Meditationserfahrung - Wegweiser gesucht...

3 Antworten. Letzter Beitrag () ist von NoBody.

  • Hallo zusammen,

    ich bedanke mich vorab für die Möglichkeit, die dieses Forum bietet, seine Gedanken zu den Themen wie Meditation, Buddhismus etc. mit anderen zu teilen und hoffe auf ein paar Ratschläge zu meinem Anliegen. Entschuldigt im Voraus, falls so ein ähnliches Thema bereits besteht. Forensuche hat leider nichts Passendes ergeben.

    Zum mir selbst möchte ich nicht viel sagen. Denn ich finde, es ist in diesem Zusammenhang bedeutungslos, mich als ein Individuum anzusehen. Fakt ist, dass ich definitiv volljährig bin und etwas an Lebenserfahrung mitbringe...


    Buddhismus hat mich schon immer interessiert. Außerdem habe ich 4 Jahre lang Shaolin Kung-Fu trainiert (nicht im Kloster). Ich habe auch bereits einige Meditationstechniken ausprobiert zähle mich aber definitiv zu den Anfängern, denn es fehlt mir einfach eine Menge an Fachwissen. Seit ich klar denken kann, hatte ich schon immer ein Gefühl gefangen zu sein. Gefangen in mir selbst. Der Gedanke, dass unser Universum uns viel mehr bietet als Gewohnheiten, Verpflichtungen, Gefühle usw. lässt mich einfach nicht los... Ich habe einen Weg für mich entdeckt „abzuschalten“, bin mir aber nicht sicher was ich da eigentlich tue und ob es gesundheitlich nicht schädlich ist. Denn ein Drogenabhängiger (trifft auf mich nicht zu) wird mit Sicherheit auch von vielen „tollen“ Erlebnissen/Erfahrungen erzählen können, was aber definitiv nicht fördernd für die Gesundheit ist.



    Kommen wir zu meinem eigentlichen Anliegen:

    „Meditieren“ tue ich meistens im Liegen (so kann ich mich am besten entspannen und abschalten). Durch einen Fokus auf meinen Atem und bildliche Vorstellung des Nichts/Dunkelheit in mir und Außenrum erreichte ich ein Paar Mal einen sehr merkwürdigen Zustand, der mich ehrlich gesagt etwas erschrekt hat.
    Innerhalb von Minuten (vorausgesetzt es gibt keine Störgeräusche und ich bin nicht gestresst) verliere ich das Gefühl für meinen Körper beginnend mit Füssen und Händen. Dann geht es weiter zur Brust und endet in Kopfmitte (etwas weiter oben). Oft ist dieser Vorgang mit „Wärme“ verbunden und meistens treten auch „Vibrationen“ und „Kribbeln“ im gesamten Körper. Am stärksten merke ich den Fortschritt beim Ausatmen. Mir ist aufgefallen, dass mein Herz dabei anders schlägt und ich habe selbst mit einer Pulsuhr meinen Herzschlag während dieses Vorgangs messen lassen. Puls ist tatsächlich um bis zu 20 Einheiten recht schnell gesunken (von 80 auf 60). Dazu muss man sagen, dass 80 meistens mein „Ruhepuls“ ist. Soviel zum „Stadium 1“, was ich recht schnell (abhängig von äußeren Umständen) erreichen kann.


    Im nächsten „Stadium 2“ (was ich nur sehr selten erreichen kann) kommt es für mich zu einem „Durchbruch“ und ich weiß nicht, ob ich so weiter machen soll. Plötzlich spüre ich diese bereits angesprochen Gefühle (Vibration, Kribbeln, Wärme) in mir aufsteigen. Beginnend im Bauchbereich (oder eher tiefer) über Wirbelsäule bis zum Kopf. Am Scheitel endet dieser „Weg“. Das Gefühl bleibt dort erstmal bestehen. In diesen Momenten verliere ich mich komplett und empfinde befreiende Glücksgefühle. Dieser Zustand erschreckt mich, weil ich nicht weiß ob ich weiter machen soll und ob es nicht schädlich ist. Dann wird mein Atem unruhiger (liegt vielleicht an der Angst vor dem Ungewissen...) und ich kehre wieder zurück in den „normalen“ Zustand des Seins.


    Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen durchgemacht? Ist es überhaupt eine Art Meditation und wenn ja, dann welche? Soll ich weiter machen oder es lieber sein lassen?



    Sorry, kürzer konnte ich mich leider nicht fassen.


    Liebe Grüße und Vielen Dank fürs Lesen!

  • void

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo Nobody,

    willkommen im Forum!


    Was du beschreibst, ist tatsächlich gar nicht so unüblich. Als "Meditation" kann man mehrere Dinge beschreiben, die Techniken sind vielfältig. Es klingt nach einer intensiven Technik, ich würd dir empfehlen, dir etwas Orientierung zu verschaffen. Denn solche Phänomene sind durchaus typisch, aber es ist wichtig, auf die richtige Art einen Umgang damit zu finden. In den meisten buddhistischen Meditationen wird man nicht zu viel Fokus auf die Analyse der Phänomene legen, sondern diese als Begleiterscheinungen des Prozesses sehen, und weiter der Praxis folgen.


    Ob du da weitermachen sollst oder nicht, musst du selber entscheiden. Für die meisten von uns ist Meditation förderlich, aber man kann auch mal auf schwierige Stellen stoßen, und dann ist es gut, wenn man Orientierungspunkte hat, und weiß, wie man umgehen soll mit Hindernissen.


    Ich fand z.B. das Buch "Die Praxis der Achtsamkeit" von Bhante Gunaratana ziemlich gut, weil es die Basics gut beschreibt. Es gibt aber sehr viele weitere Texte. Zudem wäre es natürlich am besten, eine erfahrene Lehrperson aufzusuchen, um solche Dinge zu besprechen... wenn man diese Möglichkeit hat.