Buddhismus und Christentum Spiritualität

32 Antworten. Letzter Beitrag () ist von kesakambalo.

  • Der historische Buddha war auch Vieles, bevor er Buddhist wurde.

    Auch nach seiner Erleuchtung, wurde er sicherlich kein "Buddhist" ;)

    Ein bis zwei gramm Sinn für Mitgefühl und Nächstenliebe wäre auch nicht schlecht für viele...

  • Auch nach seiner Erleuchtung, wurde er sicherlich kein "Buddhist" ;)

    Ein bis zwei gramm Sinn für Mitgefühl und Nächstenliebe wäre auch nicht schlecht für viele...

    Ich denke, die meisten hier haben Mitgefühl mit total Verblendeten. Leider missverstehen letztere oft den Wink mit dem Zaunpfahl oder übersehen ihn gänzlich.


    LG


    Dawa

  • Auch nach seiner Erleuchtung, wurde er sicherlich kein "Buddhist" ;)

    Ein bis zwei gramm Sinn für Mitgefühl und Nächstenliebe wäre auch nicht schlecht für viele...

    Doch, nach seiner Erleuchtung war er es und er wollte auch seine Lehre anderen Menschen verkünden.

  • Das öffentliche Wirken Jesus dauerte gerade einmal 3 Jahre, weswegen es die Nachfolger waren, die die Aufgabe hatten die Herrenworte zu sortieren und zu systematisieren und unwichtiges vom wichtigen zu trennen und eine Kirche aufzubauen. Wobei der Hauptarchtekt der Kirche - Paulus - Jesus nicht mal persönlich gekannt, und sich sowohl mit dessen selbernannten Nachfolger als auch mit dessen Bruder zerstritt ( Antiochenischer Zwischenfall) weil diese sich als Juden sahen. Und wenn schon Petrus und Paulus nicht so recht über Jesus einig ware, so öffnete das dann die Tür für radikal unterschiedliche Jesusbilder. Manche sahen ihn politischen Revolutionär, andere als wiederestandenen Elias, als essenischen Asket, als Fresser und Säufer, als strengen Juden, als Gnostiker, als Proto-Hippie oder als Apokalyptiker. Wahrscheinlich wäre Jesus schon über Paulus verwundert gewesen.

    Bei Gautama Buddha war die Systematisierung der Lehre und der Aufbau der Organisation dagegen Chefsache. Es war wirklich er selbst, der in 45 Jahren ( also länge als Jesus lebte) die Sangha organisierte, ihr Regeln gab und dafür sorge trug, was in seinem Namen gelehrt wurde und was nicht. Und insofern die Ordenregeln die er schuf, für alle Ordinierten galten (und auch für ihn selbst) kann man schon davon reden, dass es einen Buddhismus gab ( also keine Loseblattsammlung sondern eine systematisierte Lehre) und er Buddhist war.

  • Und weil es im Buddhismus eher nicht um den Buddhismus geht (also eher nicht um eine Politik), sondern um eine individuelle Praxis, hatte "der Buddhismus" in der Tendenz nicht so viel Bock andere mit Gewalt von den eigenen Regeln und Organisationen zu überzeugen.


    Den Buddha würde ich begrifflich nicht so stark als "Buddhist" führen. Zumindest hat er unter allen Buddhisten eine ganz herausgehobene, historisch begründet: diesen selbst erst bedingende Stellung inne.



    :sunny:

  • Und weil es im Buddhismus eher nicht um den Buddhismus geht (also eher nicht um eine Politik), sondern um eine individuelle Praxis, hatte "der Buddhismus" in der Tendenz nicht so viel Bock andere mit Gewalt von den eigenen Regeln und Organisationen zu überzeugen.


    Den Buddha würde ich begrifflich nicht so stark als "Buddhist" führen. Zumindest hat er unter allen Buddhisten eine ganz herausgehobene, historisch begründet: diesen selbst erst bedingende Stellung inne.

    Der Konfuzianismus ist die Lehre des Konfuzius und der Platonismus die Lehre Platos ohne dass der ismus was mit Politik zu tun hat. Und genauso wird die die Lehre des Buddhas Buddhismus genannt.


    Es gibt eine Stelle im Palikanon wo jemand auf eine Gruppe buddhistischer Mönche trifft und fragen musste, bei welchem der Bhikkus es sich um Shakyamuni Buddha handelt. Eben weil er nicht herausragt. Er ist nicht derjenige, der in Purpur gewandet, in einer Sänfte getragen wird und mit einer siebenstöckige Krone trägt, sondern er trägt die gleiche Kleidung, hat die gleiche Frisur, isst das gleiche Essen und folgt den gleichen Regeln wie die anderen Mönche. Es geht nicht um individuelle Praxis, wo der eine in grün praktiziert und der andere in blau, sondern es geht um die Überwindung des Anhaftens an individuellen Unterschieden.


    Und in einer Gesellschaft, wo die Bedeutungen zwischen den Kasten so wichtig war, war das sogar eine hochpolitische Sache. Es war ein historischer Zufall, dass sich damals in der Gangesebene eher ein Mosaik kleiner Fürstentümer befand, eine Situation - die ähnlich derRennaisance - eine gewisse Freheit der Denkens möglich machte. In einem stabilen indischen Reich, dass auf strenger Kastenteilung beruht, wäre derelei Gleichmacherei wohl als Gefährdung der öffntlichen Ordnung eingestuft worden und Buddha wäre ähnlich verfolgt worden wie Jesus.

  • Hi

    Auch nach seiner Erleuchtung, wurde er sicherlich kein "Buddhist" ;)

    Ein bis zwei gramm Sinn für Mitgefühl und Nächstenliebe wäre auch nicht schlecht für viele...

    Ich nehme an, dass man nach der Erleuchtung doch Buddhist ist. Er hielt sich ja anan

    an seine eigenen Regeln und kam bis zu Brahma.