Zen-Praxis und Qigong- verträgt sich das?

  • Das ist keine Methode, das ist der "alltägliche Geist", der normale Zustand. Dem sollten wir vertrauen.

    Glaube hofft Liebe -- Glaube liebt Hoffnung

    Hoffnung glaubt Liebe -- Hoffnung liebt Glaube

    Liebe hofft Glaube -- Liebe glaubt Hoffnung.

    Einzig die Liebe liebt, hofft, glaubt nicht.


  • Anmerkungen habe ich fett markiert unten eingefügt.

    Ansonsten, vielen Dank auch diesmal wieder für dein sehr hilfreiches Posting - habe mir sogar paar Notizen gemacht :)


    Ich schreibe dir auch mal zu einer anderen Thematik eine private Nachricht, die hier komplett off topic ist und eine speziell gerichtete Frage an dich ist (daher will ich diese nicht in einem Thread posten) - hoffe, dass das ok ist:)


    edit:

    Obiges Vorhaben geht wohl nicht, da man dir wohl keine PMs senden kann - ist natürlich kein Problem und ist auch keine wichtige Frage gewesen, sondern nur etwas, was meine Neugierde/mein Interesse geweckt hat - aber, wie gesagt - nichts Großes, daher kann es auch gut gespart werden xD

    Nochmals aber Danke für den ganzen Input oben :)


    Gruß

    Zrebna _()_

    Edited 2 times, last by Zrebna ().

  • Unser Kursleiter hat u.a. gemeint, dass man halt einfach die Atmung so beobachten soll, wie es halt gerade JETZT geschieht. Geschieht die Atmung gerade JETZT eher flach und ist eher im Brustbereich spürbar (z.B. durch Heben und Senken des Brustbereiches) und kaum oder gar nicht im Unterbauch-Bereich, dann ist es halt eben so und ggf. braucht das der Körper eben so.

    Genau das habe ich gemeint.

    Ich finde es schön, dass du was und wen gefunden hast, der und das deine Zazenpraxis bereichert.

    Ich selbst spreche nicht gerne von entweder oder, sondern lieber von: sowohl als auch.

    Wie geschrieben ich praktiziere seit 18 Jahren und mich erdet (Fokos, Konzentration , Zentrierung) die Bauch/Tanden/Haraatmung und es wird in meiner Tradition , welche Rinzai ist, auch so gelehrt. Auch Hakuin hat darüber geschrieben wie ich oben angehängt habe. Und Shodo Harada und Meido Moore sprechen davon.


    Mit meinem Beitrag wollte ich nur darauf hinweisen, dass es sehr wohl Traditionen im Zen gibt, die das lehren und verkörpern.

    Wenn man ein Sesshin sitzt, oder ich, dann ist man mit vielen Herausforderung konfrontiert und ständig abgrundtief zu Sitzen, geht halt nicht. bei mir jedenfalls nicht.

    Von daher, ist das (Bauch/Tanden/Haraatmung) für mich eine geeignete Methode, die mich auch im Alltag unterstützt, dass ich mich nicht in meinem Gedanken verliere.

    Lg und Gassho

    Edited 3 times, last by Honin ().

  • Jedenfalls - um konkret zu werden: ja, ich hebe die Hände durch entsprechendes Anwinkeln des Ellbogengelenks so an, dass die Daumen in Höhe des Bauchnabels sind.

    Wenn's recht ist, dann hierzu noch einmal bzgl. dieser eher technischen Finesse nachgefragt:

    Wenn bei dir sich dann die Daumenspitzen auf Bauchnabelhöhe leicht berühren,

    wo sind dann bei dir persönlich die Handkanten (auf der Seite der kleinen Fingern) positioniert?
    Konkret:
    Sind diese gegen den Unterbauch angelehnt bzw. berühren den Unterbauch, oder sind die etwas vor dem Unterbauch "in der Luft"?


    Wie sieht es mit den berührenden Daumenspitzen aus?

    Sind sie auf Bauchnabelhöhe "in der Luft" etwas vor dem Bauchnabel oder berühren sie den Bauch(nabel) ?


    Gruß

    Zrebna

  • Die Handflächen halte ich ziemlich waagrecht, wie ja auch die Unterarme. Fingerspitze linker Mittelfinger fast unter dem Fingergrundgelenk des rechten Mittelfingers. Die 'Öffnung' des Mudra ist also ein gestrecktes Oval.


    Da die Handflächen in etwa parallel zum Boden gehalten werden, berühren die Daumen den Bauchnabel nicht - dazu müsste man das Mudra nach hinten kippen. Bei den kleinen Fingern lasse ich einen leichten Kontakt zu - die Höhe der Hände ist damit 'fixiert'. Das muss nun wohl nicht unbedingt sein; es ist im Grunde ein Element von Kontrolle. Und eine Alternative zum 'Ablegen' des Mudra auf den Unterschenkeln - man spürt die Position des Mudra und dadurch stabilisiert sie sich.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Auch hier, Dank dir für deinen Input!

    _()_

  • Zitat

    aber halt einfach umgekehrt - also Fingerspitze rechter Mittelfinger fast unter dem Fingergrundgelenk des linken Mittelfingers.

    So ist es richtig und so war es auch gemeint. Um Jandl zu zitieren:

    Zitat

    manche meinen

    lechts und rinks

    kann man nicht velwechsern

    werch ein illtum

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Hehe, das war gut :grinsen: :like:


    Tatsächlich wollte ich hier aber nochmal kurz nachfragen:
    Um ein gestrecktes Oval zu halten, kommst du da wirklich mit deiner Fingerspitze des Mittelfingers zum Fingergrundgelenk des anderen Mittelfingers?
    Ich bin da eher weiter "unten" und meine Fingerspitze des rechten Mittelfingers wäre "natürlich" so eher (drunterliegend) zwischen dem Fingergrundgelenk und ein Gelenk höher (nennt sich glaub ich Fingermittelgelenk) - Referenz, folgendes Bild (zur Überprüfung ob wir von den selben Gelenken sprechen) :


    Arthrose der Hand- und Fingergelenke
    Wenn die Finger- oder Handgelenke schmerzen, oder wenn sich an den Fingergelenken kleine Knoten bilden, kann eine Arthrose die Ursache sein. Mehr über Symptome…
    www.apotheken-umschau.de


    <- Da findet sich dann weiter unten eine Abbildung mit Benennungen der einzelnen Gelenke einer Hand.


    Evtl. ist es aber auch gut, wenn ich versuche bewusst näher an das Fingergrundgelenk zu "rutschen", weil mir folgendes aufgefallen ist:
    Je mehr ich "runterrtusche", also Richtung Fingermittelgelenk, desto mehr nimmt potenziell der leichte Muskeltonus in der Bizepsmuskulatur ab, was meine Haltung verschlechtert und "lascher" macht - d.h. wie bereits vorher erörtert, "kommt" mein Oberkörper leicht nach vorne und Schultern fallen auch leicht nach vorne -> Brustkorb "schließt" sich etwas.


    Also konkret gefragt:
    Gemäß obiger Abbildung, ist deine Fingerspitze des Mittelfingers definitiv fast unterhalb dem Fingergrundgelenk des anderen Mittelfingers?
    Was bedeutet hierbei "fast".

    Also eher kurz vor dem Fingergrundgelenk (also zwischen dem Fingergrundgelenk und dem Fingermittelgelenk, aber näher am Ersterem) oder genau in die andere Richtung, also leicht hinter dem Fingergrundgelenk (in Richtung Handgelenk/Unterarme...) ?


    Ich weiß, dass das absolute Detailfragen sind und nicht die Essenz der Praxis ausmachen. Auf der anderen Seite hat mit die Verbesserung meiner Haltung (siehe bereits erörterte Punkte) tatsächlich sehr geholfen - daher will ich es einmal gut aufsetzen, einüben und dann bleibt mir eine solide Haltung erhalten - schaden kann's nicht :)


    Gruß

    Zrebna _()_