Klein - Eine überschätzte Spezies

  • Die Menschheit ist nur ein verschwindend geringer Teil des Universums und bei weitem nicht so einzigartig wie wir denken. Von den unendlichen Weiten des Universums bis zu mikroskopisch kleinen Einheiten, von den Ökosystemen der Erde zum menschlichen Körper, macht jede Episode dieser Animationsserie Dinge begreiflich, die unsere Vorstellungskraft sprengen. Denn der Mensch ist nicht der Nabel der Welt.


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    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Was ist die Konsquenz daraus? Wenn ich hungern und frieren muss, meine Gesundheiit wegen dem drohenden Sozialsystemzusammenbruch hier nicht mehr aufrecht halten kann, dann könnte ich auch freiwillig aus dem Dasein scheiden. Denn ich bin ja unbedeutend, so wie alle Anderen von euch auch.

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."

  • nuk


    Die Konsequenz könnte sein, dass man sich klein und unbedeutend fühlt, ja....
    Aber das muss nichts Schlechtes sein und auch nicht zum freiwilligen "Ausscheiden" führen, sondern beispielsweise zu der Erkenntnis, dass vieles, was uns so unheimlich wichtig erscheint, in Wirklichkeit unerheblich ist. Es könnte einen befähigen, bescheidener und respektvoller auch dem nichtmenschlichen Leben gegenüber aufzutreten und solidarischer mit all den menschlichen "Leidensgenossen".

    Den Blick für das Wesentliche schärfen und sich selber ernst, aber nicht wichtig nehmen.....

    Auch Humor ist eine Option: " Ich definiere den Humor als die Betrachtungsweise des Endlichen vom Standpunkte des Unendlichen aus." (Christian Morgenstern)

    Glückselig, wer durch Buddhas Wort belehrt,

    Befriedigt weilt in Abgeschiedenheit.

    Glückselig, wer stets liebevoll verkehrt

    Mit aller Welt, frei von Gehässigkeit.


    Glückselig, wem kein weltliches Begehren

    Und keine Sinnenlust den Frieden stört.

    Das höchste Glück jedoch wird dem gehören,

    Bei dem der Ich-Wahn ganz hat aufgehört. (Ud.II.2.1)

  • Was ist die Konsquenz daraus? Wenn ich hungern und frieren muss, meine Gesundheiit wegen dem drohenden Sozialsystemzusammenbruch hier nicht mehr aufrecht halten kann, dann könnte ich auch freiwillig aus dem Dasein scheiden. Denn ich bin ja unbedeutend, so wie alle Anderen von euch auch.

    Ich glaube nicht dran, dass das rationale Denken „Bedeutung“ erfassen kann. Bzw nur bis zur Stufe „nicht bedeutender als anderes“. Dahinter geht‘s mit Herz und Staunen weiter.

  • Es gibt nichts Besseres als Basis für ein gutes Leben, wenn man sich bewusst ist, dass man unbedeutend ist. Dann wird es zu eine Freude zu leben.

  • Es gibt nichts Besseres als Basis für ein gutes Leben, wenn man sich bewusst ist, dass man unbedeutend ist. Dann wird es zu eine Freude zu leben.


    Ja wahrlich, es gibt nichts Besseres als Basis für ein gutes Leben, als so ein Gedanke über ein unbedeutendes eigenes Selbst.


    Ich muss da nicht essen, nicht trinken, allein diese Vorstellungsbasis, die macht mir schon Freude und macht mir selbst ein besseres Leben.

  • Quote

    Die Menschheit ist nur ein verschwindend geringer Teil des Universums und bei weitem nicht so einzigartig wie wir denken.

    Ja, aber der Mensch hat eine ewige Seele, die nach dem Tod weiterlebt. Das ist nicht ernst gemeint, sondern nur ein kleiner Spaß. Weil ich immer entrüstete Reaktionen kriege, wenn ich das Gegenteil behaupte, dass der Mensch ein Lebewesen auf der Erde ist, das keine ewige Seele hat.


    Warum soll er eine haben? Der Mensch ist ein Lebewesen auf der Erde, das in Folge der Evolution entstanden ist wie alle anderen auch: von kleinen Einheiten zu komplexer zusammengesetzten. Es gibt keinen Schöpfergott und nichts was eine ewige Seele erzeugen kann. Das müsste ein höheres Wesen sein als der Mensch und ein solches Wesen ist auf der Erde noch nicht entstanden.


    Aber dann wurde der Mensch von so einem höheren Wesen irgendwo im Universum erzeugt! Nein, wurde er nicht. Er ist evolutionär entstanden wie alle anderen Lebewesen auf der Erde. Vom Körperbau und vielen anderen Dingen sieht man beim Menschen die Verwandtschaft zu anderen Säugetieren und man sieht die evolutionäre Entwicklung vom Neandertaler und anderen Hominiden bis zu uns, die immer noch Teile des Genoms der Neandertaler haben.


    Mal schauen wie ich diesmal anecke ;-).

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Die Stille hinter allen Erscheinungen zerstört die Idee, dass ich durch meine Augen das Universum betrachte


    In Wirklichkeit betrachtet das Universum das Universum.


    Und für 13 oder 14 Milliarden Jahre habe ich mich ziemlich gut gehalten.


    Weder über - noch unterschätzen wäre eine Option...


    LG Martin

  • Ich muss da nicht essen, nicht trinken

    Wie kommst du denn darauf?


    Das frage vielleicht dich, wie du darauf kommst, diesen Satz von mir, der ohne den Kontext keinen Sinn macht, aus dem Kontext zu nehmen und auf eine Frage hierzu eine Antwort erwartest.


    Allerdings ... unbedeutende Menschen stellen vielleicht auch unbedeutende/sinnlose Fragen?


    Kuck jetzt nicht so blöd! Es geht hier nicht um dich.

  • Sehr schönes Video. Wenn mich auch der Titel an den Untertitel erinnerte, dass ich immer mal noch lesen wollte: Erleuchtete - eine überschätzte Spezies. Aber vielleicht hängt ja beides zusammen. Erleuchtung wird ja nur daher wichtig, weil wir uns als Mensch so wichtig nehmen.

    In Wirklichkeit betrachtet das Universum das Universum.

    Das ist aus meiner Sicht Unsinn. Man versucht selbst das Universum zu vermenschlichen. Dann kann es sehen, oder hat ein Bewusstsein. Ich halte das für eine Missinterpretation einer Einheitserfahrung.

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

  • In Wirklichkeit betrachtet das Universum das Universum.

    Das ist aus meiner Sicht Unsinn. Man versucht selbst das Universum zu vermenschlichen. Dann kann es sehen, oder hat ein Bewusstsein. Ich halte das für eine Missinterpretation einer Einheitserfahrung.

    Danke für die Antwort.

    Ich glaube Sie verstehen mich falsch.


    Da ist keine Vermenschlichung mehr enthalten.

    Der Mensch und das Universum sind weder eins, noch getrennt.

    0 (Mensch) + 0 (Universum) wird nicht zum 1.

    Paticcasamuppada bringt da Licht in die Sache.


    Im Sinne der Kommunikation muss man es halt Mensch und Universum nennen.


    Wie ich schon in anderen Beiträgen erwähnt hatte, sehe ich diese "Missinterpretation" in den Einheitserfahrungen auch.


    Es ist eine Hürde, die der historische Buddha erkannt hat, und deshalb seine damaligen Lehrer in Dankbarkeit verlassen hat.


    Unsinn sind diese ganzen Diskussionen darüber.

    Aber ein Forum lebt nun mal von Diskussionen.

    Wenn wir ein forum haben wollen, müssen wir damit leben, gewisse Dinge nur unzureichend beschreiben zu können.


    Mfg


    Martin

  • Solang du Sachen wie "betrachtet das Universum" ins Spiel bringst, ist das eine Vermenschlichung. Womit sollte das Universum sich betrachten? Und wozu?

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

  • Solang du (Martinistleise) Sachen wie "betrachtet das Universum" ins Spiel bringst, ist das eine Vermenschlichung. Womit sollte das Universum sich betrachten? Und wozu?

    Ein interessanter Aspekt, vielleicht ein guter Koan?

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."