Gedanken und Vorstellungen

There are 32 replies in this Thread. The last Post () by kesakambalo.

  • Hi,

    das ist alles nur Samsara. Alle Gedanken und Vorstellunen sind Erzeugnisse unseres Bewußtseins, das durch die Wahrnehmung enstand. Alles war wir meinen zu sein, ist eine Illusion.

    Bei den Pfeilern der Einsicht, gibt es eine Übung, die sich schlicht und doch ergreifend Gefühle nennt aber den

    Hintergrund hat, die eigenen Gedanken kontrollieren zu können, ihnen nicht hilflos ausgeliefert zu sein.

    Die Gefühlsbetrachtung sieht, wie die Gedanken, Gefühle jeglicher Art, entstehen, bestehen und vergehen.

    Die Gedanken und Gefühle werden symbolisch als die rauschenden Flulten des Ganges bezeichnet.

    Gangana kirtikare

  • Irgendwas bringst Du durcheinander, wenn auch die Grundidee stimmt.

    Nach Deinem Schreiben hatte also der Erhabene und haben Aharant keine Gedanken mehr ? :clown:

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Zitat

    Aber was isr nun mit Imaginationen? Sie bewirken ja nachweislich veränderungen im Körper (z.B. Hypnotherapie) oder Autogenes Training, allein bei den Worten Wärme werden die Arme warm (wurde gemessen) oder buddhistische Mönche die mit nassen Decken im Winter, Feuer und Wärme imaginieren und dann wirklich die Körpertemperatur hochschrauben.

    Gedanken sind nicht einfach alle per se unheilsam. Es gibt unheilsame und heilsame Gedanken sowie nützlich und unnützliche. Ohne aufsteigenden Gedanken würden uns keine Ideen kommen. Die nicht offensichtliche Lösung einer schwierigen Mathematik-Aufgabe würde uns nicht einfallen.


    Wenn jemand eine schwere Zeit durchstehen muss und ein Bild vor dem geistigen Auge mit z.B. Jesus mit ausgebreiteten Armen hilft, ist das heilsam. Ich denke der zitierte Zen-Meister hat eine Abhandlung, dass Gedanken nicht immer unheilsam sind ausgelassen, weil es vom Zusammenhang klar war, dass es um die unheilsame Wirkung ständiger gedanklicher Beschäftigung mit irgendwelchen Dingen ging.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Irgendwas bringst Du durcheinander, wenn auch die Grundidee stimmt.

    Nach Deinem Schreiben hatte also der Erhabene und haben Aharant keine Gedanken mehr ?

    Wieso sollte das nach seinem Schreiben so sein?

    Aber da wo es um die Beobachtung des Entstehen und vergehen

    der Gefühle geht schließt das natürlich alles Wahrgenommene mit ein.

    Das kann man ja nicht wirklich trennen.

  • Durch das Entstehen und die Veränderung der Dinge wird jedenfalls Zeit ersichtlich, ohne Dinge gäbe es sie nicht und ohne Zeit gäbe es keine Dinge. Es ist eher eine gegenseitige Abhängigkeit als dass Zeit von den Dingen geschaffen wird will mir scheinen.

    Für die Physik zeigt sich Zeit als eine Eigenschaft, genauso wie alles andere, scheint mir. Also stimmt das wohl, wie du sagst. Aus einer weniger korrekten Perspektive sagt man aber: Die Katze ist fünf Jahre alt. Da bedingen sich Katze und Jahre nicht gegenseitig, sondern die Jahre gehören zur Katze.


    Die physikalische Argumentation, dass sich Phänomene und Zeit gegenseitig bedingen, zeigt eine Art Mechanismus, würde ich sagen. Spricht man aber über Gedanken, dann kann man sagen, dass sie zum denkenden Menschen gehören.


    Wenn Kodo meint, Gedanken wären nur Magensaft oder so, so verkünde ich, dass sie nicht Magensaft, sondern Zeit sind. Wie gesagt lassen sich Gedanken im Unterschied zu Magensaft nicht beobachten, besitzen jedoch eine bestimmte zeitliche Dauer.


    Zeit zeigt sich ja als etwas ausgesprochen Subjektives, das in der Physik nie zur Sprache kommt, nämlich als Gegenwart. Die Physik weiß mit dem Begriff „Jetzt“ nichts anzufangen, scheint mir. Diese subjektive Gegenwart scheint dennoch das Allerwirklichste! Vergangenheit und Zukunft scheinen ja tatsächlich keine „Eigenexistenz“ zu besitzen! Alles existiert nur im jeweiligen Moment.


    Daher lässt sich nicht ganz unsinnig spekulieren, dass es für diese Möglichkeit des Gebens, welche dem Bewusstsein innewohnt, eine lichthafte Form der Unsterblichkeit braucht. :star:


  • Verstehe ich nicht. Maus ist ein Phänomen im Geist der Katze. Aber die Katze muss die Maus nicht als „Maus“ benennen können, um sie als Beute zu erkennen. Und die Maus existiert auch dann, wenn sie nicht im Geist der Katze ist. Dann ist sie zwar kein Phänomen, aber immer noch Maus.


    Aber vielleicht muss die Wirklichkeit der Maus Bewusstsein besitzen, damit die Maus überhaupt ins Bewusstsein der Katze gelangen kann?

    Existiert alles nur im Bewusstsein eines Gottes oder existiert es vielleicht gar nicht? Da wir nicht wissen, was die Begriffe Existenz, Bewusstsein, Gott usw. eigentlich genau meinen, gibt es diverse Möglichkeiten. :?

  • Für das was Menschen mein Alter nennen möchte ich das Erkennen das für diesen Körper Alter und Verhalten das altersgemäß ist nicht bekannt ist.


    Ich mach mich nicht auf jugendlich, ich will auch sprachlich nicht mit der Mode gehen, ich will auch nicht die Dinge machen die für mein Alter bestimmt sind. In Wahrheit ist dieser Körper nicht Zeit gebunden sondern nur dem abhängigen Entstehen seiner bedingten zusammensetzten Form erscheinend.


    Das ich 64 bin fällt mir meist erst auf wenn ich darüber nachdenke, über meine in Erinnerungen zusammengesetzte Vorstellungen meiner Vergangenheit. Dann gibt es Zeit, dann gibt es Jahre dann gibt es die Emotion, bin ich schon alt und nicht nur Alt. Mein Beschäftigen mit meiner Vergangenheit ist Alterslos doch wenn ich damit mein jetzt Alt sein verbinde erzeugt diese unangenehme Gefühle die zu Emotionen von Kummer, Gebrechen, Krankheit, baldigem Tod führen. Mein Leiden an der Zeit beginnt also mit dem ergreifen von etwas das ich nicht festhalten kann. An etwas Anhaften das sich schon lange gewandelt hat und das ich nicht zu seinen früheren Zustand zurückführen kann.


    Als ich 18 war hab ich gedacht wie lange das noch ist bis ich 60 bin um dann ich Rente gehen zu können heute mach ich das so das ich mir überhaupt nicht vorstellen kann 120 zu werden. Was ich feststelle ich das beide Gefühle gleich sind. Da ist keine Zeit zwischen. mein Denken ist gleich geblieben im erzeugen von Gefühlen. Und ich stelle fest das wenn ich veraltete Gedankenmuster erkenn sich mein Körper besser fühlt. die Gedankengebäude die auch Verhaltungen erzeugen, haben diesen Körper dazu gebracht sich so zu verhalten wie die Vorstellungen es erwarten. Meine Vorstellungen und Gedanken haben diesen Körper dazu gebracht so zu erscheinen wie ich glaubte zu sein, sein zu müssen um den Vorstellungen anderer in meinem Handeln gerecht zu werden. Ich werde also nicht jünger im Körper, sonder der Körper kann jetzt zu seinem so Sein zurückkehren, weil er von meinen Vorstellungen wie er zu sein hat nach und nach befreit wird.


    Zeit ist eine Eigenschaft dieses Universums und Zeiten sind eine Eigenschaft des Menschen um besser agieren zu können. Doch wenn der Mensch nach den von ihm geschaffenen Zeiten greift und in Vorstellungen und Erinnerungen Regeln und Riten erschafft die Zeiten festlegen, dann bringt das Karma in einer ganz besonderen Form. Der Körper fängt an Zeiten angepasste Veränderungen darzustellen und damit wird er in seiner selbst erzeugten Gesunderhaltung behindert. Weil ich angefangen bin meinen Körper von meinen Zeiten zu befreien kommt er immer näher an seine Zeit die eben dann Eigenschaft dieses Körpers und des Universums ist, mein Karma erzeugen verliert seine Wirkungen weil die Ursache meiner Zeitenverbindungen für den Körper verloren geht.


    Es gibt keinen Jungbrunnen das einzige was den Körper gesund erhält ist diese bescheuerte Vorstellung zu vergessen das es einen Jungbrunnen gibt. Der Jungbrunnen für den Körper ist das Zeitenlos werden. "Du bist ja 64 Jahre jung." ist für mich eine ernsthafte Beleidigung. Ich bin in der Vorstellung der Zeiten 64, doch das sagt überhaupt nichts drüber aus wie alt dieses Zeitlose ist. Wie Buddha denkt: Irgendwann zerfalle ich in Zeit und alle Zeiten auch.

    Es gibt Unmengen an Metaebenen. Yang. Es gibt eine Ebene der Realität. Yin

    Dahinter gibt es nichts das diese erschaffen könnte, nur ich bin davor.

    Bedingtes Entstehen in wechselseitiger Abhängigkeit ist Erleben.

    Edited 3 times, last by Ellviral ().

  • Ja, und genauso ist es auch. es soll aber nicht bedeuten, dass da nichts mehr ist!