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Was versteht man im Buddhismus unter Unwissenheit

  • Kaiman
  • 9. Juni 2022 um 13:38
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1. offizieller Beitrag
  • Kaiman
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    • 9. Juni 2022 um 13:38
    • #1

    HI,

    Unwissenheit soll das Grundübel auch für die anderen Geistesgifte sein.

    Ist irgendwo erklärt was sich darunter versteht.

    Ist es die Unwissenheit der 3 Daseinsmerkmale. Oder Unwissenheit über Ursache und Wirkung.

    Schließt dieses Wissen auch das ein was man nicht wissen kann, ist Erleuchtung gleich Allwissenheit ?

    VG

  • void 9. Juni 2022 um 15:22

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Aravind
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    • 9. Juni 2022 um 17:11
    • #2

    Daseinsmerkmale. Die IMHO Ursache und Wirkung beinhalten (über Anatta)

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Monikamarie
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    • 9. Juni 2022 um 17:40
    • #3

    Hallo Kaiman,

    ich denke damit ist lediglich die Unwissenheit über Ursache und Wirkung des bedingten Entstehens, des Leidens gemeint. Natürlich auch grundsätzlich das, was wir als Glück bezeichnen.

    Denn das Verständnis davon zeigt sich so nach und nach, wenn der Nebel sich lichtet. Es reicht nicht aus, sich damit nur theoretisch zu beschäftigen, es muss erfahren, gefühlt werden.

    Allwissenheit gibt es m.E. nicht. Es ist ein Prozess, eine Entwicklung. Desto mehr ich zu wissen meine, desto mehr erkenne ich, wie wenig ich weiß.

    Der Buddha hat auf bestimmte Fragen keine Antwort gegeben. Und das aus gutem Grund. Entweder weil sie nicht beantwortbar sind oder weil er wusste, dass das in die falsche Richtung führt, sie führen zu NICHTS.

    Auf jeden Fall wusste der Buddha, dass das jede/r nur für sich selbst herausfinden kann und sogar muss. Dafür hat er den Weg gezeigt.

    _()_

  • Ochse
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    • 9. Juni 2022 um 17:43
    • #4

    Moha als eines der drei Geistesgifte (das ich mit der Übersetzung 'Verblendung' kenne) wird manchmal auch mit 'Unwissenheit' übersetzt. Laut des englischen Wikipedia-Eintrags zu 'Avidya (Buddhism)', den es leider nicht auf deutsch gibt, wird (im Theravada) moha und avidya gleichgesetzt, wobei avidya auch noch in anderen Zusammenhängen als bei den drei Geistesgiften auftauchen kann. Vielleicht sollte man also den Zusammenhang angeben, in der 'Unwissenheit' auftaucht.

  • cinnamon
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    • 9. Juni 2022 um 18:39
    • #5

    [lz]

    Ist irgendwo erklärt was sich darunter versteht.[/lz]

    Meinst du so was? Majjhima Nikāya 9 Die 4 edlen Wahrheiten ab Punkt 66 "Unwissenheit". Enthält ja auch das bedingte entstehen in der zweiten edlen Wahrheit.

  • Online
    Helmut
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    • 9. Juni 2022 um 19:01
    • #6

    Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Unwissenheit, dass man eine falsche Vorstellung von der Bestehensweise der Person und der Phänomene hat. Einem selbst erscheint es so, dass man als Person nur aufgrund eines Eigenwesens, eines uns innewohnenden "ICH" existiert. An diese Sicht hat man sich gewöhnt und deshalb glaubt man, dass man auch auf diese Weise als Person existiert. Aber dies entspricht nicht der Realität.

    Und diese Unwissenheit, die nicht mit der Realität übereinstimmt, fesselt uns an Samsara. Deshalb ist sie auch das erste Glied der zwölfgliedrigen Kette des abhängigen Entstehens, das uns immer wieder in samsarische Existenzen wirft.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Ochse
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    • 9. Juni 2022 um 19:26
    • #7

    Wie gesagt: Wenn ich es richtig verstanden habe, kann 'Unwissenheit' je nach Kontext Unterschiedliches bedeuten, wenn man nicht sehr allgemein bleiben will, wie zu Anfang des Wikipedia-Artikels ('...ignorance or misconceptions about the nature of metaphysical reality...', also 'Unwissenheit oder falsche Auffassungen über die Natur der metaphysischen Realität').

  • Sudhana
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    • 9. Juni 2022 um 21:47
    • #8

    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wikipedia ist keine zuverlässige Quelle für solche Fragen.

    Locus classicus ist hier das Vibhaṅga Sutta (SN12.2 im Thai Tipitaka bzw. 12.4 im burmesischen):


    [lz]

    Was aber, ihr Bhikkhus, ist Nichtwissen?

    Die Unkenntnis, ihr Bhikkhus, vom Leiden,

    die Unkenntnis von der Entstehung des Leidens,

    die Unkenntnis von der Aufhebung des Leidens,

    die Unkenntnis von dem Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt:

    das, ihr Bhikkhus, heißt Nichtwissen.[/lz]

    Dieselbe Aussage wie im schon genannten MN.9

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Igor07
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    • 9. Juni 2022 um 21:52
    • #9
    Zitat

    Das erste Glied: Unwissenheit

    Das erste der zwölf Glieder wird „Unwissenheit“ (tib. ma-rig-pa) genannt. Es wird üblicherweise mit „Ignoranz“ übersetzt, was ich aber nicht für eine zufriedenstellende Übersetzung halte, da sie impliziert, dass wir dumm sind. Wörtlich genommen bedeutet ma-rig-pa „Mangel an Gewahrsein“ – mit anderen Worten: Unwissenheit. Als ich vorher davon sprach, dass unser Erleben von etwas mit Verwirrung vermischt ist, bezog ich mich damit auf die Unwissenheit.

    Die 12 Glieder: Unwissenheit — Study Buddhism

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Ochse
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    • 9. Juni 2022 um 22:18
    • #10
    Sudhana:

    Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wikipedia ist keine zuverlässige Quelle für solche Fragen.

    Ich finde es intellektuell gesehen eine schöne Aufgabe, für mich selber zu entscheiden, wo mir Wikipedia weiterhilft und wo nicht. Das ist ein probates Mittel gegen Dünkelhaftigkeit.

  • Noreply
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    • 9. Juni 2022 um 22:32
    • #11

    Die Unwissenheit vom Leiden hat einen sehr tiefen Grund, warum überhaupt Leiden erscheint. Es ist die Unwissenheit vom Leben, das nicht Wissen, was Leben ist. Die eigentliche Unwissenheit ist die Ignoranz, dass es darauf keine Antwort gibt, was Leben ist. Da es keine Antwort gibt, bedingt dieses Leiden der Unwissenheit, die Entscheidungs-Absichtsgestaltung. Entscheidung führt logischerweise zum Ablehnen der anderen Möglichkeit und damit die Anhaftung an das Gewählte. Das ist das Leiden der Gestaltungen. Das ist das Leiden der Gestaltungen, das durch die Ignoranz des Nicht wissen, können bedingt ist.

    Die Unwissenheit vom Leiden hat einen sehr tiefen Grund, warum überhaupt Leiden erscheint. Es ist die Unwissenheit vom Tod, das nicht Wissen, was Tod ist. Die eigentliche Unwissenheit ist die Ignoranz, dass es darauf keine Antwort gibt, was Tod ist. Da es keine Antwort gibt, bedingt dieses Leiden der Unwissenheit, die Entscheidungs-Absichtsgestaltung. Entscheidung führt logischerweise zum Ablehnen der anderen Möglichkeit und damit die Anhaftung an das Gewählte. Das ist das Leiden der Gestaltungen, das durch die Ignoranz des Nicht wissen, können bedingt ist.

    Das sich für eine Möglichkeit entscheiden. Aus dem Dilemma der Ambivalenz des nicht wissen können, der Mensch kann es nicht ertragen, dass es keine Antwort gibt, erzeugt die Kette des bedingten Entstehens von Leiden. Er muss sich entscheiden für eine Richtung und Absicht.

    Welche Leiden das sind wird von Buddha klar genannt.

    Wiederwerden, Geburt ist eine Bedingung für das Zustandekommen von Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.

    3 Mal editiert, zuletzt von Noreply (9. Juni 2022 um 22:40)

  • Sudhana
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    • 10. Juni 2022 um 08:43
    • #12
    Ochse:

    Ich finde es intellektuell gesehen eine schöne Aufgabe, für mich selber zu entscheiden, wo mir Wikipedia weiterhilft und wo nicht.

    Natürlich. Das bleibt Dir ja unbenommen, auch wenn man sich natürlich fragen kann, inwiefern Falschinformationen weiterhelfen, wenn sie nicht korrigiert werden. Problematisch wird es halt, wenn diese Falschinformationen dann hier im Forum weiter verbreitet werden. Aber vielleicht magst Du ja näher erläutern, was man unter "nature of metaphysical reality" verstehen soll. Klingt für mich zunächst mal nach dem Horn eines Hasen.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Ochse
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    • 10. Juni 2022 um 08:56
    • #13

    Ach, an der 'nature of metaphysical reality' liegt's?! Ich war eigentlich der Meinung, es sei durch meine Formulierung klar, dass ich diese 'Definition' (wenn man's denn so bezeichnen will) nicht sonderlich hilfreich finde. Nicht mal im eigentlichen Sinne 'falsch', aber irgendwie so 'beliebig', dass ich zur Not sogar eine falsche Zutat in einem Kochrezept als 'ignorance about the nature of metaphysical reality' bezeichnen könnte.

    2 Mal editiert, zuletzt von Ochse (10. Juni 2022 um 09:07)

  • Noreply
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    • 10. Juni 2022 um 09:39
    • #14
    Sudhana:
    Ochse:

    Ich finde es intellektuell gesehen eine schöne Aufgabe, für mich selber zu entscheiden, wo mir Wikipedia weiterhilft und wo nicht.

    Natürlich. Das bleibt Dir ja unbenommen, auch wenn man sich natürlich fragen kann, inwiefern Falschinformationen weiterhelfen, wenn sie nicht korrigiert werden. Problematisch wird es halt, wenn diese Falschinformationen dann hier im Forum weiter verbreitet werden. Aber vielleicht magst Du ja näher erläutern, was man unter "nature of metaphysical reality" verstehen soll. Klingt für mich zunächst mal nach dem Horn eines Hasen.

    Es ist unwichtig, ob es „Falschmeldungen“ sind! Es geht darum für mich mit meinem Leben die Meldungen zu prüfen.

    Wo wäre ich gelandet, wenn ich Deine inzwischen Jahrzehnte andauernden Meldungen nicht selber überprüft hätte?

    Sicherlich nicht immer noch für Dich unverständlich.

  • Online
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    • 10. Juni 2022 um 10:48
    • Offizieller Beitrag
    • #15

    Die größte Gefahr besteht wohl darin, dass man Unwissenheit rein als einen Mangel an intektiuellen "wissen über" versteht.

    Aber während es ja gar nicht so schwer ist, intelektuell nachzuvollziehen, das alles vergänglich ist, dass das ich eine Illusion ist oder das Hier verhängnisvoll ist, ist sehr schwer ein so tiefes Verständnis zu gewinnen, dass das in Fleisch und Blut übergegangen ist

    Von daher ist das Korrigieren falscher bewußter Ansichten nur die Spitze des Eisbergs. Und drunter ist Unwissenheit mehr so etwas wie ein falsches Handlungsmuster. Es gibt ja das Bild des Zähmen und Anbinden eines wilden Elefanten.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Noreply
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    • 10. Juni 2022 um 11:05
    • #16

    Es geht ja immer um die ganz eigene Unwissenheit, die meistens von Verlangen nach sicherem, stabilen Wissen begleitet ist. Vergänglichkeit nicht nur auf die Objekte der Realität zu lenken, ist wichtig. Die eigenen geistigen Welten sich eben auch vergänglich und wie ich festgestellt habe viel schneller als irgendein Ding.:D;)

  • Hajobo
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    • 10. Juni 2022 um 12:13
    • #17

    Wenn man M 9 (cinnamons link oben) gründlich studiert- und verstanden hat, sollte die Frage eigentlich beantwortet sein, scheint mir.

    Ich weiß nicht, was ich bin; ich bin nicht, was ich weiß: Ein Ding und doch kein Ding, ein Pünktchen und ein Kreis. (Angelus Silesius)

  • Monikamarie
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    • 10. Juni 2022 um 12:28
    • #18

    Das hat Sudhana nicht nur verlinkt, sondern zitiert.

    _()_

  • cinnamon
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    • 10. Juni 2022 um 13:45
    • #19

    Sudhana hat es verlinkt und zitiert aus der Vibhanga Sutta, ich hab's grob zusammengefasst aus MN9 und verlinkt. War zu faul zum zitieren.

    Ob man es versteht ist eine andere Frage mMn. Ich würde es nicht allein aus den paar Zeilen heraus verstehen. Andere Sutten erklären einiges detaillierter. Sind auf jedenfall richtige Wegweiser :)

    Einmal editiert, zuletzt von cinnamon (10. Juni 2022 um 14:09)

  • Online
    Helmut
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    • 10. Juni 2022 um 14:14
    • #20
    Sudhana:

    Locus classicus ist hier das Vibhaṅga Sutta (SN12.2 im Thai Tipitaka bzw. 12.4 im burmesischen):

    [lz]

    Was aber, ihr Bhikkhus, ist Nichtwissen?

    Die Unkenntnis, ihr Bhikkhus, vom Leiden,

    die Unkenntnis von der Entstehung des Leidens,

    die Unkenntnis von der Aufhebung des Leidens,

    die Unkenntnis von dem Weg, der zur Aufhebung des Leidens führt:

    das, ihr Bhikkhus, heißt Nichtwissen.

    [/lz]
    Alles anzeigen
    cinnamon:

    Ob man es versteht ist eine andere Frage mMn. Ich würde es nicht allein aus den paar Zeilen heraus verstehen. Dann wäre ich ja befreit. Andere Sutten erklären einiges detaillierter. Sind auf jedenfall richtige Wegweiser :)

    Der nächste Schritt wäre ja zu klären was diese vier Aussagen inhaltlich bedeuten.

    Wodurch ist

    die Unkenntnis vom Leiden,

    die Unkenntnis von der Entstehung des Leidens,

    die Unwissenheit von der Aufhebung des Leidens

    die Unkenntnis vom Wege, der zur Aufhebung des Leidens führt

    konkret bestimmt?

    Weiterhin ist ja diese Unwissenheit über die vier edlen Wahrheiten nicht die Unwissenheit, die das erste Glied des Gesetzes von der ursprünglichen Entstehung bildet (SN12.1).

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Aravind
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    • 10. Juni 2022 um 14:32
    • #21
    void:

    Die größte Gefahr besteht wohl darin, dass man Unwissenheit rein als einen Mangel an intektiuellen "wissen über" versteht.

    Genau, diese Gefahr besteht sogar für die gesamte Lehre, denke ich.

    Deshalb verwende ich lieber Verblendung statt Unwissenheit. Wir leben in einer Illusion, halten Unbeständiges für Beständig und bauen unsere Sicherheit und unser Glück darauf auf. Und als Gipfel denken wir, dass das, was wir Ich und Selbst nennen, auch beständig und dauerhaft ist.

    Wissen ist sehr hilfreich, aber am Ende muss man immer wieder genau hinschauen, um diese Vorurteile zu überwinden.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • cinnamon
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    • 10. Juni 2022 um 14:38
    • #22
    Helmut:

    Weiterhin ist ja diese Unwissenheit über die vier edlen Wahrheiten nicht die Unwissenheit, die das erste Glied des Gesetzes von der ursprünglichen Entstehung bildet (SN12.1).

    Was ist der Unterschied?

  • Online
    Helmut
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    • 10. Juni 2022 um 14:56
    • #23

    Die Unwissenheit, die das erste Glied des zwölfgliedrigen Gesetzes von der ursprünglichen Entstehung bildet, ist fundamentaler, grundlegender als die Unwissenheit über die vier edlen Wahrheiten.

    Sie bildet die Grundlage für die Unwissenheit über die vier edlen Wahrheiten und wird zum Beispiel in MN 2 mit den Trieben in Verbindung gesetzt. Diese Unwissenheit ist als Geistesfaktor selbst ein Trieb und fesselt uns deshalb an Samsara., so lange wir sie nicht überwunden haben.

    Erst wenn wir diese grundlegende Unwissenheit, die uns an Samsara fesselt, überwinden, werden wir auch die Unwissenheit bezüglich der vier edlen Wahrheiten vollständig aufgeben können.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
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    • 10. Juni 2022 um 14:58
    • #24
    cinnamon:
    Helmut:

    Weiterhin ist ja diese Unwissenheit über die vier edlen Wahrheiten nicht die Unwissenheit, die das erste Glied des Gesetzes von der ursprünglichen Entstehung bildet (SN12.1).

    Was ist der Untersc

    Kannst ja mal versuchen das zu verstehen.

    Was versteht man im Buddhismus unter Unwissenheit

    Das ist ein Ergebnis vom Durcharbeiten des SN 12.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (10. Juni 2022 um 15:06)

  • Igor07
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    • 10. Juni 2022 um 15:29
    • #25
    Helmut:

    Erst wenn wir diese grundlegende Unwissenheit, die uns an Samsara fesselt, überwinden, werden wir auch die Unwissenheit bezüglich der vier edlen Wahrheiten vollständig aufgeben können.

    Danke, das war so... immer meine Frage, wie im Hintergrund.

    Helmut:

    Die Unwissenheit, die das erste Glied des zwölfgliedrigen Gesetzes von der ursprünglichen Entstehung bildet, ist fundamentaler, grundlegender als die Unwissenheit über die vier edlen Wahrheiten.

    Das wäre eher der Grund( Die Weise), wie unseres Bewusstsein und die Art der Wahrnehmung auf der bestummten Art die "Dinge" und die eigene "Person" zu sehen scheint zu funktionieren...

    Das liegt auf sehr tieferen Ebene als die "Unwissenheit" über die vier edlen Wahrheiten.

    *lach* Gefällt mir, wie viel mal ich hatte schon die Antworten auf meine persönliche Fragen wie "umsonst" bekommen.

    Aber was ich sagen wollte, diese so grudlegende , wie Helmut ausdrückte, die "Unwisenheit" ist so wie der Schutz-Mechanismus , um einfach normal in der Gesellscchsft zu funktionieren.

    Im einem Buch von Lama Yesche, wenn ich mich nicht irre, er sagt in einem Vortrag, dass diese richtige Beseitigung über diese wie Fehl-Wahrnehmung sei sehr oft sehr schmerzhaft ( besonders bei den Schülern aus dem Westen ) verläuft, dann man sollte an diese neue Art anders alles zu sehen, ein wenig zu gewöhnen, und es geht doch um keine "Intellektuelle" .."Doktrinen", sondern um die Ver-Körper-te Weisheit, das war sehr treffend schon von void bemerkt.

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    Sokrates

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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