Alles nur simuliert?

27 Antworten. Letzter Beitrag () ist von void.

  • Außerdem: Warum denkst du sofort an Atta? Die Simulationstheorie besagt doch ganz klar, dass damit eben kein Atta gültig ist, sondern alles nur auf Bits und Bytes beruht, also auf Abhängigkeiten, auf abhängiges Entstehen.


    Neinneineinneinnein. Das zentrale Argument geht hier anders. Da ist das tiefere Wissen darum, dass alle Information (eines Kosmos zB) in einer Codierung dargestellt werden kann, die nur 2 Elemente braucht. Da gehts gar nicht um Bytes, denn ein Byte, das sind 4 Bits, soweit ich weiß.


    Ich sehe schon, warum man hier "Links zu Buddhismus" sehen kann, aber ... die kann man auch mal zu leicht sehen. Dass der Konni Zuse was begriffen hat, nichts dagegen.


    Aber so ein Riesending da draus zu machen. Vor allem, wenn diese Theorien ja wiedereinmal das HauptDing, nämlich die Erfahrung und damit das Gefühl aus der GesamtBeschreibung nehmen.


    Buddhismus heisst doch, zu begreifen, dass sich dieses 2er oder 3er Ding von hier aus abspielt. Und das in Form von Gefühlen und Bewusstsein und Begehren, u.s.w.


    Diese SimulationsTheorie ... ist die irgendwo hilfreich, in dem Sinne, das man das auf die eigene Wahrnehmung übertragen kann, so dass man sehen könnte, wie sich die "Programmierung" direkt hier abspielt?


    Ich glaube das nicht. Das sind verstandeseitle ÜberSpekulationen, da kann man schöne SciFi - Filme draus machen. Metaphysiken sind das. Versuche, eine allgemeine Welt zu erklären, die es so nicht gibt. Wer eine allgemeine Welt bastelt, bastelt auch ein atta. Darum komme ich damit an.


    Von mir aus, hast du zT auch Recht mit deinen Einschätzungen, was einen Teil der selbsternannten Buddhisten angeht, der nur in bestimmten, weil lediglich angelernten Begriffen bleiben kann, aber ich schließe mich da aus. Ich bin offen für andere nützliche Deutungen der Wirklichkeit.




    :earth:



    Wenn du so auf feste Zahlen stehst ... kuck dir mal den PK genauer an. Da könnte man ja fast das Gefühl bekommen, als wäre das wirklich nur ein einziges, gleichlaufendes, starres System: die Wirklichkeit.

  • Ein Aspekt der Simulationstheorie scheint mir beachtenswert, jenseits der Interpretation auf rein formale Vorgänge (Computer etc.)

    Mir erscheint das Menschsein als solches, in der gegenwärtigen Form - postpalaeolitisch, zunehmend zwar kybernetisch unabdingbar, jedoch dem Objekt der Betrachtung existenziell abträglich.


    Die Simulation beginnt bei leeren Worten (s.o.) und endet nicht bei der Wahl des Steuerzahlungsmittels.

    Ob man bei der Meditation richtig sitzt oder das rechte Zitat aus dem Palikanon zur Hand hat. Ob man die richtige Grenze verteidigt oder das rechte Essen zu sich nimmt.


    Ist es nicht alles Simulation?

  • Für mich ist die Welt ein kreativer Prozess, bei dem sich ganz viel ergibt. So wie sich auch am Computer aufbauend auf einfachen Strukturen viel ergeben kann. Aber auch wenn es sich ergibt ist es dann insofern "wirklich" als es reale Wirkungen zeigt. So sind die Blätter die vom Baum fallen Ergebnis tausenfacher Verkettung, aus dem Spiel von Wind und Atmosphäre und Sternen und Evolution geboren. Wenn die alten Inder die Welt als ein "kosmisches Spiel" sahen, dann enthält das ja viel Wahrheit.


    Während der Begriff "Simulation" noch darüber hinausgeht und nach Fälschung klingt - nach so tun als ob - als wäre da jemand der bewusst täuscht und die Fäden zieht. Das klingt dann sehr Science Fiction und Verschwörungstheorie.