Buddhismus in den Vordergrund stellen

  • Mittlerweile haben in diesem Forum nicht-buddhistische Themen stark überhandgenommen. Auch wenn es gut ist, dass es neben einem Ort der buddhistischen Lehre und Praxis eine Teeküche gibt, wo man sich auch über Alltägliches unterhalten kann, hat sich das Verhältnis in letzter Zeit immer weiter verschoben.


    Statt dass die Teeküche ein Zehntel des Raumes einnimmt, dominiert sie inzwischen. Um den Fokus wieder auf buddhistische Themen und buddhistische Praxis zu richten, haben wir eine stärkere Trennung zwischen den Bereichen geschaffen und führen unter "letzte Beiträge" und "Heiße Themen" nur noch Beiträge aus den buddhistischen Bereichen auf.


    Über weitere konstruktive Vorschläge, wie man buddhistische Themen wieder stärker in den Mittelpunkt stellen kann, würden wir uns freuen.

  • Über weitere konstruktive Vorschläge, wie man buddhistische Themen wieder stärker in den Mittelpunkt stellen kann, würden wir uns freuen.

    Nicht so einfach, ist mein erster Gedanke.


    Die Mitglieder-Struktur und der Mitglieder-Umfang der aktiven User ist recht überschaubar. Das heißt, die meisten kennen sich schon lange und die buddhistischen Themen sind weitgehend "ausdiskutiert". Dann kommen Grenzen der Gesprächsbereitschaft dazu, weil ich meine buddhistische Richtung weitgehend für mich gefunden habe, und bestimmte Dinge gar nicht mehr diskutieren möchte, beziehungsweise sie schon etliche Male diskutiert wurden.

    Weiter kommt vielleicht noch dazu, dass es, wenn Leute sich länger kennen, es eben so einen "Hallo, wie geht's denn heute so?"-Charakter bekommt.


    Es wäre also vielleicht eine Aufgabe, das Forum für Neulinge attraktiver zu machen, sodass der Kreis größer wird. Das ist schwierig würde ich sagen. Gerade bei Fragen und Threads von Neulingen wird unter den anderen (bisherigen) Forumsmitgliedern ofr schnell deutlich, dass eine gewisse Offenheit für buddhistische Linien außerhalb meiner eigenen fehlt. Daran entzünden sich oft die immer gleichen Streitigkeiten, bis sich jeder wieder in sein Schneckenhaus zurückzieht. Auf Neulinge muss das befremdlich wirken. Ich sag mal übertrieben: "Aha, das ist also Buddhismus? Na, schönen Dank auch!"


    Mehr fällt mir jetzt erstmal nicht ein dazu. Ist nicht viel, aber vielleicht ist ja was dabei...


  • Im Gegenüber ist es durch Augen-/Körperkontakt sehr viel einfacher einzuschätzen in wie weit es sich um einen Authentischen Kontakt handeln würde.


    Einen Kontakt der es ehrlich mit sich SELBST meint, ehrlich mit seinem Umfeld meint.


    Das bedeutet ein Gegenüber ernst zu nehmen, zu respektieren und zu akzeptieren in seiner Praxis, seiner Linie oder einfach seinem SEIN in diesem Moment.


    Im Internet ist dies anders und für viele gerade Anfänger auch schwerer all die Versteckten Sehnsüchte, die Schutzreaktionen und Ängste aus Textbeiträgen herauszulesen um dann auch darauf ehrlich einzugehen.


    Auch dieser Punkt wurde hier ja schon oft angeschrieben.


    Somit bleibt die Reflexion an jedem SELBST als Erinnerung mit einer Frage die aufkommt;

    dem eigentlichen Grund einer Anmeldung hier im BL.


    In Metta🙏

  • Buddhismus in den Vordergrund bringen wird nur durch Persönlichkeit in den Hintergrund bringen erreicht. Der User sollte sich wenigstens bewusst sein das er hier nur User ist weiter nichts. Alles was er hier schreibt ist eben Unbenannt, selbst der Avatar ändert nichts daran. Nur wer sein Selbst vergisst kann offen sein!


    Dafür ist dann auch eine Moderation nützlich, wie schon heute, dass eben für alle User Regeln gelten ohne Ansehen der eventuellen Person. So wie bei mir, find ich gut, einfach weg damit ohne PN oder sonst wie erklärend. Ich weiß immer was da geschehen ist. Danke!!

    Aber es ist eben wie immer OT was ich schreibe. Er wollte es nur sagen.

    Alle Gebilde sind unbeständig. Alle Gebilde sind unbeendet.

    Alle Dhammas, sind ohne beständiges, Endliches Selbst.

    Nibbana ist Frieden.

  • Mittlerweile haben in diesem Forum nicht-buddhistische Themen stark überhandgenommen.

    Das sehe ich nicht so. In der geschlossenen tibetischen Gruppe gibt es weiterhin einen sehr regen Austausch über Dharma Themen "im engeren Sinne".


    Wenn man sagt: "Im öffentlich zugänglichen Bereich des Forums" haben nicht-buddhistische Themen stark überhandgenommen" mag das

    stimmen.


    Allerdings gibt es aus meiner Sicht dann ein (altbekanntes) Abgrenzungsproblem: Was ist "buddhistisch" und was ist "unbuddhistisch"?

    Und: Ist es wirklich immer "besser", den 100. Thread über Leerheit, Wiedergeburt und Karma ("buddhistisch") aufzumachen oder ist es nicht fruchtbarer über ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema ("unbuddhistisch") zu diskutieren, das ja durchaus auch aus buddhistischem Blickwinkel betrachtet werden kann?

  • Das Beste was man gegen einen Mangel an buddhistischen Themen tun kann ist selber darüber zu schreiben. Wenn das jeder tut dem hier zu wenig Buddhistisches ist, wird sich das ändern.

  • Ich denke, dass es schon auch etwas mehr braucht. Klar kann jeder der will hier ein neues Thema anfangen. Eine große Rolle spielt aber auch das drum herum. Werden Themen schnell ins Off-Topic gezogen? Wird man schnell angegangen? Wird die Möglichkeit geboten eine Diskussion selbst zu führen, auch, wenn andere diese hier vielleicht schon geführt haben?

    _()_

  • Ich persönlich finde es wichtiger, das eine Debatte fair und informativ geführt wird, als das sie jetzt unbedingt buddistisch sein muß.


    Ich finde es auch so gut wie unmöglich zu entscheiden, ob etwas nun für den Dharma lehrreich ist oder nicht.


    Wenn etwas völlig aus dem Ruder läuft kann man das aber schon erkennen und dafür gibts hier ja auch den " Notaus " Knopf.


    _()_

  • Hier einmal, wie ich das sehe - also ein paar schnelle Punkte, kein Aufsatz. Ich beginne mit einer Anekdote:


    Vor Jahren gab es eine recht aktive Buddhaland-Meditationsgruppe bei InsightTimer, die ich sehr geschätzt habe. Da wurde nicht über Buddhismus gesprochen, sondern man saß "gemeinsam" und hat manchmal ein 'Schön, mit dir zu sitzen' ausgetauscht. Das war gut. Als ich dann auf Windows Phone wechselte, konnte ich die App lange Jahre nicht mehr nutzen. Nach einem erneuten Betriebssystemwechsel wollte ich wieder rein in die Meditationsgruppe, aber habe sie nicht mehr gefunden, gefunden habe ich dagegen dieses hier:

    Ja und nein :grinsen: Irgendwann waren die meisten weg [aus der Buddhaland-Meditationsgruppe auf InsightTimer], von den wenigen anderen kam kein Lebenszeichen, also haben wir die Gruppe gesplittet und den toten und von Mirco verlassenen Teil in "Club der Schnarchnasen" umbenannt. :moon: Die andere Gruppe ist im Laufe der Zeit von zwei auf nun drei Mitglieder angewachsen :angel: . Es werden wirklich fast alle Themen darin beleuchtet - nur um Buddhismus geht es in der Regel nicht, aber irgendwo braucht man auch mal eine Pause. ;)


    Da wurde also damals ein Meditationsraum geschaffen - weit weg von der Buddhaland-Teeküche - und der wurde dann geschlossen, weil "irgendwo braucht man auch mal eine Pause" vom Buddhismus. Ich sage nicht, das ist Buddhaland in einer Nussschale, aber es ist Buddhaland.


    Das Beste was man gegen einen Mangel an buddhistischen Themen tun kann ist selber darüber zu schreiben.


    Theoretisch ja, aber in der Praxis ist es komplizierter. Habe ich heute schon 9 Beiträge zu nicht-buddhistischen Themen geschrieben, ist es weit, weit unwahrscheinlicher, dass ich einen 10. Beitrag jetzt zu einem buddhistischen Thema, wo man vielleicht auch einmal etwas nachlesen muss/sollte, schreibe. Es wäre gut, wenn da kein Teller mit Vanillekipferl stehen würde, aber wenn er da steht, dann esse ich auch davon. Auch wenn die Orange, die auch richtig lecker ist, daneben liegt. Die Teeküche zieht knappe Ressourcen ab, was eben auch zu einem Mangel an buddhistischen Themen führt.


    ist es nicht fruchtbarer über ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema ("unbuddhistisch") zu diskutieren, das ja durchaus auch aus buddhistischem Blickwinkel betrachtet werden kann?


    Ich sehe aber nicht, dass wird dies hier wirklich tun: ein aktuelles gesellschaftspolitisches Thema aus buddhistischem Blickwinkel betrachten. Ich hatte es kürzlich versucht Bodhisattva-Gelübde und Impfverpflichtung - Allgemeines zum Buddhismus - Buddhaland Forum und es gab tatsächlich Anfeindungen, weil man so ein Thema gerade nicht buddhistisch betrachten soll. Die Wahrscheinlichkeit so etwas noch einmal anzugehen, wurde bei mir nicht gesteigert.


    Auch wenn es gut ist, dass es neben einem Ort der buddhistischen Lehre und Praxis eine Teeküche gibt


    Also nett formuliert, sage ich "eingeschränkt gut". Ich sehe nicht, dass "gut" hier eine inhärente Eigenschaft ist. Ich würde die Themenbereiche dicht machen. Da die Moderation es aber ablehnt - eben aufgrund der Charakterisierung als gut, was ihr gutes Recht ist - schlage ich ein Moratorium vor. Ab Weihnachten bis zum chinesischen Neujahr werden die nicht zum Kern gehörenden Bereiche pausiert. Ich glaube, der Vorschlag ist nicht neu. Vereinfacht gesagt, wird eines von 2 Dingen passieren:


    a) die buddhistischen Themen gehen durch die Decke oder

    b) wir erleben das große Schweigen.


    Auf b) könnte man reagieren, dass man


    c) Buddhaland schließt. Weil, was ist die Existenzberechtigung eines 'Portal für Buddhismus', wenn niemand über Buddhismus sprechen möchte oder

    d) Buddhaland offiziell eine neue Ausrichtung bekommt und jetzt ein 'Portal für Buddhisten im Alltag' o.ä. wird. Konfuzius, gefragt, was er zuerst machen würde, wenn er das Sagen hätte, meinte, er würde zuerst die Begriffe richtigstellen 正名. Also die Teeküche zum primären Aufgabengebiet ausruft, wo man nebenan auch über Buddhismus sprechen kann.


    Das Mindeste an Positivem, was das Moratorium bewirkt, falls b) eintritt, ist eine Pause für die Moderatoren. Früher hieß es einige Male, dass die Moderation überlastet ist. Ohne zu kennen, was sich hinter den Kulissen abspielt, kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Moderator durch die Moderation des Theravada-Bereiches ausgelastet ist, ganz zu schweigen von überlastet. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies auch für Zen, Tibet-Bereich gilt. Falls weiterhin eine Überlastung besteht, dann stelle ich mir vor - mehr als vorstellen kann es ja nicht sein -, dass dies vornehmlich durch die Moderation in den nicht-buddhistischen Bereich bedingt ist.


    Man wird den Fokus kaum auf den Buddhismus zurückbringen können, wenn in Griffweite die Vanillekipferl liegen.

  • Ich würde das nicht "überlastet" nennen; auch wenn es phasenweise Mitglieder gibt, mit denen man scheinbar im Dauerkonflikt ist. Wenn solche Mitglieder gleichzeitig aus dem Ruder laufen, wird es schon mal stressig. Ansonsten ist unsere ständige Suche nach Moderatoren eher dem geschuldet, dass wir gerne alle wichtigen Bereiche und größeren Schulen thematisch gut abdecken wollen.


    Ich bin nicht sicher, was ich von so einem Moratorium halten soll. Dass die "Teeküche" wichtig ist, ist nicht eine willkürliche "Ansicht der Moderation" sondern schlicht gewachsene Struktur in diesem Forum, die wir nicht einfach willkürlich zerschlagen wollen. Sie zeigt, dass das Bedürfnis da ist.


    Um diese Bereich in der Gewichtigkeit zurückzunehmen, haben wir ja schon einige Sachen geändert. Laufende Diskussionen, die die persönlichen Themenabos triggern, versanden deswegen aber nicht von heute auf morgen. Ausserdem ist die Pandemie z.B. etwas, das jeden in gravierender Weise beeinträchtigt und wo viele kontroverse Meinungen unterwegs sind. Normalerweise werden Gespräche darüber nicht moderiert, mit Faktenchecks versehen usw. Es könnte aber durchaus mehr in die Richtung gehen, sich zu überlegen, was die persönliche, aus der eigenen Praxis resultierende, buddhistische Haltung sein könnte.


    Wenn ich mir ein buddhistisches Zentrum im RL anschaue, dann gibt es praktisch immer neben Praxisräumen auch eine sozialen Bereich, eben die Teeküche, wo man locker beisammen sein kann und wo niemand die Themen vorschreibt. Allerdings würde man auch, wenn in einem Zentrum mal die Balance nicht mehr stimmt, schauen, dass Leute möglichst nicht gleichzeitig in der Teeküche quatschen, wenn es nebenan still sein soll. Allerdings ist die Frage, ob man das auf ein Forum übertragen kann, denn die Foren stören sich nicht gegenseitig, solange nicht Klatsch und Tratsch in den buddhistischen Bereichen überall einsickern.


    Auch darf man nicht vergessen, dass für viele Menschen die Teeküche vielleicht der erste Kontakt mit dem Buddhismus ist, und das weitere Interesse sich dann herausbilden kann. Auch das war hier im Forum schon zu beobachten.


    Für mich ist das eigentliche Problem nicht das Vorhandensein von lockeren Teeküche-Foren, sondern die allgemeine Diskussionskultur, die zwar besser geworden ist, aber immer noch geeignet ist, um jemand der sich frisch für den Buddhismus interessiert, abzuschrecken. Wenn wir von Leuten hören, die wieder das Forum verlassen, dann nicht weil im Salon über die Pandemie diskutiert wird, sondern weil sie in den endlosen Ping-Pong-Diskursen zwischen Anhängern verschiedener Traditionen verloren gehen, oder gar selbst doof angegangen werden.


    Was Deine Threads angeht, so ist es wichtig, nicht vorrangig auf die anderen zu schauen, und sich zu beschweren, was die anderen falsch machen. Es wäre mal zu überlegen: warum stößt praktisch JEDER Thread, den Du startest, auf bestimmte Reaktionen, die Dir nicht gefallen? Vielleicht wäre es wichtig, auch an der eigenen Kommunikation und dem eigenen Wohlwollen den Menschen gegenüber zu arbeiten, mit denen Du diskutieren möchtest. Deine Themen sind außerdem oft schon inhaltlich kontrovers, oder beinhalten eine zwingende Dialektik. Sind also nicht offen dafür, sich dynamisch in eine eigene Richtung zu entwickeln. Entwickeln sie sich nicht Deinen Vorstellungen entsprechend, ist sehr schnell Deine Geduld am Ende, was man dann auch spürt.

  • He Who Remains


    Wenn ich mich recht erinnere habe ich durchaus versucht, das Thema Impfen mit buddhistischen Argumenten zu füttern. Es war vielleicht nicht klug, das als Umfrage zu starten.


    Auch gibt es sicher andere gesellschaftliche Themen, die auch "buddhistisch" beleuchtet wurden.

  • Man wird den Fokus kaum auf den Buddhismus zurückbringen können, wenn in Griffweite die Vanillekipferl liegen.

    Ich würde sagen, das ist essenziell für buddhistische Praxis, egal ob formal oder im Alltag: sich nicht von den Vanillekipferln nebenan ablenken zu lassen und den Geist immer wieder auf das Meditationsobjekt oder die Leerheit richten. Aber Du hast schon recht: Man kann nicht von einem Forum das Gleiche erwarten, wie von der eigenen Praxis. Deswegen haben wir die Tür zwischen Praxisräumen und Teeküche ja auch jetzt verschlossen. Nicht abgeschlossen, aber auch nicht mehr sperrangelweit offen... ;)

  • Macht jemand die Chroniken dicht, auch nur Zeitweise, glaub ich nicht das ich hier wieder weitermache. Noch bin ich ja nicht bereit mich ganz auf "OneDrive" als mein "Forum" zurückzuziehen, aber es würde mir leichter fallen. Andererseits, was will ich noch hier? Ja es fällt mir immer leichter. Die Entscheidung ist eigentlich schon gefallen, dieser Thread macht es mir klar. Es freut mich jedenfalls das wenigstens ein geschlossenes Forum läuft.

    Alle Gebilde sind unbeständig. Alle Gebilde sind unbeendet.

    Alle Dhammas, sind ohne beständiges, Endliches Selbst.

    Nibbana ist Frieden.

  • Das Haupt-Kommunikationsproblem ist für mich nach wie vor: Dogmatismus.


    Dagegen hilft auch keine Rechte Rede, was ja etwas besser geworden ist.

    Dazu kommt, dass dogmatische, unflexible Gedankengebilde kaum gewinnbringend thematisiert werden können. Jede/r kennt es von sich selber: Da, wo ich innerlich starr bin, ist auch mein größter Widerstand, mir das einzugestehen. Im Gegenteil, ich WILL offen wahrgenommen werden, und werde meine Sichtweise gerade als besonders frei / tolerant deklarieren und verkaufen.


  • Ist dir grad fad? :silent:Wann zum Geier hab ich das geschrieben? Und ich war nie in einer Meditationsgruppe auf Insight Timer, ich redete von einer ganz anderen Gruppe auf Telegram (als der Messenger noch bessere Kritiken hatte - muss also ein Weilchen her sein) und die seinerzeit von Mirco gegründet wurde. Wie kommst du dazu, einfach "[aus der Buddhaland-Meditationsgruppe auf InsightTimer]" in meinen Beitrag aus der Antike einzufügen, wenn du gar nicht weißt, über welche Gruppe ich wirklich geschrieben habe? Es war jedenfalls keine Gruppe, in der meditiert wurde, sondern ein allgemeiner Erfahrungsaustauch.


    Also beruhige dich, es ist nichts Schlimmes passiert. :roll:

  • Ist dir grad fad? :silent: Wann zum Geier hab ich das geschrieben? Und ich war nie in einer Meditationsgruppe auf Insight Timer, ich redete von einer ganz anderen Gruppe auf Telegram (als der Messenger noch bessere Kritiken hatte - muss also ein Weilchen her sein) und die seinerzeit von Mirco gegründet wurde. Wie kommst du dazu, einfach "[aus der Buddhaland-Meditationsgruppe auf InsightTimer]" in meinen Beitrag aus der Antike einzufügen, wenn du gar nicht weißt, über welche Gruppe ich wirklich geschrieben habe? Es war jedenfalls keine Gruppe, in der meditiert wurde, sondern ein allgemeiner Erfahrungsaustauch.


    Lies dir den Faden, ist ja verlinkt, einmal gründlich durch. Es scheint mir, du hast damals in dem Faden etwas falsch verstanden.


    Ansonsten, danke für die Klarstellung.

  • He Who Remains


    Wenn ich mich recht erinnere habe ich durchaus versucht, das Thema Impfen mit buddhistischen Argumenten zu füttern. Es war vielleicht nicht klug, das als Umfrage zu starten.


    Auch gibt es sicher andere gesellschaftliche Themen, die auch "buddhistisch" beleuchtet wurden.

    Wenn sich Leute die dem Buddhismus zugewandt sind über ein bestimmtes Thema unterhalten... Dann ist es ein buddhistisches Thema. Was bringen all die theoretischen Auseinandersetzungen mit der Lehre, wenn man sie dann vom Alltäglichen irgendwie als etwas Abgetrenntes betrachtet? Verstehe ich nicht...

  • Dann ist ja selbst Suppe kochen buddhistisch. Kann ja tatsächlich sein. Aber wenn wir nur über die Zutaten reden, eben auch nicht.

    Und wir reden bei diesen Themen meistens nur über Zutaten und in welchem Buch sie stehen und wer das Buch geschrieben hat und kloppen uns darüber, ob der Autor glaubwürdig ist oder nicht ...

  • Es kommt schon darauf an, wie der Dharma Praktizierende sich über diese Themen unterhält. Ist er sich über seine Gefühle bewusst wenn er im Pest Thread schreibt? Bleibt er sachlich oder blafft er andere an? Wie schaut's mit der Rechten Rede aus? Unrechte Rede ist eventuell auch Dharma wenn man sich darüber im Nachhinein klar geworden ist dass sie unheilsam ist. Wenn man aber weiter fleißig unheilsame Handlungen ansammelt und sich noch nicht einmal darüber bewusst ist, dann ist das sicher kein Dharma.


    Dagyab Rinpoche hat häufig seine tibetischen Landsleute kritisiert, die bei allen möglichen Gelegenheiten unbewusst eine Malakette benutzen. Wenn sie sich nicht bewusst über die Bedeutung im Klaren wären, dann wäre das überhaupt kein Dharma.

    Edited once, last by Lucky Luke ().

    • Official Post

    Wenn sich Leute die dem Buddhismus zugewandt sind über ein bestimmtes Thema unterhalten... Dann ist es ein buddhistisches Thema. Was bringen all die theoretischen Auseinandersetzungen mit der Lehre, wenn man sie dann vom Alltäglichen irgendwie als etwas Abgetrenntes betrachtet? Verstehe ich nicht...

    Es gibt Threads, die sich über buddhistische Fragestellungen beziehen. Solche bei denen es um die Beziehung zwischen Buddhismus und Alltag gibt und solche in denen Buddhismus keine Rolle spielt. Das Problem ist nicht, dass es letzteres hier gibt, sondern dass es so dominiert.

  • Wenn sich Leute die dem Buddhismus zugewandt sind über ein bestimmtes Thema unterhalten... Dann ist es ein buddhistisches Thema. Was bringen all die theoretischen Auseinandersetzungen mit der Lehre, wenn man sie dann vom Alltäglichen irgendwie als etwas Abgetrenntes betrachtet? Verstehe ich nicht...

    Es gibt Threads, die sich über buddhistische Fragestellungen beziehen. Solche bei denen es um die Beziehung zwischen Buddhismus und Alltag gibt und solche in denen Buddhismus keine Rolle spielt. Das Problem ist nicht, dass es letzteres hier gibt, sondern dass es so dominiert.

    Dann geht doch als Moderatoren mit gutem Beispiel voran und eröffnet Threads, die Dharma Themen beinhalten. Ich kann mich nicht erinnern, dass ihr (Du und @kilaya) in jüngster Zeit solche Threads eröffnet habt.

    • Official Post

    Dann geht doch als Moderatoren mit gutem Beispiel voran und eröffnet Threads, die Dharma Themen beinhalten. Ich kann mich nicht erinnern, dass ihr (Du und @kilaya) in jüngster Zeit solche Threads eröffnet habt.

    Der Appell zu versuchen, zu schauen wie wir uns mehr auf buddhistische Themen konzentrieren können richtet sich an alle User und damit natürlich auch an mich. Aber ich sehe es nicht als Teil der Moderatorentätigkeit Threads zu eröffnen - was ich schon seit Ewigkeiten ( seit über einem Jahr) nicht mehr gemacht habe.

  • Aber ich sehe es nicht als Teil der Moderatorentätigkeit Threads zu eröffnen

    Ich habe Dich ja nun auch als User angesprochen, nicht als Moderator.

  • Dann ist ja selbst Suppe kochen buddhistisch. Kann ja tatsächlich sein. Aber wenn wir nur über die Zutaten reden, eben auch nicht.

    Und wir reden bei diesen Themen meistens nur über Zutaten und in welchem Buch sie stehen und wer das Buch geschrieben hat und kloppen uns darüber, ob der Autor glaubwürdig ist oder nicht ...

    Ja - und mir fehlt ehrlich gesagt in den öffentlichen Foren zu sehr das Vertrauen, mich intensiver zu buddhistischen Themen zu äußern. Grad die säkularen Buddhisten haben es schwer, nicht zerfleddeert zu werden, deshalb bin ich über die geschlossene Gruppe froh. Grad neulich wieder erlebt, als ein User einen Link zu einem Online-Kurs ins Forum gestellt - schon wurde die Ausbildung der Kursleiter und diese selbst spöttisch abgewertet. Nenn irgendeinen Namen und er wird zerpflückt und alles ist nichts wert, außer der eigenen Richtung, der eigenen Lehrer. Ich hab vor Jahren mal Jack Kornfield in einer Diskussion erwähnt und rieb mir nur verdutzt die Augen, wie der abgewertet wurde. Sowas muss ich nicht haben, da betreibe ich geistige Hygiene und halte mich raus.


    "Den Buddhismus in den Vordergrund stellen" - es ist viel zu häufig so, dass sich User in den Vordergrund stellen, dass sie ein enormes Fachwissen präsentieren, aber in den Diskussionen verächtlich und abwertend agieren. Bei manchen fällt mir das gehäuft auf, die warten anscheinend nur drauf, einen niederzumachen. Buddhistische Tugenden zu pflegen - Mitgefühl, Freundlichkeit etc. - scheint nicht auf ihrem Plan zu stehen.

    Versteht mich nicht falsch: Es darf ruhig Kritik geübt werden und auch mal hitziger zugehen, aber für zu manche ist es schon ein Sport geworden, andere kaltschnäuzig abzufertigen und vorzuführen. Welche Themen haben am meisten Zulauf/Antworten? Genau jene, wo kräftig rumgestritten wird und wo über zig Links und sonstigem "Beweismaterial" demonstriert wird, wie dämlich Lehrer und Anhänger einer nicht genehmen Richtung sind o. Ä.

  • Mein Interesse und Antrieb Themen die ich als Buddhismus Interessierter aufzulegen hat sich ganz abgebaut. Zum Glück.

    Es war zu oft ein Gefühl von vollkommen blöde und unwissend zu sein. Ich fühlte mich oft verspottet, was mich natürlich auch verärgert macht, dass ich die Tausend Bücher nicht kenne. Etliche der Bücher hab ich für mich und meinen Avatar übersetzt und einiges über Buddhismus erfahren, doch die Arbeit ist umsonst, wenn ich sie für Anerkennung mache. Da ist nichts. Weder im Zen, noch im Tibetischen oder im Theravada. Das ist selbstverständlich ganz und gar im Sinn der Lehre des Buddha und führt mich letzten Endes aber genau auf mich selber zurück.


    Ich bin dem Forum dankbar, dass es mir so viele Hinweise gegeben hat, die ich verfolgen konnte. Aber, wenn ich da meine Gedanken und Fragen in den Raum stellte hab ich meist festgestellt, dass die betreffenden User ganz andere Bücher gelesen haben.

    Es wird auch Zeit das ich mich zurückziehe. Ich hab überhaupt keine Fragen und mein Antworten sind zu einfach.

    Alle Gebilde sind unbeständig. Alle Gebilde sind unbeendet.

    Alle Dhammas, sind ohne beständiges, Endliches Selbst.

    Nibbana ist Frieden.