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Wut

  • Lucky Luke
  • 22. November 2018 um 18:48
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  • Aravind
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    • 24. November 2018 um 22:51
    • #26
    Schneelöwin:

    Manchmal wird Wut auch mit Angst verwechselt.

    Das denke ich auch, aber ist Angst nicht immer die finale Ursache für Wut, Aggression, Gier und Hass?

    Liebe Grüße, Aravind

  • xiaojinlong
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    • 24. November 2018 um 22:51
    • #27

    Wut ist weder heilsam noch nicht heilsam. Genauso wie andere Emotionen, die Frage bleibt, was wir damit tun und was wir daraus schließen.

    _()_

    小金龍

  • jianwang
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    • 25. November 2018 um 09:03
    • #28
    xiaojinlong:

    Wut ist weder heilsam noch nicht heilsam. Genauso wie andere Emotionen, die Frage bleibt, was wir damit tun und was wir daraus schließen.

    Emotionen sind "Geistgestalter" … das sollte man immer beachten …

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

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    • 25. November 2018 um 09:27
    • #29
    Losang Lamo:
    Monikadie4.:

    Wut ist einfach eine Energie, die durchaus Sinn macht. ...

    Buddhistisch gesehen hab ich gelernt, Wut sei ein unheilsamer Aspekt, der einem nicht weiterhilft.

    Ja, natürlich hast Du Recht, LL, und das hab ich ja auch schon oft genug aus eigener Erfahrung beschrieben.

    Was ich damit sagen wollte, es ist ein Aspekt unserer menschlichen Natur, wütend werden zu können so wie lachen oder trauern. Und so wie es sicher auch unheilsam ist, sich nur zu amüsieren, Spaß haben zu wollen, um ständig lachen zu können, ist es eben auch unheilsam, Wut zu kultivieren. Ich schaue eben immer auf beide Seiten der Medaille und verdamme menschliche Gefühle nicht, gleichzeitig aber baue ich seit Jahrzehnten als unheilsam erkannte Gefühle ab. Das muss jemand aber erst mal einsehen. Nur weil wir was Neues lernen, z.B. durch das Interesse an der buddhistischen Lehre, haben wir das ja möglicherweise noch lange nicht verstanden, eingesehen und umgesetzt.

    _()_

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    • 25. November 2018 um 09:37
    • #30
    Losang Lamo:
    Aravind:

    Wut, oder das Anhaften an Wut? (ernst gemeinte Frage)

    Von dieser Unterscheidung hab ich noch nichts gehört - buddhistisch gesehen. Im Internet meandert natürlich dieser Mythos herum, dass man alles machen könne, solange man nicht anhafte. Aber ich glaube das nicht.

    Wenn man nicht anhaftet, dann ist man auch nicht wütend.

    Doch durchaus. An der Wut anzuhaften ist schon deshalb möglich, weil es manchen Menschen Spaß macht, wütend zu werden.

    Dazu gehörte sogar ich.

    Als ich vor 50 Jahren im Theater eine Rolle hatte, in der ich sehr wütend werden musste, war mir das nicht möglich. Ich war immer neidisch auf Frauen, die ihren Partnern mal so richtig die Leviten lesen konnten. Ich musste das richtig lernen, wütend zu werden. Der Regisseur war schon ganz verzweifelt, weil ich ihm zu lieb rüberkam. Ich habe immer für alles und jeden Verständnis gehabt und eine Erklärung gefunden. Das ist auch heute noch so. Selbst meine Tochter hat das Problem, obwohl sie damals noch nicht auf der Welt war und mich eher auch wütend kennt (als karmisch bedingt/Temperament?). Dafür musste sie in Therapie, um ihren Gefühlen richtigen Ausdruck zu verleihen. Deshalb bin ich der Meinung, dazu gehört auch Wut.

    Später habe ich an der Wut gefallen gefunden. Und in einer persönlichen Situation war meine Wut - auch aus heutiger Sicht - durchaus sinnvoll. Sie brachte all mein erlebtes Leid heraus und befreite mich von dem Gefühl der Ohnmacht.

    Erst durch die Lehre wurde mir klar, was dahinter steckt. Und seither habe ich mich allmählich von dieser Konditionierung verabschiedet. Und hafte an dem Wunsch, jemandem ordentlich die Meinung zu sagen oder anzubrüllen, nicht mehr an.

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (25. November 2018 um 09:43)

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    • 25. November 2018 um 09:40
    • #31
    Schneelöwin:

    Manchmal wird Wut auch mit Angst verwechselt.

    Eine Angst-Attacke könnte beim Schreien sogar viel lauter werden als Wut und das ist uns garnicht so bewusst, dass es in Wirklichkeit Angst ist.

    Oder auch umgekehrt unterdrückte Wut kann zu Angst werden.

    Deswegen gut hinschauen. Ist aber schwierig, mein Lehrer hat mich drauf gebracht sonst hätte ich den Unterschied nie bemerkt.

    Genau, Schneelöwin, Wut ist m.E. sogar nur Angst. Ich werde durch irgendwas in meiner (nicht vorhandenen) Persönlichkeit getroffen und fühle mich bedroht. Die Wut verhindert, dass die Angst mich lähmt.

    _()_

  • Schneelöwin
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    • 25. November 2018 um 09:49
    • #32
    Aravind:
    Schneelöwin:

    Manchmal wird Wut auch mit Angst verwechselt.

    Das denke ich auch, aber ist Angst nicht immer die finale Ursache für Wut, Aggression, Gier und Hass?

    Liebe Grüße, Aravind


    Sherab:

    Bei ungerechtfertigter Gefangenschaft und Schläge u.s.w. nützt es zwar nichts, wütend zu sein, aber es wäre schon eine große innere Stabilität nötig, um in einer solchen Situation ruhig zu bleiben.

    In dem Beispiel von Sherab ist eine normale Reaktion mMn Angst und nicht Wut.

    Wenn hier z.B. Folter droht - ist es ähnlich als stehe da ein Säbelzahntiger in der Wildness vor Dir.

    Dann wäre ein normales Aushalten oder ruhig bleiben nicht angebracht - zumal die evolutionäre Angst hoch kommen wird, da kann man dann sowieso nichts dagegen tun.

    Nur man hat wahrscheinlich keine Chance wegzulaufen; Erstarrungsreflex wäre ebenso wenig hilfreich.

    Vielleicht schreien um sich Luft zu machen, zu irritieren und zwar so laut, dass die Mäuse im hintersten Erdloch zittern.

    Nein, diese Angst hätte dann auch nichts mit Deinen aufgeführten Emotionen zu tun.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • jianwang
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    • 25. November 2018 um 10:32
    • #33

    [lz]

    Kann ein Buddha oder ein Arahant wütend werden ?[/lz]

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

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  • Lucky Luke
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    • 25. November 2018 um 10:40
    • #34
    Schneelöwin:

    Nein, diese Angst hätte dann auch nichts mit Deinen aufgeführten Emotionen zu tun.

    Vielleicht meint "Schläge" den Täter, der aus Wut Schläge verteilt und nicht das Opfer? :?

  • accinca
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    • 25. November 2018 um 10:47
    • #35
    Sherab:

    Aber dass es in anderen Berufen noch extremer ist mit dem Umplanen von Freizeit, kenne ich ja zu genügend vom Beruf meiner Frau, die in der Pflege arbeitet.

    Wir können zur Zeit jedenfalls mal wieder nur Däumchen drehen und "Nur Sitzen"

    Wer hat nochmal gesagt:

    Wer nicht zweidrittel seiner Zeit für sich hat ist ein Sklave?

  • Schneelöwin
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    • 25. November 2018 um 11:10
    • #36
    Sherab:
    Schneelöwin:

    Nein, diese Angst hätte dann auch nichts mit Deinen aufgeführten Emotionen zu tun.

    Vielleicht meint "Schläge" den Täter, der aus Wut Schläge verteilt und nicht das Opfer? :?

    Dazu vermag ich nichts zu sagen, Du sitzt ja auf der "Quelle" lieber Sherab.:)

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Aravind
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    • 25. November 2018 um 12:15
    • #37
    Schneelöwin:

    Nein, diese Angst hätte dann auch nichts mit Deinen aufgeführten Emotionen zu tun.

    Hallo Schneelöwin,

    falls sich dieser Satz auf meinen Post beziehen sollte: Dann war ich nicht klar genug!

    Wut beruht immer auf Angst (so wie @Monikadie4. auch ausgeführt hat).

    Nicht: Angst führt immer zu Wut.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • jianwang
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    • 25. November 2018 um 12:22
    • #38
    Aravind:

    Wut beruht immer auf Angst

    tja … und worauf beruht denn diese Angst ?

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

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  • hiri
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    • 25. November 2018 um 12:36
    • #39

    Dass Wut immer auf Angst beruhen soll verstehe ich nicht. Ich bin häufig wütend und häufig ängstlich, beides gemeinsam tritt aber fast nie auf (oder zumindest empfinde ich es nicht so). Wut erfüllt für mich auch 95% der Zeit - anders als Angst - keine nützliche Funktion.

  • Schneelöwin
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    • 25. November 2018 um 13:00
    • #40
    Aravind:
    Schneelöwin:

    Nein, diese Angst hätte dann auch nichts mit Deinen aufgeführten Emotionen zu tun.

    Hallo Schneelöwin,

    falls sich dieser Satz auf meinen Post beziehen sollte: Dann war ich nicht klar genug!

    Wut beruht immer auf Angst (so wie @Monikadie4. auch ausgeführt hat).

    Nicht: Angst führt immer zu Wut.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

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    Lieber Aravind,

    wenn meine Nachbarin über mir des Nachts mehrmals wöchentlich Partys feiert, würde mich das wütend machen, aber nicht ängstlich.

    Oder jemand drängelt sich in einer Warteschleife vor macht mich das auch eher wütend aber nicht ängstlich.

    Oder wie würdest Du hier Angst aufdröseln?

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Aravind
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    • 25. November 2018 um 13:56
    • #41
    Schneelöwin:

    Oder jemand drängelt sich in einer Warteschleife vor macht mich das auch eher wütend aber nicht ängstlich.

    Super Beispiel! Und was macht Dich wütend? Du könntest ja einfach sachlich reagieren und sagen: "Einen Moment, ich bin jetzt dran", und gut. Was ist das Problem, wenn sich jemand vordrängelt? Vielleicht die Angst/Sorge, nicht ernst genommen zu werden, zu kurz zu kommen, weggeschubst zu werden, nicht gesehen zu werden, zu einem Termin zu spät zu kommen (und jemanden anderen zu enttäuschen), um mal ein paar Möglichkeiten aus meiner eigenen Phantasiefilm-Kiste zu nennen.

    Markus:

    Ich bin häufig wütend und häufig ängstlich, beides gemeinsam tritt aber fast nie auf

    Genau, das ist ja der Trick (des Unbewusstseins). Die Wut ist ja gerade dazu da, die zugrundeliegende Angst nicht zu spüren, weil die oft existentieller ist (= vom Geist so eingestuft wird; nicht in Wirklichkeit, natürlich, in einer modernen Gesellschaft; kein Mensch erleidet ernsthaft Schaden, wenn sich jemand vordrängelt, höchstens das Ego. Im Überlebenskampf im Dschungel mag das ganz anders sein.).

    Um die Angst hinter der Wut aufzuspüren, hilft bei mir meist achtsame Betrachtung.

    Aber ich muss hier gar nicht recht behalten, ich will nur anregen und mich austauschen! :)

    (Und ganz egoistisch meine eigene Praxis festigen ;)).

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Schneelöwin
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    • 25. November 2018 um 14:16
    • #42
    Aravind:
    Schneelöwin:

    Oder jemand drängelt sich in einer Warteschleife vor macht mich das auch eher wütend aber nicht ängstlich.

    Super Beispiel! Und was macht Dich wütend? Du könntest ja einfach sachlich reagieren und sagen: "Einen Moment, ich bin jetzt dran", und gut. Was ist das Problem, wenn sich jemand vordrängelt? Vielleicht die Angst/Sorge, nicht ernst genommen zu werden, zu kurz zu kommen, weggeschubst zu werden, nicht gesehen zu werden, zu einem Termin zu spät zu kommen (und jemanden anderen zu enttäuschen), um mal ein paar Möglichkeiten aus meiner eigenen Phantasiefilm-Kiste zu nennen.

    Genau, das ist ja der Trick (des Unbewusstseins). Die Wut ist ja gerade dazu da, die zugrundeliegende Angst nicht zu spüren, weil die oft existentieller ist (= vom Geist so eingestuft wird; nicht in Wirklichkeit, natürlich, in einer modernen Gesellschaft; kein Mensch erleidet ernsthaft Schaden, wenn sich jemand vordrängelt, höchstens das Ego. Im Überlebenskampf im Dschungel mag das ganz anders sein.).


    Um die Angst hinter der Wut aufzuspüren, hilft bei mir meist achtsame Betrachtung.

    Aber ich muss hier gar nicht recht behalten, ich will nur anregen und mich austauschen! :)

    (Und ganz egoistisch meine eigene Praxis festigen ;)).

    Liebe Grüße,

    Aravind.

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    Ja, das mag alles so sein, trotzdem ist diese Emotion Wut (bei mir; weil man soetwas prinzipiell nicht macht)/bei Dir mögen Deine genannten Eigenschaften ja zu treffend sein , die Umgehensweise damit ist wiederum ein anderer weiterer Aspekt.

    Genauso verhält sich das mit den gesetzlichen Ruhezeiten. Das kann mal vorkommen, aber z.B. nicht mehrmals die Woche.

    Die Wut ist dann da um eine Handlung zu aktivieren, die wiederum wie Du schreibst, ja zunächst sachlich ausgeführt werden kann.

    Liebe Grüße Schneelöwin

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    3 Mal editiert, zuletzt von Schneelöwin (25. November 2018 um 14:29)

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    • 25. November 2018 um 16:13
    • #43
    jianwang:
    Aravind:

    Wut beruht immer auf Angst

    tja … und worauf beruht denn diese Angst ?

    Auf Unwissenheit als Folge von Wünschen und Befürchtungen - oder anders gesagt, Gier und Hass.

    _()_

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    • 25. November 2018 um 16:15
    • #44
    Markus:

    Dass Wut immer auf Angst beruhen soll verstehe ich nicht. Ich bin häufig wütend und häufig ängstlich, beides gemeinsam tritt aber fast nie auf (oder zumindest empfinde ich es nicht so). Wut erfüllt für mich auch 95% der Zeit - anders als Angst - keine nützliche Funktion.

    Diese Angst, die Wut auslösen mag, sitzt tiefer und beruht auf Konditionierung, sicher bereits aus der Kindheit, z.B. mangelnde Anerkennung, Verlustangst, Lieblosigkeit usw. Natürlich ist das nicht bei allen Menschen gleich, beruht aber u.a. auf meiner Erfahrung.

    _()_

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    • 25. November 2018 um 16:27
    • #45
    Schneelöwin:

    Lieber Aravind,

    wenn meine Nachbarin über mir des Nachts mehrmals wöchentlich Partys feiert, würde mich das wütend machen, aber nicht ängstlich.

    Oder jemand drängelt sich in einer Warteschleife vor macht mich das auch eher wütend aber nicht ängstlich.

    Oder wie würdest Du hier Angst aufdröseln?

    Schneelöwin:

    Ja, das mag alles so sein, trotzdem ist diese Emotion Wut (bei mir; weil man soetwas prinzipiell nicht macht)/bei Dir mögen Deine genannten Eigenschaften ja zu treffend sein , die Umgehensweise damit ist wiederum ein anderer weiterer Aspekt.

    Genauso verhält sich das mit den gesetzlichen Ruhezeiten. Das kann mal vorkommen, aber z.B. nicht mehrmals die Woche.

    Die Wut ist dann da um eine Handlung zu aktivieren, die wiederum wie Du schreibst, ja zunächst sachlich ausgeführt werden kann.

    Ich würde das so aufdröseln: Ich kenne diese Verhaltensweise. Aus meiner Beobachtung ist das ein Kontrollverhalten - also konditioniert. Die anderen sollen sich gefälligst ordentlich verhalten. Wenn ich also wütend werde, dann deshalb, weil ich Angst habe, dass andere sich nicht konform verhalten, dass ich gestört werde, nicht schlafen können werde, mein (scheinbarer) Frieden ist dahin.

    Ende der 80er Jahre habe ich lange Zeit an einem Treffen im buddhistischen Zentrum teilgenommen, in dem Rückführungen und entsprechende Heilungen vorgenommen wurde. Im Sommer war es dort sehr warm und die Flugzeuge donnerten regelmäßig über uns Meditierende hinweg. Klaus Lange, der das Ganze leitete, führte die Meditation und sagte dann: "Du (also das Geräusch) gehörst zu mir ..."

    Zu der Zeit wohnte ich noch in Winterhude, Hamburg, in einem Mietshaus mit "rücksichtlosen" Nachbarn. Irgendwann habe ich, um aus diesem Kontrollmodus rauszukommen, zu mir selbst gesagt: "Das ist mein Leben, hier wohne ich, es ist warm und trocken, ich habe ein schönes Bett und genug zu essen. Die Nachbarn gehören dazu." Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber von Stund an habe ich die Geräusche kaum noch wahrgenommen, sie gehörten dazu wie für andere vorbeifahrende S-Bahnen.

    _()_

  • Schneelöwin
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    • 25. November 2018 um 16:41
    • #46
    Monikadie4.:
    Schneelöwin:

    Lieber Aravind,

    wenn meine Nachbarin über mir des Nachts mehrmals wöchentlich Partys feiert, würde mich das wütend machen, aber nicht ängstlich.

    Oder jemand drängelt sich in einer Warteschleife vor macht mich das auch eher wütend aber nicht ängstlich.

    Oder wie würdest Du hier Angst aufdröseln?

    Schneelöwin:

    Ja, das mag alles so sein, trotzdem ist diese Emotion Wut (bei mir; weil man soetwas prinzipiell nicht macht)/bei Dir mögen Deine genannten Eigenschaften ja zu treffend sein , die Umgehensweise damit ist wiederum ein anderer weiterer Aspekt.

    Genauso verhält sich das mit den gesetzlichen Ruhezeiten. Das kann mal vorkommen, aber z.B. nicht mehrmals die Woche.

    Die Wut ist dann da um eine Handlung zu aktivieren, die wiederum wie Du schreibst, ja zunächst sachlich ausgeführt werden kann.

    Ich würde das so aufdröseln: Ich kenne diese Verhaltensweise. Aus meiner Beobachtung ist das ein Kontrollverhalten - also konditioniert. Die anderen sollen sich gefälligst ordentlich verhalten. Wenn ich also wütend werde, dann deshalb, weil ich Angst habe, dass andere sich nicht konform verhalten, dass ich gestört werde, nicht schlafen können werde, mein (scheinbarer) Frieden ist dahin.

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    Es mag ja gut sein, dass Du ein entsprechendes Kontrollverhalten mit Ängsten entwickelt hast; ich nicht.

    Liebe Grüße Schneelöwin

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  • Leonie
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    • 25. November 2018 um 16:42
    • #47

    Kommt man mit etwas in Berührung löst das ein Gefühl aus, das angenehm, unangenehm oder neutral ist.

    Die Reaktion darauf ist dann als Emotion bekannt und diese Emotionen sind Wut, Angst, Neid, Freude ....

    und sie sind Verhaltensmuster, die durch Konditionierung auch gefestigt werden.

    (Der folgende Hinweis des link ist Quatsch - denn der link zur Seite ist noch da.)

    404 Leider nimmer da!

    Nun kann ich auch mit dem in Berührung kommen, was im sogenannten Inneren sich findet - Angst, Wut, Neid, Freude etc. und das geschieht ja vor allem in der Meditation, wenn das meine abgewehrten Persönlichkeitsanteile ins Bewusstsein treten.

    Man kann das jetzt psychologisch noch weiter vertiefen, aber es geht ja im Buddhismus um die Auflösung der Konditionierungen und da ist die Übung die Gefühle zu betrachten ziemlich hilfreich, weil Gefühl vedana - der Teil des paticasamuppadha ist, der am leichtesten, weil unmittelbarsten zugänglich ist. Gefühl bedingt nämlich Verlangen - das kann sein Wut oder Angst, als Emotion auf das Gefühl. Und dann meidet man solche Situationen, Berührungen, um das Gefühl zu meiden - etc.

    In dem Text von Analayo Vom Verlangen zur Befreiung wird das sehr schön erläutert.

    vom-verlangen.pdf

    :zen:

  • Aravind
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    • 25. November 2018 um 16:54
    • #48
    Schneelöwin:

    Ja, das mag alles so sein, trotzdem ist diese Emotion Wut

    Na klar, ich wollte Dir Deine Gefühle auf keinen Fall in Abrede stellen!

    Ich wollte allgemein nur einen Hinweis geben, wo man vielleicht landet, wenn man den Ursachen der Wut nach geht. @Monikadie4. hat ja ein Beispiel genannt.

    Das heißt ausdrücklich nicht, die Wut zu negieren. Wenn Wut da ist, muss man sich achtsam und liebevoll um die Wut kümmern. Der Rest, die Ursachenforschung, kommt dann "später".

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Lucky Luke
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    • 25. November 2018 um 17:03
    • #49

    Warum vermehrt Wut das eigene Leid lt. dem Zitat?

  • Aravind
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    • 25. November 2018 um 17:37
    • #50
    Sherab:

    Warum vermehrt Wut das eigene Leid lt. dem Zitat?

    Das ist die Chance auf eine Endlosschleife! :)

    Wut ist nur ein Gefühl. Nur die Anhaftung an Wut führt zu Leid. (Quelle: zweite edle Wahrheit ;) )

    Liebe Grüße, Aravind.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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