Buddhas Lehre

There are 645 replies in this Thread. The last Post () by mukti.

  • So wie Samsara eine zweifache Natur hat: Wie es vermeintlich ist und in Abhängigkeit davon die Bewegung/das Wandern/das Berühren/das Fühlen//das Denken/das sich Vorstellen/das Anhaften.



    :sunny:

    Samsara hat nur eine Natur auf immer und ewig: Alle nur denkbaren und in Worte zu fassende Naturen. Rosarote Elefanten die zwischen Alpha Centauri und der Rückseite des Mondes hin und her switchen .

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang ---. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin - -
    Mein gegebener Koan: Wer bist Du? Mein Koan: Ja, wer bin ich?

    ??Da ist nichts dahinter??

  • Und die rosaroten Elefanten glauben wirklich, dass sie rosarote Elefanten sind, die mitHilfe einer weiteren realisierten verdinglichten Idee, also einer verdinglichten Verdinglichung "Raumschiff" zwischen dem Ding Alpha Centauri und dem anderen Ding "Rückseite des Mondes" hin- und herswitchen können.


    Weswegen sie ja sehr lange schon dieses Raumschiff bauen wollten. Und darauf ihr ganzes Leben ausgerichtet haben. Denn: roasrote Elefanten, also die sollten auf jeden Fall mal mindestens die Rückseite des Mondes besuchen. Und Alpha Centauri sowieso.



    :sunny:

  • Namaste Sherab Yönten,


    danke für Deine Antwort.

    Wenn Du schreibst, dass Du selbst dualistisch argumentierst, wie kann es dann sein, dass Du Anderen, die nicht Deiner Meinung sind, vorhälst bzw. vorgehalten hast, dass sie dualistisch argumentieren? Ist das nicht schon wieder widersprüchlich?


    Mit mettā

    Vibhajjavādī

  • Das samsarische Leben scheint manchmal voller Widersprüche zu sein, solange man an Konzepte anhaftet ;)


    Ich habe nie behauptet, ich persönlich wäre frei von dualistischen Konzepten.

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Ich weiss nicht wo du das gelesen hast, aber vllt wird "ganz erloschen" auch in anderen Kontexten benutzt und man könnte auch sagen "der Fernsehbildschirm ist ganz erloschen." "televassam parinibbāyati"?

    Nein, das war nur eine Idee die ich dazu hatte.

    Richtig ist das in den Texten der Begriff auch als Verstärkung benutzt wurde.

    Aber nach dem Tode wird (glaube ich) immer parinibbana gesagt oder?

    Richtig ist aber auch, das Nibbana Nibbana ist und man da nichts drauf sattel

    kann oder muß. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, das der Begriff

    nicht vom Buddha erfunden wurde und er in anderen Lehren der Begriff schon

    für eine der Vertiefungsstufen benutzt wurde. Es wurde daher auch von relativen

    Nibbana gesprochen. Vielleicht sollte mit dem Zusatz "Pari" zur Ausdruck gebracht

    werden, das sowas nicht gemeint war.

  • Quote

    Das samsarische Leben scheint manchmal voller Widersprüche zu sein, solange man an Konzepte anhaftet.

    Das samsarische Leben ist im Kern ein SelbstWiderspruch. Gerade wenn man einen grossen Widerspruch erkennt, ist da womöglich kein nur scheinbarer Widerspruch den man da erkennt, sondern evtl für einen ein sehr relevanter, also wirklicher Widerspruch.


    Gerade durch und mit den Konzepten, also den Begriffen, mit der genauen und achtsamen Betrachtung der Gegenstände dieser Welt, wozu auch die Aussagen gehören, die man in einer rechten distanzierten Weise betrachten muss, lässt sich dieser grundsätzliche und immense SelbstWiderspruch der Wirklichkeit in meinen Augen sogar eher erkennen als in einem so versuchten "konzeptlosen"/vorstellungsbereinigten Umgang mit der Welt und den Menschen.


    Nur weil man "im Moment" ist, heisst das ja nicht, dass man da "ohne Konzepte"/Ideen/Auffassungen/Annahmen/SichtWeisen im Moment ist.



    :sunny:

  • Um in der Sache voran zu kommen, habe ich eine Tabelle angefertigt, in der ich saṃsāra und nibbāna den drei Daseinsmerkmalen (tilakkhaṇa) und dem Kriterium bedingt (saṅkhata) gegenüberstelle. "+" bedeutet "ist", "-" bedeutet "ist nicht" :

    Eigentlich kann man diese Begriffe nicht gegenüber stellen da

    sich nicht gleichwertig sind. Nibbana hat mit Samsaro nichts zu tun

    und kann man daher auch nicht wirklich vergleichen.

    Es ist ja kein Ding wie Samsaro sondern eine Bezeichnung für dessen Ende das Ende des Wahns.

  • Ich quetsch meine Antworten (B) mal zwischen deine (A).

    Ich nehme Zuflucht zum Bubu. (pali: Bubam saraṇaṃ gacchāmi)

    Edited 3 times, last by Spock ().

  • Genauso wenig wie "Nichts" etwas ist, kann "leer" eine Eigenschaft sein.

    Das ist Sprache. Eigentlich soll es ja heißen das da keine Eigenschaft ist bzw. eine fehlt.

    Gedanke: Das ist richtig, Eigenschaft gebe ich durch Denken in Verstellung, durch Gedankensysteme.

    Ich erschaffe Samsara und such im und mit Samsara Nibbana ohne zu wissen das das Nibbana, das ich suche, ein Gedankensystem ist und bleibe in Anhaftungen an Geistesgifte gefangen.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang ---. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin - -
    Mein gegebener Koan: Wer bist Du? Mein Koan: Ja, wer bin ich?

    ??Da ist nichts dahinter??

  • Nur weil man "im Moment" ist, heisst das ja nicht, dass man da "ohne Konzepte"/Ideen/Auffassungen/Annahmen/SichtWeisen im Moment ist.

    Ich weiß ja nicht wie Deine Meditationspraxis aussieht, aber wenn ich meditiere, dann lasse ich meine Gedanken kommen und gehen und versuche, die Konzepte (sogar das Konzept vom "Moment") u.s.w. loszulassen. Ob das immer gelingt, ist eine andere Frage.

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Genauso wenig wie "Nichts" etwas ist, kann "leer" eine Eigenschaft sein.

    Nun schreibst Du, "leer" kann eine Eigenschaft sein. Vorher, im 258. Diskussionsbeitrag schriebst Du unter 2. "Die Analogie ist keine, weil 'Rotheit' eine Teil-Eigenschaft ist, während Leerheit in dem Sinne keine Eigenschaft ist". Ist das nicht widersprüchlich?

    Du musst schon ein wenig die Grammatik des gesamten Satzes beachten. ;) Da steht genau das Gegenteil...

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Ich weiss auch garnicht ob dieser Thread gewollt aufgemacht wurde oder von einem Mod von woanders abgetrennt. Ich lese ihn eher als loses Dahinplätschern bzw. Austausch (ohne dass es unter dem Titel läuft) und find ihn aber auch so ganz angenehm.

    Er wurde aufgemacht um eine eigentlich von void geschlossene Diskussion neu zu entfachen unter der Prämisse des Threadstarters, "Buddhas Lehre" in seinem Sinne genau zu definieren, v.a. in Bezug darauf, was NICHT Buddhas Lehre ist ;)

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Genauso wenig wie "Nichts" etwas ist, kann "leer" eine Eigenschaft sein.

    Das ist Sprache. Eigentlich soll es ja heißen das da keine Eigenschaft ist bzw. eine fehlt.

    Genau darauf will ich hinaus, ja :)

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Verstehe.

    Echt? :?


    Für mich wird es eher unverständlicher wenn dieser Thread unter der Überschrift "Buddhas Lehre" läuft aber der Threadstarter dann Bedingungen stellt, die dem genau widersprechen :lol:

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Verstehe.

    Echt? :?


    Für mich wird es eher unverständlicher wenn dieser Thread unter der Überschrift "Buddhas Lehre" läuft aber der Threadstarter dann Bedingungen stellt, die dem genau widersprechen :lol:

    Ich habe nochmal auf die erste Seite geschaut. Welche Bedingungen meinst du?

    Ich nehme Zuflucht zum Bubu. (pali: Bubam saraṇaṃ gacchāmi)

  • Welche Bedingungen meinst du?

    Die "Prämissen", die Kilaya hier formuliert hat:

    unter der Prämisse des Threadstarters, "Buddhas Lehre" in seinem Sinne genau zu definieren, v.a. in Bezug darauf, was NICHT Buddhas Lehre ist

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Ich sehe dort keine Bedingungen, nur den Hinweis darauf, dass man auch wenn manches nicht klar ist, man trotzdem unterscheiden kann, dass manches heilsam ist und manche Dinge nicht und das nicht total beliebig ist, nur weil es ü2000Jahre her ist, aber bei manchen Sachen auch Interpretationsraum ist.


    Kann mir bitte jemand zeigen, wo dort Bedingungen stehen? Ich seh's nicht.

    Ich nehme Zuflucht zum Bubu. (pali: Bubam saraṇaṃ gacchāmi)

    Edited 2 times, last by Spock ().

  • Nur weil man "im Moment" ist, heisst das ja nicht, dass man da "ohne Konzepte"/Ideen/Auffassungen/Annahmen/SichtWeisen im Moment ist.

    Ich weiß ja nicht wie Deine Meditationspraxis aussieht, aber wenn ich meditiere, dann lasse ich meine Gedanken kommen und gehen und versuche, die Konzepte (sogar das Konzept vom "Moment") u.s.w. loszulassen. Ob das immer gelingt, ist eine andere Frage.


    Warum meditierst du? Weil du etwa einen Pfad beschreitest? Und eine Station auf diesem Pfad ist eine Meditation?


    Pfad gehen: Weil da Unwissen ist? Weil da tiefsitzende Verhaftungen und damit auch Auffassungen über die Welt und ein ICH sind, die gelockert, zur Auflösung gebracht werden können/sollen?


    Hangelt man sich nicht mitHilfe von spezifischen Anhaftungen/Wünschen/Berührungen/Ideen/Begriffen/Handlungen und spezifischen NichtAnhaftungen an Absichten/Ideen/Begriffen/Gefühlen/Handlungen den Pfad entlang? "Ist" man, in dem man so etwas: "Meditation" tut, nicht "ein anderer" und ist damit nicht gleichzeitig eine Differenz?


    "Macht" man Mediation nicht mitHilfe von "Dingen", die klar einen Unterschied anzeigen und damit so verstanden auch eine Auffassung, und damit im letzten Sinn auch mit einem (durch Begriffe anzeigbaren) Wissen, was so benötigt erst überhaupt durch das NichtWissen sein kann?


    Ist nicht die Vorstellung von einem, Samsara durchdringenden und bewirkenden NichtWissen eine, die etwas völlig anderes anzeigt als die Vorstellung: Nibbana?


    Ist nicht gerade ein Begriff etwas, was eine Vorstellung und damit ein Gefühl und damit eine Einsicht bewirken soll?


    Was ist eine Einsicht? Ein Wissen?



    :sunny:

  • Es ist immer sehr einfach, eine Frage mit (vielen) Gegenfragen zu beantworten!

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Welche Bedingungen meinst du?

    Die "Prämissen", die Kilaya hier formuliert hat:

    unter der Prämisse des Threadstarters, "Buddhas Lehre" in seinem Sinne genau zu definieren, v.a. in Bezug darauf, was NICHT Buddhas Lehre ist

    Das war nur meine Interpretation der m.E. in diesem Fall impliziten Absichten. Wenn accinca einen Thread unter diesem Titel aufmacht, impliziere ich keine offene Fragestellung. ;)


    Eine Prämisse ist im Übrigen keine Bedingung

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • B: Wie heisst dieser Begriff "relatives Nibbana" auf Pali und hast du ein Sutra dazu?


    "Relatives Nibbana" heiß auf deutsch: Nibbana oder Erlösung in gewisser Hinsicht.

    Man darf ja nicht übersehen, das es schon von den Vertiefungen heißt ein solcher

    hat das Auge des Tode geblendet. Wer also die fünf Hemmungen aufgehoben hat

    und in Vertiefungen verweilt hat den Tod in der Sinnenwelt nicht mehr zu erleiden

    weil er sich nicht mehr mit dem Körper identifiziert. Das der Körper nicht das Selbst/Ich

    ist, das können also auch Weltlinge in anderen Lehren wissen. In sofern unterliegen

    sie dann nicht mehr dem Tode sind aber nur begrenzt befreit.

    Kannst du so in der Anmerkung finden:

    "'In gewisser Hinsicht' (pariyāyena); vgl. das gleichfalls einschränkende 'insoweit' (tad-angena) in IX, 33.

    Diese Einschränkung wird in beiden Texten gemacht, weil die Vertiefungen nur eine zeitweilige Befreiung

    von den Sinnendingen vermitteln, doch noch keine endgültige und restlose Versiegung aller Triebe.

    Diese kann nur durch den durchdringenden Hellblick (vipassanā) hinsichtlich der Vergänglichkeit,

    des Elends und der Unpersönlichkeit aller Daseinsformen verwirklicht werden."