Erlebnisrealität der Sakadagamis und Anagamis

3 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Ellviral.

  • Gibt es im Pali-Kanon oder in Sekundärliteratur Berichte darüber, was derjenige erlebt, der die Ariya-Stufe des Sakadagami und des Anagami erreicht?


    Ich meine nicht, was beim Erreichen dieser Stufe passiert, das weiß ich: Der Sakadagami schwächt die vierte und fünfte Fessel (Gier und Haß) entscheidend ab und der Anagami trennt diese beiden Fesseln endgültig durch. Meine Frage bezieht sich auf die Erlebnisrealität desjenigen, der diese Stufen erreicht.


    Der Sotapanna beispielsweise erlebt, daß sich ihm das Auge des Dhamma auftut und realisiert, daß alles, was entsteht, wieder vergeht. Dadurch werden die ersten drei Fesseln gelöst. Der Arahat erlebt die drei Schauungen, die auch Buddha erlebte, und schneidet dadurch die verbleibende sechste bis zehnte Fessel endgültig durch. Er ruft aus "Katam karaniyam" (alles, was zu tun war, ist getan).


    Gibt es ähnliche Berichte von Sakadagamis und Anagamis?

  • Zitat

    Unter jener Daseinsform aber, o Herr, in der weder der eigene noch der fremde Wille entscheidet, welche Gottheiten hat man da zu verstehen?« -


    »Die Gottheiten des Bereichs von Weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung, Sāriputta, hat man darunter zu verstehen.« -


    »Was ist nun wohl, o Herr, die Ursache, was ist der Grund, dass da gewisse Wesen beim Abscheiden aus jener Welt Rückkehrende sind, dass sie zu dieser Welt zurückkehren? Und was, o Herr, ist die Ursache, was ist der Grund, dass da gewisse Wesen beim Abscheiden aus jener Welt keine Rückkehrenden sind, dass sie nicht mehr in diese Welt zurückkehren [13]?« -


    »Da ist einer, Sāriputta, unbefreit von den niederen Fesseln und er gewinnt noch bei Lebzeiten den (Meditations-)Bereich von Weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung. Daran erfreut er sich nun, hat Verlangen danach, fühlt sich darin glücklich. Dabei verharrend, dahin geneigt, häufig darin verweilend, ohne darin nachzulassen, erscheint er nach dem Tode unter den Gottheiten des Bereichs von Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung wieder. Von dort abgeschieden, wird er ein Rückkehrender, kehrt er zurück zu dieser Welt.

    Da ist aber einer, Sāriputta, von den niederen Fesseln befreit und er gewinnt noch bei Lebzeiten den (Meditations-)Bereich von Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung. Daran erfreut er sich nun, hat Verlangen danach, fühlt sich darin glücklich. Dabei verharrend, dahin geneigt, häufig darin verweilend, ohne darin nachzulassen, erscheint er nach dem Tode unter den Gottheiten des Bereichs von Weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung wieder. Von dort abgeschieden aber, wird er kein Rückkehrender, kehrt er nicht mehr in diese Welt zurück.

    Das, o Sāriputta, ist die Ursache, das ist der Grund, dass da gewisse Wesen beim Abscheiden aus jener Welt Rückkehrende sind, dass sie zu dieser Welt zurückkehren. Und das ist die Ursache, das ist der Grund, dass da gewisse Wesen beim Abscheiden aus jener Welt keine Rückkehrende sind, dass sie nicht mehr zu dieser Welt zurückkehren.«


    Anm.:

    [13] Vgl. A.II.37, und A.III.117.

    Anguttara Nikaya IV.171-180


    Und M 66 letzter Absatz.


    Hilft das weiter?

  • bisher war ich nur mit Achtsamkeit nach Außen gerichtet und seltener nach innen. Buddha hat mir mit MN 66 deutlich gemacht das er mit Achtsamkeit meint das darauf achten was die fünf Sinneseindrücke bei mir für Gedanken, Wünsche, Verlangen wecken. Das Erinnern und leben von Erinnertem macht es leicht nicht gerade darauf achtsam zu sein das es gerade diese Gedanken sind die Fesseln immer wieder erscheinen lassen auch wenn sie für andere verrottet erscheinen mögen für mich werden es Stahlseile wenn ich meine Achtsamkeit nicht mehr nach innen lenke.