Was wird wiedergeboren?

  • Die Selbstlosigkeit der Person verneint allerdings nicht die Existenz der Person, aber die Person ist lediglich eine abhängige Benennung, die auf der Grundlage der Skandhas als der Benennungsgrundlage vorgenommen wird.

    damit bleibt die Frage, wer über die Lebenszyklen hinaus Erbe der Taten ist, weiter offen

    Die Frage bleibt nur für diejenigen offen, die immer noch, aus welchen Gründen auch immer, an einem eigenständig-substantiellen Ich festhalten, obwohl es dieses nicht gibt.


    Was von Existenz zu Existenz weitergeht ist unser Bewusstseinskontinuum, das ohne Anfang und Ende ist, indem all die karmischen Prägungen, die Wirkungen unserer Handlungen sind, gespeichert sind.


    Mit dem Tod in diesem Leben trennt sich unser Bewusstseinskontinuum vom Körper dieses Lebens. Mit der Empfängnis, mit der das nächste Leben beginnt, verbindet sich unser Bewusstseinskontinuum mit einem neuen Körper. In dieser neuen Existenz als Mensch wirken sich dann die karmischen Prägungen des Bewusstseinskontinuums, die aus früheren Existenzen stammen, aus.


    Das alles ist ein völlig abhängiger Prozess in dem es keine aus sich heraus existierenden Faktoren gibt.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Was von Existenz zu Existenz weitergeht ist unser Bewusstseinskontinuum, das ohne Anfang und Ende ist, indem all die karmischen Prägungen, die Wirkungen unserer Handlungen sind, gespeichert sind.

    Ein Individuelles?

  • Mit dem Tod in diesem Leben trennt sich unser Bewusstseinskontinuum vom Körper dieses Lebens. Mit der Empfängnis, mit der das nächste Leben beginnt, verbindet sich unser Bewusstseinskontinuum mit einem neuen Körper. In dieser neuen Existenz als Mensch wirken sich dann die karmischen Prägungen des Bewusstseinskontinuums, die aus früheren Existenzen stammen, aus.

    Hm, nach M43 geht das nicht.

  • Mit dem Tod in diesem Leben trennt sich unser Bewusstseinskontinuum vom Körper dieses Lebens. Mit der Empfängnis, mit der das nächste Leben beginnt, verbindet sich unser Bewusstseinskontinuum mit einem neuen Körper. In dieser neuen Existenz als Mensch wirken sich dann die karmischen Prägungen des Bewusstseinskontinuums, die aus früheren Existenzen stammen, aus.

    Hm, nach M43 geht das nicht.

    Warum nicht?

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • M43

    Quote

    Wer da tot und abgestorben ist, o Bruder, dessen körperliche Elemente sind aufgelöst und erloschen, dessen sprachliche Elemente sind aufgelöst und erloschen, dessen geistige Elemente sind aufgelöst und erloschen, die Lebenskraft ist aufgezehrt, die Wärme verflogen, die Sinne zerstoben;

  • Ganz unerwartete kam da eine Erinnerung: Das ist die Auffassung, die Helena von Blavatskiy zu ihrer Theosophie gebracht hat. Hab ihre Hauptwerke mal regelrecht verschlungen.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Bewusstsein kann sich nicht betrachten oder beobachten, weil alles im Bewusstsein ist gibt es nichts mehr das von außer betrachten, beobachten kann. Auch Geisterobjekte müssen im Bewusstsein sein, der Betrachter der Geisterobjekte ist nicht das Bewusstsein, sondern der Geist, der seine eigenen Schöpfungen betrachtet.

    Aus m43. Interessant, das vinnana hier als Geisteszustand bezeichnet wird.

    Ich kann meinen Geist und mein vinnana beobachten - eigene Erfahrung ;)


    (Bewußtsein)

    4. "'Bewußtsein, Bewußtsein', so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von 'Bewußtsein' spricht?"

    "'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb [2] spricht man von 'Bewußtsein'. Was erfährt es? Es erfährt: 'Angenehm'; es erfährt: 'Schmerzhaft'; es erfährt: 'Weder-schmerzhaft-noch-angenehm'. 'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb spricht man von 'Bewußtsein'."

    5. "Weisheit und Bewußtsein, Freund - sind diese Geisteszustände miteinander verbunden oder getrennt? Und ist es möglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können?"

    "Weisheit und Bewußtsein, Freund - diese Geisteszustände sind miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können. Denn, was man versteht, das erfährt man, und was man erfährt, das versteht man. Deshalb sind diese Geisteszustände miteinander verbunden, nicht getrennt, und es ist unmöglich, einen dieser Zustände vom anderen zu trennen, um den Unterschied zwischen ihnen beschreiben zu können."

    6. "Was ist der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die mit einander verbunden, nicht getrennt sind?"

    "Der Unterschied, Freund, zwischen Weisheit und Bewußtsein, diesen Zuständen, die miteinander verbunden, nicht getrennt sind, ist dieser: Weisheit gilt es zu entfalten, Bewußtsein gilt es vollständig zu durchschauen."

    „Ihr selbst sollt die Anstrengung machen.

    Die Tathāgatas sind nur Lehrer.“

  • Aus m43. Interessant, das vinnana hier als Geisteszustand bezeichnet wird.


    Das würde ich nicht nur als interessant bewerten. Mit der Vorstellung eines Zustandes des Geistes, der eine bestimmte Form aufweist, oder der durch gewisse anwesende oder abwesende Bedingungen gekennzeichnet ist, kann man die Erfahrung bzw. die Beobachtungsmöglichkeit (für potentiell jeden) recht gut nachzeichnen bzw. deutlich werden lassen (meinem Urteil nach). Im Abhidhamma finden sich meiner Erinnerung nach Erläuterungen, die sich ebenfalls auf diese Verdeutlichungsart stützen (der Geist - eine durch einen Bedingungszusammenhang ‚verbundene’ Abfolge von vergänglichen Zuständen mit oder ohne Aspekt a b c d etc)

  • Dann ist Bewusstsein Selbst/Geist. Damit kann ich leben. Dann ist weder Bewusstsein noch Selbst Ich-sein. Ich-sein ist dann der Betrachter, Beobachter im Bewusstsein/Selbst/Geist, aus dem Ich-sein niemals das Ganze Bewusstsein betrachten kann.


    Das Problem ist ja, dass die Lehre ohne Widerspruch ist, dann muss ich auch bereit sein eigene Positionen aufzugeben, um nicht mit anderen, wichtigeren Daten der Lehre zu kollidieren.


    Das die Lehre widerspruchsfrei ist??? Ich habe nur einen gefunden, wenn ich nicht verstanden habe, wie der arme Sati in MN48.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Das Problem ist ja, dass die Lehre ohne Widerspruch ist, dann muss ich auch bereit sein eigene Positionen aufzugeben, um nicht mit anderen, wichtigeren Daten der Lehre zu kollidieren.


    Das die Lehre widerspruchsfrei ist??? Ich habe nur einen gefunden, wenn ich nicht verstanden habe, wie der arme Sati in MN48.

    Was soll denn da "die Lehre" sein? Wie sie Wort für Wort im PK steht? Wie sie durch dich und jeden anderen für sich ausgelegt wird? Unter Anwendung welcher Kriterien?

  • Das die Lehre widerspruchsfrei ist???

    Quote

    Dieser Pitaka kann mit einem Buch mit Rezepten verglichen werden, da die Reden zu verschiedenen Anlässen ausgelegt wurden, um den Temperamenten verschiedener Personen gerecht zu werden. Es können scheinbar widersprüchliche Aussagen gemacht werden, aber sie sollten nicht missverstanden werden, da sie vom Buddha ausgesprochen wurden, um einen bestimmten Zweck zu erfüllen; zum Beispiel würde er bei derselben Frage schweigen, wenn der Fragende nur töricht neugierig war, oder eine ausführliche Antwort geben, wenn er wusste, dass der Fragende ein ernsthafter Suchender nach der Wahrheit war.


    Ven. Narada Mahathera The Buddha and His Teachings

    „Ihr selbst sollt die Anstrengung machen.

    Die Tathāgatas sind nur Lehrer.“

  • Ich möchte nicht unhöflich sein, aber dass der PK das Wort Buddhas ist, oder etwa sein Verständnis wiedergibt, ist historisch unhaltbar. Dass die religiöse Doktrin im Theravada anders lautet, wird davon nicht berührt.

  • Ich möchte nicht unhöflich sein, aber dass der PK das Wort Buddhas ist, oder etwa sein Verständnis wiedergibt, ist historisch unhaltbar. Dass die religiöse Doktrin im Theravada anders lautet, wird davon nicht berührt.

    Das wär doch eine Grundlage.

    Die Reden des Buddha sind nicht authentisch von einem Buddha, sondern von mehreren Buddha, unzählbaren Buddha. Das hat mir immer geholfen, auch bei den Worten der Jesus.

    Damit wäre es auch besser möglich die Reden des PK als befreit von Ego das sie aufgezeichnet hat zu lesen.

    Diese wieder geborenen wieder Geburten der Wiedergeburtsdiskussion könnte man sich sparen, wenn man nur ein einziges Mal eine Sutra erarbeitet, die von metaphysischen Überlegungen weitestgehend frei ist.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • ch möchte nicht unhöflich sein, aber dass der PK das Wort Buddhas ist, oder etwa sein Verständnis wiedergibt, ist historisch unhaltbar

    Die Authentizität der Frühbuddhistischen Texte.


    (copilot)

    Die Haupterkenntnisse aus dem Dokument sind:

    • Authentizität der Texte: Die Frühbuddhistischen Texte (FBT) stammen im Wesentlichen vom Buddha oder seinen zeitgenössischen Schülern.
    • Überlieferung und Bearbeitung: Die FBT wurden über Jahrhunderte bearbeitet, wobei die Änderungen meist formaler Natur waren und die Lehre unberührt ließen.
    • Historischer Kontext: Die FBT spiegeln die politische, soziale und wirtschaftliche Situation Nordindiens vor der Nanda-Dynastie wider, was auf ihre Authentizität hinweist.
    • Methodik: Die Arbeit verwendet eine umfassende Betrachtungsweise, um die Authentizität der FBT zu untermauern, und lehnt übermäßigen Skeptizismus ab.

    Für mich schon interessant, wie die Lehre über mehrere Jahrhunderte in dieser Form auswendig gelernt und überliefert wurde.

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    „Ihr selbst sollt die Anstrengung machen.

    Die Tathāgatas sind nur Lehrer.“

  • Auch wenn man Buddha fragen und den Beweis erbringen könnte, hilft das heute nicht wie zu keiner Zeit. Erstens, weil es immer genug Zweifler gibt, zweitens, weil es immer genügend Wahrheit nicht als Meinung erkennende gibt.

    Mir geht es ausschließlich um die Reden des Buddha, als ob er heute vor mir steht. Es ist mir vollkommen egal wann er in welchen Zusammenhang er irgendwas gesagt haben soll.


    Was hat er gesagt, das mit hilft psychische Leiden zu erkennen und zu vermindern? Da gab und gibt es gewaltige Widerstände durch meine Geistesgifte. Aber nichts anderes bewirkt Buddha, Geistesgifte erkennen und sie bis zur Zerstörung verteidigen.


    Was ist jetzt für mich ein Verbessern MEINES Lebens, in dem was jemand gesagt hat.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • In Kulturen, in denen Schreiben und damit Lesen nicht verbreitet waren und sind, ist das Memorieren üblich und eine Fähigkeit, die eingeübt ist. Das kennt man auch bei uns, als mündliche Überlieferung von z.B. Geschichten. Die Gebr. Grimm haben das gesammelt und aufgezeichnet, wobei sie bei der Aufzeichnung jede Menge eigene "Verbesserungen" eingebracht haben.


    So war das auch mit dem buddhistischen Kanon - und es ist auch heute noch so, wenn ich verschiedene Übersetzer im sutta central vergleiche.


    Jede Überlieferung und Übersetzung verändert den ursprünglichen Geist und für den ernsthaft an der Befreiung Interessierten findet sich immer ein Weg durch das Ansichtengestrüpp.


    Auch die Arbeit von Sujato und Brahmali sind da nur bedingt hilfreich. Sie haben diesbezüglich auch nur Wahrscheinlichkeiten zu bieten und können die noch nicht einmal quantifizieren. Authentizität ist kein Kriterium für die Wahrheit. Allein der Selbstversuch kann doch die Echtheit der Lehre durch die Anwendung aufklären. Den skeptischen Zweifler wird das aber auch nicht überzeugen.


    Ich fände es hilfreich, wenn die AI hier einen eigenen Avatar benutzen würde.

    :zen:

    Edited once, last by Leonie ().

  • Mein Verlangen nach Hilfe ist entscheidend, um die Wahrheit zu finden, die mir meine Gier, meine Ablehnung und mein nur meine Ansicht glauben wollen, zu erkennen und abzubauen.

    Bei Texten lasse ich sie von DeepL übersetzen, manchmal sogar Deutsch in Englisch und dann wieder in Deutsch oder nehme noch ein anderes Programm.

    Mein „Gefühl“ ist inzwischen so empfindlich auf mein Geistesgift, dass ich es nicht mehr benutze, wenn mir eine Stelle nicht verständlich werden will.

    Da hilft nur: Das ist so korrekt, dringe in die Worte ein, nicht in das Verstehen Wollen des Satzes.

    Meine Arbeit ist derzeit, weiß nicht wie lange schon "derzeit" ist, die am Shinjinmei und Diamantsutra, ich weiß nicht, wie oft ich das abgebrochen und verworfen habe, weil die Referenzen. Die Realität des Dinge-Dharma, Buddha, Nagarjuna, Herzsutra im Widerspruch stehen, oder einfach nur Blödsinn, was du da zusammen denkst, schreien.

    Und dann tapst da auch noch das Traktat vom Goldlöwen rein. Der schreit nicht nur, der brüllt ohrenbetäubend.

    Leider vollkommen sinnlos für lesende, weil sie so nackt und kahl sind, das die Emotion der Schönheit großen Widerstand erzeugt. „So gefühllos ohne Mitleid kann das nicht gemeint sein!“, als ob der Tod nicht genauso ist.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Was wird wiedergeboren? Nichts wird und wurde je wiedergeboren, einzig das Leben, doch das Leben wurde nie geboren, es ist einfach so erschienen und hat alles getan um zu überleben.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • einzig das Leben, doch das Leben wurde nie geboren, es ist einfach so erschienen und hat alles getan um zu überleben.


    Einfach so? Was hat es denn alles getan um zu überleben?

  • einzig das Leben, doch das Leben wurde nie geboren, es ist einfach so erschienen und hat alles getan um zu überleben.


    Einfach so? Was hat es denn alles getan um zu überleben?

    Gebären, Alter, Krankheit, Sterben, reicht das nicht?

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • einzig das Leben, doch das Leben wurde nie geboren, es ist einfach so erschienen und hat alles getan um zu überleben.


    Einfach so? Was hat es denn alles getan um zu überleben?

    Gebären, Alter, Krankheit, Sterben, reicht das nicht?


    Wozu reichen?


    Also das Leben hat Gebären Alter und Sterben ‚getan‘ um zu überleben, ok.


    Und es ist einfach mal so erschienen? ;)