Nicht glauben, sondern erkennen

There are 93 replies in this Thread. The last Post () by kilaya.

  • Zitat

    Nicht glauben, sondern erkennen


    Der Buddha war wohl der einzige Religionsstifter, der seine Anhänger davor warnte, mit blindem Glauben seiner Lehre zu folgen. Er verlangte von ihnen selbständiges Forschen und Denken, und er drückte das so aus:

    "Richtet euch nicht nach Hörensagen, nicht nach einer Überlieferung, nicht nach einer bloßen Behauptung, nicht nach der Mitteilung sogenannter heiliger Schriften, nicht nach logischen Deduktionen, nicht nach methodischen Ableitungen, nicht nach dem auf Augenschein beruhenden Denken, nicht nach lang gewohnten Ansichten und Vorstellungen, richtet euch nicht danach, ob eine vorhandene Erscheinung dafür spricht, auch nicht danach, ob ein Asket oder Lehrer es gesagt hat; wenn ihr hingegen selbst erkennt: diese Dinge sind verkehrt, diese Dinge sind nicht einwandfrei, diese Dinge, wenn ausgeführt, gereichen zum Unheil, zum Leiden für uns und andere, dann verwerft sie. Erkennt ihr dagegen: diese Dinge sind recht, diese Dinge sind einwandfrei, diese Dinge, wenn ausgeführt, gereichen zum Heil und Glück für uns und andere, dann nehmt sie an und lebt danach." (Ang. Nik. IV. 193)


    Komm in meine Arme, lieber BuddhaJünger

    Ich zeige dir was da ist

    Dann bist du schnell viel klüger


    Denn wichtig ist das eine Ding

    du darfst nicht selber denken

    Wo kommen wir denn sonst noch hin

    man muss sich doch beschränken


    Hier komm lies diese Texte

    zwar nicht aus dem PK

    aber sie sind nunmal das Erste

    Das ist doch wohl klar


    Denn wichtig ist der Glaube

    an Meister xyz

    verzichte auf die Denkerhaube

    ich meine das nur nett


    Such dir einen Lehrer

    such dir eine Gruppe

    such dir nen Erklärer

    such dir deine Truppe


    Der du dann willig folgen kannst

    ohne selbst zu denken

    Denn Verlöschung ist ein heikler Tanz

    man muss sich selbst ausblenden




    :idea:

  • Ich lese hier oft die Aufforderung, sich einen Lehrer oder eine Lehrerin zu suchen. Und dass dies unerlässlich wäre. Ich lese hier weiterhin, wie Lehrer gepriesen werden. Mehr noch als die Lehre des Buddha. Ich sehe Differenzen zu den Lehrreden des Buddha. Mir war es wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass es wertvoll und wichtig ist, sich mit den Texten auseinanderzusetzen. Dass es möglich ist, sie auch ohne Lehrer zu verstehen. Dass man nur seinen eigenen Verstand hat. Und dass man den durchschauen muss. Und dass eine Auseinandersetzung über Lehrinhalte möglich sein muss, auch wenn eine bestimmte Kommentarliteratur nicht gelesen wurde. Denn die Kommentarliteratur ist nicht wichtig. Und es ist auch nicht so, dass bestimmte Kommentarliteratur unerlässlich wäre. Es ist möglich, die Lehre mit Hilfe des PK, mitHilfe der Worte des und nur des Buddha aus sich heraus zu verstehen. Das ist das Wunder. Und ich möchte diesen Zugang empfehlen.


    In diesem Sinne möchte ich empfehlen a04_191-195.html#a_iv193

    zu lesen.


    Ich finde, das kann potentiell Vertrauen in die Lehre, wie sie da vor uns liegt, stärken. Und damit auch Sicherheit für einen eigenen Zugang, der ersteinmal unbeeinflusster von Kommentatoren und Lehrern aus verschiedenen Zeiten verstehen möchte.



    :sunny:

  • Lieber Pops,

    Es ist möglich, die Lehre mit Hilfe des PK, mitHilfe der Worte des und nur des Buddha aus sich heraus zu verstehen. Das ist das Wunder. Und ich möchte diesen Zugang empfehlen.

    Es ist völlig in Ordnung, und es freut mich für Dich, dass Dir der von Dir beschriebene Zugang zur Lehre Buddhas liegt und Du danach lebsṭ.

    ... die Kommentarliteratur ist nicht wichtig. Und es ist auch nicht so, dass bestimmte Kommentarliteratur unerlässlich wäre.

    Ich sehe Differenzen zu den Lehrreden des Buddha.

    Du magst - nach Deiner Sicht der Dinge - in den Darlegungen anderen Lehrmeinungen Differenzen zu den Lehrreden des Buddha sehen, doch um zu erkennen, dass es eben nicht so ist, bedarf es grundlegenden Wissens über die Zusammenhänge der Lehre aus Sicht des Mahayana, Vajrayana, Dzogchen/Mahamudra, ...


    Nicht wenige haben also einen völlig anderen Zugang zu den Lehren des Buddha, (weshalb das so ist, resultiert aus der Historie), leben dennoch den Dharma, und für sie sind auch die großen Werke ihrer Meister wichtig. Wieder andere studierten nicht nur die Lehren des Mahayana und Vajrayana, sondern kennen sich darüber hinaus mit den Inhalten des Palikanon aus.


    Sie alle wissen, was sie tun, ... und niemand versucht z.B., Dich von irgendeinem anderen Zugang zur Lehre, als den von Dir als für Dich zuträglich erachteten, zu überzeugen. Es wäre daher nur fair, zu respektieren, dass andere Menschen mit ihrer Art die Lehre zu leben ebenso zufrieden sind, wie Du mit der Deineṇ.

    Mir war es wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass es wertvoll und wichtig ist, sich mit den Texten auseinanderzusetzen. Dass es möglich ist, sie auch ohne Lehrer zu verstehen. Dass man nur seinen eigenen Verstand hat. Und dass man den durchschauen muss. Und dass eine Auseinandersetzungen über Lehrinhalte möglich sein muss, auch wenn eine bestimmte Kommentarliteratur nicht gelesen wurde.

    Einigen Menschen in diesem Forum gefällt, was Du schreibst, und so finden doch sich bereits genügend potentielle Diskussionspartner.

    Eine konstruktive Diskussion über Lehrinhalte kann ich mit Menschen führen, die wissen, wovon ich rede, und die mir ihre Sicht der Dinge auf eben dieser Basis erläutern. Zum besseren Verständnis: ich kann mit einem Fischer über das Wetter, die Winde, die Tiden, Fische im Allgemeinen und Besonderen, Fischgründe, Fischverordnungen, Angelzubehör, sein Boot, und vieles mehr führen, und werde das auch liebend gerne und ausgibig tun - aber die Lehrinhalte Nagarjunas erörtere ich mit den Menschen, die ebenfalls etwas davon versteheṇ.


    LG mkha'

  • Du magst - nach Deiner Sicht der Dinge - in den Darlegungen anderen Lehrmeinungen Differenzen zu den Lehrreden des Buddha sehen, doch um zu erkennen, dass es eben nicht so ist, bedarf es grundlegenden Wissens über die Zusammenhänge der Lehre aus Sicht des Mahayana, Vajrayana, Dzogchen/Mahamudra, ...


    Es ist nicht so wie du es sagt, liebe mkha'. Es gibt da klar aufzeigbare Differenzen. Und die münden in den verschiedenen Praktiken. Und diese klaren Differenzen sind nicht nur meine Meinung, bitte sage das nicht so. Mir sind sie in den letzten Wochen sehr sichtbar geworden. Und weil mir diese Differenzen ziemlich relevant erscheinen, nannte ich ihr Vorhandensein.


    Einigen Menschen in diesem Forum gefällt, was Du schreibst, und so finden doch sich bereits genügend potentielle Diskussionspartner.


    Ich nehme an, das ist mit deinen Zeilen ebenso. Dass sie einigen Menschen in diesem Forum gefallen.


    Ich diskutiere gerne. Es ist ein unterhaltsames Spiel hier auch manchmal. Aber im Kern geht es mir schon um Klarheit. Ich möchte dazu beitragen und kann das bisher nur von meinem Standpunkt aus. Und den habe ich ja klar und mehrfach geäussert.


    Und wenn von den Nagarjuna Experten niemand klar sagt oder anscheinend nicht klar sagen kann, was der denn nun eigentlich genau wie meint, dann gibt es da natürlich auch kleine Klarheit. Und auch keine Diskussion die Verstehen ermöglichen würde.


    Gäbe es keine Differenzen zwischen Nagarjuna und den Lehrreden des Buddha, bräuchte es keine anderen Texte oder Lehrer um dann Nagarjuna zu verstehen. Er wäre ja nur dadurch verstehbar, dass man die Lehrreden des Buddha versteht. Und ich denke ich verstehe sie recht gut. Insofern ...


    belassen wir es doch einfach dabei. Ich wollte hier ein kleines Ausrufezeichen, und das eben nicht für mich, sondern für die anderen, die dir ja auch so am Herzen liegen, setzen.


    Und das Ausrufezeichen geht dahin: ließ die Lehrreden des Buddha. Ließ eine gute Einführung zu den Lehrreden. Wäge danach erst ... gut ab, ob du dich für eine Richtung entscheidest. Ich musste mich zB nicht für eine Richtung entscheiden. Buddhalehre ist da. Jeder kann sie lesen. Jeder kann sie auf seine Weise verstehen, von ihr berührt werden.


    Sie ist vielfältig gestaltet, für verschiedene Zugänge gedacht. Für jeden gedacht, der da eine "buddhistische Inspiration" so oder so gestaltet schon hat.




    :sunny:

  • Lieber Pops,


    einverstanden, ich werde es dabei belassen - dies ist definitiv mein letzter Beitrag zur Sache.


    Ich möchte eines deutlich machen: ich wollte Dir nicht zu nahe treten. Gehe ich recht in der Annahme, dass Du möglicherweise nicht bemerkst, dass das, was Du sagst, annehmbarer wäre, wenn Du es nicht als allgemeingültige Wahrheit postulieren würdesṭ? (z.B.: Ich bin der Meinung, dass ... Ich sehe das, wie folgt ...)


    Schau, dies ist ein Forum, in dem alle buddhistischen Schulen / Traditionen mit ihren Lehrmeinungen vertreten sind ... Ist es wirklich nicht möglich, sich gegenseitig zu respektieren?

    Und das Ausrufezeichen geht dahin: ließ die Lehrreden des Buddha. Ließ eine gute Einführung zu den Lehrreden. Wäge danach erst ... gut ab, ob du dich für eine Richtung entscheidest. Ich musste mich zB nicht für eine Richtung entscheiden. Buddhalehre ist da. Jeder kann sie lesen. Jeder kann sie auf seine Weise verstehen, von ihr berührt werden.

    Diese und ähnlich Worte sind es, die mich immer wieder irritieren: Pops, die Menschen, die hier mitlesen und mitschreiben, verfügen über einiges an Erfahrung, und sind auch nicht alle "Jungspunde", ...


    ... und da Du diese Worte an alle richtest: glaubst Du, dass z.B. ein Mensch meines Alters, der seid ca. 40 Jahren die Lehre Buddhas studiert und praktiziert, der einen klugen und liebevollen Lehrer hatte, der seine ungeduldige Schülerin immer wieder auf sich selbst zurückwarf, zu eigenständigem Denken veranlasste und ihr keine Erfahrung schenkte, des Hinweises bedarf, die Lehrreden des Buddha und eine gute Einführung zu lesen? ....


    Du schriebst doch: jeder kann auf seine Weise von ihr (der Lehre Buddhas) berührt werden ... Ein Lehrer der Lehre Buddhas ist im Tibetischen Buddhismus ein Lehrmeinungsverkünder ... Er ist der Träger der Lehre, das Sprachrohr Buddhas, ... und das, was ein guter Lehrer sagt, kann direkt das Herz (Sitz des Geistes) berühreṇ ...


    LG mkha'

  • Mein Zugang war und ist ein völlig anderer. Er läuft über Vertrauen - in erster Linie in meine innere Erkenntnisfähigkeit, die darin begründet ist, dass ich wie jedes Wesen die Buddhanatur habe. Dieses Vertrauen in mich selbst habe ich erstmal über das Vertrauen in einen Lehrer gefunden. Zwar hatte ich schon Verständnis und Zugang zu Erkenntnis, aber erst als mir dieses Verständnis und diese Erkenntnis im Aussen gespiegelt wurde, setzte das richtig tiefe Vertrauen ein. Allein durch die Lehre hätte ich niemals diesen Zugang gefunden. Und die Texte des PK sind mir sprachlich und emotional nicht so direkt zugänglich, wie bestimmte Mahayana-Texte, v.a. die, die mehr der Inspiration als der Information diesen. Ich verstehe den PK, weil ich zuerst die Mahayana-Lehren bekommen und verstanden habe (soweit ich sie verstanden habe). Diese sind mein Schlüssel zur Lehre. Deswegen finde ich es so wichtig, nicht wertend über die verschiedenen Lehren zu sprechen. Jede bietet einer anderen Art von Mensch einen Zugang - zum letztlich gleichen Ziel. Oder zumindest gleichwertigen Zielen.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • btw ... der Thread war ursprünglich im AnfängerBereich. Also nicht an alle Erfahrenen gerichtet. Im besten Fall war es wirklich eine Aufforderung, und nicht nur die Spitze die ich gegen dich setzen wollte, das kann ich jetzt sagen, liebe mkha'.



    :moon:

  • Mir kam es komisch vor, so eine "Ansage" im Anfängerbereich. Denn der ist schon eher so gedacht, dass Leute Fragen stellen, nicht so sehr als "Speaker's Corner"... ;) Daher auch meine erste Reaktion...

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • kilaya


    Also nicht, dass hier der Eindruck entsteht, dass ich nur die werte mkha' pieksen wollte. Das war schon an"Beginner" gerichtet. Ich dachte, es braucht so einen festen Hinweis. Darauf auch, dass man da am Ende eben selber durch muss. Und auch alleine damit beginnen kann. Und so wie ich das momentan sehe: auch weiter damit alleine sein kann. Und das gut. Und keinen Lehrer brauchen muss.


    Klar kann man das leider auch nicht verallgemeinern: "Ließ einfach den PK. Da ist für alle was drin." Sind ja keine Ahnung wieviel tausend Seiten eigentlich. 10.000 ?


    Es sind halt viele Geschichten auch die können alle auf ihre Weise berühren. Mein Gott, es sind Geschichten. WIr lassen uns gerne von Geschichten berühren. Da darf man nicht so rangehen: Das kann alles nicht sein. Also zB.


    vimana.html

    budjng04.htm

    petavatthu.htm

    j00.htm


    Aus Thera-Sicht finde ich diese BoddhisVatta Geschichte schwierig, aber diese Debatte und ob das was mit Nagarjuna zu tun hat will ich jetzt sicher nicht.


    Bei mir war das mit dem Vertrauen auch so. Also schlagartig beim Lesen. Leider nicht PK, aber was weiß ich schon leider oder nicht leider. Ich kann mir vorstellen, einige Texte aus dem PK hätten mich damals noch mehr getroffen als die gefilterte Einführung, die ich damals hatte.




    :moon:

  • Mir kam es komisch vor, so eine "Ansage" im Anfängerbereich. Denn der ist schon eher so gedacht, dass Leute Fragen stellen, nicht so sehr als "Speaker's Corner"... ;) Daher auch meine erste Reaktion...

    So ist es ja und... oft haben die Leute einen Meister erlebt, einen Vajra-Meister. Die Frage nach dem Studium des PK und zwar nur über das Forum, besteht ja nicht sooft. "Wie kann ich zu einem Lehrer, einem Zentrum, bei uns hier iss nichts los oder nur ON und den will ich nicht" das sind sehr oft die Fragen. Es entstehen deutschlandweit immer mehr Zentren für den Vajrayana und dies Vedana sollten Theravadins einfach akzeptieren, so wie man alles andere was ist, auch gelassen akzeptieren sollte. Übrigens ist es noch "schlimmer" als du glaubst: Wenn Nagarjuna studiert wird ist es schon gut. Manches ist sehr Tantra-lastig. Wenn die Mahayana-Sutren studiert werden ist es sehr gut. Der PK wird nicht studiert das ist eine Tatsache. Wird von den meisten deutschen Buddhisten nicht studiert, denn weit mehr als 50 Prozent sind nun mal Vajrayanis.

    Nur wenige Vajrayanis können PK Stellen wiederfinden und sich darin bewegen.


    Die Inhalte kommen aber durchaus vor. Nur wiedergegeben von tibetischen Meistern die die Inhalte in eigenen Texten verarbeitet haben. Ich weiß nicht so genau, welche schriften eine PK Wiedergabe sind die relativ nah am Text sind. mkha' weiß das. Kangyur? Tengyur? Dhamapadda???


    Jedenfalls Vedana hast du wenn du PK gestützt diskutieren willst daher auch nur einen eingeschränkten Kreis an Diskussionspartnern in Deutscher Sprache. Wär dann sinnvoller Thailändisch zu lernen und zu unseren...erm.... eher weniger integrierten Dharma-Geschwistern zu gehen.


    Nun @ all korrigiert mich bitte ohne mit Steinen zu werfen.


    P.S mein Internet spinnt ich habe ein mobiles WLAN Hotspot und es läuft plötzlich im Schneckentempo nachdem es zuerst gut lief. Ich will nach Haus und mein LAN. :cry: ( Anhaftung an meine Wohnung und alles was ich dort so tue wie ich es immer tue= Gewohnheiten...)Also kann sein dass ich nicht antworte dann sind noch größere Pannen im Gange.

  • Turmalin


    Dadurch dass die Lehre da ist, brauche ich und andere auch kein Thailändisch studieren liebe Turmalin. Dharma ist da. Es ist erkennbar. Und das sogar ohne die geschriebenen Worte. Aber eben sehr viel besser mitHilfe der geschriebenen Worte. Und die müssen letztendlich nichteinmal vom Buddha sein. Dadurch eben dass dharma wirklich da ist. Und dadurch, kann man dharma auch selber (in eigener Anschauung!) denken & "verdaut" aussagen. In der Sprache, die man selbst spricht.


    Praxis gibts für den Weltling genug. Aber LeidVernichtung geht eher nur im Wald oder im Kloster. Und da auch nur bedingt. Kommt in meinen Augen drauf an, ob in dem Kloster ein Buddha ist oder nicht. Auf jeden Fall ist das: Kloster - ersteinmal nicht mein Plan. Und ich nehme an: bei vielen hier ist das auch so. Die wollen erstmal Weltling bleiben, aber eben "buddhistischer". Und das geht gut ohne Gruppe oder ohne Lehrer. Dadurch eben dass man es langsam, Schritt für Schritt zur Entfaltung bringen kann. Das Verständnis wandelt sich vom groben zum immer feineren. Und das Vertrauen in sich (!) wächst damit.


    Ich akzeptiere die Situation, dass es irgendwie absurd ist, als Weltling TheraVada hochzuhalten. Es ist absurd irgendwo. Aber ich machs trotzdem :)


    Aber letztlich denken wir es so und ist es auch für mein Empfinden so: Es gibt den Buddhismus. Da gehört etwas zusammen. Ohne Buddhalehre aber keine verschiedenen Richtungen, das möchte ich trotzdem ergänzen.


    Ich will nichts Schlechtes über Nagarjuna sagen. Ich habe durch ihn auch ein paar Beschreibungsmöglichkeiten entdeckt und auch mein Verständnis der Lehre durch die Beschäftigung mit ihm erweitert, denke ich.




    :sunny:

  • Es wär einfach günstig wenn du aufhören würdest, Schlechtes über Nagarjuna zu sagen ohne ihn gelesen zu haben. Ich weiß es ist schwer zu schlucken aber Nagarjuna wird von vielen tatsächlich mehr gelesen als der PK.


    Oder vielleicht kannst du einen Verständnis-Ansatz finden indem du bemerkst wie absurd es ist als Weltling Theravada hoch zu halten. Ohne Begründung zu sagen: "Ich machs trotzdem" ist ja o.k.- aber von anderen Absurdes zu verlangen ist eben-absurd.


    Wir Weltlinge kommen oft zunächst vom buddhistischen Tantra.:grinsen:


    Tantra ist ein Weg der Transformation wärend Sutra ein Weg des Verzichts ist. Daher kommt es für mich drauf an die tantrische Transformation hinzubekommen, da ich den Sutra-Verzichtsweg eben nicht gehe. Und so geht es vielen anderen auch.


    Und dann fragt man, was sind denn die philosophischen Grundlagen von buddhistischem Tantra? Weiß ich überhaupt warum ich Buddhist bin und kein Hinduist? Da kommt man dann zur Buddhanatur und zum Mahayana. Dann studiert man noch einige Mahayana-Sutren was nun mal was anderes ist als der PK.


    Vielleicht gibt das einen Verständnis-Ansatz, wieso eben Nagarjuna so hoch gehalten wird. Und es ist eben ganz schlecht die Objekte in die andere Vertrauen haben zu kritisieren. Damit schafft man sich keine Freunde. Es kann bewirken, dass die Vajrayanis in die geschlossene Gruppe kriechen. Die ist phasenweise ziemlich lebendig. Oder sie gehen eben zu ihrem Lehrer zu allem, was du in deinem Eingangspost kritisierst. Eine Gruppe, wo es einen Vordenker gibt.... jaa. nicht anders als in der Uni will man dem Professor zuhören zu einer Vorlesungsreihe die man gewählt hat und nicht einem Erstsemester zu Themen die man nicht gewählt hat zuhören wie dieser ohne profunde Textkenntnis einfach mal frei denkt.


    Das heißt die Frage wird sich stellen wie denn dein Hochhalten von Theravada aussieht? Vielleicht in den Theravada-Gruppen hier? Da Angehörige anderer Schulen nun mal nicht belehrt werden wollen welcher Schule sie angehören sollten. Es klappt einfach nicht mit dem : Was andere wollen sollen...

    Das Missionieren von Anfängern sie in die Richtung einer Schule zu ziehen ist hier nicht gewünscht.

  • Turmalin



    Aber letztlich denken wir es so und ist es auch für mein Empfinden so: Es gibt den Buddhismus. Da gehört etwas zusammen. Ohne Buddhalehre aber keine verschiedenen Richtungen, das möchte ich trotzdem ergänzen.

    Und ohne Hinduismus kein Buddhismus. Also dann kannst du auch gleich sagen, man muss jetzt das Nyaya-Vaisheshika studieren oder wie auch immer das alles heißt.

    Nagarjuna ist in sich verständlich ohne PK zu studieren. Wie der Buddhismus verständlich ist ohne Hinduismus zu studieren.

  • Ja aber wenn noch mal Kritk an einem meiner Zufluchtsobjekte kommt ohne dass du den Text gelesen hast dann wird es ungemütlich. Bevor ich hier weiter labere: Lies bitte noch mal den ersten Post in diesem Thread von mkha' . Wenn du genau liest wirst du sehen, dass sie dir was zu sagen hat und ihre Meinung das sage ich dir, hat Wirkungen auf mich. Da ich nicht zu jedem Lebensthema mir immer die Meinung aus dem Finger saugen kann, weil es einfach zu viel ist, achte ich unsere Ältesten. Nach eingehender Prüfung der Personen selbstverständlich, ich hab durchaus ein Hirn. Dass jeder Gründschnabel sich ausbreitet ist im tibetischen Buddhismus traditionell nicht vorgesehen. Erst mal was lernen. Wenn kein Lehrer anwesend, dann von den Ältesten.

  • Denn wichtig ist der Glaube

    an Meister xyz

    verzichte auf die Denkerhaube

    ich meine das nur nett

    noch mal zur Klärung was ich mit Beleidigung eines meiner Zufluchtsobjekte meine. Nagarjuna ist nicht Meister xyz und ihn zu achten wie den Buddha hat nichts damit zu tun, dass man nicht mehr selbst denken kann.

    Sowas bewirkt bei mir ganz klar dass ich mich in die geschlossene Gruppe tibetischer Buddhismus verkrieche.

  • Entspann dich bitte, ich hab da wirklich nix bös gemeint. Wir sind Buddhisten. Bewertungen entstehen auch im Kopf, nicht nur in der Aussage. Ich möchte mich nocheinmal entschuldigen, falls ich Verletzungen hervorgerufen haben sollte. Es war sicher nicht meine Absicht.


    Ich muss mehr auf die Worte aufpassen. Es hat seinen Grund, warum die BuddhaLehre so ausgesagt wird, wie sie ausgesagt wird.



    :sunny:


    Wie wärs mit solchen Smilies?


    Please login to see this attachment.    Please login to see this attachment.


    Please login to see this attachment.  Please login to see this attachment.



    ;)

  • Das Kalamer Sutra wurde gelehrt, als Buddha in eine Ortschaft kam, wo regelmässig Lehrer der unterschiedlichsten Richtungen durchzogen und jeder etwas anderes sagte, und die Bewohner deswegen das Problem hatten, wem sie vertrauen schenken sollten. Buddhas sagte ihnen dann, dass weder Tradition noch Gerüchte geben sollten, sondern dass der entscheidende Punkte der ist, inwieweit sich Lehren in der Praxis erweisen.


    Und es ist diese Praxistauglichkeit die alles andere egal ob Tradition, philosophische Ableitung oder ob es in einer heiligen Schrift steht, dominiert. Und

    Buddhs sprricht da nicht von "sogenannter heiliger Schriften" so als gäbe es neben diesen sogenannten heligen Schriften noch die richtigen heiligen Schriften, denen man hirnlos vetrauen kann. Nein, er sagt, man solle generell nicht etwas unkritisch hinnehmen nur weil es "geschrieben steht".


    Wenn etwas sich praktisch bewährt, spricht dann wiederum nichts dagegen, dass man dann zu heiligen Schrift wo das so steht Vertrauen fasst, oder zu einem Lehrer der das verkündet. Und es spricht auch nichts dagegen, dass es Teil buddhitischer Philsophie wie des Abidharma ist. Es hat dasnn des Siegel der Praxistauglichkeit. Buddha bekennt sich also zu einem Pragmatismus.


    Das Kalamer Sutra ist keine Anleitung dazu, sich selber Gedanken zu machen und wild zu spekulieren. Und es wird auch nicht gesagt, dass Lehrer gerell schlecht wären, oder das man heiligen Schriften wie dem Palikanon keinen glauben schenken dürfte.


    Es wird lediglich gesagt, dass das nach dem man letzendlich gehen sollte die Praxistauglichkeit ist. Im Bezug auf Lehrer würde das bedeuten, dass man sie auch sehr genau prüft, bevor man ihnen vertraut.