Eure Philosophen

96 Antworten. Letzter Beitrag () ist von IkkyuSan.

  • Hey also ich bin bei Schopenhauer fündig geworden er war wohl der erste Deutsche Buddhist . Er ist an vielen Stellen sehr klar und gut verständlich an anderen macht er Sprachakrobatiken die wohl die wenigsten verstehen. Es ist auf jeden Fall ein lebendiges Werk das man von mehreren Seiten verstehen kann. Ansonsten denke ich Kant wäre wohl wichtig und eine wirkliche Bereicherung allerdings ist er für mich einBuch mit sieben siegeln hab nicht wirklich viel verstanden....

  • Schopenhauer zählt wohl als der "buddhistischste Philosoph". Für mich persönlich ist er sehr durchwachsen, habe nie so richtig Zugang gefunden, genauso bei Kant auch.


    Wer mich sehr inspiriert hat: Friedrich Nietzsche, Max Stirner, Martin Heidegger, Emil Cioran und Baudrillard. Wittgenstein ist auch faszinierend, verstehe ich aber fast gar nicht, aber seine Biographie ist überaus lesenswert.

  • Ich habe mal ne Zeit lang alles mögliche am Existenzialismus gelesen: Sartre, Camus, Heidegger, Kierkegaard...dann eine zeit lang versucht mich in denn Poststrukturalismus einzulesen: Butler, Derrida, Deleuze (da klappt es jetzt ein wenig), Baudrilliard (Habe ich kaum verstanden)Foucault, paar Lektüren von Zizek und von Byung Chul-Han mal da und hier... Jetzt gehe ich die Geschichte der griechischen Philosophie in einem lockeren Büchlein durch, auch sehr interessant, vor allem um sich zu vergewissern, wie weit und wie tief doch die Buddhalehre im Vergleich zu ihren Zeitgenossen ging. Ahja, ein sehr guter Einstieg in die Philosophie war für mich das kleine Buch von Thomas Nagel: Was bedeutet das alles? So, jetzt fühle ich wichtig! :grinsen:

  • Platon, Seneca, Hobbes, Locke, Hume, Voltaire, Schopenhauer, William James, John Dewey, Marcuse. Von allen nur einzelne Texte, nie das Gesamtwerk, sonst sässe ich ja heute noch dran... Mit Hegel, Nietzsche, Heidegger konnte ich nie etwas anfangen. Und dann natürlich die "Neue Frankfurter Schule" Eckhard Henscheid, Robert Gernhardt:grinsen:

    Über die Buddhalehre dürfen wir uns nicht in Gedanken verlieren. (Kodo Sawaki)

  • Schopenhauer steht bei mir über allem! "Die Welt als Wille und Vorstellung" hat mein Leben verändert wie kein anderes Buch. Nietzsche hingegen halte ich für überwertet - stilistisch zweifelsohne großartig, aber inhaltlich nicht wirklich weltbewegend. Zudem halte ich seine Fantasien von der Geburt des Übermenschen und der Negierung jeglicher Moral für sozialdarwinistischen Unfug und außerdem für völlig inkompatibel mit dem Dharma.


    Außerdem lesenswert: Martin Heidegger, Max Horkheimer, E.M. Cioran, Philipp Mainländer, Karl Popper, Mark Aurel, John Rawls (und sicher noch viele mehr).

  • So, jetzt fühle ich wichtig!

    . . . und ich glaube, darum geht es (zumindest ein kleiner Teil in uns)


    Jedenfalls, dachte ich mal so ganz flax in einer Bewerbung vor vielen Jahren als Interesse Philosophie, speziell Friedrich Hölderlin angeben zu müssen; aus der Erfahrung heraus, dass kaum ein Mensch diesen Herren versteht. . . ich mir aber schon einige Gedanken gemacht hatte (ein wenig aber nur, hüstel)


    Und wie es dann so ist, bestraft das Leben Einen sofort und mein Gegenüber hatte jahrelang Hölderlin studiert:eek::o:shock::oops:


    Auweiah, deswegen kurz, ich habe viele geerbte Philosophie Bücher gelesen; einiges konnte ich gedanklich mitnehmen, einiges habe ich getrost zur Seite gelegt. Aber um wirklich mitreden zu können, reicht das definitiv nicht um tieferen gedanklichen Austausch zu führen.


    So nebenbei empfehlen würde ich Hölderlin nur; wenn bei einem Jemand die Gedanken nicht in normalen Bahnen verlaufen.:grinsen:


    Jiddu Krishnamurti, sehr streng und klar,der gefiel ^^


    Liebe Grüße von Schneelöwin

  • Zudem halte ich seine Fantasien von der Geburt des Übermenschen und der Negierung jeglicher Moral für sozialdarwinistischen Unfug und außerdem für völlig inkompatibel mit dem Dharma.


    Ich denke auch nicht, dass er konform mit dem Dharma schreiben wollte ;)


    Ich fand seine Ansätze zum drüber nachdenken nicht schlecht. Marquis de Sade war dann noch ein Stück härter. Was ich dabei lernen konnte: Es gibt de facto Menschen, die nach diesen Philosophien (Sozialdarwinismus) leben und auch sehr oft in der Wirtschaft Führungspositionen besetzen. Man spricht da auch oft von der "dunklen Triade" als Persönlichkeitsmerkmale. Wenn stark psychopathische Züge noch dazu kommen, dann haben diese Menschen auch keinerlei Gewissen. Was Nietzsche schreibt ist also tatsächlich realitätsnah.

  • Und wie es dann so ist, bestraft das Leben Einen sofort und mein Gegenüber hatte jahrelang Hölderlin studiert:eek::o:shock::oops::rofl:

    Haha, Jetzt wirklich ohne spaß, ganz mal abgesehen davon das ich schreiben wollte: So, und jetzt fühle ich MICH wichtig, habe ich Hölderlin auch gelesen, Das bekannte Buch von ihm: Hyperion. Und bis auf wenige Momente, verstand ich nichts. Bei einem Abend unter Freunden wollte ich auch mal auf wichtig machen und meinte, ja aber Hölderlin, das ist natürlich was anderes, und der gegenüber meinte: und was ist da anders? Und ich wusste nicht wirklich was genau und es war einfach peinlich, ist wohl ein weit verbreitetes Phänomen, wie es scheint! :lol:


    Aber es gibt wirklich ein sehr großartiges Gedicht von ihm (wohl das bekannteste), das muss ich einfach mal hier posten:


    -

    Hälfte des Lebens


    Mit gelben Birnen hänget

    Und voll mit wilden Rosen

    Das Land in den See,

    Ihr holden Schwäne,

    Und trunken von Küssen

    Tunkt ihr das Haupt

    Ins heilignüchterne Wasser.


    Weh mir, wo nehm’ ich, wenn

    Es Winter ist, die Blumen, und wo

    Den Sonnenschein,

    Und Schatten der Erde?

    Die Mauern stehn

    Sprachlos und kalt, im Winde

    Klirren die Fahnen.

  • Und bis auf wenige Momente, verstand ich nichts


    Es gibt eine Sammlung der deutschen Romantik, sind 4 Bänder, hab ich mir mal auf Ebay für n 10er ersteigert. Das hilft beim Verständnis. Es geht halt alles um das "romantisieren der Realität" - genau das Gegenteil, was der Buddhismus anstrebt.

  • Ja, ich weiß im nachhineinen habe ich mich ergiebiger damit beschäftigt und einiges machte Sinn, naja Sinn im Sinne der Lyrik, des unsagbaren und doch sagbaren, du weißt schon. Allerdings ging es mir damals weniger um die Art, sondern um die altdeutsche Sprache mit der ich deutlich zu kämpfen hatte, Wahrscheinlich noch mehr, weil ich Ausländer bin. Aber danke für denn Tipp, zum Beispiel interessiert mich Novalis sehr, ich aber damals durch Hölderlin von ihm abgeschreckt war, vielleicht helfen ja die Bänder.