Theravadapraxis für Anfänger

  • Guten Abend,


    kurz als Vorwort: ich bin sehr vom Buddhismus angetan und informiere mich seit ca 1,5 Jahren intensiv darüber. Interessieren tun mich besonders Zen und Theravada. Im Zen habe ich vor 6 Wochen eine nette Gruppe gefunden, auch mit einem Tempel der Retreats anbietet und aus einer bekannten Japanischen linie stammt. aber ich möchte auch einmal richtig ernsthaft in den Theravada schnuppern.


    Nun zu meiner Fragestellung. In meiner Nähe (Manheim/Heidelberg) gibt es nur ein Theravadakloster (ca 1-1,5 Std Fahrt). Dieses ist wohl ein sehr authentisches Kloster mit Mönchen und Praxis, direkt aus Laos. Die Website war auf fließend Deutsch und mit einer Kontaktmail. Habe nun seit zwei Monaten Mails geschickt, die kammen alle mit Serverfehlern zurück. Dann habe ich dort angerufen (auch mehrmals) und es gingen immer fremdsprachige (wahrscheinlich Laotisch) Menschen ans Telefon, sodass nach 30sekunden jedes mal aufgelegt wurde, weil wir uns gegenseitig nicht verstanden. Das finde ich extrem frustrierend, da ich glaube, dass der Theravada buddhismus vielleicht noch besser zu mir passen würde als der zen. Hier ist es allerdings für mich wichtig, eine gute Anbindung an einen Mönch oder ähnliches zu haben, um als Laie eine ernsthafte, saubere Praxis aufzubauen. Da ich es mir leider nicht leisten kann, meinen job für ein paar monate zu verlassen um nach Thailand o.ä. in einem Kloster zu leben bzw sowieso corona ist, bin ich etwas ratlos.


    vor allem würde mich einmal interessieren, was es so für ein Grundgerüst für Laien im Theravada gibt. Habe mal etwas davon gelesen, dass es einmal wöchentlich einen Tag der einkehr gibt (an dem man ähnlich eines Mönches leben soll) und man im alltag immer auf den Atem achten soll (kenne sowas ähnliches jetzt aus dem zen, da heißt es aber nicht immer atem, sondern allgemein achtsam auf das was man tut sein), wiegesagt in einem flyer eines theravadaklosters habe ich gelesen man soll immer dem Atem folgen, egal was passiert, außer man erfährt eine Form von Gier oder Hass /anderes starkes gefühl, dann soll man dieses genau beobachten. Und wie meditiert man eigentlich im Theravada, gibt es da verschiedene arten von Meditation (z.b. metta meditation, achtsamkeits, und samadhi?), im zen lernte ich hauptsächlich die samadhi und achtsamkeitsmeditation bzw shikantaza kennen; gibt es eventuell ein gutes einführungsbuch in die theravadapraxis für laien? ähnlich eines wie die drei Pfeiler des Zen im Zen, nur halt im Theravada.

    Und dann hatte ich im forum schon ein paar mal gesehen, dass manche (gerade Theravada) Buddhisten hier einen Lehrer im ausland haben (Thailand, Laos,...) gibt es da Klöster, die auch online schulungen anbieten...?


    entschuldigt bitte die vielen Fragen, die liegen mir nur seit Wochen auf dem Herzen und wenn ich nicht gerade eine Freundin hätte und finanziell alles verlieren würde, wenn ich kündigte, wozu ich momentan nicht bereit bin, da ich keine sicherheiten habe, mitte zwanzig bin und auch meine Familie mit mehreren behinderten im Stich ließe, was auch nicht sehr nett wäre, so würde ich am liebsten direkt nach Thailand für ein paar Monate in ein Kloster ziehen und üben wollen, loszulassen, klar zu werden.


    So hoffe ich, wenigstens eine richtige Praxis hier in Dland aufbauen zu können, am schönsten wäre es natürlich , öfter in ein Kloster zu können, aber mit dem in meiner Nähe gebe ich langsam die Hoffnung auf..


    ich wünsche allen einen schönen Abend und hoffe, dass vielleicht der ein oder andere auf eine meiner Fragen einen Ratschlag findet.


    Liebe Grüße

  • Hallo!


    Ich gebe dir einen kleinen Einblick in die thailändische Waldtradition.

    Es gibt auch im Theravada verschiedene Schulen, Techniken usw.

    Viele Tempel in Deutschland sind eher was für die ausgewanderten Asiaten. Die haben (manchmal) andere Schwerpunkte.


    Als Westler würde ich nach Plätzen suchen, wo auch Europäer als Nonnen und Mönche leben.



    Ich bin damals nach Asien gegangen, weil ich mir keine längeren retreats in Europa leisten konnte.

    Ich war ein hoffnungsloser Fall, und da waren die 7 bis 10 Tage-retreats in Deutschland zu wenig.


    In Deutschland würde ich mir entweder ein Kloster (Retreatzentrum) in der Linie von Ajahn Chah oder Ayya khema suchen.

    Muttodaya, Buddha-Haus, Metta Vihara.

    Dort war für mich der Mix aus Liebender Güte und Weisheit am besten.


    Dann gäbe es auch noch die burmesische Tradition mit ihren eigenen verschiedenen Techniken.



    Derzeit wird es wohl schwierig, mit den Besuchen und Retreats, darum würde ich mir ein paar Dhammatalks anhören.


    Zum Beispiel hier

    Muttodaya WaldklosterPlease login to see this attachment.



    Ich habe ungefähr 10 Jahre lang mit einem Mantra (bud-dho) praktiziert.

    Hier eine Einführung in Englisch :

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    Hier ein paar Videos (deutsch) von meinem ersten Lehrer.

    Ich habe mehrere Monate dort geübt.


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    Es gibt tolle Bücher, aber am Anfang würde ich mir nicht mehr als 3 bis 4 Bücher besorgen.


    Eines der besten Bücher zum Thema Meditation findest Du hier (Ich finde derzeit den link nicht mehr zum downloaden.... )

    Selber Klarblick üben von Acharn Thawie Baladhammo


    Jetzt ist es natürlich schwierig, aber nach Corona rate ich Dir zumindest zu einen Vipassana-Kurs.

    Einmal 7 bis 14 Tage eine basis aufbauen, und später zuhause weiter machen.


    Ich bin damals für 3 Monate nach Asien geflogen und habe dort eine Basis für mich geschaffen, weil ich in der Nähe entweder kein Kloster hatte, oder mir keine langen Retreats leisten konnte.


    Im stressigen Alltag zu Hause konnte ich nur 2 x 30 min meditieren, dafür habe ich mir einen Tag am Wochenende genommen um 4 bis 8 Stunden zu praktizieren.

    Einmal im Jahr bin ich in ein langes Retreat gegangen.


    Sila (Infos dazu findest Du hier im forum) ist ein sehr wichtiger Punkt.

    Es macht dein Leben früher oder später leichter.

    Samadhi ist etwas sehr wichtiges am Anfang.

    Es wäre am Anfang auch ratsam wenn man gewisse Dinge reduziert (TV, Radio, Musik, Internet usw)

    Das schafft neue Möglichkeiten.


    Das sollte für den Anfang reichen.


    Ich hoffe das ich ein paar Fragen beantworten konnte.

    Hier im forum findest Du noch mehr Tipps und Ratschläge.


    Alles Gute für Dich!

  • Ich kann Dir das wärmstens empfehlen:

    Buddha-Haus Metta Vihara - YouTube

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    :)

  • Budhnik

    Ayya Khema ist sehr empfehlenswert!

    Ich selbst bin noch nicht lang im Buddhismus bzw. bin noch am Anfang. Wenn du magst, gebe ich dir mal Link's wo du kostenlos PDF Bücher lesen kannst oder diese auch kostenlos oder auf Spendenbasis bestellen kannst. Ich habe auch mir Bücher bestellt muss aber schauen, wie der Link noch mal genau heißt. Die sind Speziell Theravada Buddhismus.


    Liebe Grüße und Willkommen an Bord.

  • Vielen Dank euch! Die Videos werde ich heute mal anfangen zu schauen, ihr habt mir auf jeden Fall sehr weitergeholfen.
    Martinistweg auf die Waldtradition bin ich auch schon etwas gestoßen, von der habe ich auch den Flyer gelesen, glaube der war von Ajahn Martin (?), einem deutschstämmigen Bikkhu, der nun in dieser Tradition lebt. Fand ich sehr ansprechend.
    Priya Ayya Khema schaue ich mir auch an, danke!

    @Jyotish ja gerne :)


    ich melde mich nochmal zurück, wenn ich mir die Videos angesehen habe,


    einen schönen Tag euch!

  • Guten Morgen Budhnik


    wie versprochen, sende ich dir die Link's wo du dir Bücher aussuchen kannst.


    Hier haben wir das: Theravādanetz - Angebote (Theravada Buddhismus)

    Die Bücher dort sind auf Spendenbasis. Dort gibt es auch, wenn du Interesse an: Samadhi und Vipassana Meditation hast auch ein kleines Büchlein.


    Hier haben wir dann das: Dhamma Dana - Dhamma Dana Ebenso im Theravada Buddhismus aber auch Buddhismus allgemein!

    Bücher kann man aber auch, wenn es wegen dem Platz problematisch ist, auf PDF herunterladen.


    Hier haben wir dann das Mottodaya Waldkloster: Muttodaya Waldkloster

    Ich habe dir die Seite verlinkt, die zu den Büchern führt. Aber auch dort kannst du dich mal umschauen. Auf dieser Webseite, gibt es auch interessante Vorträge. Manche muss man aber öfters anhören um zu verstehen, worum es geht. Ich selbst, weiß auch nicht alles und muss noch mal reinhören. Auch hier sind die Bücher auf Spendenbasis. Bücher kann man aber auch, wenn es wegen dem Platz problematisch ist, auf PDF herunterladen.


    Kleiner Tipp von mir: Mach nicht zu viel auf einmal und lass dir Zeit. Ich habe diesen Fehler gemacht und wollte alles Schnell, Schnell und der Schuss ging nach hinten los und bin wieder am Anfang.


    Ich hoffe, das ich dir etwas behilflich sein kann und wünsche dir einen schönen Einstig in die Lehre Buddhas.


    Liebe Grüße an dich und an alle. Euer Jyotish

  • @Jyotish vielen lieben Dank, da habe ich jetzt ja ein sauberes Nachschlagewerk in deinem Post, wenn ich mein momentanes Buch durchhabe :)


    Martinistweg

    Ich habe mir nun das erste Video angesehen (auf engl) und muss sagen, dass es mich sehr berührt. Es ist so klar erklärt und birgt auch eine gewisse Systematik, die ich im Zen vermisse (versteht mich nicht falsch, finde Zen auch sehe ansprechend aber ich bin ein sehr lese und theorielastiger Mensch, was zwar auf Dauer auch im Theravada abgelegt werden sollte, aber gerade für den Anfang finde ich systematische erklärungen seeehr hilfreich). Also ich bin gerade sehr glücklich, diese Methoden erhalten zu haben. Dieses eine Video reicht wohl für heute, um es auch sacken zu lassen. Vielen dank nochmal, ich habe das Gefühl, so nun doch schon von daheim aus beginnen zu können, in den Theravada reinzublicken.
    Werde auch mal die Meditation mit geschlossenen Augen und Buddho ausprobieren. Ist ein schönes Mantra.
    eine Frage hätte ich: im Alltag, wie meditiert man da im Theravada? So wie ich es verstehe, ist man „einfach“ Achtsam auf augen, zunge, ohren, citta, ... (Rest entfällt mir gerade) und beobachtet wertfrei und ruft sich die Vergänglichkeit immer wieder in den Geist; ich frage mich aber, ob man auch im Alltag ständig den Atem beobachten sollte und wenn möglich mit Buddho, wahrscheinlich tut man das auf jeden Fall, wenn nichts zu Tun ist (wie im Zug oder beim Warten) aber macht man das auch dauerhaft Alltagsbegleitend? Mir ist eine Praxis für den Alltag sehr wichtig.


    Tausend Dank nochmal für eure Großzügigkeit!

  • Hallo lieber Budhnik


    ich habe hier noch eine Kleinigkeit für dich.

    buddhistisches seminar buddhismus paul debes lehrreden - Home (buddhistisches-seminar.de)

    Dort gibt es auch einige Buddhistische Literaturen ebenfalls auf Spendenbasis. Manko dort: Bestellungen können nur Telefonisch oder über dem Postweg aufgenommen werden. E-Mail ist nicht möglich. Die Personen dort sind sehr freundlich. Die Personen dort, stellen mir nun auch was zusammen, was diese mir dann zukommen lassen und für Anfänger ideal ist.

    Auch was Meditation angeht, haben die was dort. Gerne kannst du dir das auch mal anschauen. Empfehle dir, die Webseite über einen PC, Laptop oder Tablet PC aufzurufen. Denn auf Smartphone ist es nicht einfach die Webseite anschauen zu können.


    Alles Gute dir, dein Freund Jyotish.:tee::hug::buddha::buddha::klee:_()_

  • im alltag immer auf den Atem achten soll (kenne sowas ähnliches jetzt aus dem zen, da heißt es aber nicht immer atem, sondern allgemein achtsam auf das was man tut sein), wiegesagt in einem flyer eines theravadaklosters habe ich gelesen man soll immer dem Atem folgen, egal was passiert, außer man erfährt eine Form von Gier oder Hass /anderes starkes gefühl, dann soll man dieses genau beobachten

    Hallo Budhnik, die Anweisung halte ich für sinnvoll. Wenn deine Gedanken zu sehr abschweifen und es dir schwer fällt auf dem Atem zu bleiben, würd ich dir empfehlen die Gedanken zu etikettieren. Wie es Ayya Khema empfiehlt. Mögliche Etikette während Zukunft , Vergangenheit, Fantasie , unsinn etc.So lernst du "deinen" den Geist kennen. Ansonsten ist es auch sinnvoll zu schauen was dein Karma ist. Was führt bei dir zu Dukkha. Ist es Stolz ist es hass ist es mehr Anhaftung und dann über die Gegenmittel kontemplieren. Z.b bei Stolz über seine Unwissenheit kontemplieren und sich bewusst machen, was man noch nicht weiß. Bei Anhaftung über die Vergänglichkeit der Objekte mediteiren. Bei Hass über Mitgefühl etc. etc. Kannst du beschreiben was deine Schwierigkeiten sind. Bei mir war Dukkha eine Zeit so stark, das ich gar nicht sitzen konnte. Da hat mir Gehmeditation geholfen. Durch das gehen war es zumindest bei mir so das dukkha etwas abgenommen hat und ich mich besser auf das gehen konzentrieren konnte.

    Ich hab zwei Empfehlungen für dich . Das Buch von Ayyha Khema Meditation ohne Geheimniss .

    und Dukkha als Lehrmeister von Ayya Khema auf Youtube.


    Ich denke das reine eins gerichtete Meditation zu wenig ist um weiter zu kommen , deswegen ist es so wichtig sich auch mit Kontemplation zu beschäftigen.


    Ich wünsch dir einen guten Start in deine Praxis und lass dich nicht entmutigen


    Geduld, Dankbarkeit für den spirituellen Pfad kann ebenfalls helfen.


    Viele Grüße Kaimann.

  • Hallo und guten Tag,


    vielen Dank nochmal! Ich habe mir jetzt mal die von euch empfohlenen Videos angeschaut, finde ich sehr gut. Auch Ayya Khema ist sehr ansprechend, und von der gibt es ja einiges auf YouTube.


    Kaiman ich verstehe leider nicht ganz, was du mit Kontemplation meinst, ist das das Dinge Betrachten (also z.B. Körper, Geist,...) und erkennen, dass diese Dinge vergänglich sind?


    Alles in allem finde ich das sehr ansprechend, übe momentan auch Meditation nach Theravadaart (als Abwechslung zum Zazen) und auf jeden Fall ist die Handhaltung (Mudra) wesentlich angenehmer als im Zen :D

    und ich bin doch erstaunt, dass es eine Fehlinformation von Seiten meiner Zenkontakte gewesen zu sein scheint, dass der Zen alltagstauglich ist und der Theravada nicht. Denn im Endeffekt redet ja auch Ayya Khema darüber, dass wahrhaft spirituell nur derjenige sein kann, der seine Achtsamkeit über den ganzen Tag aufrechterhält und stetig den Geist beobachtet. Also wie im Zen das Versinken in jegliche Tätigkeit. Und auch die Meditationen sind im Endresultat die gleichen, ob ich es nun Shikantaza nenne oder im Theravada aufhöre meinen Atem als Stütze zu nehmen und es ohne diese Hilfe schaffe, vollkommen Aufmerksam im hier und jetzt zu sein, ist ja eigentlich das selbe, nur eine andere Terminologie und Herangehensweise. Die Ansichten über die Erleuchtung, den Umgang mit den Schriften und das Entsagende gefällt mir im Theravade etwas besser.


    Es bleibt nur ein für mich großes Problem. Das Fehlen der Sangha. Ich würde gerne auch direkte menschliche Anleitung erhalten und irgendwie eine kulturelle Verbindung haben, es gibt ja Feiertage (ich glaube, heute ist sogar einer), es gibt Bräuche. Und man lernt ja auch voneinander, kann sich über den Buddha austauschen. Und am ende (bzw am Anfang) nimmt man dann die Dreifache Zuflucht, was mir an einem gewissen Punkt, wenn ich weiß, wo ich mich wohlfühle, auch sehr wichtig wäre. Ich muss mich noch weiter über Theravadagruppen in meiner Nähe informieren, die die Tradition richtig ausleben suchen, denke, über theravadanetz oder die DBU. finde mich da nur irgendwie nicht so zurecht, naja, wird schon werden. Und irgendwann muss ich dann wohl doch mal eine Zeit lang ins Ausland gehen, wobei es halt schön wäre (relativ) Lokal eine Sangha zu haben. Und wenn es 1-2 Stunden Fahrt wären, auch okay. Nur fühle ich mich halt sehr alleine in allem und auch wenn ich ein recht autodidaktischer Typ bin, Siddhartha Gautama bin ich nun nicht und möchte den Pfad zusammen mit anderen Menschen gehen können.


    Ich höre mir als nächstes noch Dhammatalks an, so habe immerhin zuhause die Möglichkeit, weiterzumachen, und im Alltag halte ich sowieso schon seit ca einem Jahr die Achtsamkeit, 5 Silas und das tägliche Meditieren und edlen Achtfachen Pfad ein, so, wie es mir möglich ist.



    Hat jemand von euch noch ein Video, zum Thema gehmeditation. Denn da gibt es im Internet sehr viele, teilweise ziemlich verschiedene Videos, sodass ich nicht so recht weiß, was davon nun die Theravadaart ist, im gehen zu meditieren.


    Liebe Grüße und Danke!

  • Hallo lieber Budhnik


    Zu Kontemplation hätte ich was für dich:

    Videos sind von Ayya Khema:


    Zur Gehmeditation:



    Hoffe das diese Videos dir etwas weiterhelfen. Gehmeditation selbst habe ich noch nicht gemacht, daher auch wie es dein Wunsch ist, Videos in den Beitrag eingefügt.


    Liebe Grüße und viel Erfolg.

  • Hallo Budhnik,


    wenn Du Dich für sowohl Zen als auch Theravada interessierst kann ich Dir die Schriften vom thailändischen Mönch Buddhadasa Bhikkhu empfehlen.


    Buddhadasa Bhikkhu ist als Sohn eines Vaters chinesischer und einer Mutter thailändischer Abstammung in Südthailand geboren worden.

    Ich vermute das in dieser kulturellen Mischung der Ursprung für dessen Interesse am und Offenheit zum Zen liegt. Er übersetzte mit „Die Zen-Lehren des Huang Po“ das erste Zen-Werk ins Thailändische und gilt als Reformer des Theravada in Thailand.


    Hier ist ein Artikel in dem man sich gut über Buddhadasa informieren kann: Buddhadasas ökumenischer Buddhismus von Dr. Hans-Bernd Zöllner Buddhadasa erklärt die buddhistische Lehre viel im "Zen-Stil". Er mochte die Hektik und Überfrachtung der buddhistischen Tempel in Bangkok nicht und gründete mit dem Wat Suan Mokkh („Garten der Kraft der Befreiung“) einen sehr der Zen-Philosophie entsprechenden "Tempel" in Südthailand, der so rein gar nicht den traditionellen Theravada-Tempeln in Thailand entspricht und bewußt einfach gehalten ist.


    Ich habe ein paar Werke gelesen und bin sehr begeistert. Ich finde man bekommt die Essenz der Lehre sehr einfach und präzise erklärt.

    Von seinen Werken inspiriert ist auch die "Sante Asoke"-Bewegung in Thailand, die allerdings nicht als Theravada anerkannt und als Sekte bewertet wird. Mich erinnert diese Bewegung etwas an die christlichen "Amish-People".


    Hier eine kurze Beschreibung eines Retreats im Wat Suan Mokkh:


    Zitat

    Meditationsprogramm

    Ein organisiertes Retreat im Suan Mokkh dauert 10 Tage und beginnt am ersten Tag jeden Monats. Dabei wird die Ānāpānasati-Meditation („Achtsamkeit des Ein- und Ausatmens“) gelehrt. Die Teilnehmer gehen barfuß, nehmen nur eine bescheidene vegetarische Mahlzeit pro Tag ein, schlafen auf einem hölzernen Kissen und stehen morgens um 4 Uhr auf. Sie sollen während der gesamten Zeit schweigen, nicht lesen, schreiben, rauchen, Alkohol trinken oder an Sexuelles denken. Grundprinzip der Ānāpānasati ist, bewusst einzuatmen, den Atem im Körper zu spüren, bewusst wieder auszuatmen und an nichts anderes zu denken. Zum Tagesablauf gehören Meditation im Sitzen und im Gehen, Yoga, Vorträge über den Dhamma sowie das Rezitieren buddhistischer Gesänge, aber auch die Erledigung der Haushaltsaufgaben des Klosters. Bei allen Tätigkeiten, auch dem Hoffegen, Geschirrspülen oder Reinigen der Toiletten, sollen die Teilnehmer weiterhin bewusst auf ihr Atmen achten.


    (Quelle: Suan Mokkh – Wikipedia)



    Hier findest Du zahlreichen Werke von Buddhadasa Bhikkhu zum Lesen:

    www.dhamma-dana.de/autoren/buddhadasa-bhikkhu

    www.dhamma-dana.de/buecher?Buddhadasa+Bhikkhu

    Namo Tassa Bhagavato Arahato Sammāsambuddhassa

  • Kaiman ich verstehe leider nicht ganz, was du mit Kontemplation meinst, ist das das Dinge Betrachten (also z.B. Körper, Geist,...) und erkennen, dass diese Dinge vergänglich sind?

    Also ich bin auch nur ein einfacher Praktizierender und halte mich an die Anweisung von Ayyha Khema. Ich würd beim Thema Vergänglichkeit es schon ein bisschen konkreter machen. Z.b Tagesschwankungen in den Gefühlen, stimmungen beobachten . Oder wie Gedanken sich wandeln aus dem nichts kommen und dann wieder verschwinden...

    Bei mir war es so das ich eine Zeit starke Ängst hatte. Diese ängste sind nun Weg . Darüber nachdenken wie auch negative Emotionen irgendwann vergehen umgekehrt wie positive Erfahrung auch wieder vergehen.

    Oder kontemplation über Dukkha... wo tritt wann welches Dukkha auf . Z.b Unzufriedenheit... wo und wann bin ich unzufrieden...frustriert Traurig... Welche form von Leiden ist es . Der Buddha hat verschiedene formen des Leidens genannt . Z.b das Leiden am leiden.. Ich such mir immer ein Thema raus und denke erst darüber nach im Hintergrund las ich meisten die Aufmerksamkeit auf dem Körper. Ich glaube es sollte besser kein wirres nachdenken sein sondern im Einklang mit dem Atem fokussiert mit Geduld auf einem Thema bleiben und schauen was es einem zu sagen hat. Laut Ayyha Khema hängen Dukkha, Vergänglichkeit und Substanzlosigkeit so stark miteinander zusammen, dass wenn ein Aspekt erkannt ist die anderen sich auch erschließen


    Vg Kaimann

  • Hallo,


    ich meditierte jetzt einige Male nach Theravadaart und fand das auch sehr gut. Auch wo ich jetzt einige Videos von euch und noch mehr von Ayya Khema schaute, ist das wirklich ansprechend. Werde mich auch noch mit Ajahn Chah auseinandersetzen.

    Eine Frage hätte ich , an jeden der es weiß, oder direkt Martinistweg . In dem Video, was Martin gepostet hat

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    , also das erste Meditationsvideo, da sagt der Mann, dass er am Ende der Meditation die Hände zusammenlegt und ich glaube sich einmal daran erinnert, den buddhistischen Weg zu gehen, und dann Respekt erweist. Dabei sagt er etwas auf (evtl Thailändisch oder Pali oder ka?), klingt ähnlich oder gleich zu dem, was er ganz am anfang sagt, bevor seine Unterweisung losgeht, ist wohl so eine Art Gelübde oder so. Kann mir jemand sagen, was er da sagt und was das bedeutet?


    Liebe Grüße,


    Budhnik

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    Ein Dhammavortrag von Ajahn Sim, den man auch als Guided Meditation / Inspiration hernehmen kann. (Englische Übersetzung)


    Mögen wir alle Frieden finden!