Christlicher Glaube und Buddhismus vereinbar?

There are 82 replies in this Thread. The last Post () by Anandasa.

  • Hallo, ich wollte mich mal erkundigen, ob ihr findet, dass der christliche Glaube und der Buddhismus vereinbar sind. Ich hab mir überlegt, wieder Christ zu werden, da ich es viele Jahre war. Ich finde auch den sozialen Aspekt gut am Christentum und die meisten sozialen Organisationen in Österreich sind halt christlich geprägt. Mich interessiert der Bereich beruflich bzw. arbeite ich in dem Bereich.


    Was für mich am schwierigsten dabei ist diesen Glauben wieder anzunehmen, ist eigentlich das Gefühl des getrennt seins. Mir wurde schon klar, dass es kein Ich gibt, nichts aus sich selbst heraus existiert.

    Wenn ich mich hinsetze und meditiere, kann ich einfach in der „Schöpfung“ sein, also es gibt für mich da kein getrennt mehr. Und ich brauche da auch nichts dogmatisches mehr, warum ich mich sozial bemühen sollte oder „meine Feinde lieben“, da es ja überhaupt keine Feinde gibt.

    Jedes Lebewesen agiert aus dem Wunsch heraus glücklich zu sein und tut dies fußend auf seinem erlebten. Es gibt keine guten oder bösen Menschen. Es gibt ja eigentlich nicht einmal Menschen, das sind ja alles nur Begrifflichkeiten über die wir versuchen die Welt zu verstehen.

    Für mich ist, wie gesagt, das das Schwierigste: Aus der Erkenntnis eines Ganzen, wieder hin in die Vorstellung eines getrennt seins. Und ich hab auch angst, dass mich das grantig macht im Umgang mit Menschen oder nicht mehr so liebevoll.

    Es wurde damals oft von der bedingungslosen Liebe Gottes gesprochen - aber eigentlich kann und sollte doch jeder Mensch bedingungslos lieben. Und das kann man auch lernen und verstehen.

    Mir hat dieser Satz, den ich gestern gelesen habe „Du sollst deine Feinde lieben.“ richtig weh getan, weil es irgendwie voraussetzt, dass es so etwas wie Feinde gibt.

    Ich wollte dazu eigentlich einfach mal irgendwie meinungen hören.

    Danke ...

  • Dazu gibt es m.E. keine einfache Antwort. Kein Ja und kein Nein, denn die Antwort ist abhängig von den Personen, die Du fragst. Manche Christen meinen, da der Buddhismus eine atheistische Philosophie sei, wäre der christliche Glaube nicht mit dem Buddhismus vereinbar.

    Manche christliche Mystiker sehen vor allem die Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Buddhismus, vor allem bei ethischen Aspekten. Der Versuch, die Feinde zu lieben ist im Buddhismus durchaus in vielen Praktiken verankert, denn welcher Praktizierende ist schon so weit, dass er seine Mitmenschen nicht mehr in "gut" (Freunde) und "schlecht ("Feinde") einteilt?

    Gerade das Thema "Leerheit" wird von manchen Christen regelrecht verteufelt, denn ihr Gottesverständnis geht davon aus, dass Leerheit und Gott nicht miteinander kompatibel ist. Wenn Gott leer von einer inhärenten Existenz wäre, wäre er vergänglich. Was wäre aber ein Gott, der vergänglich wäre?

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Wenn ich mich hinsetze und meditiere, kann ich einfach in der „Schöpfung“ sein, also es gibt für mich da kein getrennt mehr.

    Das ist doch gut. Wenn du anfängst zu philosophieren, dann kommst du auch drauf dass die Objekte keine Schöfpung sind da es keinen vom geschaffenen getrennten Schöpfer gibt.

    Ich glaub aber die Erfahrung ist wichtiger, als dass man buddhistisch korrekt denkt.

    Andererseits wenn man sich nicht um korrektes Verständnis des Buddhismus bemüht, überlässt man das anderen.


    Also ich denke persönlich kannst du deinen Weg so gehen ohne dir "n Kopf" zu machen. Aber es muss wie gesagt Menschen geben die den Buddhismus korrekt lernen und weitergeben. Ich glaube aber nicht dass du deine Gedanken in dem Sinne meinst dass du dich festbeissen würdest und behaupten: "Es gibt aber einen Schöpfergott.."


    Ich habe einen Freund den ich als spirituell weiter entwickelt sehe als mich. Ein Boddhisattva. Er könnte genau den Satz gesagt haben, den du geschrieben hast. Ein mal hab ich ihm erklärt er sollte bitte nicht mehr "Gott" sagen sondern z. B. "Einheit" was er auch sagt. Er sah auch sofort ein, dass es keinen Schöpfergott geben kann, weil er die Welt für eine Illusion hält. Was eine Illusion ist kann ja nicht geschaffen sein. Nach dem einmal zusammen philsophieren, sagt er jetzt nach einiger Zeit wieder "Gott". Nun ja er ist immer noch weiter entwickelt als ich da eben immer im nicht-getrennten Geisteszustand.

    Für mich ist diese Begegnung sehr wichtig und wertvoll. Aber er kann den Buddhismus nicht bewahren und schützen. Im Grunde auch seine Kräfte kaum weiter geben außer an mich, da er keiner Gruppe zugeordnet werden kann und ihn daher auch keiner etwas fragt.

    Arbeitet übrigens auch bei einem christlichen Arbeitgeber. Es würde ihn vielleicht in ein Spagart bringen mit seinem Leben wenn er über die nicht-Existenz eines Schöpfergottes philsophieren würde. Aber er denkt eh nicht gern. Das ist alles "Kopf" für ihn. "Verstand"...

  • Ehm ... die Frage nach einem Schöpfer lasse ich offen. Man könnte wohl auch den Begriff Welt verwenden. Ich hab Schöpfung unter Anführungszeichen gesetzt, weil die Frage nach einem Schöpfer für mich eben offen und eigentlich auch nicht wichtig ist.


    "Andererseits wenn man sich nicht um korrektes Verständnis des Buddhismus bemüht, überlässt man das anderen."


    Es gibt so viele buddhistische Richtungen. Das mit dem "korrekten" Verständnis halte ich für sehr dogmatisch und für wenig buddhistisch.


    "Ich habe einen Freund den ich als spirituell weiter entwickelt sehe als mich. Ein Boddhisattva."


    Woher weißt du das? Hat er dir das gesagt oder du hast halt erkannt, dass er das ist?

  • Woher weißt du das? Hat er dir das gesagt oder du hast halt erkannt, dass er das ist?

    ich möchte nichts weiter über ihn sagen. Wenn dir mein Post nicht hilft, dann lass einfach gut sein bitte.

    Da können dann andere sicher hilfreicheres sagen.

  • Frank82


    Ich sehe da kein Problem und möchte dir dieses Buch ans Herz legen
    Wie Zen-Meditation mein Christsein verändert

    Ich habe mich auch mal mit einem Pfarrer unterhalten, der Zen praktiziert. Er meinte auch er kann das gut verbinden. :)

    (Ich war nie Christ, mehr kann ich leider hier nicht beisteuern.)

  • Ja, den Bereich christlicher Zen kenn ich. Zu Willigis Jäger:

    Konflikt mit der römisch-katholischen Kirche: Unter Leitung des damaligen Kardinals Joseph Ratzinger warf ihm 2001 die Glaubenskongregation vor, Glaubenswahrheiten der persönlichen Erfahrung unterzuordnen, und erteilte ihm ein Rede-, Schreib- und Auftrittsverbot.[13] Im Januar 2002 untersagte ihm deshalb das Bischöfliche Ordinariat in Würzburg die Ausübung jeder öffentlichen Tätigkeit.[14] Jäger beansprucht dagegen alte Glaubenswahrheiten für die Gegenwart neu zu deuten.[15][16] In der Folge bat er von der Abtei Münsterschwarzach exklaustriert zu werden; dabei handelte es sich um eine Art Beurlaubung aus dem Kloster. Er ist nach wie vor Mitglied seiner Klostergemeinschaft. Deren Abt und Gemeinschaft standen zu ihm.[8]

    Also die kath. Kirche sieht das scheinbar anders. Man kann das sicher irgendwie anpassen, aber es ist eigentlich doch eine Verfälschung der Lehren.

  • Frank82 , wolltest du denn zur katholischen Kirche?

    Institutionen sind da mit ihren Vermittlern aber sicher strenger als mit ihren Anhängern. Glaub nicht das da jemand was dagegen hätte wenn du nicht Pfarrer sein willst.

    Der mit dem ich mich unterhalten hat hat mir zwar erzählt, dass er das macht und seine eigene Sicht, aber ich weiß nicht inwieweit er das von seinem Job trennt. Vielleicht erzählt er es ja einfach nicht. Es war leider nur eine kurze Begegnung.

    Seine Sicht war übrigens, dass Gott in allem ist, somit auch im Zen-Buddhismus und das er dieses Mittel dann auch anwenden darf.

  • Zu Willigis Jäger sollte man aber erwähnen, dass er "sein" Zen explizit NICHT als Form des Buddhismus begreift.


    Ich zitiere ihm aus den Wikipedia-Artikel "Zen":


    „Nur das nackte Zen hat im Westen eine Chance. Der Buddhismus dürfte als Religion im Westen kaum an Boden gewinnen, wohl aber Zen. Zen wird sich inkulturieren müssen.“


    Zum Thema an sich: Ich denke das größte Problem ist weniger die Existenz oder Nichtexistenz Gottes, sondern die Frage nach der ewigen und unsterblichen Seele. Die ist im Christentum ein absolutes Dogma, ohne das die ganze Religion eigentlich keinen Sinn mehr ergibt. Genauso verliert der Buddhismus seinen Sinn, wenn man die Anatman-Lehre verwirft. Eine generelle Synthese dieser beiden Lehren ist meiner Ansicht nach nicht möglich, aber natürlich kann man in privatem Rahmen da ein gewisses "Rosinenpicken" betreiben, solange man keine Aversionen gegen Eklektizismus hat.


  • Also die kath. Kirche sieht das scheinbar anders.

    Selbst wenn das stimmt ist es uninteressant. Es geht um dich. Du willst Christ werden und nicht die Kirche. Außerdem bedeutet Christ sein nicht automatisch mit allem was die Kirche sagt einverstanden zu sein.
    Aber es ist dein Weg. Mach was du für richtig hältst.

  • "Zum Thema an sich: Ich denke das größte Problem ist weniger die Existenz oder Nichtexistenz Gottes, sondern die Frage nach der ewigen und unsterblichen Seele. Die ist im Christentum ein absolutes Dogma, ohne das die ganze Religion eigentlich keinen Sinn mehr ergibt. Genauso verliert der Buddhismus seinen Sinn, wenn man die Anatman-Lehre verwirft. Eine generelle Synthese dieser beiden Lehren ist meiner Ansicht nach nicht möglich, aber natürlich kann man in privatem Rahmen da ein gewisses "Rosinenpicken" betreiben, solange man keine Aversionen gegen Eklektizismus hat."


    Ja! Genau ... Ich brauch die Anatman-Lehre aber für mich, um das Bild eines Ganzen zu haben, außerdem erscheint mir das andere mittlerweile absurd. Ich müsste mich irgendwie zwingen das zu glauben. Und ich müsste das halt dann wieder aufgeben und wieder in die Vorstellung des getrennt seins rein.


    "Selbst wenn das stimmt ist es uninteressant. Es geht um dich. Du willst Christ werden und nicht die Kirche. Außerdem bedeutet Christ sein nicht automatisch mit allem was die Kirche sagt einverstanden zu sein.

    Aber es ist dein Weg. Mach was du für richtig hältst."


    Ja, aber ich sollte doch zumindest das glauben, was Jesus lehrt.

  • Hallo Frank,

    ... ob ihr findet, dass der christliche Glaube und der Buddhismus vereinbar sind.

    Meines Erachtens ist die Lehre Buddhas von den Vier Edlen Wahrheiten, mit der christlichen Lehre, die von der Erlösung durch Gottes Walten ausgeht, schwerlich vereinbar. Einige Punkte des Edlen Achtfachen Pfades erinnern an Teile der Zehn Gebote, und das Leben liebenden Mitgefühls wird in beiden Religionen angestrebt. Die Vier Edlen Wahrheiten, der Achtfache Pfad, und die Lehre des Nicht-Ich ist allen (mir bekannten) buddhistischen Lehrmeinungen gemein.


    Die Sichtweise (nicht nur) christlicher Mystiker und buddhistischer Yogis ist allerdings ein Schritt "darüber hinaus" ...


    LG mkha'

  • Wobei für mich der eindeutigste Punkt wirklich das mit der Vorstellung einer Seele oder eines Ich's ist.

    Inwiefern eindeutig ..?


    ich sehe es wie folgt: die Seele wird verstanden als etwas Wirkendes Immaterielles, die Lehre des Nicht-Ich basiert auf der Erkenntnis des abhängigen Entstehens (der wahren Natur allen Seins - der Leerheit)

  • Lieber Frank,


    ... ich möchte Dir gewiss nicht zu nahe treten, aber gehe ich recht in der Annahme, dass es im Prinzip weniger um die Kompatibilität der beiden Religionen an sich, sondern eher um die Kompatibilität der Lehrinhalte der christlichen Religion mit Deinem, von buddhistischen Lehrinhalten geprägten Geist geht? ...


  • Du trittst mir damit nicht zu nahe.

    Ja, die Frage ist, ob ich wieder Christ sein könnte. Ich bin als Erwachsener mit 22 getauft worden. Dann bin ich so mit 30 ausgetreten und hab Zuflucht genommen zu den drei Juwelen.

    Ich arbeite jetzt aber im sozialen Bereich - bin zufällig in dem Wohnhaus für Obdachlose gelandet, dass mein Pfarrer begründet hat und hab deshalb auch wieder das Gespräch gesucht (nach 10 Jahren). Natürlich wäre das alles super praktisch, aber ich kann dieses Weltbild eigentlich nicht annehmen. Ich glaub auch, im Moment wo ich sterben würde, würde ich sicher nicht zu Jesus Zuflucht nehmen, sondern mich auf die Leerheit der Dinge konzentrieren.

  • Danke für die freundlich offene Antworṭ, ... so verstehe ich Dich besseṛ. Ich nehme an, dass Deine Zufluchtnahme, nachdem Du erst als Erwachsener getauft wurdest, wohlüberlegt war. Nun aber könnte die Nähe zu dem Dir vertrauten Geistlichen einiges in Dir bewegt haben. Das ist verständlicḥ.


    Lasse Dir Zeit, Frank, wäge sorgsam ab, und überlege gut, ob die Erwägung, wieder zum Christentum überzutreten, eine wohl begründete ist, oder sie vordergründig mit der Person des Geistlichen und dem (Wieder-)Zugehörigkeitsgefühl zu tun haṭ. ...


    Dass Dein erneutes Konvertieren allein auf praktischen Aspekten beruhen würde, glaube ich eher nicht, (dazu bedürfte es nicht der Rücksprache mit Usern eines buddhistisch orientierten Forumṣ), doch diesen Schritt mit einem Gefühl tiefen Zweifels zu tun, würde (gemäß meiner Sicht der Dinge) weder Dir, noch dem Verhältnis zu Deinem christlichen Gesprächspartner gut tun.

  • Natürlich wäre das alles super praktisch, aber ich kann dieses Weltbild eigentlich nicht annehmen. Ich glaub auch, im Moment wo ich sterben würde, würde ich sicher nicht zu Jesus Zuflucht nehmen, sondern mich auf die Leerheit der Dinge konzentrieren.

    Das zeigt doch eigentlich deutlich, wo du dich zu Hause fühlst, oder?


    Der Zenmeister Thich Nhat Hanh hat ein gutes Buch zum Vergleich von Buddhismus und Christentum geschrieben. (Leider weiß ich nicht mehr, wie es heißt.) Vielleicht ist das was für dich.

  • Hallo Frank,


    Ich kann Deine Gründe, evtl. wieder Christ werden zu wollen nicht ganz nachvollziehen.

    Nur weil Du mal Christ warst?

    Muss man Christ sein, um sozial zu sei, oder in sozialen Organisationen mitzuarbeiten?

    :?

  • Ich hab mir überlegt, wieder Christ zu werden, daich es viele Jahre war. Ich finde auch den sozialen Aspekt gut amChristentum und die meisten sozialen Organisationen in Österreichsind halt christlich geprägt. Mich interessiert der Bereichberuflich bzw. arbeite ich in dem Bereich.

    In Deutschland muss man in die Kirche eintreten um zB. bei der Caritas zu arbeiten. Sie können Dir kündigen wenn Du in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebst, oder wenn Du Dich scheiden lässt. Ist das in Österreich auch so?

    Ich bin aus der Kirche ausgetreten weil ich die Religion nicht nachvollziehbar fand. Ein Schöpfergott, der seine Schöpfung nach dem Tod in die ewige Verdammnis schickt weil sie von Geburt an mit der Erbsünde behaftet ist. Der Dogmatismus, die Frauenfeindlichkeit, die Mission. Die Kirchen machen großartige Sozialarbeit und entlasten damit den Staat. Doch ihre Mitarbeiter müssen dafür in die Organisation eintreten und ihr Leben nach den kirchlichen Dogmen ausrichten. Ich finde das noch recht mittelalterlich. Immer wenn ich darüber nachdenke, bin ich froh dass ich ausgetreten bin.

    Das ist nur meine Meinung.

    Über die Buddhalehre dürfen wir uns nicht in Gedanken verlieren. (Kodo Sawaki)

  • Eine Religion ist ja ein Pfad. Der christliche Pfad besteht darin, die Ursache des Leides im Getrenntsein von Gott (Sünde) zu sehen, und im Vertrauen auf sein Wort ( das in der heiligen Schrift niedergelegt ist) und im Vertrauen auf das Beispiel das der Gottessohn Jesus gelegt hat, dieses Getrenntsein von Gott zu überwinden. Von daher sehe ich das Vertrauen auf die heilige Schrift da als einen zentralen Punkt an.


    Ich kann am christlichen Glauben viel anerkenneswertes finden. Und teilweise kann ich Elmente auch für mich übersetzten, weil es dazu Anküpfungspunkte in Buddhismus gibt. Aber viele Sachen sind sehr fremdartig. Die Idee eines Schöpfers, der die Welt für den Menschen gezimmert hat ist fremdartig. Die Idee eines auserwähltend Volkes und eines Stammesgottes ist fremdartig. Die Idee den Weltschöpder als einen Vater zu sehen, ist fremdartig. Die Idee das die Welt einen Herrscher und eine natürliche Schöpfungsordnung hat, ist mir fremd. Wenn ich die Bibel von vorne bis hinten durchgehen würde, und mit einem grünen Neonmarker anstreichen dürfte, was ich nachvollziehen kann, und mit einem roten Neonmarker dasjenige anstreichen müsste was sich mir sperrt, dann gäbe es wohl alle zwei drei Seiten eine grüne Stelle. Würde ich mehr grün als rot finden, dann könnte ich mich wohl als Christ sehen. So aber halt nicht.


    Von daher würde ich dir raten die komplette Bibel von vorne bis hinten durchzulesen und zu schauen, zu vieviel davon du ja sagen kannst.