & auch WeltenSysteme sind, ist "irgendwie" ja klar. Mich hatte eine angenommene Ähnlichkeit (die man sich sicher auch falsch vorstellen kann) zwischen diesen Welten irritiert.


    Müssen ja nicht schlecht sein, bestimmte Irritationen. Die Kurzusammenfassung des Dings mit der Quantenschleifengravitation aus der WikiPedia war jetzt für mich nicht unwichtig.


    Die Fragen nach der Ausdehnung und damit spezifischen (räumlichen) Grösse unseres Universums berührt ganz massiv das grundsätzliche Verständnis unseres Kosmos, ist ein kleineres Fazit von mir.


    Ich hätte wirklich gerne eine genauere Auskunft zu dem Begriff "Weltsystem", aber da hat der Buddha sich wohl begründet über die Details ausgeschwiegen.




    :earth:

  • Ich hätte wirklich gerne eine genauere Auskunft zu dem Begriff "Weltsystem", aber da hat der Buddha sich wohl begründet über die Details ausgeschwiegen.

    Es scheint ihn auch keiner danach gefragt zu haben und für die

    vollständige Befreiung vom Leiden spielt es auch keine Rolle.

    Man weiß ja, das alles vergänglich und leidig ist wo auch immer.

  • Das mit dem einen Weltsystem und einem perfekten Meister, kenne ich leider nicht, und frage mich aus welcher Provenienz das stammen könnte. Nach meinen Kenntnissen hat es vorher vollendete Meister gegeben, gibt es in unserer Zeit vollendete Meister und es wird in der Zukunft vollendete Meister geben. Innerhalb von Zeitperioden gibt es nur einen vollständigen Meister. Quelle PK, Dighanikayo

  • Das mit dem einen Weltsystem und einem perfekten Meister, kenne ich leider nicht, und frage mich aus welcher Provenienz das stammen könnte. Nach meinen Kenntnissen hat es vorher vollendete Meister gegeben, gibt es in unserer Zeit vollendete Meister und es wird in der Zukunft vollendete Meister geben. Innerhalb von Zeitperioden gibt es nur einen vollständigen Meister. Quelle PK, Dighanikayo

    Du bekommst aber auch gar nichts mit. Vergiss es einfach.

  • Das mit dem einen Weltsystem und einem perfekten Meister, kenne ich leider nicht, und frage mich aus welcher Provenienz das stammen könnte.

    Das stammte doch von Majjhima Nikāya 115 14

    Ich verstehe das nicht so, dass es nicht mehrere Arhat gleichzeitig geben könnte, sondern es nur einen Buddha braucht, also jemanden der den Dharma, nachdem er in Vergessenheit geraten ist, neu verkündet.


    Weiter unten wird klar, dass dem eine sehr zyklische Auffassung zugrunde, nach der es in jedem Weltzeitalter die gleichen Rollen gibt: Einen Sakka, einen Māra, einen Brahmā. Eine ewige Wiederkehr des Gleichen.