14 Antworten. Letzter Beitrag () ist von C-Jay.

  • Hallo Leute,


    Ich möchte mich hier auch mal kurz vorstellen. Ich habe mich unter dem Namen C-Jay angemeldet und ich denke es sollte auch dabei bleiben, da ich finde das mein wahrer Name eher irrelevant ist.

    Ich will auch ehrlich zu euch sein, ich bin kein praktizierender Buddhist, ich bin überzeugter Heide und daran wird sich wahrscheinlich auch nichts ändern. Dennoch war ich schon immer sehr interessiert und fasziniert von den buddhistischen Lehren und ich finde auch, das eine schließt das andere nicht aus. Mein Schwager ist Buddhist und er hat mein Interesse geweckt, zumal er oft betont hat das mein Glaube schon etwas mit dem Buddhismus gemeinsam hat.

    Ich hoffe hier viel dazu zu lernen und auch einiges auf mich zu übertragen. Ich möchte einfach das Beste aus allem heraus holen was mir hilft mich selbst zu finden.


    Ein andere Grund ist aus Recherchezwecken. Ich bin Musiker und Autor und möchte nichts falsches in meine Werke mit einfließen lasse. Deswegen hoffe ich mich hier über alles richtig zu informieren.


    Ich glaub das reicht erst mal.


    Grüße

    C-Jay

  • kilaya

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Hallo und willkommen :)


    Bin neugierig: Was genau ist Dein Hintergrund als Heide? Da gibt es ja sehr verschiedene Strömungen.


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    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Was genau ist Dein Hintergrund als Heide?

    Eigentlich kommt das von meinem Onkel. Wir wurden beide christlich erzogen, aber er hat mir beigebracht der lebendigen Natur mehr Beachtung zu schenken, so hat er mich in das Basiswissen an Mutter Natur eingeweiht. Nach diesen Lehren lebt jeder Baum, auch das Feuer und das Wasser und der Wind sind lebendig. Das ergab für mich dann schon etwas mehr Sinn.

    Es ähnelt eigentlich stark dem Elementarglauben der alten Kelten und ihre Verehrung an Mutter Natur. In der hinsicht sind die meisten heidnischen Richtungen ziemlich gleich, nur gaben manche Kulturen diversen Natuphänomenen und anderen Eigenschaften irgendwann mal Name, oder jemanden der dafür verantwortlich ist, so steht z.B. der Gott Thor für Blitz und Donner, Odin steht für Weisheit, Njörd für das Meer und Loki für Arglist.

    Ich selbst hab jetzt keinen Schrein für Mutter Natur oder Cernunnos aufgebaut, aber wenn mir mal danach ist, sprech ich mit ihnen. Denn anders als die meisten anderen Religionen sehe ich meine Götter direkt vor mir.

  • Ich finde diese Bedeutung der Götter für: ein Naturphänomen und eine Emotion oder geistige Eigenschaft sehr inspirierend. Besonders da ich im tibetischen Buddhismus auch mal einen Blick in die alte schamanische Ursprungsreligion Tibets (Bön) geworfen habe. Beim MO-Orakel nach Mipham kann man so eine Verbindung: Gottheit - Naturphänomen - geistige Eigenschaft auch ableiten, wenn man genau hinschaut.

    Und diese Verbindungen gerade bei den germanischen Göttern finde ich sehr direkt. Thor steht ja auch für Zorn (was sogar im Wort mitklingt) und sexuelle Erregung. Sowohl ein Gewitter als auch Zorn und sexuelle Erregung haben die Dynamik, ein Erregungspotential aufzubauen (beim Gewitter elektrische Ladung der Atmosphäre) und dann durch einen Trigger zu entladen. Als ich damit stark verbunden war, habe ich bei einem Gewitter ohne äußeren Anlass sowohl zornige als auch sexuelle Erregung gespürt, was für eine sehr direkte Einheit mit den Kräften spricht.

    Gerade beim tibetischen Buddhismus gibt es natürlich auch eine riesige Menge an Gottheiten, Schützern und Göttern. Bei einigen davon ist es ähnlich direkt, andere zielen auf eine andere Ebene ab. Man kann durchaus ähnlich mit den hiesigen Göttern und einigen der tibetischen Gottheiten umgehen, gerade wenn sie noch aus dem alten Bön stammen. Allerdings fehlte mir dann bei den germanischen Gottheiten die unbedingte Ausrichtung auf Buddhaschaft und Erleuchtung. Kräfte wie Thor würde ich eher bei den hohen weltlichen bzw, lokalen Schützern einordnen.

    Deswegen habe ich, als ich mit den Runen gearbeitet habe, auch für mich fehlende Kräfte aus dem Buddhismus hinzugezogen und dafür ein paar Runen umdefiniert oder eigene hinzugefügt. Dass man als "Runenkundiger" früher ein eigenes "Alphabet" hatte, ist ja durchaus nicht ungewöhnlich, daher sah ich mich dabei in einer guten Tradition. (Gestützt als Basis habe ich mich auf das ältere Futhark, ich wollte so weit zurück zum Ursprung wie möglich und von dort aus neu aufbauen...)

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  • Auch ein herzliches Willkommen von mir!:sunny:

    Ob du Heide oder Buddhist oder Hindu oder ... bist, ist egal. Solange du an buddhistischen Themen interessiert bist, bist du hier richtig.


    Wir vertreten hier alle teilweise sehr verschiedene buddhistische Richtungen. (Es gibt nicht wie im Christentum eine Hauptrichtung, deren Inhalte von einem Oberchef vorgegeben werden.) So wirst du bald merken, daß es sehr unterschiedliche Meinungen und Einstellungen zu den verschiedenen Themen gibt. Prüfe gut, ob es für dich relevant ist und übernehme nur das, was für dich passend erscheint.


    Ich wünsche dir hier bei uns viel Spaß und interessante Erkenntnisse!

    _()_ Bara

  • Hi C-Jay, willkommen!

    Wie von anderen schon gesagt - die buddhistischen Techniken und Denkweisen sind vielfältig, und da kann man sicher viel hilfreiches rausziehen, auch wenn man sich nicht voll damit identifiziert. Wünsche dir eine gute Zeit hier im Forum.

  • Dawa Tschöden , interessant, hätte nie gedacht das es so einen Mix in der Art schon gibt. Werd ich mir mal genauer anschauen wenn ich mal mehr Zeit habe :-)


    bietet dir vielleicht der Weg des Shugendo eine interessante Perspektive

    Hab mir das dazugehörige Video angeschaut. Das ist in der Tat sehr interessant, es erinnert mich stark an eine Art des Schamantums und keltischer Naturverbundenheit. Aber ich hab den Buddhismus darin noch nicht wirklich erkannt. Ist das überhaupt eine Form davon? Hab noch nie davon gehört.

    Aber vielen dank für den Tipp