Klartext Klima

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    Dieses Buch ermöglicht einen klaren, faktenbasierten, unaufgeregten Blick auf den aktuellen Stand der Dinge und war genau deshalb für mich sehr aufrüttelnd und erschreckend. Es zeigt auch Perspektiven und Möglichkeiten des Handelns aus jedem Bereich der Gesellschaft heraus auf. Klar ist für mich: so wie bisher geht es nicht weiter. Wenn sich nicht sehr schnell was ändert, wird unsere und die Zukunft unserer Kinder sehr viel düsterer sein als unsere Gegenwart. Mit Zukunft sind damit nicht 50 – 100 Jahre gemeint, sondern 10 - 30 Jahre. Die Veränderung geht von jedem und jeder einzelnen aus – platt, tausendmal gehört, aber leider dringlicher denn je. Das Buch gibt gute Ideen und Inspirationen dazu, macht aber vor allem deutlich, wie dringend der Handlungsbedarf ist. Zudem bildet dieses Buch eine gute Argumentationsgrundlage für Diskussionen mit Zeitgenossen.


    (Rezension: Buchkritik zu »Klartext Klima!« - Spektrum der Wissenschaft)


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    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Danke für die Empfehlung.

    Den Optimismus, dass vieles davon noch verhinderbar ist durch ausreichend viel vorausschauendes Handeln, hab ich zwischenzeitlich verloren.
    Und gleichsam denk ich, es fehlen die Vorbilder, die durch Machen überzeugen statt es in sinnlosen Diskussionen zu versuchen. Und dabei Freude und Güte nicht verlieren, um nachgeahmt zu werden.

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    Es ist "lustig": Seit 50 Jahren ist das Problem bekannt. In den ersten Jahrzehnten wurde es von den meisten nicht ernst genommen. Dann sagte man, der Klimawandel sei zwar existent, sei aber nicht menschengemacht oder es sei noch viel Zeit etwas zu ändern, heute nehmen die meisten das Problem zwar ernst und es wird auch eingesehen, dass wir Menschen dafür verantwortlich sind, aber nun ist die Argumentation, es sei zu spät, etwas daran zu ändern. Gemeinsam ist diesen Argumentationen, dass man das Verhalten nicht ändern muss.


    (:

  • Mir ist das seit 40 Jahren klar. Denn damals waren die Prognosen schon für mich klar, auch wusste ich, dass es genauso laufen würde, wie Thorsten Hallscheidt Klartext Klima es hier beschreibt.


    Damals habe ich mir gesagt, dass der Umbruch 2050 etwa sein wird. Na gut dann bin ich vielleicht 96. Hab ein gutes Leben gehabt und soweit es geht mit Selbstbeschränkungen gelebt, wo es eben ging. Bin nie geflogen, habe keinen Führerschein, keine Kinder, brauchte nur Nahrung, eine Arbeit und eine Wohnung. Freunde, was soll das sein? Menschen, die mein Verhalten nicht billigen und mehr und mehr haben wollen?

    Ein "Neues" Buch darüber brauche ich nun wirklich nicht, aber für andere könnte es nützlich sein, die jetzt endlich anfangen wollen.

  • Wozu ein Buch wenn man weiss dass täglich weltweit Autoreifen verbrannt werden, die Mafia seit 100 Jahren Abfälle im Meer entsorgt? Wer sich kasteien möchte...viel Spass. Ich hab kein Auto, nur 30qm Wohnfläxhe aber wenn ich einmal im Monat Fleisch essen möchte dann tue ich das. Wenn ich alle 3 Jahre mal ins Ausland möchte dann tue ich das. Und wenn ich Licht zum lesen brauche dann wirds angemacht.

  • Wozu ein Buch wenn man weiss dass täglich weltweit Autoreifen verbrannt werden, die Mafia seit 100 Jahren Abfälle im Meer entsorgt?

    Um sich immer wieder die Vergänglichkeit der Dinge vor Augen zu führen und dadurch deren Wert und die Kostbarkeit des Lebens an sich zu begreifen. (Rein subjektive Erklärung für meine "Selbstkasteiung".)

  • Wozu ein Buch wenn man weiss dass täglich weltweit Autoreifen verbrannt werden, die Mafia seit 100 Jahren Abfälle im Meer entsorgt? Wer sich kasteien möchte...viel Spass. Ich hab kein Auto, nur 30qm Wohnfläxhe aber wenn ich einmal im Monat Fleisch essen möchte dann tue ich das. Wenn ich alle 3 Jahre mal ins Ausland möchte dann tue ich das. Und wenn ich Licht zum lesen brauche dann wirds angemacht.

    Jeder von uns tut so oder so mehr oder weniger was er will.

    Meistens versucht man ja eher den anderen neue Verbote, Beschränkungen aufzuerlegen.

    Vielleicht muss der Mensch einfach so weitermachen und die Menschheit auslöschen .

    Vielleicht sollten wir einfach so weitermachen und dann schauen was passiert.

    Die Welt wird es noch ein paar Milliarden Jahre geben und die Auslöschung der Menschheit ist vielleicht sogar ein Segen für die Welt.


    Ich glaube auch nicht mehr daran, dass jemand von uns die ganze Sache noch stoppen kann. Deshalb kann ich deinen Beitrag gut nachvollziehen.


    Mfg Martin

  • Es ist voellig irrelevant, wie sich "die Menschheit" in Bezug auf ihre Lebensgrundlage verhaelt. Gesamtzeitlich gesehen gibt es uns nicht mal einen Fingerschnipps lang. Und was "die Umwelt" betrifft, ich meine damit Flora und Fauna, die wird sich mit Sicherheit "erholen" oder wie man es immer auch nennen mag.


    Ich betrachte "die Umwelt", "die Natur" mithin unter EINBEZIEHUNG des Menschen. Viele machen den Fehler, den Menschen nur als Gegenpart zur Umwelt anzusehen, also "Wir" und "Die". Ich kann mir schon vorstellen, dass die Menschen als Ganzes beetrachtet sich ihrer Lebensgrundlage so weit zerstoeren, dass es nur noch ein Bruchteil von ihnen schafft, sich hier zu behaupten. Im Gegensatz zu vielen Anderen hier wuerde ich das nicht einmal schlecht finden. Das Einzige, was ich mir wuensche ist, dass dieser Umbruchprozess so wenig Leid wie moeglich verursachen wird. Aber Leid an sich ist ein Masstab, den man meines Erachtens individuell auf jeden Einzelnen herunterbrechen muesste. So wuerde der Wandel z.B. jemanden treffen, der gesund ist, aber aufgrund von Einbussen jetzt leiden muesste. Ein Anderer, der an einer schweren koerprerlichen Erkarankung leidet und der mit seinem Ende ringt, hat vielleicht ein hoeheres Leidensmass als der Gesunde. Bedenkt, dass wir alle sterblich sind. Ganz individuell jeder fuer sich.

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."

  • Durch Verbote werde ich zum Rebell und mache das Gegenteil. Lieber nichts verbieten 🤣 weil so wie ich mich verhalte ist das ganz ok. Das Verbot kann nach hinten losgehen 😃

  • Na dann.


    _()_

    Schau mal, letzten Winter verbrachte ich im Wohnwagen ohne Heizung. Stromkosten habe ich 5 Euro im Monat. Selten Fleisch, keun Auto....wenn mir dann jemand kommt mit "wir müssen wir müssen" bekomm ich nen dicken Hals. Einen Scheiss muss ich.

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    wenn mir dann jemand kommt mit "wir müssen wir müssen" bekomm ich nen dicken Hals. Einen Scheiss muss ich.

    Wenn ich etwas für richtig halte, mache ich es oder lasse es, egal, ob jemand es verbietet oder nicht. Das Verbot ist mir egal, wenn der Grund nachvollziehbar ist. Einige Kollegen brauchen offenbar Verbote (z.B. das Verbot, Gift in einen Fluss zu kippen). Soll ich nun Gift in einen Fluss kippen, nur weil es verboten ist?! :doubt:


    Schau mal, letzten Winter verbrachte ich im Wohnwagen ohne Heizung. Stromkosten habe ich 5 Euro im Monat. Selten Fleisch, keun Auto

    Sehr cool, gefällt mir die Vorstellung.

  • Ich glaube auch nicht mehr daran, dass jemand von uns die ganze Sache noch stoppen kann. Deshalb kann ich deinen Beitrag gut nachvollziehen.

    Aber es ist auch nicht schwarz oder weiß. Jede Handlung wirkt sich darauf aus, welche Graustufe es wird.

  • Mit 48 bin ich das. Nein sie machen keinen Sinn. Nichts in dieser Welt macht Sinn. Alles Unsinn. Loslassen heisst das Zauberwort.

    Danke für deine Offenheit in den Kommentaren.

    Trotz, dass ich nur einen subjektiven Standpunkt vertreten kann, möchte ich gern mit einem nein antworten.

    Ich finde Fürsorge macht sehr viel Sinn. Für sich und andere (machmal auch oder gerade ohne zu wissen, wie das "richtig" geht), und vor allem die Dinge, die nichts kosten. Da bin ich auch voll bei dir, dass zu viel Kasteiung keinen Sinn ergibt.

    Die Schönheit der Welt zu sehen ebenso, ob als auf dem Wasser tanzende Sonnenstrahlen oder ein voller Teller oder ein Lachen oder was anderes.

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    Wozu ein Buch wenn man weiss dass täglich weltweit Autoreifen verbrannt werden, die Mafia seit 100 Jahren Abfälle im Meer entsorgt? Wer sich kasteien möchte...viel Spass.

    Wenn sich Menschen immer an denen orientiert hätten, die den größten Mist bauen, gäbe es uns schön längst nicht mehr. Wie gesagt, für mich ist es wichtiger zu tun oder zu lassen, was vernünftig ist und im besten Falle auch noch anderen hilft, unabhängig von anderen, deren Vorbild oder deren Meinung oder deren Regeln.

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    Außerdem, vielleicht ist das hier wichtigste: Ein anderer Umgang mit der Menschen, Tieren, Pflanzen und natürlichen Ressourcen macht Freude, das Entdecken anderer Methoden und Wege, die weniger Schaden anrichten, vielleicht sogar nutzen, ist super-interessant, denn ich erfahre plötzlich, wie und in welcher überwältigenden Komplexität alles mit allem in Verbindung steht. Dafür lohnt es sich zu leben! Da ist nichts (!) von kasteien, ganz im Gegenteil.

  • Außerdem, vielleicht ist das hier wichtigste: Ein anderer Umgang mit der Menschen, Tieren, Pflanzen und natürlichen Ressourcen macht Freude, das Entdecken anderer Methoden und Wege, die weniger Schaden anrichten, vielleicht sogar nutzen, ist super-interessant, denn ich erfahre plötzlich, wie und in welcher überwältigenden Komplexität alles mit allem in Verbindung steht. Dafür lohnt es sich zu leben! Da ist nichts (!) von kasteien, ganz im Gegenteil.

    Der Eine schwimmt in einer Blase aus Freude, die Andere in einer aus Leid. Am Ende fuehrt alles auf dasselbe hin.


    Also nicht, dass ich irgend jemandem sein Recht auf Freude absprechen moechte. Es ist nur, so, dass auch die andere Seite der Medallie letztendlich zur selben Muenze gehoert. Und ehrlich gesagt, macht doch jeder das, wovon er sich die groesste Freude bzw. das geringste Leid verspricht. Wen es also den Weltverbesserern Freude macht, zu wirken. Wenn es den Egoisten Freude macht, so zu sein wie sie sind. Letzteres finde ich nicht gut, weil es meine eigenen Belange stoert. Moff.

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."

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    Es ist "lustig": Seit 50 Jahren ist das Problem bekannt.

    In dem Buch "The shock of the antrophoscene" beschäftigt sich der Autor Christophe Bonneuil auch mit der These, dass man erst seit kurzer Zeit von den negativen Auswirkungen weiß. Er entlarvt das als einen Mythos und nennt einzelne Stimmen, die schon sehr früh auf die Zusammenhänge hinwiesen.


    So nennt er Eugene Huzar , der schon im Jahr 1855 in seinem Buch " La Fin du Monde par la Science" befürchtete, dass

    die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu einer Veränderung der Atosphäre fühen könnte.


    Zitat

    n ein- oder zweihundert Jahren, wird die Welt - durchzogen von Eisenbahnen und Dampfschiffen, bedeckt mit

    Fabriken und Werkstätten - Milliarden Kubikmeter Kohlensäure und Kohlendyoxid ausstoßen , und da die Wälder zerstört sein werden, können diese Hunderte von Milliarden
    Kohlensäure und Kohlenoxyd tatsächlich die Harmonie der Welt stören.


    Natürlich hatte man damals nur die teilweise gruseligen Zustande in einigen Kohlabbaubebieten vor Augen, wo es schon damals "sauren Regen" und die damit verbundene Zerstörung der Natur gab.


    Den Einfluss von CO2 auf die globale Erwärmung wissenschaftlich festgestellt, hat dann erst 1896 Svante Arrhenius. Noch mit einem gewissen Optimismus glaubte er über diesen Effekt größere Gebiete für die Landwirtschaft nutzen zu können.


    Exxon hatte schon 1982 sehr gute Hochrechnungen die den Einfluß der Verbrennung fossiler Brennstoffe für die Gegenwart präzise Vorhersagen,aber gerade deswegen finanzierte man mit sehr viel Geld Falschinformation, die Zweifel am Klimawandel schüfte.


    Es ist also ein Prozess der Verdrängung der es erlaubt "Business as usual" zu machen.

  • Danke für den Faden Thorsten Hallscheidt und den übrigen Schreibenden. Das Thema lag bei mir gerade zur Bearbeitung auf dem Schreibtisch und mir ist mittlerweile eine doch recht klare Meinung dazu über den Weg gelaufen.

  • Es ist also ein Prozess der Verdrängung der es erlaubt "Business as usual" zu machen.

    Verdrängung ist hier ökonomisch als Verdrängung aus Märkten zu sehen.

    In den USA gab es auch früh schon Solaranlagen, die aber in der Vermarktung verdrängt wurden, weil die Automobil- und Ölkonzerne hier keine Konkurrenz haben wollten. Sie haben dann die Straßenbahnen in den Großstädten platt gemacht - verdrängt - und damit den öffentlichen Nahverkehr weitgehend zerstört.


    Seit 1958 hat Charles Keeling die Effekte der Treibhausgase gemessen und in der Keeling-Kurve festgehalten.

    Charles David Keeling – Wikipedia


    Das Problem ist die Kohlenstoffchemie - aber die Dekarbonisierung ist auch ein Problem.


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    :zen: