• Ein etwas länger, aber sehr lesenswerter Text von Paul Debes aus seinem Buch Das Dasein und seine Meisterung nach der Lehre des Buddha (S. 326 im PDF). Er macht ein paar grundlegende Konstanten individueller und kultureller Entwicklung sehr deutlich und setzt sie in Bezug zur buddhistischen Lehre:


    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Danke Thorsten, ich werde mir das Buch mal wieder zu Gemüte ziehen. Vor vielen Jahren haben mich die beiden Bände begeistert und sehr inspiriert. Und ja, so sehe ich Samsara auch, als ein ewiges Auf und Ab. Deshalb ändert sich die Welt auch nicht.


    Die Beobachtung an mir selbst hat mich von jung auf verwundert. Heute noch war ich sicher, immer Liebe/Zuneigung zu empfinden, nach kurzer Zeit schon schlug dies in Ablehnung bis hin zum Hass um. Schon als Kind - kann ich mich immer wieder erinnern - habe ich abends im Bett gelegen und geglaubt, ich würde nie wieder "ungezogen" sein, und dann, bald danach war ich doch wieder "böse" zu meiner Mama. Das habe ich nie vergessen, weil ich immer über die sich so schnell verändernden Gefühle erschüttert war, denn ich liebte doch meine Eltern :?


    Gerade gestern habe ich daran gedacht, wie lange es gedauert hat, bis ich diesen "Glauben" an den Bestand von Gefühlen abgelegt habe - bis in die heutigen Tage. :erleichtert:

    Aber sicher gibt es da unterschiedliche Charaktere.

    _()_

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)

  • Thorsten Hallscheidt . Das Buch stammt von 1963,

    " Meisterung der Existenz durch Die Lehre von Buddha" war aber von der Frau Anders-Debes zusammengestellt, mit ihrem Vorwort, April 2019. Sehr wertvoll, wie alle 8 Bänder/ Reden des Buddha/ ( auch von ihr , mit der Dankbarkeit am HH und FS) .

    Man kann einfach anrufen, das ist schier unglaublich. Die ist 91. Meine Empfehlung! Echt!!!

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Ach, ich weiß nicht, wen solche Texte wie die von Debes ansprechen sollen. Für mich sind das alles Binsenweisheiten. Und was ich bisher so von Debes gelesen habe, vermittelt den Eindruck, als würde er von oben herab wie ein Pfarrer von der Kanzel predigen. Nicht, dass das Vermittelte nun irgendwie falsch wäre. Allerdings erinnert mich das Ganze ein wenig an die Metapher mit dem 'Nürnberger Trichter'. Also an die Annahme, es würde möglich sein, Weisheit von 'oben her' einzutrichtern.


    Besser würde ich Lernen via 'sokratischer Hebammen-Methodik' finden - also scheinbar trivial anmutende Fragen stellen, die bei näherer Betrachtung ziemlich tiefgängiges Denken ermöglichen.

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."

  • Komisch, nuk, ich habe seine Bücher gelesen und schaue immer mal wieder rein. Sie haben mich sehr inspiriert. Ich fühlte mich in keiner Weise von "oben herab" angesprochen. Ganz im Gegenteil, ich konnte gar nicht aufhören zu lesen und hab damals mit einer befreundeten Userin des Forums ständig persönlich darüber reflektiert.


    :?

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)

  • Für mich sind das alles Binsenweisheiten.

    Jo. Es ist sehr einfach. Allerdings besteht das Problem nicht im Verständnis, sondern in der Umsetzung. Zudem fand ich aber doch folgenden Punkt bedenkenswert:


    Quote

    ebenso führt das in Glück und Freude und Wohlfahrt notwendig aufkommende, auf den Genuss der tausend Annehmlichkeiten gerichtete Dichten und Trachten allmählich, aber stetig zu wachsender Genusssucht und zunehmender Bedürftigkeit. Und ganz ebenso, wie die Wesen in dem durch Not und Verzweiflung bedingten Suchen die Wege zu Wohlfahrt und Sicherheit, eben die Tugend gefunden hatten, so müssen sie in dem durch freudiges Genießen und gedankenloses Leben bedingten Nicht-mehr-Suchen nach den Wegen zu Wohlfahrt und Sicherheit diese Wege auch wieder vergessen. Sobald sie aber vergessen haben, dass die Tugend die Bedingung war und ist für ihr Wohlleben, müssen sie diese tugendhafte Gesinnung und Art im Laufe der Zeit mit zunehmender Gewöhnung an den Genuss zwangsläufig auch wieder verlieren. Der Verlust der tugendhaften Gesinnung und Art aber bedeutet die allmähliche Zunahme von Verweigern und Entreißen, von Rücksichtslosigkeit und Unehrlichkeit, woraus wieder Not und Elend hervorgehen und wodurch die Wesen wieder zu der Frage nach dem Ausweg kommen und auf ihrer Suche wieder zwischen Irrtum und Wahrheit stehen.


    Das beschreibt ganz gut die derzeitige Entwicklung inkl. Ausbeutung, Umweltzerstörung, Klimawandel, Turbokonsum, etc...


    Dabei sollte man doch annehmen, dass der Zustand des Friedens und des Glücks doch auch Zufriedenheit erzeugen müsste. Aber offenbar ist das nicht so, wie wir ja auch schon aus der ersten edlen Wahrheit wissen. Nur fand ich es für das Verständnis unserer eigenen Zeit und unserer gesamten gesellschaftlichen Entwicklung und des Status Quo interessant, diese Perspektive mal auf die Gegenwart und ihre Krisen anzuwenden.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • ...

    Dabei sollte man doch annehmen, dass der Zustand des Friedens und des Glücks doch auch Zufriedenheit erzeugen müsste. Aber offenbar ist das nicht so, wie wir ja auch schon aus der ersten edlen Wahrheit wissen. Nur fand ich es für das Verständnis unserer eigenen Zeit und unserer gesamten gesellschaftlichen Entwicklung und des Status Quo interessant, diese Perspektive mal auf die Gegenwart und ihre Krisen anzuwenden.

    Ja, das finde ich traurig, dass es bei Vielen offenbar nicht ausreicht, Elend und Krisen zu 'sehen' bzw davon zu lesen. Es scheint so, dass Viele anscheinend solche Sachen erst ernst nehmen, wenn sie sie am eigenen Leibe spüren. Offenbar reicht es oft nicht mal, sich die Schmerzen und die Verzweiflung von z.B. verschütteten Erdbebenopfern vorzustellen um sich Ihrem momentanen Luxus bewusst zu sein, gerade nicht davon betroffen zu sein und deshalb aus Mitgefühl für solche Opfer was zu spenden. Das Selbe mit Fleisch essen und Tierleid der Massenaufzucht.


    Ich weiß nicht mehr, wo dieses Experiment statt fand:

    Da wurde einmal getestet, ob es möglich ist, einen jungen Menschen alleine durch lehren von theoretischem Wissen zu einer ethisch integren Person zu erziehen. Es hatte nicht geklappt.

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."

  • Dabei sollte man doch annehmen, dass der Zustand des Friedens und des Glücks doch auch Zufriedenheit erzeugen müsste. Aber offenbar ist das nicht so, wie wir ja auch schon aus der ersten edlen Wahrheit wissen. Nur fand ich es für das Verständnis unserer eigenen Zeit und unserer gesamten gesellschaftlichen Entwicklung und des Status Quo interessant, diese Perspektive mal auf die Gegenwart und ihre Krisen anzuwenden.

    Thorsten Hallscheidt , ich schätze sehr deine Beiträge, die stammen von dem Inneren, das ist keine Scmeichelei, so man spürt.

    Als ich den Text von PD gelesen hatte, ich hatte sehr lange nachgedacht, warum wir alle sitzen in derselben Scheisse, wie von Tausend von Jahren. Ist es wirklich so, dass der Mensch lernt niemals und stirbt so oder so als der Trottel, als das Tor, und uns erwartet früher oder später die Apokalypse, wie hier ich auch mehr als genug lese...?

    Ist die Natur der Menschen so mit dem innerem Gift auf immer wie durchgedrungen?

    Gibt es wirklich keine Hoffnung?

    Es war doch schon alles, so die Welt ist zyklich, dann ich hatte den anderen Text von PD gefunden, ich wollte ihn posten, wenn du es mir erlaubt ( und die Moderation auch, klar).


    Was ich hinzufügen wollte, kein Gott ist für unseres Schhicksal verantwortlich, wir sind für unseres Schaff-Sal immer selbst ver-antort-lich. Das bestimmt unseres Leben, keine Regierungen, kein Krieg und keine Klima-Katastrophen. Wenn jeder denken würde, das betrifft mich nichts, so landen wir alle .. in der Gosse..

    Oder so wie es Im Bibel steht:


    Quote
    Koh 3,19 Denn jeder Mensch unterliegt dem Geschick und auch die Tiere unterliegen dem Geschick. Sie haben ein und dasselbe Geschick. Wie diese sterben, so sterben jene. Beide haben ein und denselben Atem. Einen Vorteil des Menschen gegenüber dem Tier gibt es da nicht. Beide sind Windhauch.

    Und von mir zitierte Quelle war:


    https://www.buddhistisches-sem…1.pdf?cdp=a&_=186a3a4fe17 Seite 658.

    LG. Und danke dir.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • ...und uns erwartet früher oder später die Apokalypse, wie hier ich auch mehr als genug lese...?

    Die Apokalypse erwartet den Einzelnen spätestens, wenn er röchelnd auf dem Sterbebett liegt. Vielleicht schlägt aber auch ein Asteroid hier ein. Für eine Einzelperson macht das, subjektiv betrachtet, keinen Unterschied.

    "Setz dich, Freund und trink einen Tee."

  • ...und uns erwartet früher oder später die Apokalypse, wie hier ich auch mehr als genug lese...?

    Die Apokalypse erwartet den Einzelnen spätestens, wenn er röchelnd auf dem Sterbebett liegt. Vielleicht schlägt aber auch ein Asteroid hier ein. Für eine Einzelperson macht das, subjektiv betrachtet, keinen Unterschied.

    Das ist übertrieben, lieber nuk, ich gehe davon aus, dass ich auf dem Sterbebett froh hinübergleite. Wohin? Ich vermute nirgendwohin, schon gar nicht in die Apokalypse.

    _()_

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)

  • Das beschreibt ganz gut die derzeitige Entwicklung inkl. Ausbeutung, Umweltzerstörung, Klimawandel, Turbokonsum, etc...


    Dabei sollte man doch annehmen, dass der Zustand des Friedens und des Glücks doch auch Zufriedenheit erzeugen müsste. Aber offenbar ist das nicht so, wie wir ja auch schon aus der ersten edlen Wahrheit wissen. Nur fand ich es für das Verständnis unserer eigenen Zeit und unserer gesamten gesellschaftlichen Entwicklung und des Status Quo interessant, diese Perspektive mal auf die Gegenwart und ihre Krisen anzuwenden.

    MMn ist der Wohlstand der westlichen Welt auf oder teils auf Selbstabwertung und

    -ausbeutung gebaut, nichts wert zu sein, wenn man nicht schuftet bis zum umfallen, nicht reich, schön, intelligent, erfolgreich, gesund, ... ist, garniert mit allerlei Statussymbolen, die man im Grunde zum leben nicht braucht. Darin sehe ich keinen Zustand des Friedens und des Glücks. Auch wenn die Bedingungen im Außen so gut sind, dass Menschen ihr Leben auf's Spiel setzen hier her zu kommen, weil sie hier Frieden und Glück sehen.

  • Dabei sollte man doch annehmen, dass der Zustand des Friedens und des Glücks doch auch Zufriedenheit erzeugen müsste. Aber offenbar ist das nicht so, wie wir ja auch schon aus der ersten edlen Wahrheit wissen. Nur fand ich es für das Verständnis unserer eigenen Zeit und unserer gesamten gesellschaftlichen Entwicklung und des Status Quo interessant, diese Perspektive mal auf die Gegenwart und ihre Krisen anzuwenden

    Ein Zustand des Friedens und Glücks - (auch) gesamtgesellschaftlich gesehen - wird ohne das Bewusstsein, dass dieser u.U. hart erarbeitet werden muss(te), leider allzu schnell als selbstverständlich empfunden und betrachtet. Mit der Zeit tritt bei vielen eine (träge) Gewöhnung ein....


    "....Und ganz ebenso, wie die Wesen in dem durch Not und Verzweiflung bedingten Suchen die Wege zu Wohlfahrt und Sicherheit, eben die Tugend gefunden hatten, so müssen sie in dem durch freudiges Genießen und gedankenloses Leben bedingten Nicht-mehr-Suchen nach den Wegen zu Wohlfahrt und Sicherheit diese Wege auch wieder vergessen. Sobald sie aber vergessen haben, dass die Tugend die Bedingung war und ist für ihr Wohlleben, müssen sie diese tugendhafte Gesinnung und Art im Laufe der Zeit mit zunehmender Gewöhnung an den Genuss zwangsläufig auch wieder verlieren. ..." (Paul Debes)


    Ganz offensichtlich sind wir so "gestrickt", dass wir das Auf und Ab "brauchen", es ist eine Binsenweisheit, dass auf Regen Sonnenschein folgt und umgekehrt.

    Sprüche wie: " Gute Tage können wir nicht ertragen, böse können wir nicht leiden...."(M.Luther) zeugen von dem Dilemma, das keines sein müsste, wenn BEWUSSTHEIT da wäre.


    Zum Wesen der Natur gehört das (ewige) Werden und Vergehen, Aufbauen und wieder Niederreißen. Als Teil der Natur sind wir demzufolge auf Wechsel "programmiert", weil flexible Anpassungsfähigkeit schlicht dem Überleben dient.

    Auch das sogenannte "ökologische Gleichgewicht" ist ein Konzept, existiert mehr in der Wunschvorstellung der Menschen, als in der Realität, wo eher Ungleichgewichte, Kipppunkte und Spannungen die Entwicklung bestimmen.


    Essay von Josef H. Reichholf: Leben kämpft stets gegen das Gleichgewicht
    Gestört dürfen sie nicht werden, die Gleichgewichte in der Natur. Werden sie zu sehr belastet, bricht der Naturhaushalt zusammen. Schon ein wenig zu viel, ist…
    www.spiegel.de


    Wer an diesen gegebenen Fakten leidet, wird Auswege suchen und vielleicht in der Lehre Buddhas seinen Weg finden....



    "Wie die Menschen an dem Ufer

    diesseits auf und nieder hetzen!

    Wahrlich, wenige sind es,

    die zum andern Ufer übersetzen." (Dhammapada, 85)

    Glückselig, wer durch Buddhas Wort belehrt,

    Befriedigt weilt in Abgeschiedenheit.

    Glückselig, wer stets liebevoll verkehrt

    Mit aller Welt, frei von Gehässigkeit.


    Glückselig, wem kein weltliches Begehren

    Und keine Sinnenlust den Frieden stört.

    Das höchste Glück jedoch wird dem gehören,

    Bei dem der Ich-Wahn ganz hat aufgehört. (Ud.II.2.1)

  • Zum Wesen der Natur gehört das (ewige) Werden und Vergehen, Aufbauen und wieder Niederreißen. Als Teil der Natur sind wir demzufolge auf Wechsel "programmiert",

    Dem stimme ich zu. Wir sind echt so total "ver-blend-et", dass wir alle echt wie die Roboter "programmiert " sind , weiter dukkha zu er-leiden. Und im Samsara zu bleiben. 8)


    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Zum Wesen der Natur gehört das (ewige) Werden und Vergehen, Aufbauen und wieder Niederreißen. Als Teil der Natur sind wir demzufolge auf Wechsel "programmiert",

    Dem stimme ich zu. Wir sind echt so total "ver-blend-et", dass wir alle echt wie die Roboter "programmiert " sind , weiter dukkha zu er-leiden. Und im Samsara zu bleiben. 8)

    Zu sagen, dass wir total verblendet sind, bedeutet eine Objektivierung, die nur einen einzigen Aspekt unserer Person erfasst und absolut setzt. Dadurch werden alle anderen Aspekte, die uns als Person ausmachen, ausgeblendet: Wir waren schon immer verblendet und werden es bis in alle Ewigkeit bleiben.


    Wie Anna Panna-Sati schreibt, gehört es zum Wesen der Natur, dass Phänomene entstehen, bestehen und vergehen. Es findet also Veränderung statt. Das ist das abhängige Entstehen und dies trifft auch auf unsere Verblendungen, unsere Unwissenheit usw. zu.


    Unsere Unwissenheit, unsere Verblendungen sind verursacht, auch wenn wir uns dies nicht vorstellen können, weil wir schon seit anfangslosen Zeiten unter ihrer Macht stehen. Ihre grundlegende Ursache ist die Wurzel des Samsara. Mit den vier edlen Wahrheiten und Paticcasamuppada hat Buddha Sakyamuni ja aufgezeigt wie wir unsere Unwissenheit und unsere Verblendungen vollständig überwinden können.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Zu sagen, dass wir total verblendet sind, bedeutet eine Objektivierung,

    Du bist doch Prasangika, lieber Helmut .

    Subjekt/ Objekt, Samsara/ Nirvana, Feuer / Brennstoff, Form/Leere,

    sorry... Henne / Ei, usw..

    Unsere Sprache und unsere Wahrnehmung ist dual ( Fehl-Wahrnhemung, Brodbeck), es gibt am Ende ("") keine Trennung, und keine Dualität. Das steht sehr klar im Herz-Sutra. Und entspricht absolut der modernen Quanten-Physik. Ich erspare das Zitieren.

    Alles Gute! :taube:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Unsere Sprache ist Ausdruck unseres Denkens. Wenn wir glauben, total verblendet zu sein und dies sprachlich zum Ausdruck bringen, dann sagen wir, wir waren schon immer verblendet und werden es auch in Zukunft ohne Ende sein. Wir objektivieren unser Denken und fassen unser Denken, dass wir auf eine bestimmte Art und Weise mit unserer Sprache ausdrücken, als beständig und unwandelbar auf.


    Unser Denken, unsere Sprache und unsere Wahrnehmungen sind nicht einfach nur falsch. Dies ist nur ein Aspekt unseres Denkens usw. Obwohl wir aus verschiedenen Gründen falsche Auffassungen haben, haben wir auch gültige Erkenntnisse. Und diese helfen uns, die falschen Ansichten schrittweise zu überwinden.


    Wenn du, Igor07 , davon sprichst, dass es am Ende keine Trennung und keine Dualität gibt, was verstehst du denn unter Trennung und Dualität?

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

    Edited once, last by Helmut ().

  • Wenn du, Igor07 , davon sprichst, dass es am Ende keine Trennung und keine Dualität gibt, was verstehst du denn unter Trennung und Dualität?

    Das , mein Lieber:


    Wie Paul Debes , so Helmuth Hecker, so Fritz Schäfer benennen es als "Ich-Wahn", oder so ähnlich.

    Mein Zitat stammt aus dem Buch: "Meiserung der Existenz durch die Lehre des Buddha".


    Sollte ich dir L. Wittgenstein auch zitieren?, :Die Philosophie ist ein Kampf gegen die Verhexung unseres Verstandes durch die Mittel der Sprache.Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.Nagarjuna sagt dasselbe, du solltest es besser als ich es wissen. LG, und alles Gute nochmal! Denken.. Ach...


    Unsere Sprache ist Ausdruck unseres Denkens.

    Siehe das, dann vergleiche es mit dem Herz-Sutra:


    Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im…
    „Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns…
    beruhmte-zitate.de

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates